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Fräserspindel mit eingesetzten Nessern Die Erfindung betrifft eine
Fräserspindel mit eingesetzten :Messern und besteht insbesondere darin, daß zwei
Messer Verwendung finden, die sich rechtwinklig kreuzend ineinandergreifen und je
zwei, wie an sich bekannt in der Drehrichtung vorgekrümmte Schneiden aufweisen,
so daß also im ganzen vier Schneiden vorhanden sind.
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Diese Anordnung gewährt gegenüber den bekannten Fräsköpfen den Vorteil,
daß man selbst bei kleinem Trägerdurchmesser, z. B. bei einem Spindeldurchmesser
von 22 mm, vier Schneiden anordnen kann, die noch dazu, wie bekannt, in Richtung
der Drehbewegung v orgekrümmt sind, wie dies mit Rücksicht auf ein gutes Schneiden
Bedingung ist. Bisher hat man bei Fräsköpfen mit kleinem Durchmesser nur zwei :Messer
mit je einer Schneide anbringen können.
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Ferner ermöglicht die so ausgebildete Fräserspindel die Verwendung
eines zusammengesetzten Fräsers für beide Drehrichtungen, was bei Fräsköpfen ebenfalls
nicht möglich ist. Sie vereinigt also in sich zwei hinterdrehte Fräser. Zum Einspannen
der Messer ist die Spindel kreuzweise geschlitzt und mit Außengewinde versehen,
so daß durch Aufschrauben einer Kappe und Einsetzen eines Kreuzstückes eine zentrale
Einspannung der Messer erfolgt. Man kann also mit wenigen Handgriffen sämtliche
vier Schneiden genau gleich einspannen. Bei der früher üblichen Einzeleinspannung
der Messer mußten nicht nur eine ganze Reihe von Schrauben angezogen bzw. gelöst
werden, sondern es war auch sehr schwierig, alle Schneiden genau gleich einzustellen,
so daß nicht etwa eine gegenüber der anderen hervorstand.
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Die neue Fräserspindel gestattet schließlich in einfacher und wirtschaftlicher
Weise die Verwendung von den bekannten Messern aus Eisen mit aufgelöteten gehärteten
Schneidplatten. Hierdurch kann man sich den Vorteil zunutze machen, daß bei Abnutzung
der Schneidplatten nur diese und nicht das ganze Messer erneuert zu werden braucht.
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Zum Bearbeiten schwerer Werkstücke genügt es nicht, die Fräserspindel
nur an einem Ende zu lagern, sondern sie muß an beiden Enden gelagert werden. Dies
wird bei der vorliegenden Frässpindel in einfacher ZVeise dadurch ermöglicht, daß
die Schraubkappe eine Verlängerung besitzt, mit welcher sie in das obere Spindellager
eingesetzt werden kann.
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Auf der Zeichnung ist die Erfindung beispielsweise veranschaulicht,
und zwar zeigt Abb. z eine Ansicht teilweise im Schnitt einer Frässpindel gemäß
der Erfindung.
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Abb. 2 ist eine Aufsicht auf die Spindel mit abgenommener Schraubkappe.
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Abb. 3 ist ein Schnitt auf der Linie A =4 gemäß Abb.2.
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Abb. q. veranschaulicht halb im Schnitt und halb in Ansicht eine andere
Form der Schraubkappe.
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Abb. 5 ist eine Aufsicht auf das zur Verwendung gelangende Kreuzstück.
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Die Fräserspindel besteht aus dem Fuß a, mit welchem sie in das untere
Lager eingesetzt wird. Der obere Teil der Spindel ist kreuzweise
geschlitzt,
so daß vier Zinken 'b entstehen. Diese Zinken sind mit Außengewinde c versehen und
dienen zur Aufnahme der Schneidmesser.
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Jedes Schneidmesser besitzt die aus Abb. 2 und 3 ersichtliche Form,
d. h. es besteht aus einem Mittelteil d mit zwei in der Drehrichtung des Fräsers
(Pfeil B, Abb. z) vorgekrümmten Flügeln e. Die Messer sind insoweit genau gleich
ausgestaltet. Jeder Mittelteil besitzt eine rechtwinklige Aussparung f, und zwar
sind beide Aussparungen derart angeordnet, daß die Messer, wie dargestellt, zu einem
hakenkreuzartigen Körper zusammengesetzt werden können.
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An jedem Flügel e ist nun eine Schneidplatteg befestigt, und zwar
besteht die Schneidplatte, wie bekannt, aus Schnellarbeitsstahl, während die Flügel
aus Eisen bestehen.
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Die Schneidplatten g werden unter Zwischenschaltung einer dünnen Messingplatte
h zunächst nur durch Niete i an den Flügeln e befestigt. Alsdann wird unter Vermittlung
der Messingplatte .A die Schneidplatte g an dem Flügel e angelötet und durch die
hierbei entstehende Erhitzung gehärtet. Man kann also die Schneidplatten vorher,
solange sie sich im weichen Zustand befinden, bearbeiten, so daß nachträglich nur
ein Abputzen durch Schleifen notwendig ist. Hierdurch wird die Schwierigkeit umgangen,
einen gehärteten Teil auf der Drehbank bearbeiten zu müssen.
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Außerdem können die Messerträger nach Ablöten der abgenutzten Schneidplatten
ohne weiteres zum Auflöten neuer Schneidplatten verwendet werden.
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Zum Festspannen der Messer dient die Schraubkappe k, welche auf das
freie Ende der Zinken b aufgeschraubt wird. Vorher wird noch ein Kreuzstück l eingeschoben,
welches den in Abb. g ersichtlichen Querschnitt hat. In der Schraubkappe k ist eine
Kopfschraube m eingesetzt. Die Kappe k wird, soweit wie es geht, heruntergeschraubt.
Alsdann wird die Kopfschraube in angezogen. Diese drückt nun das Kreuzstück l gegen
die Messer, wodurch eine vollkommen feste Einspannung erzielt wird.
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Wie man sieht, geht das Einspannen der Messer in der einfachsten Weise
vor sich, und gleichzeitig werden alle Messer in genau der gleichen Weise eingespannt,
so daß ihre Schneiden sich stets in der richtigen Lage zueinander befinden.
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n ist ein Ring, mit welchem sich die Fräserspindel an der Schablone
führt.
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Zum Bearbeiten schwerer Werkstücke muß die Fräserspindel auch oben
gelagert -werden. Zu diesem Zweck kann die Schraubkappe k, wie in Abb. q. dargestellt,
eine zylindrische Verlängerung o besitzen, mit welcher sie in das obere Spindellager
eingesetzt werden kann.
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Die Bearbeitung der Messer e und der aufgenieteten Schneidplatten
g, solange sie noch ungehärtet und ungelötet sind, erfolgt dadurch, daß die Spindel
mit den eingespannten Messern in die Drehbank eingesetzt wird, wobei ein genau gleiches
Bearbeiten sämtlicher Schneiden gewährleistet ist. Nach Herausnehmen der Messer
und Umdrehen des Messerkreuzes um i8o° kann der Fräser auch in der entgegengesetzten
Drehrichtung verwendet werden, da die Messer in bezug auf ihre lange Mittelachse
symmetrisch sind.
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Die Fräserspindel gemäß der Erfindung hat außerdem den großen Vorzug,
daß sie auch auf der Kehlmaschine Verwendung finden kann.