DE378648C - Brennstoffpumpenantrieb fuer Verbrennungskraftmaschinen - Google Patents
Brennstoffpumpenantrieb fuer VerbrennungskraftmaschinenInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F02—COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
- F02D—CONTROLLING COMBUSTION ENGINES
- F02D1/00—Controlling fuel-injection pumps, e.g. of high pressure injection type
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F02—COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
- F02D—CONTROLLING COMBUSTION ENGINES
- F02D2700/00—Mechanical control of speed or power of a single cylinder piston engine
- F02D2700/02—Controlling by changing the air or fuel supply
- F02D2700/0269—Controlling by changing the air or fuel supply for air compressing engines with compression ignition
- F02D2700/0282—Control of fuel supply
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Brennstoffpumpenantrieb, insbesondere für
Dieselmaschinen, bei dem der Pumpenhub zur Änderung der Arbeitsgeschwindigkeit der Maschine
von Hand verstellbar ist durch Einwirkung auf einen Teil des Pumpengetriebes, auf
den auch, der Geschwindigkeitsregler im gleichen Sinne wirkt.
Gemäß fiex Erfindung ist der Kolben der
ίο Brennstoffpumpe mit einem Hebel verbunden,
der auf das ihn bewegende Antriebsglied (z. B.
Exzenter) zu oder von ihm fort sowohl von Hand als durch den Regler bewegt werden
kann, um die Größe der ihm durch das Antriebsglied erteilten Bewegung zu ändern.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist auf der Zeichnung unter Zugrundelegung einer
Zweizylindermaschine veranschaulicht.
Abb. ι ist eine Vorderansicht des Pumpenantriebes,
Abb. 2 eine Seitenansicht, die auch die Brennstoffzuführung zu den Maschinenzylindern
sowie die Verbindung mit dem Maschinenregler und der Handsteuervorrichtung erkennen
läßt.
Abb. 3 zeigt eine geänderte Anordnung der Mittel zum Verstellen des Kolbenhubes.
Bei dem dargestellten Beispiel ist das Pumpengetriebe an dem einen Ende des die Kraftzylinder
2 tragenden Gehäuses ι angeordnet, doch kann es selbstverständlich auch anderweitig
angebracht werden.
Der Brennstoff wird in bekannter Weise durch Leitungen 69 je einer Einspritzdüse
im Kopf jedes Maschinenzylinders zugeführt. Zu seiner Förderung nach beiden Einspritzdüsen
dient je eine besondere Tauchkolbenpumpe 61, deren Kolben abwechselnd-durch
ein gemeinsames Antriebsglied bewegt werden. Die in die Zylinder 61 von unten eingreifen-
den Tauchkolben 62 werden für gewöhnlich durch eine um die unteren Enden von spindelartigen
Fortsätzen 64 der Kolben gewundene Schraubenfeder 63 in zurückgezogener Lage gehalten. Jeder Fortsatz 64 geht durch eine
Führung 65 hindurch, auf die sich die Schraubenfeder 63 stützt, deren anderes Ende auf
eine auf dem Fortsatz 64 sitzende Spannmutter 66 wirkt. Die Pumpenzylinder 61 sind am
oberen Ende an Einlaßrohre 67 angeschlossen, die durch ein T-Stück 70 und Rohr 68* mit
dem Brennstoffbehälter 68 in Verbindung stehen.
Die Stange eines jeden Kolbens 62 ist mit einem Bügel 71 versehen, durch den ein Arm
72 eines A¥inkelhebels J^ hindurchgeht, dessen
anderer längerer Arm 74 unter der Einwirkung eines umlaufenden Nockens 75 steht, der
auf einer von der Welle ~/j angetriebenen
Welle 76 sitzt. Die Welle γγ wird von der Hauptwelle der Maschine angetrieben.
