DE595404C - Glockenapparat fuer Rektifikations-, Absorptions- und Kuehlverfahren - Google Patents
Glockenapparat fuer Rektifikations-, Absorptions- und KuehlverfahrenInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01D—SEPARATION
- B01D3/00—Distillation or related exchange processes in which liquids are contacted with gaseous media, e.g. stripping
- B01D3/14—Fractional distillation or use of a fractionation or rectification column
- B01D3/16—Fractionating columns in which vapour bubbles through liquid
- B01D3/18—Fractionating columns in which vapour bubbles through liquid with horizontal bubble plates
- B01D3/20—Bubble caps; Risers for vapour; Discharge pipes for liquid
- B01D3/205—Bubble caps
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Description
Der Wirkungsgrad eines Glockenbodens hängt im wesentlichen von der Eintauchtiefe
ab, d. h. je tiefer auf jedem Boden die Dämpfe in die Flüssigkeit eingeführt werden,
um so größer ist die Austauschfläche zwischen Flüssigkeit und Dampf und um so vollständiger
ist der angestrebte Austausch. Von der Größe der Eintauchtiefe hängt der Widerstand
und der zu seiner Überwindung erforderliche Druck der Gase oder Dämpfe ab.
Bei vielen Verfahren, wo große Gas- oder Dampfmassen von verhältnismäßig geringem
Druck zur Verarbeitung kommen, sind der Eintauchtiefe praktische Grenzen gezogen.
'15 Unter Eintauchtiefe wird die gesamte Eintauchtiefe,
also die Summe der Eintauchtiefe der einzelnen Böden verstanden. Je größer
die Zahl der Stufen, d. h. also die Zahl der Böden ist, um so geringer ist bei einem verfügbaren
Gesamtdruckgefälle die axii den einzelnen
Boden entfallende Eintauchtiefe.
Bei der bisher üblichen Bauart der ■Glockenwäscher geht ein großer Teil des zur Verfügung
stehenden Druckgefälles unter zwangsläufiger Verringerung der Eintauchtiefe dadurch
verloren, daß den Gasen und/oder Dämpfen unnötiger Widerstand geboten wird. Die Gasdurchtrittsstutzen und die sie abdeckenden
Glockendeckel tauchen senkrecht oder nahezu senkrecht in die auf den Böden befindliche Flüssigkeit ein; die Gase unterliegen
daher einem mehrmaligen scharfen Richtungswechsel, der auf Kosten des Druckgefälles
geht, bevor sie in die Flüssigkeit gelangen. Ferner erfahren die Gase beim Austritt
aus dem Gasdurchtrittsstutzen infolge der plötzlichen Querschnittserweiterung eine
plötzliche Verminderung der Geschwindigkeit, die einen Druckverlust erzeugt, der nicht
wiedergewonnen werden kann.
Diese schädlichen Druckverluste werden erfindungsgemäß
dadurch vermieden, daß einerseits der Glockendeckel nicht mehr senkrecht oder steil in die Flüssigkeit eintaucht und
andererseits der durch den Glockenboden geführte GasduFchtrittsstutzen in Fortfall kommt;
der Glockendeckel wird so flach ausgebildet, daß er mit dem Glockenboden den Winkel
einer gut wirkenden Düse bildet.
Es ist bekannt, den Glockenrand beispielsweise durch Zähne zu unterteilen. Hierdurch
wird zwar eine bessere Verteilung der Gase auf die Flüssigkeit erreicht, aber infolge der
regellosen Strömung geht ein weiterer Teil des Druckgefälles verloren.
Nach der Erfindung wird eine Unterteilung des vom Glockenrand und dem Glockenboden
gebildeten düsenförmigen Winkels dadurch herbeigeführt, daß unterhalb des Umfanges
des Glockendeckels oder am Glockenboden keilförmige Nasen angeordnet werden.
Durch die Wahl der Anzahl dieser Nasen und ihrer Breite kann der Austrittsquerschnitt
für die Gase' in beliebig viele und beliebig
- / 1
~f f
~f f
feine Düsen unterteilt werden, so daß je nach dem angestrebten Zweck beliebig große Ausströmungsgeschwindigkeiten
für die Gase oder Dämpfe erzielt werden. In den Düsen wird der Druck der Gase, abgesehen von den Reibungswiderständen,
verlustlos in Geschwindigkeit, also in Strömungsenergie umgesetzt. Diese Strömungsenergie macht sich in dem
Raum außerhalb der Glocke dadurch nutzbar, ίο daß sie an die Flüssigkeit übergeht, welche
in eine sehr heftige Bewegung versetzt wird, wodurch eine entsprechend innigere Mischung
und intensivere gegenseitige Einwirkung zwischen Flüssigkeiten und Gasen erzielt wird.
Gibt man dem Querschnitt des Raumes um die Glocke die Form eines Ellipsoiden oder
einer Kalotte, so bildet sich unter dem Einfluß der Strömungsenergie der Gase bzw. Dämpfe
ein rotierender Ringwulst, der aus Flüssigkeit und Dämpfen besteht und eine viel größere
Höhe annimmt, als der Eintauchtiefe mit den bisher üblichen Einrichtungen bei sonst gleichem
Druckgefälle entsprechen würde.
Ein gemäß der Erfindung beispielsweise zu benutzender Glockenapparat ist in der
Zeichnung dargestellt.
Abb. ι zeigt die Vorrichtung im Aufriß.
