AT250658B - Verfahren zur Herstellung grobporöser Preßplatten aus Holzwolle od. dgl. Fasergut - Google Patents

Verfahren zur Herstellung grobporöser Preßplatten aus Holzwolle od. dgl. Fasergut

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Correcta Werke Ges Mit Beschra
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  Verfahren zur Herstellung grobporöser Pressplatten aus
Holzwolle od. dgl. Fasergut 
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung grobporöser Pressplatten aus Holzwolle od. dgl. Fasergut, bei dem das mit einem organischen Bindemittel in wässeriger Emulsion versehene Fa- sergut in eine perforierte, vorzugsweise aus Siebblechen   oder -bändern   bestehende Form gepresst und ge- trocknet wird. Bisher erfolgt die Trocknung in der Regel mit Heissluft, wobei das Emulsionswasser lang- sam verdampft und das Bindemittel koaguliert und sich verfestigt.

   Ein solcher Trockenvorgang ist aber äusserst langwierig und erfordert bei in kontinuierlicher Arbeitsweise hergestellten Platten einen langen Trockenkanal von etwa 40 bis 50 m Länge, da die Luft die Form bzw. die die Form ersetzenden Siebbänder od. dgl. und dann allmählich von aussen her den Pressling durchsetzen muss. Eine Entformung kann erst nach beendetem Trockenvorgang stattfinden. Als Bindemittel können Zellulosederivate oder auch Kunststoffe verwendet werden. Insbesondere bei Zellulosederivaten sind in der Emulsion häufig Verunreinigungen und Farbstoffe, beispielsweise Schwefelverbindungen, enthalten. Das Trocknen mit Heissluft durch Verdampfen des Emulsionswassers hat nun den weiteren Nachteil, dass diese Verunreinigungen bzw.

   Farbstoffe in der Platte verbleiben und letzterer nicht nur ein unschönes Aussehen geben, sondern bei Verwendung als Bauplatte auch zu Ausblühungen und ähnlichen Schäden führen können. 



   Es ist bereits ein Verfahren zur Herstellung von Holzspanplatte bekannt, die   mit selbsthärtenden   Kunstharzen gebunden sind, wobei die als fertiges Erzeugnis festen Platten im noch weichen, lockeren Zustand durch Durchblasen von Warmluft vorgetrocknet, dann gepresst und gleichzeitig durch Kontaktheizung gehärtet und verfestigt werden. Da selbsthärtende Kunstharze Verwendung finden, treten hier andere Probleme auf. Es ist ferner bekannt, eine noch lockere Matte vor dem Pressen mittels Heissdampf vorzutrocknen, wobei es sich aber wieder um die Herstellung von festen und dichten   Hartfaserplatten   handelt und kein Austreiben von Wasser mit Verunreinigungen stattfindet.

   Derartige Hartfaserplatten werden auch so hergestellt, dass feinst aufgeschlossene Holzfasern unter Zusatz von Kunstharz in loser Struktur mit Dampf behandelt, nachträglich gepresst und dann endgültig im Vakuum getrocknet werden. Dabei findet selbstverständlich ebenfalls keine Koagulation des Bindemittels bzw. kein Ausscheiden von Emulsionswasser statt. Schliesslich ist es nicht mehr neu, bei der Herstellung von Hartspanplatten den Aufschluss der feinen Holzabfälle zum Teil durch Hochfrequenz herbeizuführen und die Platte selbst teilweise mit Hochfrequenz zu trocknen. Hier handelt es sich aber gleichfalls um eine andere Aufgabenstellung, da von verschiedenem Material ausgegangen und auch ein anderes Endprodukt erzielt wird. 



   Die Erfindung bezweckt die Vermeidung der eingangs geschilderten Mängel durch ein Verfahren, bei dem die Trockenzeit wesentlich abgekürzt werden kann bzw. keine langen Trockenkanäle mehr erforderlich sind und überdies die allenfalls vorhandenen Farbstoffe und Verunreinigungen ausgeschieden werden. 



