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Verstellbarer IKesserkopf für Absatzfräsmaschinen. Es sind bereits
Messerköpfe zum Fräsen der Absätze an fertigem Schuhwerk für Absatzfräsmaschinenbekannt
geworden, bei welchen zwei auswechselbare Fräsmesser von gerader Form durch eine
schwalbcnschwanzartige Klemmleiste mittels Klemmkopfes, Klemmscheibe und Klemmdornes
einstellbar befestigt sind. Diese Messerköpfe sind durch den Klemmdorn @in der Hauptwelle
der Maschine auswechselbar und zum Maschinenkörper mäßig einstellbar angeordnet.
Der Klemmkopf ist mittels Linksgewindes und die. Klemmscheibe mittels Rechtsgewindes
auf den Klemmdorn aufgeschraubt, so daß diese beiden, die Messerklemmvorrichtungbildenden
Teile, je nach Drehung sich .gegen oder voneinander auf dem Klemmdorn verschieben.
Zum gleichmäßigen Einstellen der durch Schleifen -abgenutzten Messer und zu ihrer
Sicherung gegen Verschiebüng ist an der Klemmleiste jedes Messers eine zahnstangenähnliehe
Einfräsung vorgesehen, in .die ein Zahnring mit seinen Zähnen eingreift. Am Messerkopf
ist ,außerdem noch eine @Gelenkstange .benveglich angeordnet, .die zum Antrieb der
Welle einer :besonderen Fräsvorrichtung dient.
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Diese Fräsmesserköpfehaben den Nachteil, ,daß sich bei einer Verstellung
des Abstandes von Klemmkopf und Klemmscheibe infolge des Rechts- und Linksgewindes
beide Teile verschieben. 17a nun ,die Messer flicht am Maschinenkörper bzw. an ,der
Oberfleckfüh-.rung vorbeilaufen, muß, wenn beide Teile für eine z. B. ro#mm breitere
Klemmleiste verstellt werden sollen, der Klemmdorn um so viel aus oder Maschinenwelle
herausgeschraubt werden, als sich die Klemmscheibe verschiebt, im angenommenen Beispiel
also 5 mm. Eine größere Verstellung .des Klemm-.dornes als 5 mm bzw. 7 rnm, wenn
man die schwalbenschwanzförmge Gestalt der Klemmleiste berücksichtigt, ist nicht
angebracht, da der Dorn dann zuviel von seiner Führung in der Welle einbüßen würde.
Aus diesem Grunde ist eine Verbreiterung des Messers von der Klemmleiste nach dem
Maschinenkörper zu, die bei breiteren Messern zur Erzielung einer sicheren Klemmung
unerläßlich ist, nicht möglich. Nun läßt aber außerdem der zwischen Klemmkopf und
Klemmscheibe angeordnete Zahnring eine größere Verstellung der beiden Teile zueinander,
wie sie beim übergang von Messern mit schmalen Klemmleisten auf solche mit breiten
Klemmleisten erforderlich ist, gar nicht zu, da er rechts und links nur auf 2 mm
schmalen Ansätzen gelagert ist und bei einer größeren Verschiebung beider Teile
zueinander sofort seinen Halt verlieren würde. Man ist also gezwungen, für Messer
aller Breiten eine Klemmleiste von gleichbleibender Breite zu benutzen. Diese Klemmleisten
klemmen zwar Messer bis zu 45 mm Breite noch recht gut, solche von 4 5 bis
70 mm Breite aber nur ungenügend. Dadurch werden diese während des Arbeitens
infolge der hohen Tourenzahl von 5000 Umdrehungen pro Minute leicht herausgeschleudert
und können großes Unheil anrichten. Die jetzige Ausführung des Klemmdornes gestattet
infolge
Fehlens eines größeren glatten Bundes kaum die Anbringung von Schlüsselflächen,
durch die ein leichteres Lösen und ein 1 esseres Befestigen der Messer ermöglicht
wird.
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Diesen Mängeln soll gemäß der Erfindung dadurch abgeholfen werden,
daß zum Zwecke unabhängiger und größerer Verstellbarkeit der Zahnring mit einem
Teil der Klemmvorrichtung verbunden ist und die Klemmteile so gestaltet sind, daß
mit demselben Kopf sow-)hl Messer mit schmaler Klemmleiste als auch 'Messer mit
mehr als um die Breite des Zahnringes verbreiterter Klemmleiste sowie auch nach
zwei Seiten verbreiterte Messer sicher festgeklemmt werden können.
