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Kühlvorrichtung.
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Zusatz zum Patent 34848oil Bei der Einrichtung nach dem Hauptpatent,
welche dazu dient, die bei der Herstellung von Gummiwaren und ähnlichen Artikeln
durch Verdampfung in lufterfüllten Räumen frei werdenden Lösungsmittel durch Kondensieren
an den Oberflächen von besonders ausgebildeten Kiihlelementen wiederzugewinnen,
sind diese Kühlkörper in Nebenräumen der Arbeitskammern angebracht, in denen die
Lösungsmittel zur Verdampfung gebracht werden. Der Zweck dieser Anordnung, welcher
vorzugsweise durch Anbringen von Absperrschiebern angestrebt wird, mittels deren
die Kondensationskammern während des Öffnens der Arbeitskammern nach außen zeitweilig
abgesperrt werden, läßt sich zwar bei der im Hauptpatent beschriebenen Einrichtung
im allgemeinen erreichen, indessen wird die Wirkung der Kondensationskorper bei
dieser Anordnung durch ihre vergrößerte Entfernung von den Verdampfungsstellen im
Arbeitsraum abgeschwächt, zumal die mit leicht kondensierbaren Dämpfen stark beladene
Luft des Arbeitsraumes hierbei die Kühlkörper nicht unmittelbar, sondern erst nach
verdünnender Durchmischung mit bereits auskondensierten Luftmengen erreicht.
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Um dies zu vermeiden, sind nach vorliegen der Erfindung die die Kühlkörper
enthaltenden Kammern durch Scheidewände von dem Arbeitsraum getrennt, welche so
ausgebildet sind, daß die Bewegung der den Kühlkörpern zum Auskondensieren zugeleiteten
Luftdampfgemenge zwangläufig längs der Kühlkörper abwärts geführt wird. Für die
Zwangläufigkeit der Bewegung wird dabei zweckmäßig nicht nur die Abkühlwirkung der
Kühlkörper selbst, sondern auch die entgegengerichtete Auftriebswirkung von Heizflächen
nutzbar gemacht, die die zum Bilden der wiederzugewinnenden Dämpfe nötige Verdampfungswärme
liefern müssen.
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-Auf der Zeichnung ist die Vorrichtung in Abb. I in Seitenansicht,
in Abt. 2 in einem senkrechten Querschnitt dargestellt.
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Wie bei der Einrichtung nach dem Hauptpatent sind die Nebenkammern,
in denen die Kühlkörper F1 bzw. F2 untergebracht sind, teils oberhalb, teils unterhalb
des Arbeitsraumes M angeordnet, und zwar liegen die tief angeordneten Kühlräume
vorzugsweise zu beiden Seiten der unteren, mittels Klapptüren C abzuschließenden,
unteren Beschickungsöff nungB, welche beispielsweise zum Einführen des Lösungskastens,
in welchen Warenformen auf einem Gestell - im Innern des Verdampfungsraumes zeitweilig
getaucht werden, dient.
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Die obere Kondensationskammer ist ebenfalls vorzugsweise symmetrisch
geteilt durch einen mittleren Auftriebskanal A, in dessem unteren Teil auch Heizröhren
pl angeordnet werden können. Die Scheidewände N, welche
diesen Auftriebskanal
von den beiderseits daneben angeordneten KühlräumenAl trennen, sind bis nahe der
oberen Abschlußwand dieser Kammern emporgeführt, lassen hier jedoch bei a einen
hinreichenden Raum zum tbertritt des aufsteigenden Luftstromes in die beiden Seitenkammern
frei.
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Unterhalb der KühlkörperF1, welche beispielsweise jeder für sich
in einer besonderen, oben und unten offenen Kammer angeordnet sind, schließen sich
an diese Verbindungskanäle o an, welche zu beiden Seiten des Arbeitsraumes M bis
zum Boden der unteren Kühlkammern A2 abwärts reichen. Diese Kühlkammern sind durch
eine ebenfalls bis nahe zu ihrem Boden reichende Zwischenwand Z in zwei Teile geteilt.
In den inneren Räumen liegen die KuhlkörperF2, in jedem der äußeren vorzugsweise
einige Heizröhren p2. Die die Kühlkammern A2 vom Arbeitsraum M abteilenden Wände
sind oberhalb der Klapptüren C und auch oberhalb der Mündungen der die Heizröhren
p2 enthaltenden Steigekanäle mit Durchbrechungen dl, d2 versehen.
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Die in demArbeitsraumM aus demArbeitsgut sich entwickelnden Dämpfe
scheiden sich in solche, welche wie diejenigen des Benzins, abwärts sinken, und
solche, welche, wie Benzoldämpfe, aufwärts steigen. Die letzteren gelangen, gegebenenfalls
unter Mitwirkung der Auftriebswirkung der Heizkörper pt, durch den Auftriebskanal
A in die oberen Kühlräume A1 und werden an den Kühlkörpern F1 verdichtet. Das Kondensat
wird in bekannter Weise in den Rinnen der Kühikörper gesammelt und aus dem Apparat
herausgeführt. Die die Dämpfe begleitende Luft fällt vermöge der durch die Kühlkörper
erteilten Abkühlung durch die Kanäle o bis zum Boden der unteren Kühiräume A2, gelangt
in den Bereich der Heizkörper p2 und steigt, von diesen erwärmt, durch deren Auftriebskanal
und die Offnungen d2 wieder in den Arbeitsraum M.
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Die mit schweren Dämpfen beladene Luft fällt durch die Öffnungen
dl den unteren Kühlkammern A2 zu und gelangt nach dem Auskondensieren der Dämpfe
längs der Kühlkörper F2 ebenfalls in den Auftriebskanal der Heizkörperp2, durch
den sie im Kreislauf wieder in den Arbeitsraum M zurückgelangen.
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Die oberen Kühlkammern 171. können durch Schieber sowohl vom Arbeitsraum
als auch von den Anschlußkanälen o abgesperrt werden.
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Indessen ist diese Absperrung hierbei nicht unbedingt notwendig, weil
die Scheidewände N das freie Hinzutreten von nicht' mit Dämpfen beladener Luft zu
den Kondensationsflächen der Kühlkörper 171 und die damit verbundene Rückverdampfung
praktisch unmöglich machen. Die Zirkulationsbewegung durch die Kanäle o hat hierbei
unter Umständen ebenfalls keine in erheblichem Maße schädliche Wirdkung.