   Die Erfindung besteht darin, dass das in der Pressform befindliche Fasergut kurzfristig einer Hochfrequenzerhitzung ausgesetzt oder/und in die Form Wasserdampf eingeblasen wird, so dass das Bindemittel koaguliert und das Emulsionswasser gegebenenfalls mit dem Kondensat abfliesst, worauf die bereits entformbare Platte fertig getrocknet wird. Durch die Hochfrequenzerhitzung, bei der eine gleichzeitige Erwärmung über den ganzen Plattenquerschnitt erfolgt, wird das Gel der Emulsion bei Erreichung des Koa- 

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 gulationspunktes gleichzeitig in allen Lagen des Pressgutes verfestigt, und es hat sich überraschenderweise gezeigt, dass das Emulsionswasser praktisch ohne Änderung seines Aggregatzustandes sich vom festen Gel trennt und abläuft. Das ablaufende Wasser nimmt aber auch die Verunreinigungen bzw.

   Farbstoffe, die beim Verdampfen sonst als Rückstand in der Platte bleiben, mit, so dass sich eine Qualitätsverbesserung des Fertigproduktes ergibt. Nach der kurzfristigen Hochfrequenzerhitzung haften die einzelnen Fasern zufolge der erreichten Verfestigung des Bindemittels bereits so gut aneinander, und behalten auch ihre beim   Pressvorgang.   aufgezwungen Form und gegenseitige Lage derart bei, dass das Fasergut formgerecht bleibt und daher ausgeformt bzw. aus den Siebbändern entfernt werden kann. Das Nachtrocknen ohne Form ist dann einfach und schnell durchzuführen. Auch beim Einblasen von Wasserdampf wird der gleiche Effekt der raschen Verfestigung des Gels erreicht. Der Wasserdampf kondensiert und fliesst zusammen mit dem Emulsionswasser ab, wobei noch ein besseres Auswaschen der Farbstoffe und sonstigen Verunreinigungen erfolgt.

   Nach der Dampfbehandlung ist ebenfalls ein baldiges Entformen möglich. Je nach Bedarf können auch beide Verfahrensmassnahmen hintereinander zur Anwendung kommen. 



   Bei einem Versuch wurde aus 180 g Holzwolle und 250 g Bindemittel in Form einer Viskose, mit einem Gehalt von 20 g Zellulosexanthogenat und 230 g Wasser, eine 2, 5 cm dicke Platte gebildet, die in eine entsprechende Form gepresst und darin   2 - 3   min lang einer Hochfrequenzerhitzung ausgesetzt wurde. Dabei fand ohne sichtbare Schwadenbildung ein Ausscheiden des Emulsionswassers statt. Die Holzwolle konnte nach dieser kurzzeitigenHochfrequenzerhitzung bereits aus   derForm   genommen werden und blieb dabei formgerecht. Das Nachtrocknen erfolgte in üblicher Weise.

   Bei einem andern Versuch wurde Holzwolle in gleicher Menge mit ebenfalls   gleichem Bindemittelzusatz   in eine aus Siebblechen gebildete Form gepresst, worauf durch die Siebbleche Wasserdampf mit einem Druck von 4 bis 6 atü von oben her während einer Zeitdauer von 1/2 min geblasen wurde. Dabei floss an der Formunterseite ein dunkelgefärbtes Wasser ab, wobei es sich einerseits um das Dampfkondensat, anderseits um das Emulsionswasser handelte. Nach nur   kurzer Nachtrocknungszeit   konnte   dieForm   entleert und die Platte ohne Form in üblicher Weise fertig getrocknet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung grobporöser Pressplatten aus Holzwolle od. dgl. Fasergut, bei dem das mit einem organischen Bindemittel in wässeriger Emulsion versehene Fasergut in eine perforierte, vorzugsweise aus Siebblechen oder-bändern bestehende Form gepresst und getrocknet wird, dadurch gekennzeichnet, dass das in der Pressform befindliche Fasergut kurzfristig einer Hochfrequenzerhitzung aus- gesetzt oder/und in die Form Wasserdampf eingeblasen wird, so dass das Bindemittel koaguliert und das Emulsionswasser gegebenenfalls mit dem Kondensat abfliesst, worauf die bereits entformbare Platte fertig getrocknet wird.
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