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Verstellbarer Hebel. Den Gegenstand des Hauptpatentes 378650
bildet
ein verstellbarer Hebel, an welchem zwecks gleichzeitiger Verstellung der Angriffsstellen
für die Last während der Hebelbewegung eine mit Rechts- und Linksgewinde versehene
Schraubspindel angeordnet ist, die von der Lagerstelle des Hebels aus gedreht werden
kann. Diese Anordnung der Schraubspindel hat zur Voraussetzung, daß der Hebel zweiarmig
ist und die beiden Hebelarme eine Strecklage einnehmen.
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Soll ein solcher Hebel, beispielsweise als Trethebel zum Antrieb von
Fahrzeugen benutzt werden, dann könnte der Fall eintreten, daß für die Überwindung
der Last die Länge der Hebelarme nicht ausreicht, da schließlich
der
Hebelarmlänge durch die geringe Spreizbarken der Beine des Fahrers verhältnismäßig
enge Grenzen gesetzt sind.
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Gemäß der Erfindung ist nun der Gegenstand des Hauptpatentes in solcher
Weise abgeändert worden, (laß die Hebelarmlänge von der Spreizbarkeit der Beine
des Fahrers unabhängig wird, so (laß es möglich ist, bei beliebiger Armlänge die
Fußtritte bzw. die Angriffspunkte für die Kraft in bequem erreichbaren Grenzen einander
zu nähern. Erreicht wird dieser Erfindungszweck durch eine Teilung des Hebels und
der Schraubspindel in der Weise, (laß zwei einarmige, je mit einer Spindelhälfte
ausgerüstete Hebel entstehen, wobei die leiden Spindeln durch ein Rädergetriebe
oder andere Übertragungsmittel so miteinander verbunden sind, (laß während der Bewegung
der parallel zueinander oder ,@.nstwie in beliebigen Richtungen schwinghar gelagerten
Hebel eine gleichzeitige Verschiebung der Angriffspunkte für die Last erfolgen kann.
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Auf der "Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand dargestellt.
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Abb. i zeigt die Hebeleinrichtung in Oberansicht, während Abb. 2 in
Seitenansicht ein Bruchstück eines Hebels veranschaulicht, bei drin zwecks Sichtbarinachung
der Spindel und Spindehnutter ein Stück der Seitenwandung herausgebrochen ist.
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Wie Abb. i erkennen läßt, sind die beiden einarmigen Hebel a, a' parallel
zueinander um die Welle i schwingbar gelagert. Dadurch sind die Fußtritte b, b'
in bequem erreichbare Nähe gebracht worden. Da die Fußtritte auf seitlichen Zapfen
g, g' der Hebel a, ä sitzen, letztere aber beliebig verlängert werden köntien,
so ist es möglich, den Abstand der beiden Fußtritte voneinander zu verändern, ohne
daß es nötig wäre, an der Lagerung der Hebel a, ä eine :4nderung vorzunehmen.
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Bei dieser Anordnung der Fußtritte b, b' ist aber auch deren Abstand
ganz unabhängig von der Länge der Hebel a, a' und es ist deshalb ein größerer
Spielraum in der Ausnutzung geeigneter Hebellängen gegenüber denn Gegenstand des
fjauptpatentes gesichert.
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An den Hebeln a, a' sind die zur gleichzeitigen Verschiebung der Angriffspunkte
für die Last dienenden Schraubspindeln c, c' angeordnet. Auf den der Drehachse i
der Hebel a, a' zugekehrten Enden der Spindeln c, c' ;find konische Zahnräder
f, f' festgekeilt, die mit -zwei auf der Achse i festsitzenden konischen Zahnrädern
h, h' kämmen. Die beiden "Zahnräder lt, h' sind den Zahnrädern
f, f' in entgegengesetzten Richtungen zugewendet, so daß bei Drehung der Welle i
die eine Spindel finit Rechtsgewinde und die andere Spindel mit Linksgewinde versehen
sein muß, wenn die Muttern e, e' zugleich in ein und derselben Richtung verschoben
werden sollen.
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Bei dieser Hebelanordnung können aber auch die beiden Spindeln c,
c' mit gleichgerichtetem Gewinde versehen sein, nur muß dann dafür Sorge getragen
werden, (laß die beiden Spindeln c, c' auch zwangläufig immer in der gleichen Richtung
gedreht werden. Für diesen Fall hat man nur nötig, das eine der konischen Räder
h., 1ä auf der Achse i umzukehren und von der entgegengesetzten Seite in die Zähne
des zugehörigen "Zahnrades f oder f' eingreifen zu lassen.
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Die gleichzeitige Drehung der Spindeln c-, c' und damit auch die gleichzeitige
Verschiebung der Muttern c, c' wird hervorgerufen durch Drehung der Welle i mittels
eines an geeigneter Stelle derselben angeordneten Seilzuggetriebes k, L,
das von einer in der Nähe des Fahrersitzes befindlichen Stelle aus mit der Hand
in Bewegung gesetzt werden kann.
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In der Anwendung bei Straßenfahrzeugen als Trethebel für den Antrieb
bietet der Erfindungsgegenstand den Vorteil, daß bei geringer Ratenbeanspruchung
im Fahrzeug möglichst lange Trethebel eingebaut werden können, an denen (las Hebelübersetzungsverhältnis
für plötzlich auftretende Steigungen oder Gefälle mit leichter ?Mühe schnell und
passend eingestellt werden kann.