DE373463C - Moebel beliebiger Art aus Metall, und zwar vorzugsweise aus Aluminium oder einer Aluminiumlegierung - Google Patents
Moebel beliebiger Art aus Metall, und zwar vorzugsweise aus Aluminium oder einer AluminiumlegierungInfo
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A47—FURNITURE; DOMESTIC ARTICLES OR APPLIANCES; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; SUCTION CLEANERS IN GENERAL
- A47B—TABLES; DESKS; OFFICE FURNITURE; CABINETS; DRAWERS; GENERAL DETAILS OF FURNITURE
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- A47B88/90—Constructional details of drawers
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Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN
AM 12. APRIL 1923
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 34i GRUPPE
(B 102272 X\34i)
Jules Armand BIm in Paris.
Möbel beliebiger Art aus Metall, und zwar vorzugsweise aus Aluminium,
oder einer Aluminiumlegierung.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 9. November 1921 ab.
Für diese Anmeldung ist gemäß dem Unionsvertrage vom 2. Juni 1911 die Priorität auf Grund
der Anmeldung in Frankreich vom 19. November 1920 beansprucht.
Die Erfindung bezieht sich auf ein Möbel beliebiger Art aius Metall, und zwar vorzugsweise
aus Aluminium oder einer Aluminhtmlegierung
und bezweckt, ein Möbel zu schaffen, das sich durch einen staödlfesten Aufbau
auszeichnet, wobei die Möglichkeit erhalten bleibt, aus denselben Teilen Möbel verschiedener
Größe herzustellen. Die Rückwand und die Seitenteile des Möbels stoßen auf
ihrer ganzen Höhe ohne jedes Spiel innerhalb to
von Deckleisten aus Metall· gegeneinander. Die Verbindung dieser Teile erfolgt in einer
sicheren und wirksamen Weise durch Bolzen, deren Gewindeenden durch die die Rückwand
bildenden drei Schichten, nämlich durch, die beiden Deckleisten und durch die Rückwandtafel
oder einem Seitenteil hindurchgeschraubt sind. Zur weiteren \^erbesserung der Verbindung
der Rückwand mit den Seitenteilen ίο werden die in verschiedenen Höhenlagen angeordneten
Bolzen abwechselnd durch die Rückwand und durch d'as eine Seitenteil hindurchgeschraubt.
Ein weiteres Merkmal eines Möbels nach der Erfindung besteht darin, daß die Köpfe der zur Verbindung· der Rückwand
mit den Seitenteilen dienenden Bolzen gleichzeitig die Träger für die Zwischenböden
des Möbels bilden, welche Zwischenboden
anderseits auf den Köpfen ähnlicher Bolzen aufruhen, die in senkrechte Seitenständer
der Vorderwandi eingeschraubt sind. Wesentlich für ein Möbel nach der Erfindung
ist dann schließlich noch die Art der Verbindung des Möbelkörpers mit der Bodenplatte
oder dein Sockel und der Ober- oder Deckplatte, indem der Körper des Möbels einerseits
in eine Rinne des Sockels und anderseits des Kopfstückes eingreift, wobei diese !
Rinnen in eigenartiger Weise dadurch gebildet werden, daß die Ränder der Boden- und Deckplatte rechtwinklig abgebogen sind
und wagerechte Randleisten besitzen, auf denen die wagerechten Schenkel vom Winkel- j
eisen aufruhen. An diesen wagerechten Schenkeln der Winkeleisen sind dann erst die
an sich bekannten Verzierüngsleisten befestigt. Diese besondere Ausbildung der
Bodenplatte oder des Sockels und der Oberoder Deckplatte ermöglicht dann in Verbindung
mit den Winkeleisen und den Verzie- j rungsleisten die Bildung von Rinnen von einer der Wanddicke des Möbelkörpers entsprechenden
Breite, so daß ein und dieselben Bodenplatten oder Deckplatten für Möbel verschiedener Wanddicke benutzt werden
können. Ein Möbel entsprechend der Er- ί findung zeichnet sich schließlich noch durch
die Einfachheit seines Zusammenbaues aus, so daß es von jedermann aus den in zusammengelegtem
Zustande verschickten Teilen aufgebaut werden kann.
Auf der Zeichnung ist eine beispielsweise Auisführungsform der Erfindung dargestellt.
Abb. ι zeigt in teiTweiser Seitenansicht die Art der Verbindung der Rückwand des Möbels
mit einem Seitenteil;
Abb. 2 ist ein entsprechender wagerechter Querschnitt;
Abb. 3 ist ein senkrechter Querschnitt, der die Verbindung des Möbelkörpers mit dem '
Sockel zeigt; !
