DE375673C - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Presslingen aus Holz - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Presslingen aus Holz

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DE375673C DEP43790D DEP0043790D DE375673C DE 375673 C DE375673 C DE 375673C DE P43790 D DEP43790 D DE P43790D DE P0043790 D DEP0043790 D DE P0043790D DE 375673 C DE375673 C DE 375673C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B27WORKING OR PRESERVING WOOD OR SIMILAR MATERIAL; NAILING OR STAPLING MACHINES IN GENERAL
    • B27MWORKING OF WOOD NOT PROVIDED FOR IN SUBCLASSES B27B - B27L; MANUFACTURE OF SPECIFIC WOODEN ARTICLES
    • B27M1/00Working of wood not provided for in subclasses B27B - B27L, e.g. by stretching
    • B27M1/02Working of wood not provided for in subclasses B27B - B27L, e.g. by stretching by compressing

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Forests & Forestry (AREA)
  • Chemical And Physical Treatments For Wood And The Like (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung Herstellung von Preßlingen aus Holz. Verfahren zur Herstellung dichter Massen aus Holz sind bereits bekannt. Dabei verwendet man das Holz im natürlichen Zusammenhalt seiner Struktur, schneidet es in Platten, Blöcke u. dgl., die man zusammenpreßt, ein Verfahren, das mechanisch sehr widerstandsfähige Gebilde ergibt, jedoch auch für Färbung, Durchtränküng, Trocknung und das Pressen selbst besondere Maßnahmenvoraussetzt: Man erhält so-eine Holzmasse, deren Porenräume <furch die Pressung verschwinden, im spezifischen Gewicht von 1,3 bis 1,45.
  • Bei diesem Zerfahren ergeben sich als beinerkenswerteste technische Schwierigkeit: i. Bei der Trocknung: Diese nimmt man im allgemeinen vor der Pressung vor. Insbesondere bei Verfahren, bei welchen das Holz eingeschlossen wird, ist dies zur Erzielung einer möglichst hohen Dichte des gepreßten Holzes Voraussetzung, da der Wassergehalt des Holzes hier während der Pressung des Holzes nicht mehr abgepreßt werden kann. Die Trocknung vor der Pressung hat jedoch den Nachteil, daß das Holz hierdurch seine Elastizität und Geschmeidigkeit verliert.
  • Außerdem,jj,h or,,e,. nete Uflj.zu--auLh ..,tlem ,Presseis noch weiter, aus,.._ein Beweis dafür, daß sich durch Erhitung allein der letzte in der Faser haftende Wassergehalt nicht austreiben läßt. Als erschwerend kommen noch die hohen Kosten in Betracht, die das gleichmäßige Durchtrocknen der Hölzer verursacht.
  • z. Bei der Durchtränkung: llan treibt die Farbstoff- oder Durchtränkungslösung gewöhnlich, nachdem man die Poren durch besondere '\-erfahren, AuAOChen, Dämpfen usw. geöffnet hat, mit livdraulischeni@Druck in das Holz und trocknet dieses dann aus. Das Verfahren hat aen -Nachteil, daß die Holzstruktur mit Farbstoff übersättigt wird. d. h. es bleibt weit mehr an Farbstoff in* der Struktur zurück als zum "Zwecke des Färbens tatsächlich auf der Faser niedergeschlagen wird. Für das nachfolgende Preßverfahren entsteht dadurch der Nachteil, daß die Holzfaser nicht mehr zusaininenklebt und daher im Wasser quellbar bleibt. Hierzu kommt noch die L'herlegung, daß die Farbmittel sehr teuer sind und diese Verfahren daher unwirtschaftlich werden.
  • Das vorliegende Verfahren umgeht alle diese Nachteile durch eine zeitlich und der Menge nach von den bekannten Verfahren verschiedene Anwendung des Durchtränkungs- und Trocknungsverfahrens unter Zuhilfenahme einer teils bekannten, teils dein Verfahren besonders angepaßten Vorrichtung. Das Verfahren kennzeichnet sich dadurch, daß das Holz, das für die Pressung durchaus nicht trocken zu sein braucht, mechanisch gepreßt, in gepreßtem Zustande mechanisch festgehalten und in diesem "Zustande entweder durchtränkt oder durch feuchte Erhitzung chemisch verändert und durch anschließende Trocknung vom letzten Feuchtigkeitsrest befreit oder gleichzeitig auch noch durchtränkt wird.
  • Zunächst werden die ungetrockneten, nur schwach vorgetrockneten oder gedämpften Preßlinge wie üblich in der Farblösung gefärbt, je nach der Güte des Holzes mit oder ohne hvdraulischein Druck und je nach den Ansprüchen des Farbstoffes in kaltem Zustande oder unter Erwärmen oder Kochen, oder auch einer Durchtränkung mit bekannten erhärtenden Substanzen unterworfen.
  • Die gefärbten (durchtränkten) Preßlinge werden dann noch völlig naßkalt oder unter Erwärmung zusammengepreßt. Hierdurch erreicht man einen doppelten Vorteil: erstens ist das Holz in feuchtem oder dampffeuchtem Zustande noch genügend weich, so daß die Pressung ohne Aufwand besonders hohen Druckes möglich ist und sich deshalb keine nachwirkenden Faserspannungen ergeben, zweitens kann man hierbei sowohl die im Holz enthaltene natürliche Feuchtigkeit, den Saft (als an sich bekannt) wie auch gleichzeitig den L berschuß an Farblösung oder Durchtränkungsmittel abpressen und zurückgewinnen. Es wird dann nur so viel Farbstoff oder Durchtränkungsmittel zurückgelassen, wie zum natürlichen Färben oder zur beabsichtigten Verhärtung der Faser nötig ist.
