DE37218C - Flüssigkeit zum Auslaugen von Rohstoffen für die Papierfabrikation - Google Patents

Flüssigkeit zum Auslaugen von Rohstoffen für die Papierfabrikation

Info

Publication number
DE37218C
DE37218C DENDAT37218D DE37218DA DE37218C DE 37218 C DE37218 C DE 37218C DE NDAT37218 D DENDAT37218 D DE NDAT37218D DE 37218D A DE37218D A DE 37218DA DE 37218 C DE37218 C DE 37218C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
paper
liquid
raw materials
paper manufacture
wood
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DENDAT37218D
Other languages
English (en)
Original Assignee
J. UBERtin in Bastia, Corsica
Publication of DE37218C publication Critical patent/DE37218C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21CPRODUCTION OF CELLULOSE BY REMOVING NON-CELLULOSE SUBSTANCES FROM CELLULOSE-CONTAINING MATERIALS; REGENERATION OF PULPING LIQUORS; APPARATUS THEREFOR
    • D21C3/00Pulping cellulose-containing materials
    • D21C3/006Pulping cellulose-containing materials with compounds not otherwise provided for

Landscapes

  • Paper (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 5B: Papierfabrikation.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 20. Januar 1886 ab.
Zum Zwecke des Auslaugens von Holzfasern, Stroh, Lumpen etc. behufs Herstellung von Papierstoff wird eine Flüssigkeit angewendet , welche in folgender Weise hergestellt wird: 2,27 Theile Kalkhydrat werden in 94,16 Theilen Wasser unter Zusatz von 3,37 Theilen Seesalz aufgelöst. Dadurch entsteht eine Flüssigkeit, welche ähnlich wie Natronlauge das Lösen der fettigen und harzigen Bestandtheile in Holz, Stroh u. s. w. ausführt, nebenbei aber auch wie Chlorkalk, wenn auch in geringerem Grade bleichend, auf das Rohmaterial wirkt. Besonders für Holzstoff ist die Anwendung dieser Lauge vorzugsweise zu empfehlen, weil sie ein vollständiges Bleichen desselben ermöglicht.
Zur Herstellung von Strohpapier reinigt man zunächst das Stroh von allen fremden Beimischungen (Holzstücken, Steinen etc.) mit Hülfe von cannelirten Walzen. Dann zerreifst man das Stroh der Länge nach, um Knoten u. s. w. zu zerstören, zerkleinert es vollständig und wäscht es. Nach dem Abtropfen bringt man es in die beschriebene Lauge und rührt es von Zeit zu Zeit mit hölzernen Gabeln um, damit die Lauge gleichmäfsig eindringt. Die Dauer dieser Operation hängt von dem Grade der Zerkleinerung des Rohmaterials ab. Wenn sich die Flüssigkeit fettig anfafst und das Stroh eine gelbbräunliche Farbe angenommen hat, wird das letztere in den bekannten Apparaten zerkleinert. Das dabei abfliefsende Waschwasser ist stark gelblich braun gefärbt; der erzeugte Stoff giebt ein um so heller gelb gefärbtes Papier, je besser die Lauge zubereitet war.
Nach zwei bis drei Auslaugungen erscheint das Papier nur sehr schwach gelblich gefärbt.
Den erzeugten Stoff bleicht man in äufserst schwachen Chlorbädern (Chlorkalklösungen). Unter der Einwirkung des Chlors nimmt der Stoff eine röthliche Farbe an, welche nach und nach mit dem Waschwasser verschwindet. Diese Bleichoperation kann man noch mehrere Male wiederholen, indem man die Chlorbäder immer schwächer nimmt. Zum Entfernen des Chlors aus der Masse wendet man in bekannter Weise das Antichlor an.
Zur Herstellung von Holzpapier wendet man vorzugsweise weifses oder wenig gefärbtes Holz von dichtem Kern an; je harziger der Holzstoff ist, um so weniger fest wird das Papier, man benutzt daher die harzigen Holzstoffe entweder allein oder mit anderen Substanzen gemischt zur Pappenfabrikation. Das entsprechend zerkleinerte Holz wird analog der für die Strohpapierfabrikation beschriebenen Art und Weise ausgelaugt und gebleicht. Es lassen sich auch Hobelspäne, wie sie der gewöhnliche Tischlerhobel erzeugt, verwenden; man behandelt dieselben dann in derselben Weise, wie beim Strohpapier beschrieben wurde.
Pappe kann aus Stroh oder Holz oder aus einem Gemisch von beiden erzeugt werden, und zwar braucht der Stoff weniger fein zu sein, als wenn Papier hergestellt werden soll. Entweder giebt man dem Blatt von Anfang an eine gröfsere Dicke oder man vereinigt mehrere feuchte Blätter mit einander, bis man die gewünschte Dicke erzielt hat.
Hand- oder Büttenpapier läfst sich mit dem beschriebenen Laugverfahren ebensogut fabriciren wie Maschinenpapier; es mufs nur der Filz, auf welchem das Papier nach dem Verlassen der Form ruht, sehr nafs sein, nicht nur feucht. Zum Trennen des Papieres vom Filz bedient man sich einer dünnen, mit Filz bedeckten Walze, welche man zwischen den Lagerfilzen und den Papierblätterti durchführt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Die Anwendung einer Flüssigkeit aus Wasser, Kalkhydrat und Seesalz zum Auslaugen von Rohstoffen für die Papierfabrikation.
DENDAT37218D Flüssigkeit zum Auslaugen von Rohstoffen für die Papierfabrikation Expired - Lifetime DE37218C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE37218C true DE37218C (de)

