DE379C - Apparat zum Messen und Kontrollen des Volumens und der Dichtigkeit von Spiritus, Rübensaft, Bier und anderen Flüssigkeiten - Google Patents
Apparat zum Messen und Kontrollen des Volumens und der Dichtigkeit von Spiritus, Rübensaft, Bier und anderen FlüssigkeitenInfo
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Description
1877.
FRANCOIS DELORI in SNAESKERKE (Belgien.)
Apparat zum Messen und Controliren des Volumens und der Dichtigkeit von Spiritus,
Rübensaft, Bier und anderen Flüssigkeiten.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 14. Juli 1877 ab.
Dieser Apparat dient zur Messung und Controle des Volumens und der Dichtigkeit der zu
versteuernden Flüssigkeiten in Brennereien, Brauereien, Zuckerfabriken etc. und verfolgt
' hauptsächlich den Zweck, Betrug irgend welcher Art dabei unmöglich zu machen.
Der Apparat, einfach oder doppelt, mit oder ohne Füll-Reservoir, erhält in der Fabrik einen
von der Steuerbehörde mit dem Besitzer vereinbarten Platz. .
α, α sind Mefsgefäfse (oder Gefäfs) von geaichtem
Inhalt. Dieselben sind in Brennereien gänzlich geschlossen, in Zuckerfabriken offen.
Sie sind vom Boden isolirt und stehen auf eisernen Füfsen.
b, Eingangsrohr der Flüssigkeit in den Apparat.
c, Ausgangsrohr desgl.
d, Hahn, Ventil oder Schieber für den Eingang.
' e, Hahn etc. für den Ausgang.
Die Hähne d und e sind derartig mit einander verbunden, dafs das Ausgangsrohr geschlossen
ist, wenn das Eingangsrohr geöffnet ist und umgekehrt.
/, gufseiserne Platte, welche an die Mefsgefäfse genietet und an welcher die Hähne und
Bewegungstheile befestigt sind. Die Entfernung der Horizontalaxen der beiden Hähne ist demnach
unveränderlich.
g, Hebel mit Sperr-Rad, von welchem der Hahnstange h die Bewegung ertheilt wird. Die
Stange h kann nicht entfernt werden. Die Drehung findet durch Anwendung des Sperr-Rades
stets in demselben Sinne statt und der Drehungswinkel beträgt jedesmal mindestens 90 °.
i, i, i, i sind Verbindungsröhren, welche mit
dem einen Ende an die Mefsgefäfse gelöthet und mit dem anderen an die Hähne genietet,
oder sonst durch Plomben und Geheim-Marken gesichert sind> welche nur in dem Haupt-Register
der Fabrik solcher Apparate eingetragen sind.
k ist ein einfacher sicherer Zähler, auf irgend eine Weise angetrieben. Derselbe ist in eine
eiserne Büchse mit Verschlufs eingesetzt und macht zugleich mit der Stange h die Bewegung
der Hähne mit.
p p, Luftröhren auf den Mefsgefäfsen, dem Reservoir und den Proberöhren. Diese münden in einen versiegelten Kasten, welcher sich ungefähr ι m über dem Kühler befindet.
p p, Luftröhren auf den Mefsgefäfsen, dem Reservoir und den Proberöhren. Diese münden in einen versiegelten Kasten, welcher sich ungefähr ι m über dem Kühler befindet.
q q, Niveauzeiger, so angebracht, das zu jeder
Zeit das im Gefäfse befindliche Volumen abgelassen werden kann. Die Anbringung ist derart,
dafs Betrug nicht stattfinden kann.
Aus dem Vorstehenden geht die Wirkungsweise des Apparates deutlich hervor. Durch
Anwendung desselben kann das Volumen der durch das Rohr b eingetretenen und durch c
ausgetretenen Flüssigkeit genau bestimmt werden, ohne dafs ein Betrug möglich wäre.
