DE37198C - Lesemaschine - Google Patents

Lesemaschine

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Publication number
DE37198C
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DE
Germany
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letters
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slot
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT37198D
Other languages
English (en)
Original Assignee
G. J. DAERR-SCHMIDT, Schuldirektor in Pieschen bei Dresden
Publication of DE37198C publication Critical patent/DE37198C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G09EDUCATION; CRYPTOGRAPHY; DISPLAY; ADVERTISING; SEALS
    • G09BEDUCATIONAL OR DEMONSTRATION APPLIANCES; APPLIANCES FOR TEACHING, OR COMMUNICATING WITH, THE BLIND, DEAF OR MUTE; MODELS; PLANETARIA; GLOBES; MAPS; DIAGRAMS
    • G09B17/00Teaching reading

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Business, Economics & Management (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Educational Administration (AREA)
  • Educational Technology (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Theoretical Computer Science (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 42: Instrumente.
Lesemaschine.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 2g. April 1886 ab.
Die auf der beiliegenden Zeichnung in Fig. 1 bis 3 dargestellte Lesemaschine oder auch die in Fig. 4 bis 6 gezeichnete Construction derselben soll beim Unterricht in der Volksschule und, im verkleinerten Mafsstabe, zum Privatgebrauch dienen.
Bei den derzeitig benutzten Lesemaschinen hat der Lehrer zu stehen, und die Kinder im Rücken. Bei denselben geht mit dem Heraussuchen und Ordnen der Buchstaben vor dem Gebrauch, sowie mit dem Sortiren und Weglegen nach demselben viel Zeit verloren.
Durch die vorliegende Lesemaschine wird ermöglicht, dafs der Lehrer auch sitzend arbeiten kann, wie an einem Katheder, und die Kinder stets vor sich im Auge behält. Er kann ferner die ganze Zeit der Lection auf den Unterricht verwenden, das Suchen, Sortiren und Weglegen der Buchstaben fällt weg, denn die Buchstabenschiffchen bringen jeden gewünschten Buchstaben schnell zur Stelle und lassen ihn ebenso schnell wieder verschwinden. Bei der Thätigkeit der Maschine erscheinen den Kindern nur diejenigen Buchstaben, welche gebraucht werden, die anderen bleiben unsichtbar.
Die in Fig. 1 bis 3 dargestellte Maschine besteht im wesentlichen aus einem hölzernen Untergestell mit Laufrähmchen r, welches in der Mitte des Gestelles vermittelst Röllchen oder Geleiseführung mit der Hand spielend auf- und niedergeschnellt werden kann. Dieses Untergestell ist oben mit der Platte ρ abgedeckt, welche in der Mitte der Längsrichtung behufs Durchgleitens der Buchstabenplatten t die Schlitzöffnung ο enthält. Auf den Geleisen dieser Schlitzplatte ρ laufen auf Röllchen, oder in Führungen gleitend, dicht neben einander circa zehn unten und oben offene Buchstabenschiffchen b, von denen jedes in schräg aufsteigender Linie ca. 36 in Führungen f gleitende Buchstabenplatten ί (ein ganzes Alphabet), aus Blech oder anderem soliden Material gefertigt, enthält. Die Anzahl der Schiffchen sowie die Anzahl der in denselben gleitenden Platten kann in jedem besonderen Falle bei der Verwendung der Maschine für den Unterricht vermehrt oder vermindert werden.
Die Längswände der Schiffchen, welche die Führungen f für die Buchstabenplatten enthalten, sind nach oben kaum merklich zugeschrägt, so dafs also oben eine kaum bemerkbare Verengung vorhanden ist. Die Buchstabenplatten t sind dagegen theilweise nach unten kaum merkbar zugeschrägt, so dafs sie nur im oberen Ende der Führungen leicht klemmen, während der über diese Führungen hinausragende kurze Theil der Platten nach oben zugeschrägt ist. Beim geringsten Druck wird nun jeder beliebige Buchstabe, welcher vermittelst Schiffchenführung über die Schlitzplatte ο gebracht ist, leicht und sicher in das unter dem Schlitz 0 befindliche Laufrähmchen r fallen. Zur Vermeidung eines beim Gebrauch der Maschine etwa entstehenden Geräusches können diese Laufrähmchen eine Einlage von Kork, Gummi oder sonstigem zweckentsprechenden Material enthalten. Ein kleines Stück der Buchstabenplatte verbleibt im Schiffchen, so dafs letzteres dadurch an seiner Stelle so lange festgehalten ist, bis die einzelnen Buchstabenplatten des gebildeten Wortes durch Heraufschnellen des Laufrähmchens wieder ganz