Für den Antrieb des Kolbens jeder Pumpe ist ein besonderer Hebel 73 vorgesehen. Die
beiden Hebel sind derart symmetrisch zueinander angeordnet, daß ihre Arme 74 parallel j
zueinander und auf entgegengesetzten Seiten der Nockenwelle 76 liegen, so daß der Nocken
75 abwechselnd mit ihnen in Eingriff kommt. Die Winkelhebel 73 sind je um einen Zapfen
78 schwingbar gelagert. Die Zapfen 78 sitzen an seitlich verschiebbaren Platten 79, die in
schwalbenschwanzförmigen Führungen 80 verschoben werden können. Die Bewegung dieser
Gleitplatten mit den Drehzapfen und den Winkelhebeln erfolgt durch Vermittlung zweier Schneckenspindeln 81 und 82, die je
mit einem Paar rechts- und linksgängiger Schnecken 83 und 84 versehen sind. Die Schnecken stehen in Eingriff mit Schnecken- j
radsektoren 85, die sich um die die Winkel- i hebel 73 tragenden Zapfen 78 drehen, so daß
bei jeder den Sektoren erteilten Bewegung die die Winkelhebel 73 tragenden seitlich verschiebbaren
Platten 79 eine entsprechende Be- ! wegung ausführen, wodurch die Winkelhebel
so bewegt werden, daß ihre Arme 74 aufeinander zu bzw. voneinander weg und in entsprechender
Weise relativ zu dem Nocken 75 der Welle 76 bewegt werden. Die Schneckenradsektoren
können sich um ihre Zapfen 78 drehen und als Zahntriebe auf einer Zahn- j stange rollen, die durch die eine oder andere |
Schneckenspindel 81, 82 gebildet wird, wenn diese feststeht. Dadurch werden die Drehzapfen
78 mit ihren Winkelhebein 73 je nach der Drehrichtung der Schneckenspindeln 81 ,
bzw. 82 voneinander weg oder aufeinander zu bewegt mit dem Ergebnis, daß der Hub der j
Brennstoffpumpenkolben 62 vergrößert oder verkleinert wird. Der kürzere Arm 72 jedes
Winkelhebels steht verschiebbar in Verbindung mit einem am Bügel 71 des zugehörigen
: Pumpenkolbens gelagerten schwingenden Gleitstück 86, in dem er hin und her gleitet,
wenn eine seitliche Verstellung der Platten 79 stattfindet.
; Die Schneckenspindel 81 kann zwecks Herbeiführung
der richtigen Bewegung des Winkelhebels 73 und der ihn tragenden Platte 79 ' durch Verbindung mit dem Regler 87 der Maschine
angetrieben werden. Zu diesem Zwecke ist die Spindel 81 mit einem Triebe 88 versehen,
der in Eingriff mit einer Zahnstange 89 steht, die von einer in senkrechter Richtung
beweglichen, am oberen Ende an den Reglerhebel 91 angeschlossenen Stange 90 getragen
wird. Je nach der Umlaufzahl der Maschine wird der Hebel 91 auf und ab bewegt. Durch
Vermittlung des Zahnstangengetriebes 89, 88 wird die Schneckenspindel 81 entsprechend
angetrieben, und durch die Schneckengetriebe 83, 85 \verden die Winkelhebel automatisch
aufeinander zu bzw. voneinander weg bewegt, wodurch die Zufuhr des Brennstoffes zu den
Kraftzylindern selbsttätig geregelt wird. Durch eine Schraubenfeder 91° ist der Hebel
91 im Sinne einer Abwärtsbewegung belastet. Ferner ist zwischen dem Steuerhebel 41 der
Maschine und den Winkelhebeln 73 eine Verbindung vorgesehen, wodurch" diese Hebel, je
nach der Stellung des Steuerhebels, ebenfalls aufeinander zu oder voneinander weg bewegt
werden. Je größer die dem Hebel 41 erteilte Bewegung ist, um so näher werden die Arme
74 der Winkelhebel zusammengebracht und um so größer ist die Brennstoffmenge, die in
die Maschinenzylinder gepumpt wird. Diese Verbindung des Steuerhebels und der Winkelhebel
umfaßt eine Kurbel 93, die auf dem Ende der Welle 42 des Steuerhebels 41 sitzt.