Family

ID=312989

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT37218D Expired - Lifetime DE37218C (de) Flüssigkeit zum Auslaugen von Rohstoffen für die Papierfabrikation

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE37218C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2241673A1 (de) Verfahren zur bearbeitung von suspensionen von faserstoffen und anlage zur durchfuehrung des verfahrens
DE37218C (de) Flüssigkeit zum Auslaugen von Rohstoffen für die Papierfabrikation
DE69520440T2 (de) Verfahren und vorrichtung zum kontinuierlichen herstellen von zellstoffbrei
DE2734431A1 (de) Verfahren zum herstellen eines faserverstaerkten zementverbundmaterials
AT8629B (de) Vorrichtung zur Erzeugung durchgehender Farbmuster in Linoleum oder anderen Stoffen.
DE421777C (de) Verfahren zur Herstellung von poroesen Baustoffen
DE396607C (de) Verfahren zur Herstellung von Zellstoff aus Stroh oder aehnlichen Rohstoffen
DE939725C (de) Bleichverfahren fuer nicht homogene Faserbreie
DE288640C (de)
DE193909C (de)
DE103866C (de)
DE736503C (de) Vorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung von Alkalicellulose
DE690655C (de) Verfahren zum Schmierigmahlen von Papierstoff
DE888506C (de) Verfahren zur Herstellung von Faserstofformkoerpern
DE102616C (de)
DE586383C (de) Verfahren zur Herstellung von Kunstleder
DE542915C (de) Aus mechanisch aufgeschlossenem Holz bestehender Holzfaserstoff
DE407848C (de) Druckfarbe und Verfahren zu ihrer Herstellung
DE665959C (de) Verfahren zur Herstellung von Zellstoff aus Buchenholz
DE538799C (de) Kunstmasse
AT75253B (de) Verfahren zur Aufbereitung von Pergamentpapierabfällen.
DE720994C (de) Verfahren zur Herstellung eines aus Chlormagnesiumlauge und Zellstoff aus Papier bestehenden Halbstoffes fuer die Erzeugung von Faserstoff-Sorelzementmischungen
DE533647C (de) Verfahren zur Gewinnung von Zellstoff aus Pflanzenfaserstoffen mittels Chlors
DE127230C (de)
DE162329C (de)