DE36971C - Neuerung an Rauhmaschinen - Google Patents
Neuerung an RauhmaschinenInfo
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- D06C—FINISHING, DRESSING, TENTERING OR STRETCHING TEXTILE FABRICS
- D06C11/00—Teasing, napping or otherwise roughening or raising pile of textile fabrics
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Treatment Of Fiber Materials (AREA)
Description
KÄfÖERLICHES
.PATENTAMT.
KLASSE 8: Bleichen, Färben, Zeugdruck
Die Neuerung, welche- den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet, lä'fst sich besonders
an solchen Rauhmaschinen anbringen, bei welchen eine Trommel vorhanden ist, die mit kleinen beweglichen Kardenwalzen von
veränderlicher Energie besetzt ist.
Die Kardenwalzen dieser Rauhmaschinen werden bisher mit Bremsrollen versehen, deren
Durchmesser gleich demjenigen der mit den Karden besetzten Walzen ist; hieraus folgt,
dafs bei den Rauhmaschinen, bei welchen die Energie der Karden durch eine Differentialbewegung
geregelt wird, das Minimum von Energie der Maschine erhalten wird, indem man die obere Welle, welche die Bremsriemen
beeinflufst, anhält, d. h. indem man die letzteren unbeweglich macht.
Bei den Rauhmaschinen, welche auf der einen Seite der Trommel mit Bremsriemen
und auf der anderen Seite der Trommel mit Treibriemen versehen sind, wird das Minimum
von Energie dadurch erhalten, dafs man den Treibriemen fest anzieht.
Sowohl bei dem einen als auch bei dem anderen System-ist, nachdem der Riemen ganz
fest angezogen, und zwar weil der Durchmesser der Bremsrollen gleich dem äufseren
Durchmesser der Karde, die Rückwärtsbewegung der Karden gleich der Vorwärtsbewegung
der Trommel, so dafs ein Rauhen nicht stattfindet.
Die Kraft, mit welcher die Karden rauhen, wird dann dadurch geregelt, dafs man die
Riemen' mehr oder weniger schnell in der Richtung der Drehbewegung der Trommel vorrücken läfst: Man benutzt zu diesem Zweck
eine Stufenscheibe mit vier oder fünf Stufen, um den Bremsriemen vier oder fünf mehr
oder weniger grofse Geschwindigkeiten zu geben.
Bei der vorliegenden Maschine haben die Bremsrollen (s. Fig. 1 der beiliegenden Zeichnung)
einen gröfseren Durchmesser als die Kardenwalzen; der Durchmesser der Rollen ist so grofs wie möglich gewählt, d. h. so berechnet, dafs die Bremsrollen der Kardenwalzen
a a a, sobald die letzteren auf der Trommel montirt sind, einander nahezu berühren.
Um den Durchmesser der Bremsrollen der Arbeiter α vergröfsern zu können,
sind die Flantschen der Bremsrollen bei jedem zweiten Arbeiter fortgelassen, Fig. 1 bls, so dafs
jeder freie Raum ausgenutzt wird.
Wenn die Rauhtrommel in dieser Weise construirt ist, so ist der Durchmesser der Bremstrommel
um ungefähr Y3 gröfser als derjenige der Arbeiterwalzen.
Hieraus ergiebt sich Folgendes:
Wenn die Riemen fest angezogen sind, wie bei der alten Maschine, so rauhen die Karden
auf ungefähr 30 pCt. des Umfanges der Trommel, wodurch ein Grad von Kraft erzielt wird,
der beinahe gleich dem durch die gröfste Geschwindigkeit der Stufenscheiben der alten Maschine
erlangten ist.
Soll diese Energie vermehrt werden, so läfst man die Riemen in der Richtung der Drehbewegung
der Trommel vorwärts gehen. Zwei zusammenarbeitende Stufenscheiben mit fünf verschiedenen Stufen ermöglichen also, fünf
verschiedene Grade von allmälig zunehmender Energie zu erhalten. Soll die Energie der
Maschine verringert werden, so wird die Be-
wegung umgekehrt, d. h. die Bremsriemen be^
wegen sich entgegengesetzt der Richtung der Drehbewegung der Trommel und man erhält
auf diese Weise durch eine einfache Kreuzung des Riemens der Stufenscheiben oder Konen
fünf neue Grade von allmälig abnehmender Kraft. Bei der kleinsten Kraft bei der umgekehrten
Bewegung, welche den Graden der Konen für die gröfste Kraft bei der directen Bewegung entspricht, haben die Kardenwalzen
eine Rückwärtsbewegung, welche gleich ist der Vorwärtsbewegung der Trommel.
