DE849798C - Vorrichtung zum Feststellen der in Faserstoff-Aufschwemmungen enthaltenen unterschiedlichen Fasergruppen - Google Patents
Vorrichtung zum Feststellen der in Faserstoff-Aufschwemmungen enthaltenen unterschiedlichen FasergruppenInfo
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- D—TEXTILES; PAPER
- D21—PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
- D21G—CALENDERS; ACCESSORIES FOR PAPER-MAKING MACHINES
- D21G9/00—Other accessories for paper-making machines
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Description
- Vorrichtung zum Feststellen der in Faserstoff-Aufschwemmungen enthaltenen unterschiedlichen Fasergruppen Faserstoffe, wie sie z. B. zur Herstellung von Papier verwendet werden, bestehen meist nicht aus einheitlich gleichen Fasern, sondern aus solchen von unterschiedlicher Länge, Dicke und verschiedenem Aufschlußgrad. Je nach den herzustellenden Enderzeugnissen (Papier- und Pappensorten, Faserplatten usw.) sind die Faserstoffe in verschiedener Zusammenstellung nötig, z. B. in dem einen Falle mit einem höheren Anteil an sehr feinen Fasern und in dein anderen wieder mehr an kräftigen und langen Fasern. Die Feststellung der in einem Faserstoff enthaltenen Mengen der verschiedenen Anteile, welche tnit Fasergruppen bezeichnet werden. erfolgt meist mittels Handapparaten durch verschiedene Waschvorgänge über Siebgewebe bestimmter Maschenweiten. Die von dem Gewebe zurückgehaltenen Mengen an groben Fasern und die Mengen der durchgeschwemmten feinen Fasern werden dann nach dem Trocknen gewogen. Um zuverlässige Durchschnittswerte zu erhalten, werden in der Regel von einer Faserstoffprobe fünf solcher Waschungen vorgenommen. Vom Holzschliff, welcher den Hauptanteil zur Papierherstellung darstellt, sollen fünf Fasergruppen festgestellt werden, nämlich die Mengen an Splitter, Grobstoff, Faserstoff, Bindestoff und Mehlstoff, so daß für eine Stoffprobe fünfundzwanzig Prüfungen nötig sind. Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung, mit der sämtliche Fasergruppen eines Faserstoffs in einem einzigen Arbeitsgang festgestellt werden können. Dies ist erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß die für die unterschiedlichen Fasergruppen erforderlichen Trennsiebe von ,der gröbsten bis zur feinsten Maschenweite in der Strömungsrichtung der Faseraufschwemmung hintereinandergeschaltet und Mittel (z. B. Membran) vorgesehen sind, durch die die sich auf den Sieben ablagernden Faserschichten wiederholt aufgewirbelt werden. Letzteres ist nötig, damit die feinen Fasern, welche nur deshalb nicht sogleich durch das betreffende Sieb geschwemmt werden, weil sie der auf dem Sieb gebildeten gröberen Faserfilterschicht anhaften, schließlich doch durch das betreffende Sieb gelangen. Durch das wiederholte Aufwirbeln finden auch diese feinen Fasern Gelegenheit, durch das Sieb geschwemmt zu werden.
- Weitere Einzelheiten der Erfindung sind an Hand eines in der Zeichnung im senkrechten Schnitt dargestellten Ausführungsbeispiels beschrieben: Alle zur Aufteilung eines Faserstoffs in seine Fasergruppen benötigten Trennsiebe 5, 6, 7, 8 sind in einem gemeinsamen, z. B. stehenden Gehäuse untergebracht, das aus einzelnen Gehäuseteilen 3 zusammengesetzt ist in der Weise, daß auf dem Sockel i ein Untersatz 2 befestigt ist, auf den dann die Gehäuseteile 3 aufgesetzt werden. Zwischen die einzelnen Gehäuseteile 3 werden die Siebe 5 bis 8 eingelegt und mittels Gummiringen 9 abgedichtet. Alle Gehäuseteile 3 mit den dazwischenliegenden iSieben 5 bis 8 werden durch schnell lösbare Schrauben io zusammengehalten, die mit ihrem unteren Ende am Untersatz 2 angelenkt sind und mit ihrem oberen Ende in je eine Gabel eingelegt werden, die an einem auf das oberste Gehäusestück 3 aufgesetzten Einfülltrichter 4 angeordnet sind. burch die Zwischenböden 17 werden die Geh'äuseteile 3 in Kammern unterteilt. Diese Zwischenböden sind mit Durchlässen 22 und außermittig angeordneten sowie schräg liegenden Rohrstücken 18 versehen. Das durch die Teile 3 gebildete Gehäuse wird unten durch eine Gummimembran ii abgeschlossen, die mittels eines vom Motor 13 angetriebenen Kurbeltriebs 12 auf und ab bewegt werden kann.
