DE370282C - Verfahren zur Foerderung von schaufelbarem Massengut aller Art, wie Getreide usw., mittels Saug- oder Druckluft - Google Patents
Verfahren zur Foerderung von schaufelbarem Massengut aller Art, wie Getreide usw., mittels Saug- oder DruckluftInfo
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Description
- Verfahfen zur Förderung von schaufelbarem Massengut aller Art, wie Getreide usw., mittels Saug= oder Druckluft. Bei den bisherigen Einrichtungen zur pneumatischer Förderung von schaufelbarem Massengut, wie Getreide usw., ist eine sog. Bodenwanderung der aus dem Förderluftstrom sich absetzenden Mengen unvermeidlich, deren Ursachen z. B. bei Getreide auf .dem ungleichen Flugvermögen der einzelnen Körner sowie von Steinchen, Sand usw. infolge ihres Gewichtsunterschiedes oder ihrer Gestaltungsformen und dazu auf den selbst durch Ausgleichgefäße nicht vermeidbaren, großen Geschwindigkeitsschwankungen des Luftstromes beruht.
- Es war nicht erreichbar, daß :dias Fördergut durch einen möglichst gleichbleibenden Luftstrom förmlich schwebend durch die Rohrleitungen fortbewegt wird.
- Sowohl Kreiselpumpen als auch die bisher gebräuchlichen Kolbenpumpen erwiesen sich als ungeeignet für pneumatische Förderung.
- Als Kolbenpumpen verwendete man bisher großvolumige, verhältnismäßig langsam laufende Maschinen mit einem oder höchstenfalls zwei unter 9o° gekuppelten Kolben. Das große Luftvolumen und die geringe Zahl ider Hube in der Zeiteinheit (Stoßgröße und Stoßzahl,der Pumpen), ferner die - bei Kupplung unter 9o° - auf eine Umdrehung ungleichmäßig verteilten Luftstöße, bedingen nämlich auch trotz verwenideter Ausgleichgefäße außerordentliche Geschwindigkeitsschwankungen des Luftstromes und -damit auch des Fördergutes in der Rohrleitung. (Wird z. B. ein Weizenkorn von 3,5 qmm Querschnitt und 0,04 g mit einer Geschwindigkeit v - 1q. m/sek von der Luft getragen und sinkt infolge ider großen Schwankungen v unter Aden Wert 1q., so kann überhaupt nur ein stoßweises Fördern: zustande -kommen, und es erfolgt (dann fast nur reine Bodenwanderung.) Diese Umstände begünstigen also sowohl die Stärke der Bodenwanderung als auch ,das Tempo, in dem das am Boden des Rohreis liegende Fördergut (einer Sanddüne am Meere vergleichbar) unter dem Stoßwechsel wandert.
- Anderseits .wäre das Ideal der pneumatischen Förderung eine völlig gleichmäßige Geschwindigkeit oder Luft- und Materialbewegung in ;der Förderleitung, hervorgerufen .durch raschlaufende rotierende Pumpen, wenn die zu fördernden Stoffe völlig gleichmäßiges Flugvermögen hätten und außerdem niemals Sand, Staub und andere Beimengungen sich unter dem Fördergut befänden. So aber kommt es selbst bei Annahme einer volliständig gleichbleibenden Luftgeschwindigkeit in ,den dazu, @daß unter idem Einfluß -der Schwerkraft und,dies ungleichen Flug= vermögens edier einzelnen Körner und Bleimengungen allmählich immer mehr Gut aus dem Förderstrom niedersinkt, sich am Boden absetzt und sich hierdurch zu einer mehr und mehr zunehmenden Querschnittsverlagerung anstaut, fdi-e @dann förmlich wie eine Düse wirken muß. Sobald uber die hierdurch entstehende Druckdifferenz. vor und hinter der jeweiligen Anstaustelle groß genug geworden ist, dann erfolgt ein plötzliches Durchreißen des abgelagerten Körnerpfropfens, bis das Spiel an einer anderen Stelle wieder von neuem beginnt, so daß daher mindestens bei Anwesenheit von Sand usw. eine dauernd regelmäßige Förderung selbst bei regelmäßigster Luftleistung der Pumpen unmöglich ist.
- Diese sogenannte Bodenwanderung bewirkt aber nicht nur eine starke Abnutzung der Rohrleitung, sondern setzt auch die Leistung des Förderquerschnitts wesentlich herab und verlangt somit für gleiche Leistung einen größeren Kraftbedarf.
- Die Bodenwanderung ist also bei rotierenden Pumpen infolge der gleichbleibenden Geschwindigkeit der Luftförderung stets vorhanden; deren Beseitigung bildet aber - eine Erkenntnis, welche jedoch bisher in der Technik fehlte - eine sehr wichtige Voraussetzung, um zu günstigen Förder- und Kraftverhältnissen zu kommen.