Die Proben zur Dichtigkeitsbestimmung werden folgendermaafsen genommen:
Ein doppelt gebogenes Rohr ί mündet in das Mefsgefäfs ungefähr auf Mitte Höhe bei r. Der
höchste Punkt dieses Rohres befindet sich da, wo der Deckel des Gefäfses beginnt. Auch
dieses Rohr sowie der Behälter t haben ein Luftrohr von 3 mm Durchmesser, welche in den
versiegelten Kasten münden, u, u sind kleine Ventile, Hähne oder Schieber, welche so angeordnet
sind, dafs das zugehörige Rohr ί geschlossen ist, wenn das betreffende Gefäfs sich
leert und sich umgekehrt beim Füllen öffnet. Die Schieber erhalten ihre Bewegung auf irgend
eine Art von der Welle h.
Wenn das Mefsgefäfs sich füllt, steigt die Flüssigkeit in dem Rohre s. Wenn das Niveau
den höchsten Punkt erreicht hat, fällt die Flüssigkeit bis zu dem Küken des Probehahnes ν
hinab. Dieser Hahn sitzt fest auf der Platte / und das Küken ist aus einem Stück mit dem
Zahnrad x.
Das in dem Schenkel des Rohres ν enthaltene Volumen bildet nun die »Probe«, welche,
jedesmal von der Mitte des Mefsgefäfses entnommen, ein genaues Mittel der im Gefäfse
enthaltenen Flüssigkeit angiebt.
Die Stange h trägt ferner absolut fest ein Zahnrad y, welches in das Rad χ greift und so
den Probehahn dreht. Indem man also mit einer Bewegung den Hahn e behufs Entleerung
öffnet, wird der Zutritt d im selben Gefäfs geschlossen, der Probehahn ν geöffnet, und der
Schieber u geschlossen.
Die Flüssigkeit im Rohre s geht nun in Behälter t.- Die 'Entleerung der Proben erfolgt
mittelst einer Regulir-Vorrichtung jedoch erst dann, wenn das betreffende Mefsgefäfs fast vollkommen
geleert ist.
Ein Hahn ζ mit Sicherheitsschlofs verschliefst
den Behälter /. Die Bohrungen im Küken dieses Hahnes sind zweifach. Die kleinere hat
!/io Querschnitt der gröfseren und aus derselben
fliefst der '/10 Theil der im Behälter t eingeschlossenen
Flüssigkeit in einen zweiten kleinen Behälter, der behufs Entleerung bezw. Dichtigkeits-Bestimmung
nur den höheren Beamten zugänglich ist, während der Schlüssel für den Hahn ζ sich in Händen der gewöhnlichen Beamten
befindet.
Da das Volumen der entnommenen Probe stets das Mittel der constatirten Dichtigkeit ist;
so giebt dieselbe natürlich auch die wirkliche Dichtigkeit der ausgelassenen Flüssigkeit an.
Da ferner das Volumen der im Behälter t enthaltenen Flüssigkeit gemessen wird, so kann
dies zur Controle des Zählers dienen. Die Steuerbeamten sowie die Eigenthümer können
sich demnach stets genau von dem Volumen und der Dichte, oder dem Volumen allein,
einer Flüssigkeit, welche ein gegebenes Rohr passirt hat, überzeugen.
Die Oeffhungen r sind durch genügende
Mittel, gegen jeden Versuch sie zu verstopfen, geschützt.
Ein Läutewerk zeigt dem Arbeiter an, wann ein Gefäfs voll ist. Ein Zeigerwerk giebt die
Dauer der Füllungen an, so dafs der Fabrikbesitzer vor jeder Vernachlässigung von Seiten des
Arbeiters geschützt ist.
Bei Anwendung grofser Mefsgefafse sollte der Probehahn möglichst niedrig placirt sein, damit
unter Umständen die Proben von verschiedenen Höhen genommen werden können.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE379T | 1877-07-13 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE379C true DE379C (de) |
Family
ID=70970141
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE379DA Expired - Lifetime DE379C (de) | 1877-07-13 | 1877-07-13 | Apparat zum Messen und Kontrollen des Volumens und der Dichtigkeit von Spiritus, Rübensaft, Bier und anderen Flüssigkeiten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE379C (de) |
-
1877
- 1877-07-13 DE DE379DA patent/DE379C/de not_active Expired - Lifetime
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