in ihre Schiffchen zurück bezw. in ihre frühere Lage gebracht werden, um sodann die Wortbildungen von neuem zu beginnen. Am unteren Ende der Buchstabenplatte befindet sich ein kleines Loch oder ein Schlitz, welcher jedoch beim Herunterfallen des Buchstabens in das Laufrähmchen, damit kein Durchscheinen des Hintergrundes stattfinden kann, event, keine Störung verursacht wird, von der vorderen, etwas vorstehenden Nase der Einschnittsbegrenzung verdeckt ist. Will man nun ein Wortbild zerreifsen, also einzelne Buchstaben wieder in ihre frühere Lage zurückbringen, so braucht man nur mit einem Stift den betreffenden Buchstaben im Loch oder Schlitz zu fassen und nach oben zu schnellen; derselbe wird sich dann in seiner alten Lage wieder eingeklemmt haben. Um beim Arbeiten des Schiffchens schnell und sicher den Schlitz ο der Platte ρ unter den zu fallenden Buchstaben zu wissen, können einfach zwischen den Schiffchen Visirstiftchen angebracht oder andere zweckentsprechende Vorrichtungen getroffen werden.
Die Buchstabenplatten, welche bei dieser Construction ungleiche Gröfse besitzen, stehen auf der schräg aufsteigenden Linie derart, dafs jeder Buchstabe ein kleines Stückchen über den .anderen. hervorragt, so dafs man kleine Buchstaben, welche mit den auf der Vorderseite befindlichen grofsen Buchstaben über-.einstimmen, leicht lesbar anbringen kann. Jede Buchstabenplatte ist auf beiden Seiten mit Buchstaben versehen.
Während nun Fig. ι bis 3 eine Wortbildung von oben aus stattfinden lassen, ist in Fig. 4 bis 6 eine Wortbildung von unten nach oben angeordnet. Bei dieser Construction kufen die 'Buchstabenschiffchen auf einer mit Geleisen versehenen Unterplatte. Unten sind die Schiffchen durch den schrägen Boden i abgeschlossen. Während erstgenannte Construction schräg aufsteigende Längswände der Schiffchen besitzt, sind bei der letzteren diese Wände geradegehend. Die Buchstabenplatten t haben sämmtlich gleiche Gröfse. Durch den schrägen Boden der Schiffchen erhält man auch hier schräg ansteigende Buchstaben. Der Lehrer erhält somit eine Gesammtübersicht der Buchstaben. Ueber den Buchstabenschiffchen befindet sich der Schlitz o, welcher auf der einen Seite durch das Führungsblech n, auf der anderen durch die Führungsbleche nl, je mit einem Schlitz w versehen, begrenzt ist. Die gewünschten' Buchstaben zur Wortbildung werden durch die Schiffchen bis zur Schlitzstelle ο gebracht, mit einem Stift in dem zu diesem Zweck oben angebrachten Loch gefafst und nach oben zwischen die Federn χ und die durch zwei Federny gespannte Druckleiste d geklemmt. Dieselbe geht auf der ganzen Länge durch, während die Federn χ nur je für einen Buchstaben dienen. Hat man nun durch Heraufziehen der Buchstabenplatten ein Wort gebildet, so kann man jeden einzelnen Buchstaben durch Druck auf den Knopf der entsprechenden Feder χ sofort lösen. Derselbe wird wieder in das Schiffchen zurückfallen. Bewegt man dagegen die Griffplatte d, so fallen auf einmal sämmtliche Buchstabenplatten, also ganze Wortbilder, in die Schiffchen zurück. Die ersteren werden nicht ganz heraus-. gezogen, sondern behalten noch etwas Führung im Schiffchen, wodurch dasselbe an der betreffenden Stelle festgehalten wird. Ueber den Federn χ und y liegt ein kleines Rähmchen r, vermittelst dessen Schlitzes die Buchstabenplatten nach der Aufwärtsbewegung in eine gerade Linie zu stehen kommen.
Die letztgenannte Construction läfst sich in einfacher Weise mit dem Katheder verbinden oder in dasselbe einsetzen.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Die Combination einer Reihe von fahr- oder sonst bewegbaren Buchstabenschiffchen b mit einer darunter befindlichen Platte p, in der ein Schlitz 0 angebracht ist, durch welchen die Buchstabenplatten t auf das Rähmchen r fallen und sich zum Wortbilde gestalten, sowie die Anordnung dieses Rähmchens r derart, dafs durch Emporschnellen desselben die Buchstaben sofort wieder in ihre Lage zurückgebracht
' werden.
2. Die nach der Vorderseite der Lesemaschine zu schräg aufsteigende Anordnung der in den Schiffchen b befindlichen Platten t, welche mit Buchstaben oder Ziffern, Bildern oder sonstigen Zeichen versehen sind, und zwar derartig, dafs die Maschine von ihrer Rückseite aus bedient werden mufs.
3. Die Fallvorrichtung der Buchstabenplatten t bezw. das Festhalten und Lösen derselben mittelst der Federn χ und y mit Druckleiste d und der darüber befindlichen Anschlagleiste r, mittelst welcher die Buchstaben oder sonstigen Zeichen in eine Linie zu stehen kommen.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT37198D Lesemaschine Expired - Lifetime DE37198C (de)

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Publication Number Publication Date
DE37198C true DE37198C (de)

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ID=312969

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Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT37198D Expired - Lifetime DE37198C (de) Lesemaschine

Country Status (1)

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DE (1) DE37198C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2636496A (en) * 1949-11-02 1953-04-28 Hollop Paul Card file

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2636496A (en) * 1949-11-02 1953-04-28 Hollop Paul Card file

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