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Typenhebelantrieb. Den Gegenstand der Erfindung bildet ein "rypenhebelantrieb
für Schreibmaschinen, und zwar insbesondere für solche Schreibinaschinen, die wegen
ihrer geringen Ab-
Messungen als Reiseschreibmaschinen usw. Verwendung finden
sollen.
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Bei den bisher bekannten Schreibmaschinen dieser Art sind die Tastenhebel
zweiarmig ausgebildet und greifen mit ihrem hinteren Ende unmittelbar in einen Führungsschlitz
des Tvpenhebeis ein, der beim Niederdrücken der zugehörigen Taste ausgeschwungen
und finit seiner Type gegen das Papier geschlagen wird. Infolge der durch die geringen
Abmessungen einer derartigen Reiseschreibmaschine bedingten räumlichen Verhältnisse
müssen hierbei jedoch die beiden Arme des Tastenhebels ein derart ungünstiges Verhältnis
erhalten, daß die Taste durchschnittlich um etwa 28 bis 30 mm niedergedrückt
«erden muß, um den gewünschten Ausschlag des Typenhebels herbeizuführen. Die bisher
bekannten Schreibmaschinen dieser Bauart erfordern daher zu ihrer Bedienung einen
unverhältnismäßig großen Kraftaufwand urnd gestatten auch nur eine ziemlich langsame
Niederschrift.
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Durch die Erfindung soll diesen Mängeln der bisherigem Schreibmaschinen
in zuverlässiger Weise abgeholfen und eine Schreibmaschine möglichst kleiner Bauart
geschaffen wer-(-len, bei welcher zum Ausschwingen des Typenhebels lediglich eine
Tastenbewegung von etwa 15 bis 17 mm, also nur etwa der halbe Weg
-wie bei den bisherigen Schreibmaschinen erforderlich ist. Dieser Zweck wird . erfindungsgemäß
dadurch erreicht, daß die Tastenhebel einarmig ausgebildet sind und auf die Typenhebel
durch Vermittlung
je eines zweiarmigen Zwischenhebels wirken, der
um die den Tastenhebeln gewöhnlicher Bauart als Drehpunkt dienende gemeinsame Achse
schwingt und an jedem Ende einen seitlich vorstehenden Zapfen besitzt, mittels dessen
er an seinem einen Ende in einen Führungsschlitz des Tastenhebels und am anderen
Ende in den üblichen Führungsschlitz des Typenhebels eingreift.
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Auf den Zeichnungen ist vergleichsweise ein Typenhebelantrieb der
bisherigen Art und ein Typenhebelantrieb gemäß der Erfindung dargestellt, und zwar
zeigt: Abb. i einen Typenhebelantrieb alter Art in Ruhelage, Abb.2 einen Typenhebelantrieb
nach der Erfindung in Ruhelage, Abb. 3 einen Typenhebelantrieb alter Art in wirksamer
Stellung und Abb. 4. einen Typenhebelantrieb gemäß der Erfindung in wirksamer Stellung.
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In den Zeichnungen, welche sich lediglich auf die Darstellung eines
einzelnen Typenhebelantriebes beschränken und alle übrigen Teile der Schreibmaschine,
wie z. B. den Maschinenrahmen, die Schlittenführung, den Schlitten usw.. nicht erkennen
lassen, ist mit a das mit einer entsprechenden Anzahl senkrechter Schlitze für die
Tasten- und Typenhebel versehene, kreisbogenförmig gekrümmte Lagerstück für die
Hebelachsen b und c bezeichnet, von denen bei den Schreibmaschinen gewöhnlicher
Bauart die Achse b zur Lagerung des zweiarmig ausgebildeten Tastenhebels d und die
Achse c zur Lagerung des Typenhebels e dient. Der Tastenhebel d greift bei diesen
älteren Schreibmaschinen mittels eines an seinem hinteren Ende befestigten seitlichen
Zapfens f in einen Führungsschlitz g des Typenhebels e ein und bewirkt hierdurch
beim Niederdrücken des Tastenhebels d eine Ausschwingung des Typenhebels e um etwa
9o°, während bei Aufhebung des auf den Tastenknopf h ausgeübten Druckes sowohl der
Typenhebel e als auch der Tastenhebel d durch eine an dem Zapfen i des Typenhebels
angreifende Zugfeder wieder in ihre Ruhelage zurückgeführt werden. Um eine derart
große Ausschwingung des Typenhebels e herbeizuführen, müssen bei derart klein bemessenen
Schreibmaschinen die beiden Hebelarme des Tastenhebels d ein derartiges Längenverhältnis
erhalten, daß der Tastenhebel zur Erzielung des erforderlichen Typenhebelausschlages
um etwa 35° ausgeschwungen werden muß, wobei im günstigsten Fall der erforderliche
Hub des Tastenknopfes h bei den Schreibmaschinen der bisherigen Bauart immer noch
etwa 28 bis 3o mm beträgt (s. Abb. 3). Wie bereits eingangs erwähnt, wird durch
diesen Umstand die Bedienung der Maschine wesentlich ersch-,vert und eine hinreichend
schnelle Niederschrift unmöglich gemacht.
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Bei dem in den Abb. 2 und 4. dargestellten Typenhebelantrieb nach
der Erfindung sind die Tastenhebel j im Gegensatz zu der vorstehend beschriebenen
älteren Schreibmaschinenbauart nicht doppelarmig, sondern einarmig ausgebildet,
und zwar sind sie mit ihrem hinteren Ende auf einer in dem Lagerstück a. ruhenden
gekrümmten Achse k gelagert, welche ebenso wie die Achsen b und c entsprechend der
Krümmung dieses Lagerstückes gebogen ist. Auf der Achse b ist unterhalb eines jeden
Tastenhebels j ein kleinerer doppelarmiger Zwischenhebel l gelagert, der an jedem
Ende einen seitlich vorstehenden Antriebzapfenfn bzw. n besitzt, mittels deren er
einerseits in einem Führungsschlitz o des Tastenhebels und andererscits in den üblichen
Führungsschlitz g des Typenhebels e eingreift. Durch die Anordnung dieses Zwischenhebels
L wird das Verhältnis der in diesem Hebelsystem wirksamen Hebelarme derart giinstig
verändert, daß zur Ausschwingung des Typenhebels um 9o° lediglich noch ein Ausschlag
des Tastenhebels um etwa i8° erforderlich ist, was einem Hube des Tastenknopfes
h von etwa 17 mm entspricht. Eine in dieser Weise ausgebildete Schreibmaschine
kann infolgedessen trotz ihrer bescheidenen Abmessungen ebenso leicht und mühelos
bedient werden wie eine Schreibmaschine normaler Bauart, gestattet aber infolge
der geringen Ausdehnung ihrer Tastatur eine wesentlich schnellere Niederschrift,
als sie bei jenen möglich ist.