- Die Faseraufschwemmung wird in bestimmter Menge in den Einfülltrichter 4 eingegossen, füllt die von den Gehäuseteilen 3 gebildeten Kammerräume aus und steigt in einem Ablaufrohr (Steigrohr) 14 hoch. Der Motor 13 wird alsdann in Betrieb gesetzt, und in den Einfülltrichter 4 wird mittels der Zulaufleitung 15 Wasser zugeleitet. Das den Apparat durchfließende Wasser tritt bei 16 aus. Beim Hochgehen der Membran i i erfolgt ein Zurückfließen durch die Siebe 5 bis 8 nach oben und damit jedesmal ein Auflockern bzw. Lösen der sich auf den Sieben ablagernden Faserschichten, die als Filter wirken, so daß auch die an den gröberen Fasern haftenden feinen Fasern wieder freigelegt und schließlich restlos durch das betreffende Sieb geschwemmt werden, soweit sie die entsprechende Feinheit haben. Die Wirkung wird erhöht durch ungleichmäßige, wirbelnde Strömungen. Zu deren Erzielung dienen die in die Zwischenböden außermittig und schräg eingelegten Rohrstücke 18. An Stelle dieser Rohrstücke können auch andere Einrichtungen, z. B. Leitwände u. dgl., Verwendung finden. Beim Herabgehen der l#-lembran i i erfolgt eine kräftige Nacllsaugwirkting. Zur Vermeidung des Zurücksaugens aus dem Ablaufrohr 14 ist die Rückschlagklappe icg eingebaut. Zur Regelung der Abflußinenge, also der Durchflußgeschwindigkeit, dient die einstellbare Drosselklappe 2o und zum Ablassen der Flüssigkeit nach Beendigung der Fasertrennung der Hahn 21. Damit die Flüssigkeit aus allen Kammern der Gehäuse 3 ganz abfließt, haben deren Böden kleine Löcher 22. Durch diese tritt während des pulsierenden Arbeitsgangs auch eine gewisse Menge der Faseraufschwemmung, die aber unwesentlich ist.
- Nach Ablassen der Flüssigkeit werden die Schrauben io gelöst, ausgeklappt und der Reihe nach die einzelnen Teile abgenommen, also zunächst der Einlauftrichter .4, sodann das erste Sieb 5, der erste Gehäuseteil 3 usw. Die auf den Sieben befindlichen Fasern werden mittels Filterpapiers und sonstiger geeigneter Stoffe von den Sieben abgegautscht, getrocknet und gewogen, wodurch die Anteile der Stoffmengen der einzelnen Gruppen festgestellt sind. Der fehlende Rest stellt den Anteil an ?Mehlstoff dar, der durch das feinste Sieb 8 hindurch- und mit dem hei 16 wegfließenden Wasser abgegangen ist.
Claims (7)
- PATEN TANSPPC,CI1E: i. Vorrichtung zum Feststellen .der in Faserstoff-Aufschwemmungen enthaltenen unterschiedlichen Fasergruppen, insbesondere für die Papierherstellung, dadurch gekennzeichnet, daß die für die unterschiedlichen Fasergruppen erforderlichen Trennsiebe (5 bis 8) von der gröbsten bis zur feinsten Maschenweite in der Strömungsrichtung der Faserstoff-Aufschwemmung hintereinandergeschaltet und Mittel (z. B. Membran i i) vorgesehen sind, durch die die sich auf den Sieben ablagernden Faserschichten wiederholt aufgewirbelt werden.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß alle Siebe (5 bis 8) in einem gemeinsamen, z. B. stellenden Gehäuse (3, 3, 3) untergebracht sind, das außer durch die Siebe (5 bis 8) durch feste, mit Durchlässen (22 und 18) für die Flüssigkeit versehene Zwischenböden (17) in Kammern unterteilt ist.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse aus einzelnen Teilen (3) zusammengesetzt ist, zwischen denen die Trennsiebe (5 bis 8) mit Abdichtungen (9) eingelegt sind, und die durch Spannmittel (Schrauben io) zusammengehalten werden.
- 4.. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das :1uf@@irl>cln der Faserschichten auf den Treiiilsiehen (5 bis 8) durch Rückstromstöße der Flüssigkeit erfolgt, die durch eine Membran (i i), Kolben, Druckluft od. dgl. erzeugt werden.
- 5. Vorrichtung nach den Ansprüchen i bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Membran (i i) den Boden des allen Sieben (5 bis 8) gemeinsainen (@eh@iuses (3, 3, 3) bildet und zur Erzeuguug der Rückstromstöße z. B, durch einen Motor (13) angetrieben ist.
- 6. Vorrichtung nach den Ansprüchen i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Faseraufsch@@emmung in den einzelnen von den Gehäuseteilen (3) gebildeten Kammern durch besondere Ablen'keinrichtungen (Rohre 18) von der axialen Strömung abgelenkt wird.
- 7. Vorrichtung nach den Ansprüchen i bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß in derAustrittsleitung (Steigleitung 14) des die Trennsiebe (5 1)is 8) enthaltenden Gehäuses (3, 3, 3) eine I-,'iicksclilagklappe (ig) angeordnet ist, die sich 1)eiin Rückstromstoß schließt. e. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zur Regelung der Menge der die Vorrichtung durchströmenden Faseraufscliweminung ein Regelorgan (Drosselklappe 20) in der Austrittsleitung (14) vorgesehen ist.
Priority Applications (1)
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| DE849798C true DE849798C (de) | 1952-09-18 |
Family
ID=7359068
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Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3268072A (en) * | 1962-04-24 | 1966-08-23 | Turners Asbestos Fibres Ltd | Method of and apparatus for classifying fibres by length |
| US3420372A (en) * | 1966-04-04 | 1969-01-07 | Roy L Wash | Sample washer |
| US4096058A (en) * | 1975-01-24 | 1978-06-20 | Bernard Francois Borie | Tensioning means for sifter |
| WO1979000530A1 (fr) * | 1978-01-19 | 1979-08-09 | Haindl Papier Gmbh | Dispositif de fractionnement de fibres |
-
1944
- 1944-10-03 DE DEP3835D patent/DE849798C/de not_active Expired
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| US4337150A (en) | 1978-01-19 | 1982-06-29 | Haindl Papier Gmbh | Fiber fractionating device |
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