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Feuerzeug. Die 'Erfindung betrifft ein Feuerzeug mit gegen eine Pyrophorscheibe
gedrücktem Kratzer, und es kommt dabei darauf an, d@aß dieser Kratzer als prismatischer
Körper ausgebildet ist, der umsteckbar in seinem Halter gelagert ist. Gegenüber
den bekannten umsteckbaren blattartigen Kratzern oder Schabern, die nur einen schmalen
Querschnitt haben, weist derKratzer emäß derErfindung den Vorteil auf, daß er' eine
größere, der Zahl der Kanten: der Prisinengrundfläche entsprechende Zahl von Schürfkanten
besitzt. Dabei können bei entsprechender Gestaltung des Halters die einzelnen Schürfkanten
des Kratzers nacheinander in Benutzung genominen werden, indem man den lose in den
Halter eingesetzten Kratzer herausnimmt, um eine Kante weiterdreht und alsdann wieder
in die Hülse hineinsteckt. Nach Abnützung sämtlicher Schürfkanten des einen Endes
des prismatischen Körpers kann dann .der ganze Körper umgedreht werden, und es können
dann wiederum nacheinander die einzelnen Kanten des nun freiliegenden Kratzerendes
in Benutzung genommen werden. Besteht gar der Kratzer aus einem würfelförmigen Körper,
so können dessen sämtlicheKanten als Schürfkanten nacheinander ausgenutzt werden,
also im ganzen z2. Infolge der so erinöglichten gründlichen Ausnutzung des Kratzers
ist seine Haltbarkeit eine sehr langdauernde.
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In der Zeichnung sind Ausführungsformen derartiger Kratzer oder Schaber
in ihrer Anwendungs-,veise veranschaulicht, -und zwar zeigen die Abb. z und 3 zwei
Ausführungsformen solcher Kratzer oder Schaber in ihrer Anwendung in Verbindung
mit pyrophoren Rädchen oder Scheiben und die Abb. 2 und 4 die zugehörigen Kratz-
oder Schabkörper für sich-Während bei den gebräuchlichen Feuerzeugen
und,
Gasanzündern mit einem drehbaren Teil der Schaber oder Kratzer in Form eines gerillten
Stahlrädchens drehbar angeordnet ist und die pyrophore Masse in Form eines Stiftes
federnd gegen das Rädchen gedrückt wird, ist bei den gezeigten Ausführungsformen
in an sich bekannter Weise umgekehrt die Anordnung so getroffen, daß die pyropihore
Masse die Foren einer Scheibe oder eines Rädchens 12 besitzt, welches drehbar an
einem Feuerzeug, einem Gasanzünder oder einer mit pyrophorer Masse arbeitenden Lampe
angeordnet wird, wohingegen der Kratzer oder Schaber 13 bzw. 14 gegen den Umfang
der Scheibe 12 federnd angedrückt wird, so daß bei deren Drehung die Funken erzeugt
werden.
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Gemäß der Erfindung besteht nun der Kratzer oder Schaber 13 bzw. 14
aus einem Metallvollkörper mit regelmäßig polygonaler Grundfläche, und zwar besitzen
bei dem in den Abb. i und 2 veranschaulichten Ausführungsbeispiel die Vorder- und
Hinterflächen 18 die Form von Quadraten, die Seitenflächen 17 hingegen die Form
von länglichen Rechtecken, so daß also die Seitenkanten IS länger sind als die Vorder-
und Hinterkanten io. Bei der Ausführungsforen nach den Ab.b.3 und 4 hingegen sind
alle Kanten i9 des Körpers 14 gleich lang, und dieser hat also Würfelform.
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Die Schaberkörper 13 bz«. 14 sind in passend gestaltete Kästchen 2o
lose eingesetzt, die an Armen 21 befestigt sind, welche ihrerseits bei 22 drehbar
gelagert sind und durch die Federn 23 gegen den 'Umfang der Scheiben oder Räder
12 gedrückt «erden. Dabei ist die Anordnung so getroffen, daß jeweils die eine der
Kanten der Körper 13 bzw. 1a an dem Umfang der Scheiben 1 2 entlang schleift und
so bei deren Drehung als Schürfkante zum Abschaben der pyrophoren Masse bei der
Zündung wirkt. Ist die eine der Kanten 16 des Körpers 13 auf diese Weise abgenutzt
bzw. stumpf geworden. so braucht man nur das offene Kästchen 2o durch Drehung des
Armes 21 entgegen der Federwirkung ein wenig hochzuheben, kann dann den lose eingesetzten
Kratzerkörper 13 aus dein Kästchen 2o herausziehen und ihn um 9o' gedreht wieder
einsetzen, so daß eine andere der Kanten r6 mit der Umfläche der Scheibe 12 in Berührung
kommt. Sind alle vier Kanten 16 der Vorderfläche 18 des Körpers 13 in dieser Weise
abgenutzt, so kann man den ganzen Körper 13 umdrehen, so daß die zuvor hintere Fläche
zur vorderen wird und nun deren Kanten 16 in entsprechender Weise als Schürfkanten
benutzt werden können.
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Bei der Ausführungsform nach den Abb. 3 und 4. kann, da der Körper
14 Würfelform besitzt, jede der zwölf Kanten des Würfels als Schürfkante ausgenutzt
werden, d. h. es können auch die Seitenkanten in derselben Weise dafür Verwendung
finden wie die Vorder- und Hinterkanten. Dabei muß natürlich das offene Kästchen
20 entsprechende Größe und Anordnung besitzen, um den teilweise aus ihm herausragenden
Würfel aufzunehmen und-. gegen die Scheibe i2 zu drücken, ohne daß das Kästchen
2o selbst damit in Berührung kommt.
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Da die Kratzerkörper 13 bzw. 14 aus Vollinetall, z. B. aus einem vollen
Stahlstück bestehen, so wird durch sie die bei der Zündung bzw. beim Brennen der
Larnpe auftretende Wärme schnell abgeleitet und dadurch eine vorzeitige Zerstörung
der Kratzerkörper durch diese Wärme bzw. Hitze verhindert. Dies ist besonders wichtig,
wenn es sich um Lampen handelt, bei denen die pyrophore -Rasse als Leuchtmaterial
dient, bei denen also dauernd starke Funkengarben erzeugt werden müssen und daher
größere Hitzewirkungen bei der Benutzung auftreten können.
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Statt dem Kratzerkörper rechteckige bzw. quadratische Grundfläche
zu geben. kann diese auch von einem anderen regelmäßigen Polygon gebildet «-erden,
so daß der Kratzerkörper dann die Form des entsprechenden regelmäßigen Polyeders
erhält. Beispielsweise kann die Vorderfläche des Polyeders die Form eines regelmäßigen
Sechsecks besitzen, derart. daß alle sechs Kanten der Vorderfläche und hernach alle
sechs Kanten. der hinteren Begrenzungsfläche nacheinander als Schürfkanten benutzt
werden können u. dgl. in. Statt die Hülse mit dem Kratzer federnd gegen (las pyrophore
Rad o. dgl. zu drücken, kann man auch die Hülse selbst fest anordnen und nur den
Kratzer innerhalb der Hülse federnd gegen (las pyrophore Rad drücken.