Mit den Konen mit fünf Abstufungen erhalten wir demnach zehn Grade von verschiedener
Kraft, ohne den Grad von mittlerer Energie mitzuzählen, welcher durch das Anhalten
der Konen und der Bremsriemen erlangt wird, wobei die Maschine nach Belieben mit directer oder mit umgekehrter Bewegung
in Gang gesetzt werden kann.
Ein anderer Vonheil ist der, dafs den Riemen eine viel gröfsere Wirksamkeit als bei den alten
Maschinen gesichert ist, weil die durch die Riemen übertragene Kraft auf einen viel gröfseren
Hebelarm als denjenigen des Widerstandes wirkt; es folgt hieraus, dafs die Nutzleistung der
Riemen bei Bremsrollen von gleicher Breite in hohem Mafse vermehrt und ein Gleiten der
Riemen verhindert' wird. Wir erhalten folglich in der Praxis eine theoretische Regulirung,
welche wir bisher nicht ausführen konnten, weil es unmöglich war, das Gleiten der Riemen
auf den Bremsrollen zu verhüten.
Damit aber die auf diese Weise erhöhte Wirkung der Bremsriemen wohl zur Geltung
kommen kann, ist es nothwendig, die Achslager der Kardenwalzen mit einer guten Schmiervorrichtung zu versehen, welche ein
Erhitzen und Festsetzen der Walzen und dadurch erzeugtes ungleichmäfsiges Rauhen verhindert.
Eine gute Schmierung der Walzenachsen wird dadurch erreicht, dafs man auf - den Naben der den Walzen als Lager dienenden
Kränze Oelreservoire As, Fig. 2 und 3, anordnet,
welche den einzelnen Achsen D das OeI durch in die Speichen eingelegte Dochte
zuführen.
Da es meistentheils vorkommt, dafs die Bremsriemen sich nach Verlauf von zwei oder
drei Arbeitstagen verlängern, so ist, um das Nachspannen der Riemen automatisch zu bewirken
, ein Spannungsregulator angeordnet, welcher aus einem um g drehbaren Hebel A
besteht, Fig. 1, der auf der einen Seite eine Rolle B und auf der anderen Seite ein Gegengewicht C
trägt. Der Grad der Spannung wird durch Verschieben des Gegengewichtes C regulirt.
Wenn die Spannrolle -B infolge der Verlängerung des Riemens das Bremsrad P berührt, so
hebt' man die Welle des letzteren mit Hülfe von Regulirschrauben oder man verkürzt den
Riemen, wenn dies nöthig ist. EE1, Fig. 1,
sind zwei Leitrollen für den. Bremsriemen.
Um die Wirkung der Bremsriemen noch zu unterstützen, kann man eventuell innerhalb der
Rauhtrommel einen oder mehrere Bremsringe F, Fig. i, anordnen, welche aus einer mit Leder
bezogenen Blattfeder von der Breite der Rollen der Arbeiterwalzen besteht. Dieser Bremsring F
wird durch seine eigene Federkraft gegen die Kardenwalzen geprefst. Die Spannung kann
durch eine Regulirschraube ν regulirt werden.
An Stelle der inneren Bremsringe können wir auch andere Vorrichtungen anwenden,
welche dieselbe Wirkung hervorbringen, z. B. Scheiben mit Spiralfedern oder solche mit
Ringen li. s. w., wie die Kolben der Dampfmaschinen,
versehen; das wesentliche Kennzeichen dieser Einrichtung ist der innere Lederriemen,
dessen Adhäsion man nach Belieben reguliren kann.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Um bei Rauhmaschinen mit rotirenden Kardenwalzen und mit veränderlicher Wirkung den Bremsriemen eine erhöhte Wirkungsfähigkeit zu ertheilen, die Anwendung von Bremsrollen, deren Durchmesser ungefähr um 1J3 gröfser ist als der' Durchmesser der Kardenwalzen, wobei die Wirkung noch durch von innen gegen die Kardenwalzen federnd angeprefste Lederriemen F unterstützt werden kann, während eine durch einen belasteten Hebel angedrückte Spannrolle B die Spannung des Bremsriemens selbstthätig regulirt.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE36971C true DE36971C (de) |
Family
ID=312756
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT36971D Expired - Lifetime DE36971C (de) | Neuerung an Rauhmaschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE36971C (de) |
-
0
- DE DENDAT36971D patent/DE36971C/de not_active Expired - Lifetime
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