] Abb. 4 zeigt im senkrechten Schnitt die j Art der \"erbindung der Stücke, die die Zwischenboden
und die Türen bilden;
Abb. 5 gibt für sich einen Bolzen oder Zapfen wieder, der zur Verbindung der Teiäe des
Möbelkörpers und zur Festlegung der Zwischenboden dient;
Abb. 6 zeigt im senkrechten Querschnitt das Profil einer Schublade, während
Abb. 7 eine teilweise schauibildliche Ansicht der Schublade ist.
! Wie aus den Abb. 1 und 2 ersichtlich, wird j die hintere Füllung a, die dazu bestimoit ist, die Rückwand eines beliebigen Möbels zu bilden, durch eine Metallplatte gebildet. Gegen die senkrechten Seitenränder der Rückwand α kommen die Teile b1 der Seitenteile h dicht, ohne jedes Spiel, zu liegen. Die Seitenteile b bestehen ebenfalls aus Aluminiumplatten, die in geeigneter Weise verziert und profiliert sind, um eine genügende Festigkeit des Möbels zu gewährleisten und um an der Vorderwand Ständer b" zu bilden, die im Innern durch Stäbe aus Metall ausgefüllt sind und an denen die Scharniere und die Türschließeinrichtungen angebracht werden.
! Wie aus den Abb. 1 und 2 ersichtlich, wird j die hintere Füllung a, die dazu bestimoit ist, die Rückwand eines beliebigen Möbels zu bilden, durch eine Metallplatte gebildet. Gegen die senkrechten Seitenränder der Rückwand α kommen die Teile b1 der Seitenteile h dicht, ohne jedes Spiel, zu liegen. Die Seitenteile b bestehen ebenfalls aus Aluminiumplatten, die in geeigneter Weise verziert und profiliert sind, um eine genügende Festigkeit des Möbels zu gewährleisten und um an der Vorderwand Ständer b" zu bilden, die im Innern durch Stäbe aus Metall ausgefüllt sind und an denen die Scharniere und die Türschließeinrichtungen angebracht werden.
Die Rückwand α wird mit den Seitenteilen b durch Deckleisten c aus Metall verbunden,
die auf jeder Seite der Wand α angeordnet werden. Die Befestigung der Deckleisten
c mit der Rückwand und den Seitenteilen erfolgt durch Bolzen, die aus einem
Kopf d und Gewindestücken d1 bestehen.
Die Bolzen werden mit diesen Gewindeenden c?1 durch die drei übereinanderliegenden
Metalischichten hindurchgeschraubt, die von den beiden Deckleisten c und den Teilen er
oder b1 gebildet werden. Die Anordnung der Bolzen erfolgt derart, daß in den verschiedenen
Höhenlagen die Bolzen abwechselnd durch die Rückwand 0 und die Seitenwand fr1
hindurchgeschraubt werden. Die Köpfe d der Bolzen bilden gleichzeitig die Träger der
Zwischenboden, wie dies weiter unten näher erläutert werden wird. Der in der beschriebenen
Art und Weise ausgebildete Hauptkörper des Möbels greift mit seinem unteren
Teile in eine Rinne des Sockels ein ("Abb. 3V no
Diese Rinne des Sockels ist dadurch gebildet, daß der Rand der Bodenplatte e zunächst
rechtwinklig abwärtsgebogen und dann wieder in wagerechter Richtung umgebogen ist
und der wagerechte Teil der Bodenplatte c den wagerecht liegenden Schenkel eines Winkelstückes
g· trägt, dessen anderer senkrecht stehender Schenkel die Stützleiste des Möbels
gegen den Boden bildet. Auf dem wagerechten Schenkel des Winkelstückes g ist schließ-Hch
eine Verzierungsleiste f in solcher Entfernung von den senkrecht abwärtsstehenden
Teilen der Bodenplatte e befestigt, daß die Breite der Rinne zwischen der nach innen
liegenden senkrechten Fläche der Verzierungsleiste f und der senkrecht stehenden
Außenfläche der Bodenplatte e genau der Wanddicke des Möbels entspricht.
Der Möbelkörper ist in denselben Weise an seinem oberen Ende mit einem Kopfstück
verzapft, das wie der Sockel ausgbildet ist,
ίο wenn es sich um einen Schrank handelt, oder
das .eine Tischplatte trägt, wenn es sich um ein tischförmiges Möbel, wie eine Kommode
oder einen Tisch handelt.