Der Träger des Glockenbodens ist mit a, die Gasdurchtrittsöffnungen mit b bezeichnet. Der
flach ausgebildete Glockendeckel trägt die Bezeichnung c, während der ringförmig ausgebildete
Glockenboden und Rand mit d bezeichnet ist. Um ein seitliches Verschieben
der Glocke zu verhindern, sind Querrippen £ an ihr angebracht. Die Düsen selbst sind
mit / bezeichnet. Ihre Form und Anordnung ist aus Abb. 3 ersichtlich. Im vorliegenden
Fall haben die Düsen die Form einer abgestumpften Pyramide; sie können natürlich
auch wie abgestumpfte Kegel oder ähnlich ausgebildet sein.
Die Wirkungsweise der Einrichtung ist aus Abb. 2·zu erkennen. Die aus den Düsen/
mit großer Geschwindigkeit austretenden Gase oder Dämpfe versetzen die Flüssigkeit in eine
rotierende Bewegung, wie es durch die Pfeile angedeutet ist. Die nach unten zurückfallenden
Flüssigkeitsteile gelangen immer wieder in Berührung mit den aufsteigenden Dämpfen,
so daß jedes auf dem Glockenboden befindliche Flüssigkeitsteilchen mit dem Dampf in
Berührung kommen muß. Ferner wird durch die intensive und innige Durchmischung von
Dampf und Flüssigkeit ein Durchtreten des Dampfes durch die Stufe verhindert.
Die Ausbildung des Bodens und des Glockendeckels gemäß der Erfindung wirkt
sich auch dann vorteilhaft aus, wenn bei großen Apparaten mehrere Glockenwäscher
auf ein und demselben Boden angeordnet sind. Bei den bisher üblichen Formen des
Bodens und der Glocke bilden sich auf den einzelnen Stufen Stellen, an denen eine Durchmischung
von Dampf und Flüssigkeit nicht stattfindet, weil eine Verteilung des Dampfes auf die Flüssigkeit nur in dem eng um den
Glockenrand herumliegenden Räume stattfindet, so daß zwischen den Wirkungssphären
der einzelnen Dampfdurchtrittsöffnungen ruhende Flüssigkeitsschichten unvermeidlich
sind. Bei der Anordnung gemäß der Erfindung ist nicht nur allein die Berührungsfläche
zwischen Dampf und Flüssigkeit bedeutend größer, sondern die Flüssigkeit gelangt,
wie es aus Abb. 2 ersichtlich ist, über den Bodenrand von einem Glockenraum in den anderen, so daß praktisch keine Stellen
vorhanden sind, an denen eine Durchmischung von Flüssigkeit und Dampf nicht stattfindet.
Der eigentliche Bodenträger α und die ringförmige
Ausbildung des Raumes d um den Glockendeckel herum kann z. B. aus einem
Stück, z. B. Metall, hergestellt werden, oder aber die Ausführung ist auch so möglich, daß
das Stückt aus keramischem Material besteht und auf dem eigentlichen Boden« ruht,
der dann beispielsweise aus Metall bestehen kann.
Claims (2)
1. Glockenapparat für Rektifikations-, Absorptions- und Kühlverfahren, dadurch
gekennzeichnet, daß ein flach ausgebildeter Glockendeckel mit dem Glockenboden
den Winkel einer Düse bildet, der durch Anordnung von keilförmigen Nasen am Umfang des Glockendeckels oder am
Glockenboden in düsenförmige Gasdurchtrittsöffnungen unterteilt ist. iOo
2. Glockenapparat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Glockenboden
in seinem die Glocke umgebenden Teil ringförmig ausgebildet ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP65780D DE595404C (de) | 1932-06-08 | 1932-08-03 | Glockenapparat fuer Rektifikations-, Absorptions- und Kuehlverfahren |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE755019X | 1932-06-08 | ||
| DEP65780D DE595404C (de) | 1932-06-08 | 1932-08-03 | Glockenapparat fuer Rektifikations-, Absorptions- und Kuehlverfahren |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE595404C true DE595404C (de) | 1934-04-10 |
Family
ID=25947686
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEP65780D Expired DE595404C (de) | 1932-06-08 | 1932-08-03 | Glockenapparat fuer Rektifikations-, Absorptions- und Kuehlverfahren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE595404C (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3063221A (en) * | 1958-12-31 | 1962-11-13 | American Air Filter Co | Dust collector apparatus |
| US3080155A (en) * | 1960-01-18 | 1963-03-05 | Fritz W Glitsch & Sons Inc | Flow control means |
| US3087711A (en) * | 1960-11-21 | 1963-04-30 | Fritz W Glitsch & Sons Inc | Fluid contact trays |
| DE10118818B4 (de) * | 2000-04-14 | 2013-01-03 | Ulrich Kothe | Kochboden für eine Destillationsanlage, insbesondere für Obstbrenngeräte |
-
1932
- 1932-08-03 DE DEP65780D patent/DE595404C/de not_active Expired
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3063221A (en) * | 1958-12-31 | 1962-11-13 | American Air Filter Co | Dust collector apparatus |
| US3080155A (en) * | 1960-01-18 | 1963-03-05 | Fritz W Glitsch & Sons Inc | Flow control means |
| US3087711A (en) * | 1960-11-21 | 1963-04-30 | Fritz W Glitsch & Sons Inc | Fluid contact trays |
| DE10118818B4 (de) * | 2000-04-14 | 2013-01-03 | Ulrich Kothe | Kochboden für eine Destillationsanlage, insbesondere für Obstbrenngeräte |
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