  • Das Verfahren ändert sich nur bezüglich der Menge der Durchtränkungsniittel, wenn man auf die Färbung überhaupt verzichtet und nur naturfarbenes Holz verwendet. In diesem Falle kann man völlig frisches, safthaltiges oder auch nur lufttrockenes Holz. verwenden, von dem dann nur der zuckerreiche Saft abgepreßt wird. Bei zuckerreichen Holzarten, wie Birke, Ahorn usw., kann letzterer verwendet werden.
  • Die mechanische Pressung erfolgt in einer Vorrichtung nach den Abb. i und 2 der "Zeichnung.
  • Die Preßlinge, z. B. runde Scheiben 6, werden durch eine Zuführungsvorrichtung 3 dein Eingang der Preßform i zugeführt und durch den Stempele in der Pfeilrichtung in die Preßform hinein und durch sie hindurchgepreßt. Die Preßlinge werden derart zugeschnitten, daß ihre Faserrichtung mit der Achse der Preßforrn zusammenfällt, der Stempel :2 also auf eine der Hirnflächen preßt. Der durch die Verjüngung der Preßform senkrecht zur Faserrichtung auftretende Druck findet infolge des eigenartigen Baues der ITolzgefäße nur geringen Widerstand, und die Verdichtung mit der damit verbundenen Abpressung der überschüssigen Flüssigkeit ist schon bei ganz geringen Drucken möglich. Am anderen Ende der Preßform i werden durch eine Zuführerscheibe 4 Metallringe 7 zugeführt, in die die Preßlinge 6 hineingepreßt werden (Abb. 2), so daß sie in diesen vollständig festsitzen und eine Wiederausdehnung oder Formveränderung ganz unmöglich ist, solange sie vom Ring umgeben sind. Ein Stempel 5 dient als Widerhalt beim Hineinpressen in die Ringe 7.
  • Da das Holz sich nach dem Pressen sofort wieder auszudehnen sucht, so gestattet erst das Hineintreiben des Holzes in eine feste Hülle die Anwendung der Preßform zur Verdichtung des Holzes im Sinne einer dauerhaften Formgebung, da das Holz, in den Ringen oder anderweitigen Hüllen unverrückbar festgehalten, an den Stirnseiten aber bloßliegend, nunmehr allen zur Festigung der Faser dienenden Härtungs-, Durchtränkungs-und Trocknungsverfahren unterworfen werden kann, ohne vor Vollendung dieser Verfahren seine Form zu verlieren oder zu verändern.
  • Der Ouerschnitt der Preßform kann natürlich beliOebiger Form, z. B. rund, oval, quadratisch, rechteckig oder in beliebig anderem Querschnitt gestaltet sein je nach Art und Bestimmung der Preßstücke. Diesem Querschnitt entsprechen dann jeweils auch die am verengten Ausgang zugeführten Auffangformen.
  • Die Pressung braucht auch nicht notwendigerweise in dieser Vorrichtung zu erfolgen. Es können auch andere Vorrichtungen; wie z. B. mechanische oder hydraulische Pressen, verwendet werden, die den Druck unmittelbar ohne Umsetzung durch einen Kegel senkrecht auf die Faserrichtung ausüben, ohne das Verfahren grundsätzlich zu ändern. Erforderlich ist für die Ausführung des Verfahrens nur, daß die Preßlinge aus der Endstellung bei der Pressung unmittelbar in die starre Hülle eingepreßt werden.
  • Auf das Pressen erfolgt nun die endgültige, dauernde Formgebung, die zunächst in der Austrocknung, dann aber auch in chemischen Verfahren zur Härtung und Festigung der Faser bestehen kann. In vielen Fällen ist eine Durchtränkung mit einem wasserabstoßenden Mittel erforderlich. Das für das vorliegende Verfahren gemeinsame Kennzeichen aller dieser Verfahren ist, daß sie an den in den Ringen oder Hüllen festsitzenden Preßlingen vorgenommen werden.
  • Die Härtung erfolgt in feuchter Heißluft oder in Dampf. Hierbei quillt, wahrschein= lich auch unter chemischen Umsetzungen, die Holzmasse zu einem in sich gleichartigen Ganzen zusammen, das gegen Quellung sehr widerstandsfähig ist, so daß sich meist eine wasserdichte Durchtränkung erübrigt. Falls die Härtung ohne Einspannen in Ringe vorgenommen, wird, tritt keinerlei Härtung, sondern im Gegenteil eine Wiederausdehnung der Preßlinge bis zur ursprünglichen Größe vor der Pressung und sogar darüber hinaus ein, ein Beweis dafür, daß das mechanische Festhalten während der Härtung eine unbedingte Voraussetzung des Verfahrens ist.
  • Ist .die Härtung genügend fortgeschritten, so wird der noch anhaftende Rest von Feuchtigkeit durch .die unmittelbar folgende Austrocknung entfernt. Die Anwendung .der Hüllen gestattet diese Trocknung ohne die Gefahr des Springens oder Verziehens vorzunehmen. Nach dem Trocknen haben sich die Preßlinge durch Abgabe der letzten Feuchtigkeit etwas zusammengezogen, so daß sie ohne Schwierigkeit aus den Ringen herausgenommen werden können oder von selbst herausfallen.
  • Das Verfahren gestattet auf einfachem und billigem Wege mit ganz einfachen, selbsttätigen Preßmaschinen die Massenfabrikation einer großen Anzahl beinähnlicher Formartikel. Besonders für Massenartikel, wie Knöpfe und elektrische Artikel, ist das Verfahren hervorragend geeignet.

