DE37058C - Einrichtung zum selbstthätigen Oeffnen und Schliefsen der Ablafshähne von Dampfcylindern - Google Patents
Einrichtung zum selbstthätigen Oeffnen und Schliefsen der Ablafshähne von DampfcylindernInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01B—MACHINES OR ENGINES, IN GENERAL OR OF POSITIVE-DISPLACEMENT TYPE, e.g. STEAM ENGINES
- F01B25/00—Regulating, controlling or safety means
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- F01B2250/00—Accessories of steam engines; Arrangements or control devices of piston pumps, compressors without crank shafts or condensors for so far as they influence the functioning of the engines
- F01B2250/004—Devices for draining or idling of steam cylinders or for uncoupling piston and connecting rod
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 14: Dampfmaschinen.
Die Erfindung hat den Zweck, die Ablafshähne an Dampfcylindern durch einen selbstthätig
in Function tretenden Apparat zu öffnen und zu schliefsen, so dafs Unfälle ausgeschlossen
werden, die bei Dampfmaschinen nicht selten eintreten, wenn der damit betraute Maschinenwärter es verabsäumt hat, die Ablafshähne
zu öffnen, wenn die Maschine angehalten wird.
In Fig. .1, 2, · 3 und 4 ist C der Cylinder
und der Schieberkasten einer horizontalen Dampfmaschine mit den üblichen Ablafshähnen
D. In den Trägern 1 sind die Wellen 2, 3, 4 und 5 gelagert, von denen die
Welle 2 die Scheiben 6 und 7 trägt, welche durch den Riemen 8 getrieben werden, der
von der Kurbelwelle oder einem anderen in Bewegung befindlichen Theil der Maschine ausgeht.
In den Hohlkegel der Scheibe 6, Fig. 6, wird der Vollkegel 11 durch den Hebel 12
und die adjustirbare Feder 13 eingeprefst;. die
Spannung dieser Feder kann durch die Schraube 14 und Mutter 15 regulirt werden.
Will man die Reibung des Kegels 11 vermehren, so wird derselbe, wie in Fig. 6 dargestellt,
zweckmäfsig z. B. mit Leder bekleidet. Der Kegel 11 hat auf der äufseren Seite eine
Nabe 16, welche mit der Ringnuth 17 versehen ist, in welcher das Ende des Hebels 12
läuft. Der Kegel 11 kann auf der Welle 2 frei gleiten, sich dagegen nicht auf derselben
drehen, da er durch Keil 18 auf der Welle 2 gehalten wird. Die Welle 3 wird durch das ^
Zahnrad 20 getrieben, das mit dem Zahnrad 19 auf der Welle 2 in Eingriff steht, während die
Welle 4 durch die Kettenräder 21 und 22 und durch die Kette 23 von der Welle 3 aus
bewegt wird. Auf der Welle 5 endlich ist das Sperrrad 24 befestigt, auf dessen Nabe das
Zahnrad 25 sitzt, welches mit dem Zahnrad 26 auf der Welle 4 in Eingriff steht. Das Zahnrad
25 trägt die Sperrkegel 39, welche das Sperrrad 24 in Thätigkeit setzen. Es sind drei
solcher Sperrkegel vorhanden, damit einer stets mit dem Sperrrad auf der Welle 5 in Eingriff
ist. Die Stifte oder Anschläge 40 sollen verhindern, dafs die aufser Eingriff gekommenen
Sperrkegel zu weit herunterfallen. Die Anwendung des Sperrrades und der Sperrkegel
hat den Zweck, einen Bruch des Zahnradgetriebes zu verhindern, der durch das plötzliche
Anhalten des herabgehenden Gewichtes 28 eintreten könnte.
An der Welle 5 ist der Hebel 27 angebracht, Fig. ι und 2, welcher mittelst der
Stange 29 das Gewicht 28 trägt. Die Hebel 30 auf der Welle 5 sind durch Stangen 31
mit den Hebeln 32 der an dem Cylinder und Schieberkasten C oder an den Dampfröhren
angebrachten Ablafshähne verbunden. Sind diese Hähne D geschlossen, so wird die Bewegung
des Apparates durch die Stellschraube 37 in dem Hebel 38 angehalten, Fig. 5 und 6,
welche sich gegen den Träger 1 stützt, so dafs ein Gleiten in dem konischen Reibräderwerk
eintritt. Der Druck, welcher ausreicht, um die Lage des Zwischengetriebes und des Gewichtes
28 durch das Reibräder werk zu sichern, wird durch den Hebel 12 und die adjustirbare
Feder 13 geregelt, welche gestattet, dafs sich die Scheibe 6 mit dem Riemen 8 dreht.