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Die Anordnung der Gelenkstange ist bei (teil bekannten 'Messerköpfen
so ausgeführt, ,Maß das kugelige, mit einem Stift und zwei Gleitlacken ausgestattete
Ende derselben in den aus zwei Hälften Lestehenden vorderen Zapfen des Klemmkopfes
von der Seite her eingesetzt und dann mit einer Mutter zusammengehalten wird. Eine
solche Anordnung ist nicht einfach auszuführen und beeinflußt deshalb den Verkaufspreis
des gesamten Fräsmesserkopfes sehr ungünstig. Ein weiterer Nachteil 1:esteht darin,
daß sich die Lage des Klemmkopfes beim Klemmen der verschieden breiten Messer mit
gleichbleihenden Klemmleisten nicht verändert, wodurch zum Antrieb der besonderen
Fräsvorrichtung, die nach der 'Messerbreite einzustellen ist, für schmale Messer
eine kurze und für breite Messer eine längere Gelenkstange nötig wird.
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In der Zeichnung ist der Fräsmesserkopf dargestellt. Es zeigt: Abb.
i einen Längsschnitt und Abb. 2 eine Stirnansicht, teilweise im Schnitt.
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Der Messerkopf besteht aus dem Klemmkopf a, aus der Klemmscheibe
b mit dem Zahnring c, die wie üblich gestaltet sind, und aus dem Klemmdorn
d. Der Klemmkopf a
ist auf der Vorder- und Hinterseite durch die Zapfen
e und f verlängert und mit einer abgesetzten Bohrung g versehen. Der vordere Zapfen
e hat Außengewinde, ist kugelig abgefast und mit einem Schlitz k versehen. Auf dem
hinteren Zapfen f verschiebt sich leicht gleitend die Klemmscheibe b mit dem durch
die Schrauben i drehbar befestigten Zahnring c. Die bis an den Schlitz reichende
Bohrung g ist mit Linksgewinde versehen und mittels desselben auf dem am vorderen
Ende gleichfalls mit Gewinde ausgestattetenKlemmdorn d aufgeschraubt. Dieser hat
kurz hinter dem Gewinde einen nach dem Gewinde zu konisch abgefasten Bund dl, an
dein zwei Schlüsselflächen k angearbeitet sind. Das hintere Ende der Bohrung der
Klemmscheibe b ist der Abfasung des Bundes d, entsprechend ausgerenkt, so daß sich
beide Teile passend aufeinandersetzen.
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Der vordere Zapfen e des Klemmkopfes ist außer dem Schlitze noch mit
einer kurzen kugelähnlich gestalteten Bohrung versehen. In dieser Bohrung sitzt
der kugelig ausgebildete Kopf .m der Gelenkstangen. In dem Kopf in sitzt
ein beiderseits vorstehender Bolzen o, auf dessen Enden je ein kugelsegmentartiger
Gleitbacken p aufgesteckt ist, dessen Breite der Breite des Schlitzes h entspricht.
Diese Teile werden durch eine Mutter q in dem Zapfen des Klemmkopfes beweglich zusammengehalten.
Die Mutter q ist mit zwei Schlüsselflächen r versehen und auf der Innenseite so
kugelig gestaltet, daß sie sich über die Gleitbacken passend legt. Außerdem haben
die beiden Gleitbacken p an den angearheiteten Flächen s der Bohrung g noch Anlage.
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Die Messerauflageflächen des Klemmkopfes a und der Klemnnscheibe
b sind unter gleichem Winkel, ungefähr io°, zur Längsachse geneigt. Beide
Teile sind an den Kanten der Messerauflageflächen bzw. den einander zugekehrten
Seiten so spitzwinklig ausgearbeitet, daß die schwalbenschwanzartigen Klemmleisten
der beiden Messer t gleichmäßig umfaßt werden. In Abb. i sind zum besseren Verständnis
zwei Messer verschiedener Breiten eingeklemmt, und zwar auf die obere Messerauflage
ein solches von .4o mm und auf die untere ein solches von 70 mm Breite. Das
gestrichelt gezeichnete Messer stellt ein solches von 7o mm Breite nach der alten
Ausführung dar.
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Aus dem Vergleich der beiden 7o mm breiten Messer ist ersichtlich,
daß ein Messer der neuen Art mit einer breiteren Klemmleiste ausgestattet und außerdem
an beiden Seiten der Klemmleiste verbreitert ist. Die Praxis lehrt, daß die Messer
mit einer 17 mm breiten Klemmleiste und einer 3 mm breiten rechten Auflage,
zusammen 2o mm, sich um dieses Maß bei gleichbleibender Klemmleiste gut verbreitern
lassen; und daß sich solche 4.o bis .45 mm breite Messer noch sicher festklemmen.
