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Einrichtung zur pneumatischen Förderung von schaufelbarem Massengut.
Bei den bisherigen Einrichtungen zur pneumatischen Förderung von schaufelbarem Massengut, wie Getreide usw., ist eine sogenannte Bodenwanderung der aus dem Förderluftstrom sich absetzenden Menge unvermeidlich, deren Ursachen z. B. bei Getreide auf dem ungleichen Flugvermögen der einzelnen Körner, sowie von Steinchen, Sand usw. infolge ihres Gewichtsunterschiedes oder ihrer Gestaltungsformen
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dass das gesamte Fördergut durch denen möglichst gleichbleibenden Luftstrom förmlich schwebend durch die Rohrleitung fortbewegt wird. Sowohl Kreiselpumpen als auch die bisher gebräuchlichen Kolbenpumpen erwiesen sieh als wenig geeignet für das Ideal der pneumatischen Förderung.
Diese sogenannte
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Leistung des Förderquerschnittes wesentlich herab und verlangt somit für gleiche Leistung einen grösseren Kraftbedarf.
Es wurde daher gesucht, einen Luftstrom mit möglichst vielen rasch, aber regelmässig aufeinanderfolgenden kleinen Geschwindigkeitsschwankungen zu erzielen, die gerade noch hinreichen, die sich aus dem Luftstrom ausscheidenden Teilchen so zu beschleunigen, dass sie sich wieder gradlinig fortbewegen ; mit anderen Worten, um schon zunächst die Menge der aus dem Förderstrom ausgeschleuderten, zu Boden sinkenden Teile zu verringern und gleichzeitig die Beseitigung der Bodenwanderung, soweit eine solche noch stattgefunden hat, durch kleine regelmässige Wellen zu erreichen.
Zur Erreichung dieses Zieles besteht nun die Erfindung darin, dass das Fördermaterial durch kleine, regelmässig und rasch aufeinanderfolgende Pulsationsbewegungen fortbewegt wird, und sie besteht darin,
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sammeln, um dann mittels einer Reguliervorrichtung. wie z. B. durch ein Luftzellenrad oder durch besondere Ventile, den nachteiligen Förderstrom in einen gleichmässig rasch pulsierenden Luftstrom gleich dem der erwähnten Vie1kolbenpumpen zu verwandeln.
Durch beiliegende Zeichnung sind einige beispielsweise Ausführungen solcher Luftstromerzeuger in schematischen Darstellungen veranschaulicht. Fig. 1 zeigt eine Nebeneinanderstellung von 7 Kolben einer Vielkolbenpumpe in perspektivischer Ansicht, wobei dieselben samt den Kolbenstangen mit a,
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bezeichnet sind. Zylinderwandungen, Ständer und sonstiges Zubehör sind weggelassen. Fig. 2 dagegen stellt in senkrechter Draufsicht ein Schema von 5 Kolben a in sternförmiger Anordnung derselben in einer zu einem Kurbelzapfen d senkrechten Ebene dar, wobei entweder der letztere feststeht und die Zylinder umlaufen, oder die umgekehrte Anoranung getroffen wird. Auch hier sind wieder die Kreuzköpfe mit b und die Kurbelstangen mit c bezeichnet.
Ferner können auch viele solcher Pumpensätze auf ein und derselben Welle angeordnet werden, die unter sich in ihrer Arbeitsfolge gegeneinander versetzt sind, oder aber sie können auch auf verschiedenen Wellen sitzen, die miteinander gekuppelt in gleichbleibendem Geschwindigkeitsverhältnis stehen.
Fig. 3 und 4 zeigen sodann die erwähnte Einrichtung in Form eines Stossreglers, wobei dieser z. B.
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kann. Hiebei ist dieses Luftzellenrad mit e bezeichnet, an welches sich der Behälter l'zum Ausgleich der Stösse (Stossausgleichgefäss) nach Art eines Windkessels anschliesst. Die Kolbenpumpe ist mit g bezeichnet, die Saugleitung mit h und die Druckleitung mit i. Durch Verkleinerung (Einbauten) der Zellenhohlräume wird die Stossgrösse und durch Änderung der Umlaufzahl wird die Stosszahl auf die jeweils vorliegende Leitung und das zu fördernde Gut genau abgestimmt. Nach Fig. 4 ist ein solcher Stossregler dagegen als Ventil ausgebildet.
Bei diesem Beispiele braucht der Ventilkegel oder Ventilteller beim Durchgang durch den Ventilsitz l nicht zu dichten, sondern die Luft nur zu drosseln. Hiebei wird durch die Verstellung des Ventilhubs die Stossgrösse der Luft geregelt. Der Ventilkegel wird durch die Ventilspindel m, die Schubstange n und die Kurbel o, die in Verbindung mit der Riemenscheibe p ist, mittels dieses Kurbelmechanismus durch den Ventilsitz hindurch auf und ab bewegt.
Durch das Verfahren, um das es sich hier handelt, wird 1. die ganze Förderung in der Leitung gleichmässig, 2. die Aussehleuderung unregelmässiger Körper, wie gebrochene Körner, Sand, Staub und andere Beimengungen, werden geringer und 3. die Bodenwanderung geht dann nur mehr in kleinen, aber häufigen Dünenwellen gleichmässig vor sich, ohne jemals den Rohrquerschnitt nennenswert zu verlegen. Ferner bilden den Gewinn dieses Verfahrens bzw. dieser Pumpeneinriehtung eine Erhöhung der Leistung überhaupt, eine Verminderung der Rohrabniitzung und eine Herabsetzung des Kraftbedarfes für gleiche Leistung.
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aus der Art der zur Ausübung des Verfahrens erwähnten Einrichtungen entspringen.
So z. B. besteht bei einer Vielkolbenpumpe der äusserst wichtige fabrikatorische Vorteil, dass nur mehr eine sehr geringe Zahl von Modellen der Pumpe (in bezug auf Grösse usw. ) nötig ist, und ferner die Möglichkeit, in beliebiger räumlicher Ausdehnung mehrere gleichartige Aggregate neben-oder hinter einander anzuordnen, die durch einen oder mehrere Kurbelzapfen gesteuert werden.
Und infolge der Art der Stossregler wird dann der ebenfalls sehr namhatte Vorteil erzieit, dass es bei bereits bestehenden Förderanlagen ermöglicht wird, den Stossregler dazu noch nachträglich einfügen zu können, also dass dadurch ohne Wechsel der teueren, ungeeigneten, grossvolumigen und langsam laufenden Ein-oder höchstens Zweizylinderpumpen wesentlich günstigere Betliebsergebnisse erzielt werden können, wie sie infolge der ungünstigen Dimensionen der Luftpumpe sonst nicht zu erreichen sind.
PATENT-ANSPRÜCHE :
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Saug-oder Druckluft, dadurch gekennzeichnet, dass die für die Förderleistung, den Kraftbedarf und den Rohrverschleiss günstige Bewegung durch einen mit ganz geringen, aber häufigen, raschen und regelmässigen Schwankungen (Pulsationsbewegungen) arbeitenden Luftstrom durch eine Mehrzahl von Luftpumpen-wenigstens drei-bewirkt wird, bei denen die Kolben möglichst gleichmässig auf eine Umdrehung verteilt sind und durch einen oder mehrere Kurbelzapfen gesteuert werden.