Der Apparat wird durch den gewöhnlichen Regulator E selbstthätig regulirt, oder es ist
zu diesem Zwecke ein besonderer Regulator
vorgesehen, der mit dem Riemengabelhebel 33 durch die Stange 34 verbunden ist, die an der.
Hülse F des Regulators angreift. Die Riemengabel 35 und der Hebel 33 sind auf der
Welle 36 montirt, die in Lagern der Träger G und H läuft oder nach den Darstellungen
in Fig. 5 und 6 an den Trägern 1 durch Hängelager befestigt ist.
Die Wirkungsweise des beschriebenen Apparates ist. folgende: Hat die Maschine normale
oder nahezu normale Geschwindigkeit, so bewegt der Regulator E den Treibriemen 8 derart,
dafs er auf die Scheibe 6 und das hohlkonische Reibrad gebracht wird und vermöge
. der Reibung das Gewicht 28 allmälig hebt, zugleich die Ablafshähne D schliefsend. Die
Lage des Zwischengetriebes wird durch den Druck aufrecht erhalten, welcher auf den
Kegel 11 durch den Hebel 12 und die Feder
13 ausgeübt wird. Wird der Dampf ganz oder fast ganz abgesperrt, um die Maschine
abzustellen, und nimmt die Geschwindigkeit ab, so fällt die Hülse des Regulators E in der
Richtung des Pfeiles herab und hebt die Stange 34 und die Hebel 33 an, wodurch der
Riemen 8 mittelst der Riemengabel 35 auf die Scheibe 7 geschoben wird. Sobald der Riemen
8 nicht mehr auf der Scheibe 6 läuft, ist das Getriebe freigegeben, so dafs das Gewicht,
welches an der Welle 5 mittelst des Hebels 27, Fig. i, angreift, sinkt und die Welle 5 die
Hebel 30 mit ihren Verbindungen bewegt und die Ablafshähne D öffnet, bevor die Maschine
angehalten wird. In dieser Stellung bleiben die Hähne, bis der Riemen 8 durch den Regulator
E und die Riemengabel bei normaler Geschwindigkeit der Maschine wieder in die
frühere Lage gebracht wird. Um das Herabgehen des Gewichtes 28 zur richtigen Zeit,
d. h. wenn die Ablafshähne ganz geöffnet sind, anzuhalten, ist die Stange 29 mit einem Anschlag
36 ausgestattet, welcher gegen den Federbuffer γγ auf dem Arm 78 des Trägers J
schlägt.
Wird die Maschine wieder angelassen und hat sie ihre normale Geschwindigkeit nahezu
erlangt, so steigt der Regulator E und bewegt die Riemengabel, so dafs diese den Riemen 8
auf die Scheibe 6 bringt, worauf die Reibräder und das Zwischengetriebe in Bewegung
gesetzt werden und das Zahnrad 25 gedreht wird. Dadurch wirken die Sperrkegel 39 abwechselnd
auf das Sperrrad 24, bewegen die Welle 5 mit den Hebeln 30 und heben das Gewicht 28, so dafs dasselbe zum Oeffhen der
Ablafshähne wieder bereit ist.
Die in den Fig. 5 und 6 dargestellte Modification der Erfindung ist der durch die Fig. 1
bis 4 veranschaulichten ähnlich, nur ist die Rillenscheibe 41 anstatt des Hebels 27 vorgesehen.
Das Gewicht 28 ist mit der Rillenscheibe 41 durch Ketten oder Bänder in
passender Weise verbunden. Bei dieser Modification fällt das Gewicht 28 auf den auf dem
Fufsboden angebrachten Buffer 42 aus Gummi oder einem anderen elastischen Material. Auch
die Riemengabelanordnung ist der vorbeschriebenen ähnlich, mit der Ausnahme, dafs diese
von den Trägern 1 durch die Hängeeisen 43 getragen wird.
