DE37538C - Neuerung an Einlagehufeisen für Zugthiere - Google Patents
Neuerung an Einlagehufeisen für ZugthiereInfo
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- DE37538C DE37538C DENDAT37538D DE37538DA DE37538C DE 37538 C DE37538 C DE 37538C DE NDAT37538 D DENDAT37538 D DE NDAT37538D DE 37538D A DE37538D A DE 37538DA DE 37538 C DE37538 C DE 37538C
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- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01L—SHOEING OF ANIMALS
- A01L7/00—Accessories for shoeing animals
- A01L7/06—Elastic calks or studs
Landscapes
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
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- Environmental Sciences (AREA)
- Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Wenn man ein abgetragenes Hufeisen eines Pferdes oder auch den Huf eines längere Zeit
unbeschlagen gewesenen Thieres betrachtet, so findet man an denselben die vorderen Kanten
rundlich abgelaufen. Dies geschieht dadurch, dafs das Thier oft stolpert und stöfst.
Ferner hat sich gezeigt, dafs das Tragen von Strickeisen bei vielen, namentlich flachhufigen
Thieren nicht anwendbar ist, weil die Nägel sich, ohne den Huf zu verkürzen, nicht anbringen
lassen. Da ferner für jeden Huf und die verschiedenen Gangarten der Thiere den Eisen eine entsprechende Form gegeben
werden mufs, so gehören sehr viele Modelle dazu, um Hufeisen in passender Form zu
haben, da an den Abgüssen derselben infolge des Steges die Form sich nicht verändern läfst.
Trotz einer grofsen Mannigfaltigkeit der Formen pafst doch oft kein Eisen auf einen Huf, weshalb
letzterer dem Eisen angepafst werden mufs. Dadurch wird jedoch die natürliche Form des Hufes verändert. Als ganz besonders
schwierig und zeitraubend ist der Beschlag mit einem Strickeisen, da die Nägel in die für den
Strick erforderliche Vertiefung des Eisens eingesetzt werden müssen. Da die Eisen hier
nur sehr schwach sind, so finden die Nägel keine Führung und müssen schliefslich auch
mit Setzeisen eingetrieben werden.
Um ein flachhufiges Thier zu beschlagen, mufs man sogar oft verkehrte Zwicke einsetzen,
um Halt im Huf zu finden. Wenn man daher dem Nagel keine bestimmte Richtung geben
kann, wie dies bei den gewöhnlichen Strickeisen der Fall ist, so zerspaltet man den Huf sehr oft
durch öfteres Herausziehen der Nägel.
In Fig. 4 beiliegender Zeichnung, ist ein Strickeisen abgebildet, wie es bisher gebräuchlich
war, wogegen Fig. 2 im Grundrifs ein Einlageeisen darstellt, durch welches alle die
vorher angegebenen Uebelstände beseitigtwerden.
Fig. ι zeigt einen Pferdehuf, an welchem das Einlageeisen angebracht ist. Durch dasselbe
wird das Stofsen und Stolpern der Thiere verhindert. Es soll das ersetzen, was ihnen auf
weichem Boden durch Eindrücken der Spitze geboten wird, was aber auf Chaussee oder
Pflaster unmöglich ist. Das Hochrichten des Eisens erleichtert dem Thiere das Umbiegen
des Fufses und strengt die Gelenke nicht an. Aufserdem kommt die Strickeinlage weit besser
zur Geltung und verhindert das Rutschen des Fufses.
Aus Fig. 5 a, welche die Seitenansicht eines bisher gebräuchlichen Strickeisens, und aus
Fig. 5 b, welche das neue Eisen darstellt, ist ersichtlich, dafs letzteres an den hinteren Enden
der Schenkel verstärkt ist. Dadurch fallen die Stollen fort, und es wird eine gleichmäfsige,
dem natürlichen Bau des Fufses entsprechende Schwerpunktsvertheilung erzielt, wodurch die
Steingalle bedeutend vermindert wird.
Nach Fig. 2 und 3 sind die Nagellöcher so angeordnet, dafs die Nägel wie bei geschmiedeten
Eisen eingesetzt werden können, wodurch man den Nägeln die Richtung geben kann, die,
durch die Form des Hufes bedingt, dem Eisen Halt im Huf bietet. Es wird also z. B. bei
flachhufigen Pferden nicht nöthig sein, den Huf ringsum abzustumpfen, sondern man kann
dem Nagel die gewünschte Richtung von vornherein geben. Das Kürzen des Hufes, wie aus
Fig. 6 a ersichtlich, wird durch Hochrichten des Eisens auch vermieden. Man kann hierdurch
einerseits und durch die Anordnung der Nagellöcher im hohen Rande andererseits die Nägel
genügend Horn fassen lassen. Die Na'gel selbst lassen sich durch eben diese Anordnung auch
sicherer und fest, ohne Anwendung eines Aufsetzers eintreiben, wodurch beim Beschlagen
viel Zeit erspart wird. Ganz besonderen Vortheil bietet aber dies Hufeisen durch Anordnung
eines gebogenen Steges S, Fig. 2, und durch das Anbringen desselben mehr nach der
Mitte des Hufes zu. Dadurch ist man in der Lage, dem Eisen jede gewünschte Form geben
zu können. Die Stollenenden sind länger und der Steg kommt infolge seiner vorgebogenen
Richtung mehr nach der schwächeren Stelle des Strahles.
Aus Fig. 4 ist die Lage eines Steges bei einem bekannten Eisen in Bezug auf den Strahl
ersichtlich. Ganz fortlassen kann man den Steg nicht, denn dadurch würde das Eisen,
wenn es abgelaufen ist, federn. Dadurch, dais man lange Stollenenden an den Eisen hat,
kann man, z. B. wie in Fig. 3 dargestellt, ein Eisen auch für schiefe Gangart des Pferdes
richten.
Fig. 7 zeigt den Schnitt durch das bisher bekannte Eisen und Fig. 8 einen Schnitt durch
das neue Eisen mit einpunktirtem Nagel, woraus zu ersehen ist, wie die Nagellöcher im Vergleich
gegen früher angeordnet sind, und dafs man dem Nagel jede Richtung beim Beginn seines Eintreibens in den Huf geben kann.
An dem Hufeisen, Fig. 1, ist am hinteren Ende eines jeden Schenkels eine Feder F
(Federstollen) befestigt. Diese wird noch durch eine Spiralfeder/ unterstützt. An der Feder F
ist eine Einlage beliebigen Materials, z. B. Strick, Filz etc., befestigt. Diese Vorrichtung dient
dazu, bei sehnen- oder huf kranken Pferden die Dröhnung und Stauchung abzuschwächen,
wodurch dem Pferde ein sanfter Auftritt ermöglicht wird.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:An Einlage-Hufeisen für Zugthiere die Anordnung von Federn F (Federstollen in den Trachten der Hufeisen), um einen sanften Auftritt herzustellen.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE37538C true DE37538C (de) |
Family
ID=313286
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT37538D Expired - Lifetime DE37538C (de) | Neuerung an Einlagehufeisen für Zugthiere |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE37538C (de) |
-
0
- DE DENDAT37538D patent/DE37538C/de not_active Expired - Lifetime
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