DE370710C - Verfahren zur Herstellung eines wasserdichten Baustoffes - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines wasserdichten BaustoffesInfo
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Classifications
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- C04B28/00—Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements
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Description
- Verfahren zur Herstellung eines wasserdichten Baustoffes Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung eines wasserdichtem Baustoffes unter Verwendung eines Gemisches von Harz, wie z. B. Kolophonium, mit Hochofenschlacke. Es ist bereits bekannt, Harze, Paraffin u. dgl.@ Dichtungsmittel zur Herstellung. wasserdichter Belegschichten derart zu verwenden, .daß man .auf Gefäßwände oder andere Träger eine Schmelzmasse aus Paraffin oder Kolophonium aufträgt und erhitzt oder die Träger selbst erhitzt. Auch bei der Herstellung von, Kunststeinen, künstlichem Asphalt hat man Kolophonium oder eine chemische Verbindung von Kalk mit Kolophonium im Schmelzzustande als, Bindemittel benutzt. Bei diesen bekannten Verfahren der Imprägnierung der Baustoffemit Harzen. wird bezweckt, die porösen Stoffe zu füllen und dadurch wasserdicht zu machen. Diese Verfahren gehen auf Kosten der Porosität der Baustoffe.
- Gemäß Erfindung soll die Füllung der Poren vermieden und nur eine Umhüllung der einzelnen Baustoffteilchen bewirkt und dadurch Wasserdichtheit unter Erhaltung der Porosität erzielt werden.
- Zu dem Zweck werden porige Stoffe, -wie Hochofenschlacke mit Kolophonium auf das feinste vermahlen. Dabei werden die Schlakkenteilchen mit Kolophonium überzogen und wasserfest gemacht, ohne daß ein umständlicher Erhitzungsprozeß nötig ist. Dieses pulverartige feine HochofenschlackenJKolophönium-Gemisch wirdi dem Mörtel oder dem Mörtelbildner, wie z. B. Zement, Kalk u. dg1., unmittelbar zugesetzt. Im übrigen wird der so zugerichtete Baustoff in normaler Weise weiterverarbeitet, ohne daß es einer Erhitzung bedarf.
- Wohl hat man schon poröse Stoffe mit pulvrigem Bitumen kalt gemdscht. Dabei wird aber die Klebwirkung des Kolophoniums nicht derart ,gesteigert und ausgenutzt, daß eine innige Verbindung der Teilchen eintritt.
- Gemäß der vorliegenden Erfindung wird dieser Erfolg dadurch erreicht, daß man die Mischung von Harz und Träger wie Schlacke usw. fein vermahlt. Dadurch wird das Klebmittel auf das feinste in der Schlacke verteilt, während .das Schlackenkorn selbst frei liegt, und die Porosität des, Baustoffes erhalten.
- Dem Grundgemisch von Schlacke :mit Kolophonium kann noch Wasserglas zugesetzt und mit dem ,Gemisch vermahlen werden. Der Wasserglaszusatz kürzt die Abbindezeit .der verwendeten Schlacke ,ab und erhöht die Dichtigkeit und Festigkeit.
- Für bestimmte Zwecke kann man dem -Ge- misch von Hochofenschlacke mit Kolophonium und Wasserglas bei .der Vermahlung noch r bis 2 Prozent Salzsäure zusetzen, wodurch die in der Schlacke enthaltenen SehwefelVerbindungen in kürzester Zeit zersetzt und unschädlich .gemacht werden. Man erhält auf diese Weise ein Dichtungsmittel, das insbesondere für Betonbauzwecke und für Betonbehälter geeignet ist und sich durch Dichtigkeit und Festigkeit und Säurebeständigkeit auszeichnet.
- Die Dichtung bewährt sich besön d'ers bei starken Temperaturschwankungen, wie sie sich heim abwechselnden Erhitzen und Erkal,-tenlassen von Flüssigkeiten ergeben.
- Im allgemeinen wählt man ein Verhältnis von 6o Prozent Schlacke und d.o Prozent Kolophonium und setzt von diesem Gemisch vorteilhaft 5o bis 70 Prozent zu 3o bis 5o Prozent eines Zement-Sand-Gemisches üblicher Art. Dieses Trockengemisch kann auf der Baustelle noch mit einer Lösung von Wasserglas (etwa 10 bis 20 Prozent) verrührt werden.
- Bei der Verwendung des Dichtungsmittels zur Auskleidung von Behältern aus Beton empfiehlt es sich, ein Verhältnis von etwa d.o Prozent Schlacke und 6o Prozent Kolophonium zu wählen und dem Gemisch i bis Prozent rohe Salzsäure und etwa io bis 2o Prozent Wasserglaslösung zuzusetzen.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung eines «-asserdichten Baustoffes durch Zischen von Harz, z. B. Kolophonium; und Hochofenschlacke auf kaltem Wege, dadurch gekennzeichnet, daß die hZisch@ung fein vermahlen wird, um die Klebefähigkeit des Harzes zu erhöhen, und darauf als trockenes Erzeugnis in bekannter `''eise zu Zement oder Mörtel ,hinzugesetzt wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man dem Gemisch von Schlacke unrl Kolophonium Wasserglas zusetzt und das Ganze fein vermahlt.
- 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man dem Gemisch von Schlacke und! Kolophonium mit Wasserglas noch Salzsäure zusetzt und das Ganze fein vermahlt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP41700D DE370710C (de) | 1921-03-23 | 1921-03-23 | Verfahren zur Herstellung eines wasserdichten Baustoffes |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DEP41700D DE370710C (de) | 1921-03-23 | 1921-03-23 | Verfahren zur Herstellung eines wasserdichten Baustoffes |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE370710C true DE370710C (de) | 1923-03-06 |
Family
ID=7378021
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEP41700D Expired DE370710C (de) | 1921-03-23 | 1921-03-23 | Verfahren zur Herstellung eines wasserdichten Baustoffes |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE370710C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE740587C (de) * | 1939-11-26 | 1943-10-23 | M Van Delden & Co | Verfahren zur Herstellung eines Fussboden- oder Wandbelages |
| FR2427314A1 (fr) * | 1978-05-30 | 1979-12-28 | Viazzi Pierre | Procede pour la fabrication de beton cellulaire et nouveaux produits obtenus |
-
1921
- 1921-03-23 DE DEP41700D patent/DE370710C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE740587C (de) * | 1939-11-26 | 1943-10-23 | M Van Delden & Co | Verfahren zur Herstellung eines Fussboden- oder Wandbelages |
| FR2427314A1 (fr) * | 1978-05-30 | 1979-12-28 | Viazzi Pierre | Procede pour la fabrication de beton cellulaire et nouveaux produits obtenus |
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