DE378593C - Zuendstein fuer Pyrophorfeuerzeuge u. dgl. aus Cermetallegierungen - Google Patents
Zuendstein fuer Pyrophorfeuerzeuge u. dgl. aus CermetallegierungenInfo
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Classifications
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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- C06C—DETONATING OR PRIMING DEVICES; FUSES; CHEMICAL LIGHTERS; PYROPHORIC COMPOSITIONS
- C06C15/00—Pyrophoric compositions; Flints
-
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Description
- Zündstein für Pyrophorfeuerzeuge u. dgl. aus Cermetallegierungen. Die bisher bekannten Formstücke aus pyrophoren Metallegierungen, wie Zereisen, Zerzink, Aluminiumzer und anderen Zerlegierungen, bestanden aus Gußstücken, indem man aus der gegossenen Legierung Platten und Stäbe mit der Säge schnitt und die Kanten durch Feilen oder Fräsen nötigenfalls abrundete, oder die Förmstücke bestanden aus den in vorgewärmte Formen gegossenen Legierungen. Man konnte nur Stäbe bis zu höchstens 400 mm Länge erhalten. Weitere Nachteile der durch Gießen und gegebenenfalls Zerschneiden der erhaltenen Gußstücke gewonnenen Formstücke bestehen darin, daß sie von poröser Beschaffenheit sind und eine mehr oder weniger muhe Oberfläche zeigen. Die durch Gießen erhaltenen Formstücke lassen auch, namentlich bei kreisrundem Querschnitt, deutlich die Stellen erkennen, an welchen die Gußnähte durch Abfeilen mehr oder weniger vollständig entfernt worden sind.
- Die poröse Beschaffenheit der Gußstücke beeinflußt, wie sich gezeigt hat,. die Haltbarkeit und den Verschleiß des Zündmetalles ungünstig. Die rauhe Oberfläche und die beim Abfeilen leicht eintretende Veränderung des Querschnitts erschwert - das bequeme und genaue Einpassen der Stäbe, Schienen, Stifte u. dgl. in die dafür bestimmten Fassungen.
- Die angeführten Übelstände werden durch die vorliegenden Formstücke vermieden. Dieselben bestehen aus gepreßten pyrophoren Zermetallegierungen. Die Formstücke werden dadurch erhalten, daß man die Zündlegierung unter hohem Druck durch geeignete Öffnungen aus genügend hartem Material. wie Stahl, Diamant, Stein u. dgl., preßt. Der anzuwendende Druck muß derartig groß sein, daß die ursprünglich verwendete Legierung, z. B. ein Block von 2 bis 3 cm Durchmesser, durch die enge Öffnung hindurchgepreßt wird. Der anzuwendende verhältnismäßig hohe Druck wird durch dieses Ziel im Einzelfalle bestimmt. Es empfiehlt sich, eine Erwärmung der Zündlegierung vorzunehmen. Die Höhe der Erwärmung wird wiederum durch das angestrebte Ziel bestimmt. Bei einer entsprechend hohen Erwärmung kann man einen geringeren Druck anwenden, als wenn man kälter preßt. Das Pressen erfolgt in der sonst üblichen Weise.
- Unter Umständen ist eine besondere Erwärmung überhaupt nicht notwendig. Vielmehr - kann man die Legierung nach ihrer Herstellung nur bis zu einem bestimmten Wärmegrad abkühlen lassen und dann das Pressen unter hohem Druck vornehmen.
- Der Querschnitt der Formstücke kann verschieden sein, eckig (quadratisch, trapezförmig o. dgl.), kreisrund oder oval. Die Formstücke können massiv sein oder innen Höhlungen besitzen, so daß also Röhren vorliegen.
- Die gepreßten Formstücke aus pyrophoren Metallegierungen sind dadurch gekennzeichnet, daß sie im Gegensatz zu den gegossenen Formstücken eine glatte Oberfläche besitzen und daß Poren fehlen. Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß der Querschnitt an dem ganzen Formstück gleichmäßig gehalten werden kann. Infolgedessen sind die gepreßten Formstücke haltbarer als die gegossenen und können unmittelbar für - die verschiedenen Anwendungsformen benutzt werden, ohne daß beim Zerteilen (Zerschneiden) ein nennenswerter Abfall entsteht. Ein-Nachfeilen, welches Verluste an dem wertvollen Material herbeiführt, fällt fort.