Die Böden und die Türen des Möbels werden durch zwei Aluminiumplatten h und h1
(Abb. 4) gebildet, die auf ihrem ganzen Umfang durch Einschubleisten i miteinander verbunden
sind, an denen die Platten durch Schrauben j und durch Nieten k befestigt
ao sind. Diese Zwischenboden werden im Innern des Möbels durch die Köpfe d der
Bolzen zur Verbindung1 der Wandteile α und b
an Ort und Stelle gehalten und ruhen an der Vorderseite auf den in entsprechender Weise
ausgebildeten Köpfen d vom Bolzen auf, die in die senkrechten Seitenständer b2 der Vorderwand
eingeschraubt sind.
Die Schubladen bestehen aus einer einzigen Metallplatte I, die U-förmig- gebogen ist, und
die somit den Boden und die Seitenwände der Schublade bildet. Am oberen Rande sind die
Seitenwände der Schublade mit Verstärkungsleisten I1 von quadratischem Querschnitt
versehen, die die Festigkeit der Schublade erhöhen. An dem Boden und den
Seitenwänden der Schublade ist vorn die mit einem Handgriff η ausgerüstete Vorderwand
und hinten die Rückwand befestigt, indem diese Stirnwände die Seitenwand« und den
Boden der Schublade mit Lappen umgreifen und an diesen Lappen durch Nieten mit dem
Körper der Schublade verbunden sind.
An den Seitenwänden der Schublade sind schließlich noch Gleitführungen 0 befestigt,
die aus Winkelleisten aus. Kupfer bestehen und die mit entsprechenden von dem Körper des
Möbels getragenen Winkelleisten in Eingriff stehen. Diese Gleitführungen ermöglichen
ein Verschieben der Schublade mit geringer Reibung.
Claims (4)
- Patent-Ansprache:i. Möbel beliebiger Art aus Metall, und zwar vorzugsweise aus Aluminium, oder einer Aluminiumlegierung, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückwand (α.) und die Seitenteile (b1) auf ihrer ganzen Höhe ohne j edes Spiel innerhalb von Deckleisten (c) aus Metall gegeneinanderstoßen, die durch Bolzen (d, d1) miteinander verbunden sind, deren Gewiadeenden (d1) durch die die Rückwand bildenden drei Schich- ! ten, nämlich durch die beiden Deckleisten [ (c) und durch eine Rückwandtafel (α) ! oder ein Seitenteil (b1) hindurchgeschraubt sind, wobei die in verschiedenen ! Höhenlagen angeordneten Bolzen (d, d1) abwechselnd durch die Rückwand (a) und ; durch das eine Seitenteil (b1) hindurchgehen.
- 2. Möbel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bolzen (d, d1) zur : Verbindung der Rückwand (α·) mit den Seitenteilen (6, b%) Köpfe (d) besitzen, welche gleichzeitig die Träger für die Zwischenböden (h) des Möbels bilden, welcher anderseits auf ähnlichen Bolzen aufruhen, die in senkrechte Seitenständer (b2) der Vor der wand eingeschraubt sind. :
- 3. Möbel nach Anspruch 1 und 2, da- ; durch gekennzeichnet, daß der Zusammenbau des Möbels, dadurch erfolgt, daß der Körper des Möbels einerseits in eine Rinne des Sockels und anderseits in eine Rinne des Kopfstückes eingreift, welche Rinnen dadurch gebildet werden, daß die Ränder der Boden- und Deckplatte rechtwinklig abgebogen sind und wagerechte Randleisten besitzen, auf denen die einen Schenkel von Winkeleisen (g) auf ruhen, an denen an sich bekannte Verzierungsl'eisten (f) derart befestigt sind, daß die nach innen liegenden senkrechten Flächen der Verzierungsleisten um das gewünschte Maß von den abgebogenen Teilen der Kopf- oder Bodenplatte (e) abstehen.
- 4. Möbel nach Anspruch 1 mit aus Metallblech hergestellten Schubladen, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Verschiebung in dem Möbelkörper bestimmten Schubladen aus· einer einzigen in U-Form gebogenen Metallplatte (Z) bestehen, die somit den Boden und die Seitenwände der Schublade bildet, an denen die die Schublade vervollständigende Vorder- und Rückwand (m) und an denen weiterhin Gleitführungen (0) befestigt sind.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR373463X | 1920-11-19 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE373463C true DE373463C (de) | 1923-04-12 |
Family
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEB102272D Expired DE373463C (de) | 1920-11-19 | 1921-11-09 | Moebel beliebiger Art aus Metall, und zwar vorzugsweise aus Aluminium oder einer Aluminiumlegierung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE373463C (de) |
-
1921
- 1921-11-09 DE DEB102272D patent/DE373463C/de not_active Expired
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