- Es wurde daher zum Unterschied von beiden oben erwähnten Luftstromarten gesucht, einen Luftstrom mit möglichst vielen, rasch aber regelmäßig aufeinanderfolgenden, kleinen Geschwindigkeitsschwankungen zu erzielen, die gerade noch hinreichen, die sich aus dem Luftstrom ausscheidenden Teilchen so "zu beschleunigen, daß sie sich wieder geradlinig fortbewegen; mit anderen Worten, zu erreichen, daß dem Fördergut gar keine Zeit gelassen bleibt, seine kinetische Energie vollständig zu verlieren, also damit es sich als Bodenwanderung überhaupt nicht absetzen kann.
- Zur Erreichung dieses Zweckes besteht die vorliegende Erfindung nun darin, daß zur Hervorbringung solcher -kleiner, regelmäßig und rasch aufeinanderfol:gender Pulsationsbewegungen eine Vielkolbenpumpe angewandt wird, die aus mehreren - wenigstens drei -möglichst gleichmäßig auf eine Umdrehung verteilten Pumpenkolben besteht.
- Durch die Zeichnung sind zwei beispielsweise Ausführungen einer solchen Pumpenart in schematischen Darstellungen gezeigt, wovon zunächst Abb. i eine einreihige Nebeneinanderstellung von sieben Kolben in perspektivischer Ansicht zeigt. Hierbei sind die sieben Kolben samt Kolbenstangen mit a, die als Punktgelenk gezeichneten Kreuzköpfe mit b, die Kurbelstange mit c und die Kurbelwelle mit d bezeichnet. Zylinderwandungen, Ständer und sonstiges Zubehör sind weggelassen.
- Abb. z dagegen stellt in senkrechter Draufsicht ein Schema vor- fünf Kolben a in sternförmiger Anordnung derselben in einer zu einem Kurbelzapfen d senkrechten Ebene dar, wobei entweder der letztere feststeht und die Zylinder umlaufen oder die umz.-kehrte Anordnung getroffen wird. Auch hier sind wieder die Kreuzköpfe mit b und die Kurbelstange mit c bezeichnet.
- Ferner können beliebig viele solcher Pumpensätze auf ein und derselben Welle angeordnet werden, die unter sich in ihrer Arbeitsfolge gegeneinander versetzt sind, oder aber sie können auch auf verschiedenen `'Ve1-len sitzen, die miteinander gekuppelt, in gleichbleibendem Geschwindigkeitsverhältnis stehen.
- Durch ein solches Verfahren bzw. eine Einrichtung wird die ganze Förderung im Rohre gleichmäßiger, die Ausschleuderung unregelmäßiger Körper, wie gebrochene Körner, Sand, Staub und andere Beimengungen, werden- geringer, und die Bodenwanderung geht schlimmsten Falles in kleinen aber häufigen Dünenwellen gleichmäßig vor sich, ohne jemals .den Rohrquerschnitt nennenswert zu verlegen. Ferner bilden den Gewinn dieses Verfahrens oder dieser Pumpeneinrichtung eine Erhöhung der Leistung und eine Verminderung der Rohrabnutzung oder eine Herabsetzung des Kraftbedarfs für gleiche Leistung. Außer dem Vorzug einer viel günstigeren Wirkung für die pneumatische Förderung kommen bei diesem Verfahren oder bei dieser Art Mehrkolbenpumpe noch äußerst wichtige fabrikatorische Vorteile hinzu, nämlich eine nur sehr geringe Zahl der Todelle und ferner die Möglichkeit, in beliebiger räumlicher Ausdehnung mehrere gleichartige Aggregate neben- oder hintereinander anzuordnen, die durch einen oder mehrere Kurbelzapfen gesteuert werden.
Claims (1)
- PATENT-ANspRUcH Verfahren zur Förderung von schaufelbarem Massengut aller Art, wie Getreide usw., mittels Saug- oder Druckluft, dadurch .gekennzeichnet, daß ein möglichst gleichmäßiger, mit ganz geringen, aber häufigen Schwankungen der Luftgeschwindigkeit arbeitender Luftstrom zur An-"@endung kommt, der unter Vermeidung von Stoßausgleichsgefäßen durch eine Mehrzahl von Luftpumpen - wenigstens drei - erzeugt wird, bei denen die Kolben möglichst gleichmäßig auf eine UTmdrehung verteilt in beliebiger räumlicher Anordnung neben- oder hintereinander durch eine oder mehrere Kurbelzapfen gesteuert werden.
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Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|
| DE370282C true DE370282C (de) | 1925-03-11 |
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEK69734D Expired DE370282C (de) | 1919-08-05 | 1919-08-05 | Verfahren zur Foerderung von schaufelbarem Massengut aller Art, wie Getreide usw., mittels Saug- oder Druckluft |
Country Status (1)
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| DE (1) | DE370282C (de) |
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1919
- 1919-08-05 DE DEK69734D patent/DE370282C/de not_active Expired
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