- Ferner besteht bei gepreßtem Zündmetall die Möglichkeit. Stäbe und Drähte von unbegrenzter Länge zu verwenden, während über eine Länge von 400 mm hinaus die Erzeugung von Stäben aus Zündmetall einfach durch Guß auf erhebliche technische Schwierigkeiten stößt.
- Gepreßte Formstücke aus reinem Zer oder Mischmetallen, wie Zerlanthan o. dgl., waren bekannt, dagegen waren gepreßte Formstücke aus pyrophoren Legierungen der seltenen Erdmetalle, also Legierungen, die außer den seltenen Erdmetallen Elemente einer anderen Klasse von Metallen enthalten, nicht bekannt. Man mußte die Herstellung dieser Formstücke als unmöglich annehmen, weil die neben dem Zermetall vorhandenen Metalle eine hohe Sprödigkeit der Legierungen herbeiführen und diese bei stärkerer Erwärmung, wie sie beim Pressen auftritt, sehr leicht verbrennen oder zu Oxyd zerfallen.
- Die in ähnlicher Weise, wie in der deutschen Patentschrift 162779 beschrieben, behandelten :Metalle waren chemisch und physikalisch derartig von den pyrophoren Metallegierungen verschieden, daß man auf die Möglichkeit, dieses Verfahren auch auf die Zermetallegierungen anzuwenden, nicht kommen konnte.
Claims (1)
- PATENT-ANSPRÜCH Zündstein für Pyrophorfeuerzeuge o. dgl. aus Zermetallegierungen, dadurch gekennzeichnet, daß er durch Pressen hergestellt ist.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK70790D DE378593C (de) | 1919-11-01 | 1919-11-01 | Zuendstein fuer Pyrophorfeuerzeuge u. dgl. aus Cermetallegierungen |
| FR526426D FR526426A (fr) | 1919-11-01 | 1920-10-25 | Pierre d'allumage pour briquets pyrophoriques et analogues en alliages métalliques de cerium |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK70790D DE378593C (de) | 1919-11-01 | 1919-11-01 | Zuendstein fuer Pyrophorfeuerzeuge u. dgl. aus Cermetallegierungen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE378593C true DE378593C (de) | 1923-07-20 |
Family
ID=7232148
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEK70790D Expired DE378593C (de) | 1919-11-01 | 1919-11-01 | Zuendstein fuer Pyrophorfeuerzeuge u. dgl. aus Cermetallegierungen |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE378593C (de) |
| FR (1) | FR526426A (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE891824C (de) * | 1948-10-02 | 1953-10-01 | Goldschmidt Ag Th | Verfahren zur Herstellung von Zuendsteinen aus Cer-Eisen-Legierungen |
| DE1111838B (de) * | 1957-02-08 | 1961-07-27 | Goldschmidt Ag Th | Anwendung des Strangpressverfahrens zur Herstellung von Zuendsteinen aus pyrophoren Legierungen |
| DE1160643B (de) * | 1956-01-25 | 1964-01-02 | Treibacher Chemische Werke Ag | Verwendung von pyrophoren Cer-Mischmetall-Eisen-Legierungen zur Herstellung von Zuendsteinen durch Strangpressen |
-
1919
- 1919-11-01 DE DEK70790D patent/DE378593C/de not_active Expired
-
1920
- 1920-10-25 FR FR526426D patent/FR526426A/fr not_active Expired
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE891824C (de) * | 1948-10-02 | 1953-10-01 | Goldschmidt Ag Th | Verfahren zur Herstellung von Zuendsteinen aus Cer-Eisen-Legierungen |
| DE1160643B (de) * | 1956-01-25 | 1964-01-02 | Treibacher Chemische Werke Ag | Verwendung von pyrophoren Cer-Mischmetall-Eisen-Legierungen zur Herstellung von Zuendsteinen durch Strangpressen |
| DE1111838B (de) * | 1957-02-08 | 1961-07-27 | Goldschmidt Ag Th | Anwendung des Strangpressverfahrens zur Herstellung von Zuendsteinen aus pyrophoren Legierungen |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR526426A (fr) | 1921-10-08 |
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