DE37565C - Vorrichtung zum Härten dünner und langer Sägenblätter, Messer, Klingen und dergl - Google Patents
Vorrichtung zum Härten dünner und langer Sägenblätter, Messer, Klingen und derglInfo
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C21—METALLURGY OF IRON
- C21D—MODIFYING THE PHYSICAL STRUCTURE OF FERROUS METALS; GENERAL DEVICES FOR HEAT TREATMENT OF FERROUS OR NON-FERROUS METALS OR ALLOYS; MAKING METAL MALLEABLE, e.g. BY DECARBURISATION OR TEMPERING
- C21D9/00—Heat treatment, e.g. annealing, hardening, quenching or tempering, adapted for particular articles; Furnaces therefor
- C21D9/18—Heat treatment, e.g. annealing, hardening, quenching or tempering, adapted for particular articles; Furnaces therefor for knives, scythes, scissors, or like hand cutting tools
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Härtezange besteht aus den beiden Backen α und al, von denen die untere a1 sich mittelst
der »daran festgenieteten Schienen b b gegen die obere Backe α verschieben kann. Letztere
hängt an den Stangen c c, die an den Enden eines Querbaames d leicht beweglich angeordnet
sind. Der Querbaum d ist in den Hebel e,
der seinen Drehpunkt in der feststehenden Säule f hat und der an seinem dem Querbaum
d entgegengesetzten Ende ein Gegengewicht g trägt, fest eingefügt. Bei dem Niederdrücken
des vorderen Hebelarmes von e taucht die Härtezange α α1 in den unter derselben
aufgestellten Löschtrog h. Das glühende, zu härtende Werkzeug wird zwischen die beiden
Backen der Härtezange α α \ deren Klemmseite,
wie aus Fig. 1 ersichtlich, gezahnt ist, gelegt. Diese Zahnung hat den Zweck, der Härteflüssigkeit
den Zutritt zu dem Werkzeuge allseitig zu gestatten und so trotz des festen Einspannens
ein überall gleichmäfsiges Härten zu ermöglichen. Das Schliefsen der Härtezange da1'
erfolgt durch den Hebel i unter Vermittelung der Stangen k k und der Daumenhebel Z-/.
Wird nämlich der Hebel i, der wie Hebel c seinen Drehpunkt gleichfalls in der Säule f hat,
niedergedrückt, so wird dieser Druck durch die Stangen k k auf die Daumenhebel / /, Fig. 1,
übertragen. Diese Hebel / / haben ihren Drehpunkt in den an der unteren Klemmbacke al
starr befestigten Führungsschienen b b, es werden also beim Niederdrücken ihres langen Hebelarmes
die Daumen nach aufsen bewegen, hierbei die untere Klemmbacke al gegen die obere
festliegende Backe α heranziehen und den zwischen beiden Backen liegenden Gegenstand
einklemmen.
Die Führung der unteren Backe der Härtezange a1 erfolgt, wie schon erwähnt, durch
die Schienen b b, die auf an der oberen Backe angeordneten Stiften s gleiten. Ein am Hebel i
ausgeübter Zug nach abwärts wird nun zunächst durch die Stangen k k in Druck auf
die Daumenhebel 11 verwandelt, so dafs sich die Backen schliefsen und das zwischengelegte
Stück festhalten. Man hat demnach nur nöthig, das glühende Stahlblatt zwischen die Backen
der Härtezange einzulegen und sodann an dem Handgriff den Hebel i herabzuziehen. Dann
werden zunächst durch die Stangen k und Hebel / die Zangenbacken zusammengeklemmt,
und bei fortgesetztem Abwärtsziehen an i wird alsdann die Zange mit dem festgespannten
Stahlblatt in den Härtetrog eintauchen. Die Gröfse des Gewichtes g bestimmt dabei die
Kraft, mit welcher die Backen der Härtezange an einander geprefst und das zu härtende
Werkzeug eingespannt wird. Wird der Hebel i freigegeben, so wird das Gegengewicht g den
Hebel e mit der Härtezange α α1 aus dem
Löschtrog h herausheben. Um nun ein sofortiges selbstthätiges Oeffnen der Härtezange
zu bewirken, ist auch der Hebel i mit einem Gegengewicht q ausgestattet. Hat nämlich der
Hebel e, durch sein Gewicht g veranlafst, seine ursprüngliche Lage wieder angenommen, so
kommt das Gewicht q zur Wirkung. Dieses Gewicht zieht den hinteren Hebelarm von 2,
Fig. 2, nieder, hebt dadurch die langen Hebelarme der Daumenhebel 11 empor, deren Dau-
men nach innen ausschlagen, worauf die untere Klemmbacke der Zange a1 sinkt, indem sie mit
den Schienen b b auf den Stiften 5 vermöge ihres Eigengewichtes abwärts gleitet und hierdurch
den eingespannten Gegenstand freigiebt. An Stelle der Daumenhebel 11 kann natürlich
auch jeder andere Mechanismus, der ein Schliefsen der Zange beim Niederdrücken des Hebels i bewirkt, angewendet werden. Ebenso ist die in
der Zeichnung dargestellte Art der Führung der Zange α beim Eintauchen in den Löschtrog
h verschiedener Abänderungen fähig. In dem dargestellten Beispiel führt sich die Zange α
während ihrer Auf- und Niederbewegung mit Rollen m auf den schräg gestellten Schienen n,
die an den an der Säule f angegossenen Armen 0 befestigt sind. Ein Pendeln der
Härtezange während ihrer Bewegung ist hierdurch ausgeschlossen und die Reibung an der
Führung auf das Aeufserste vermindert.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Eine Vorrichtung zum Härten dünner und langer Sägenhlätter, Messer, Klingen und ähnlicher Werkzeuge, bestehend im wesentlichen aus einer senkrecht an Stangen (c c) auf- und abverschiebbaren Zange (a al), deren eine Backe gegen die andere durch Daumenhebel (I) oder durch eine ähnliche Vorrichtung geprefst wird, wenn man den die Hebel in Thätigkeit setzenden Arm (i) niederbewegt, wobei nach erfolgtem Zusammenpressen der Zange (a a1) und weiterer Abwärtsbewegung des Hebels (i) die geschlossene Zange in den Ha'rtetrog (h) gesenkt wird.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE37565C true DE37565C (de) |
Family
ID=313309
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT37565D Expired - Lifetime DE37565C (de) | Vorrichtung zum Härten dünner und langer Sägenblätter, Messer, Klingen und dergl |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE37565C (de) |
-
0
- DE DENDAT37565D patent/DE37565C/de not_active Expired - Lifetime
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