Die Wirkungsweise des in Fig. 7 dargestellten Apparates ist folgende: Der Riemengabelhebel
33 ist bei dieser Modification durch die Stange 34 mit dem Kugelschwimmer 44
verbunden, welcher durch das Fallen und Steigen des Wasserspiegels im Condensationstopf
45 bewegt wird. Hat die Maschine volle Geschwindigkeit, so steht das Wasser in dem
Topf 45 hoch, und der Kugelschwimmer sowie die Verbindungsglieder desselben mit der
Riemengabel haben die in der Figur durch volle Linien dargestellte Lage, so dafs der
Treibriemen 8 auf der Scheibe 6 läuft und die Ablafshähne D, wie vorbeschrieben, geschlossen
sind. Wird die Geschwindigkeit der Maschine geringer, so sinkt der Wasserspiegel
in dem Topf 45 und der Schwimmer 44, sowie die mit ihm verbundenen Theile nehmen
die punktirt. gezeichnete Lage ein, so dafs der Riemen -8 auf der Scheibe 7 läuft und die
Ablafshähne D geöffnet sind.
Mit Bezug auf die in den Fig. 8, 9 und 10 dargestellten Einrichtungen ist E der gewöhnliche
Centrifugalregulator, welcher durch die Stange G1 und den Hebel H1 mit der Welle K
verbunden ist, durch welche die Dampfabsperrung oder Bewegung des Drosselventils bewirkt
wird. Die feste Scheibe 6 sitzt auf der Welle 2, und in dem Lager 1 sind die Wellen 2 und 3
montirt. Die feste und lose Scheibe 6 und 7 sind auf der Welle 2 angebracht und werden
durch den Riemen 8 getrieben, der über die Scheibe 9 auf der Regulatorspindel geführt
wird. Die Welle 3 wird von der Welle 2 aus durch die Kegelräder 19 und 20 getrieben.
Die Welle 4 dagegen wird durch die Kettenräder 21 und 22 und die Kette 23 von
der Welle 3 aus in Bewegung gesetzt. Auf der Welle 5 ist das Sperrrad 24 befestigt, auf
dessen Nabe das Zahnrad .25 montirt ist, das mit dem Zahnrad 26 auf der Welle 4 in Eingriff
steht. Der Trieb 25 ist mit den Sperrkegeln. 39 ausgestattet und arbeitet in ähnlicher Weise, wie mit Bezug auf die Fig. 1
bis 6 dargelegt ist.
Wenn die Ablafshähne D geschlossen sind, so wird die Bewegung des Apparates durch
,die Adjustirschraube 37 in dem Hebel angehalten, weil dieser mit dem Lager 1 in Contact
kommt, wodurch ein, Gleiten zwischen der festen Scheibe 6 und dem Riemen 8 eintritt,
so dafs die erforderliche Reibung erzeugt wird,
Claims (3)
1. Das beschriebene Verfahren, die Ablafshähne oder -Ventile von Dampfmaschinen
dadurch in selbsttätiger Weise zu öffnen und zu schliefsen, dafs man sie mit einem
Gewicht oder mit einem Druckkolben verbindet , die, so lange die Maschine im
Gange ist, eine derartige Lage haben·, dafs die Hähne geschlossen bleiben, und die
durch ihre Bewegung diese Hähne öffnen, wenn die Maschine angehalten wird.
2. Bei Apparaten, welche eine Arbeitsweise nach dem unter 1. gekennzeichneten Verfahren
ermöglichen, die Verbindung des mit den Ablafshähnen verbundenen Gewichtes und eines Getriebes, an welchem
das Gewicht angreift, mit einem Treibriemen, der durch den Regulator derart umgelegt wird, dafs das die Schliefsung
der Hähne veranlassende Gewicht gehoben wird, wenn die Maschine in Thätigkeit ist,
während das Gewicht niedersinken kann, wenn die Maschine angehalten wird.
3. Bei Apparaten zum selbstthätigen Oeffnen und Schliefsen der Ablafshähne einer mit
Condensation arbeitenden Dampfmaschine die Verbindung eines mit den Hähnen verbundenen
Gewichtes oder Druckkolbens mit einem Schwimmer, welcher während des Betriebes der Maschine in gehobener
Lage die Hähne geschlossen hält, dagegen beim Anhalten der Maschine durch sein Sinken die Hähne öffnet.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE37058C true DE37058C (de) |
Family
ID=312839
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT37058D Expired - Lifetime DE37058C (de) | Einrichtung zum selbstthätigen Oeffnen und Schliefsen der Ablafshähne von Dampfcylindern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE37058C (de) |
-
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- DE DENDAT37058D patent/DE37058C/de not_active Expired - Lifetime
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