Um Messer von 70 mm Breite etenso einwandfrei festklemmen zu können, wurde
im vorliegenden Falle die Klemmleiste von 17 mm auf 27 mm und die rechte Auflage
von 3 auf 8 mm verbreitert, 35 mm, damit das breiteste Messer noch in seiner Mitte
von dem Klemmkopf gehalten wird, wodurch .eine sichere Klemmung gewährleistet ist.
Die auf dem Klemmdorn drehbar angeordnete Klemmvorrichtung ist so verstellbar, daß
sich sowohl Messer mit schmaler als auch solche mit breiter Klemmleiste festklemmen
lassen. Schmale Messer werden mit einer schmaleren und mit einer breiteren Klemmleiste
ausgeführt,
außerdem werden letztere auf der linken und auf der
rechten Seite verbreitert, wodurch sich die Klemmleiste mehr nach der Mitte des
Messers verschiebt. Zur Verstellung der Klemmvorrichtung, z. B. beim Übergang vor.
Messern mit schmaler Klemmleiste auf solche mit breiter Klemmleiste, wird der Klemmkopf
auf dem in der Maschine festgeschraubten Klemmdorn von Hand gedreht bzw. verschraubt,
bis sich die Klemmleiste einführen läßt. Ein in dem Klemmkopf sitzender Mitnehmerstift
v, der in eine Bohrung der Klemmscheibe ragt, nimmt dabei diese mit. Beim Einsetzen
des neuen Messers legt sich die Klemmscheibe, die sich auf dem hinteren Zapfen des
Klemmkopfes leicht verschiebt, wieder an den Bund des Klemmdornes an. Nach dem Einsetzen
des neuen Messerpaares wird ein besonderer Schlüssel in die auf der Vorderseite
des Klemmkopfes vorgesehenen Löcher u eingesetzt und die Messer gut festgeklemmt.
Werden die Messer außerhalb der Maschine in dem Messerkopf befestigt, um diese anschließend
zu schleifen, so wird der Klemmdorn mit seinen beiden Schlüsselflächen in einen
Schraubstock gespannt oder in einen Schlüssel genommen und wie oben beschriteben
verfahren. Da der Zahnring c an der Klemmscheibe mittels zweier Kopfschrauben drehbar
befestigt ist, kann der Klemmkopf unabhängig von ihm verstellt werden. Durch die
Anbringung des hinteren Zapfens am Klemmkopf bzw. durch das hiermit verlängerte
Innengewinde kann eine ziemlich große Verstellung der beiden Teile zueinander vorgenommen
werden. Nur, durch die dauernd unveränderliche Lage der Klemmscheibe zum Klemmdorn,
der größeren Verstellung des Klemmkopfes zur Klemmscheibe und der - bis 8-min-Verstellung
des Klemmdornes innerhalb der Hauptwelle zum Maschinenkörper ist es möglich, Messer
mit verschieden breiter Klemmleiste zu verwenden und diese nach beiden Seiten, d.
h. auch über die Klemmscheibe hinaus nach dem Maschinenkörper bis 6 mm zu verbreitern,
ohne dabei den Maschinenkörper zu berühren. Das hat den Vorteil, daß für Messer
verschiedener Breite auch verschieden breite Klemmleisten Verwendung finden können,
so daß bei allen Messerbreiten eine sichere und gute Festklemmung stattfindet. Dadurch
wird ein Herausschleudern der Messer größter Breite verhütet. Trotzdem können die
vielen in den Schuhfabriken vorhandenen alten Messer mit schmalen Klemmleisten noch
verwendet werden. Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß das kugelige Ende der
Gelenkstange mit den auf dem Bolzen aufgesteckten Gleitbacken von vorn in den Schlitz
bzw. in die kugelige Bohrung eingesetzt werden kann, und daß das Lager dafür aus
einem Stück besteht. Dadurch wird die Herstellung sehr vereinfacht und der Verkaufspreis
niedriger. Infolge der Verschiebung des Klemmkopfes (Abb. i) nach den besonderen
Fräsvorrichtungen bei der Verwendung breiter Messer mit verbreiterter Klemmleiste
ist die Möglichkeit gegeben, für alle Messerbreiten ein und dieselbe Gelenkstange
zu benutzen.