Die Kurbel 93 steht durch einen Lenker 94 mit einem Winkelhebel 95 in Verbindung, an
dessen längeren Arm eine Zahnstange 96 angelenkt ist, die mit einem auf dem einen Ende
der Schneckenspindel 82 sitzenden Triebe 97 in Eingriff steht. Der Hebel 93 befindet sich
normalerweise in der Totpunktlage, so daß, in welcher Richtung der Steuerhebel 41 auch bewegt
werden möge, d. h. einerlei ob auf »vorwärts« oder auf »rückwärts«, die Zahnstange
96 sich stets in derselben Richtung bewegt. Es ist ersichtlich, daß bei dieser Einrichtung,
sobald der Steuerhebel 41 auf die der ersten Brennstoffzufuhrstellung entsprechende Kerbe
45 der Zeigerscheibe 46 eingestellt wird, die Schneckenspindel 82 vermöge ihrer durch das
Zahnstangengetriebe 96, 97, den Winkelhebel und das Kurbelgetriebe 94, 93 geschaffenen
Verbindung mit der Steuerhebelwelle 42 die Arme 74 der Winkelhebel gegeneinander bewegt,
so daß sie mit dem Nocken 75 der Welle in Eingriff kommen und von diesem be-
wegt werden, wobei die Entfernung zwischen den Armen 74 der Winkelhebel 73 von dem
Betrage der dem Steuerhebel erteilten Bewegung abhängt. Die Zeigerscheibe 46 hat natür-Hch
mehrere »Brennstoffzufuhre-Stellungen, deren jeder eine andere Ladung entspricht,
beispielsweise eine »Anlaßbrennstoffzufuhr«, »halbe Brennstoffzufuhr« und »volle Brennstoffzufuhr«.
Diese verschiedenen Stellungen sind auf den gegenüberliegenden Seiten der Zeigerscheibe doppelt vorhanden, so daß der
Steuerhebel für Vorwärts- und Rückwärtslauf in die betreffende Stellung gebracht werden
kann. Bei den anderen Stellungen des Hebels 41 liegen die Hebel 73 so weit auseinander,
daß der Nocken 75 auf die Arme 74 nicht einwirken kann und die Pumpenkolben nicht bewegt
werden.
Soll die Stellung des Winkelhebels 73 ohne Änderung der Lage des Steuerhebels geändert
werden, so kann dies mittels eines von Hand zu bedienenden Steuerorgans, z. B. eines
Handrades 101, geschehen, das auf dem Ende der Schneckenspindel 82 sitzt. Soll eine Verstellung
mittels dieses Handrades vorgenommen werden, so wird z-unächst die Zahnstange
96 aus dem Triebe 97 ausgehoben, worauf das Handrad gedreht wird, um die Einstellung
der Winkelhebel 73 in bezug auf ihren Antriebsnocken zu bewirken. Schließlich wird
die Zahnstange 96 wieder in Eingriff mit dem Triebe 97 gebracht. Eine Feder g6a hält gewöhnlich
die Zahnstange in Eingriff mit dem Triebe. Diese Einrichtung zur Einstellung der Lage der Winkelhebel unabhängig von
dem Steuerhebel ist besonders dann von Vorteil, wenn die Stopfbuchsen der Ölpumpen
lecken oder wenn ein schwereres öl zugeführt wird, das einen größeren Hub der Brennstoff-Speisepumpen
erfordert.