Claims (3)

  1. PATENT-ANspRÜcHE: i. Verfahren zur Herstellung von Preßlingen aus Holz, das im lufttrocknen bis dampffeuchten Zustande mittels Preßform und Preßstempel gepreßt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Holzstücke nach dem Zusammenpressen zur Verhinderung ihrer Wiederausdehnung von der Presse aus unmittelbar in starre Hüllen (7) gedrückt werden, aus denen sie erst nach dem völligen Austrocknen in erhärtetem Zustande entfernt werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß den in starrer Hülle befindlichen Preßlingen zwecks Härtung feuchte Heißluft oder Dampf von außen (durch die Hirnflächen) zugeführt wird.
  3. 3. Maschine zur Herstellung von Preßlingen von Holz mittels kegelförmigen Preßrohres und Preßstempels nach dem Verfahren gemäß Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß eine an sich bekannte Stapelzuführungsvorrichtung (3) selbsttätig dem Preßrohr (i) die Holzstücke (6) zuführt, und eine ebenfalls an sich bekannte drehbare und mit in gleichem Kreise angeordneten Löchern versehene Scheibe (q.) die starren Hüllen (7) zwischen das Ende des Preßrohres (i) und das Widerlager (5) einführt.
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DE69023762T2 (de) * 1989-12-25 1996-05-23 Hisaka Works Ltd., Osaka Verfahren und vorrichtung zum behandeln von holz.

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FR563049A (fr) 1923-11-24
GB194320A (en) 1923-06-28

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