Neben dem von der Maschine angetriebenen Nocken 75 zur Betätigung der Brennstoffspeisepumpen
ist noch eine von Hand zu bedienende Nockenscheibe für den Antrieb der Pumpe durch Vermittlung der<j Arme 74 der
Wiiikelhebel 7$ vorgesehen. Diese von Hand
zu betätigende Nockenscheibe wird benutzt, um die von den Brennstoffspeisepumpen zu
den Zerstäubern führenden Brennstoff leitungen beim Anlassen der Maschine anzufüllen,
für den Fall, daß diese Leitungen infolge von durch Undichtheiten veranlaßten Druckverlust
leergelaufen sein sollten, während die Maschine längere Zeit stillgestanden hat. Diese j
von Hand zu bedienende Vorrichtung besteht aus einer Nockenscheibe 102, die auf einer
unterhalb der Welle 76 gelagerten Welle 103 sitzt. Die Welle 103 trägt einen Kurbelarm
104, an dessen freiem Ende ein Handgriff 105
sitzt. Dreht man die Welle 103, so tritt der Nocken 102 abwechselnd mit den Armen 74
des Winkelhebels 73 in Eingriff und bewegt dadurch die Pumpenkolben. Auf diese Weise
wird der Brennstoff durch die Leitungen den Zerstäubern 55 zugeführt.
Bei der Ausführungsform gemäß Abb. 3 sind an Stelle der Sektoren 85 der Abb. 1
und 2 hakenförmige Schraubenmuttern 85° verwendet, die mit auf den Wellen 8i° und
82° sitzenden Schraubenspindeln 83° und 84"
mit entgegengesetztem Gewinde in Eingriff stehen. Die Muttern 85°, die auf den einander
gegenüberliegenden Spindeln 83° und 84° sitzen, sind untereinander durch Arme 86° verbunden,
die die Winkelhebel 74° zum Antrieb der Pumpenkolben tragen.
Claims (2)
1. Brennstoffpumpenantrieb für Verbrennungskraftmaschinen,
bei dem der Pumpenhub zur Änderung der Arbeitsgeschwindigkeit der Maschine von Hand
verstellbar ist durch Einwirkung auf einen Teil des Pumpengetriebes, auf den auch
der Geschwindigkeitsregler im gleichen Sinne wirkt, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolben (62) der Brennstoffpumpe (61)
mit einem Hebel (73) verbunden ist, der durch das Antriebsglied (75) eine
Schwingbewegung erhält und sowohl von Hand als durch den Regler (87) auf das Antriebsglied (75) zu oder von ihm fort
bewegt werden kann, um die Größe der ihm durch das Antriebsglied erteilten Bewegung
zu ändern.
2. Brennstoffpumpenantrieb nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der
Hebel (73) an einem verschiebbaren Träger (79) drehbar gelagert ist und auf seinem
Drehzapfen lose gelagert einen Schneckenradbogen (85) trägt, in den Schnecken (83, 84) auf Spindeln (81, 82)
eingreifen, deren eine (82) von Hand und deren andere (81) unter Vermittlung von
Zwischengliedern (88, 89) durch den Regler (87) drehbar ist, wobei der Schneckenradbogen
beim Antrieb durch eine der beiden Schnecken durch die andere Schnecke .festgehalten wird und sich auf
dieser abrollt, wodurch der Hebel (73) und sein Träger auf das Antriebsglied (75)
zu oder von ihm fort bewegt werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH67913D DE378648C (de) | 1914-05-01 | 1914-05-01 | Brennstoffpumpenantrieb fuer Verbrennungskraftmaschinen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH67913D DE378648C (de) | 1914-05-01 | 1914-05-01 | Brennstoffpumpenantrieb fuer Verbrennungskraftmaschinen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE378648C true DE378648C (de) | 1923-07-23 |
Family
ID=7163265
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH67913D Expired DE378648C (de) | 1914-05-01 | 1914-05-01 | Brennstoffpumpenantrieb fuer Verbrennungskraftmaschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE378648C (de) |
-
1914
- 1914-05-01 DE DEH67913D patent/DE378648C/de not_active Expired
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