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Tretkurbeläntrieb für ein Zweirad. Kinderzweiräder, die so niedrig
gebaut sind, daß der Fahrende den Boden mit den Füßen berühren kann, ohne seine
Haltung auf dem Sitze zu verändern, sind bekannt. Es ist auch schon vorgeschlagen
worden, den Schwerpunkt des Fährzeuges unter die Verbindungslinie der Radmittelpunkte
zu legen. Wenn durch diese Maßnahmen auch das Halten des Gleichgewichtes erleichtert
wird, so bietet die Benutzung eines solchen Gerätes dennoch ängstlichen und
besonders
ungeschickten Kindern gewisse Schwierigkeiten.
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Es sind ferner bereits Dreiräder bekannt geworden, welche mit einfachen
Mitteln in Zweiräder verwandelt werden können. Jedoch handelt es sich hierbei um
solche Fahrräder, bei welchen die Tretkurbeln unmittelbar mit der Vorderradachse
verbunden sind.
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Die Erfindung bezweckt nun, Kinderzweiräder, die von einer besonderen
Tretkurbel aus mittels Riemenübertragung durch das Hinterrad angetrieben werden,
mit wenigen Handgriffen unter Verwendung des vorhandenen Hinterrades in ein Dreirad
zu verwandeln.
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Das neue Kinderfahrrad kennzeichnet sich dadurch, daß das mit dem
Triebrad verbundene angetriebene Laufrad unter Verwendung =einer entsprechend längeren
Achse außerhalb des Rahmens frei tragend auf dieser Achse angebracht und die treibende
Riemenscheibe auf der Kurbelwelle verschieblich angeordnet wird.
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Auf der Zeichnung ist eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes
beispielsweise dargestellt. -.
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Abb. i zeigt das neue Kinderfahrrad in der Seitenansicht. ' - Abb.
2 stellt es in der Draufsicht als Zweirad dar. Aus Abb.3 ist ersichtlich, wie das
Zweirad in ein Dreirad umgebaut worden ist.
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Das hintere Ende des Hauptbalkens i geht in die beiden Gabelarme ja
über, in denen mittels der Achse 1q. (Abb. a) das mit dem Triebrad 6 verbundene
angetriebene Laufrad 3 drehbar angeordnet ist. Das vordere Ende des Balkens i ist
verstärkt und trägt eine Bohrung 18. Durch einen von Hand herausnehmbaren Zapfen
17 ist es in dem Zapfenlager 16 an der Vorderradgabel. 15 gelenkig befestigt. In
der Gabel 15 ist das vordere Laufrad 2 in bekannter Weise drehbar gelagert.
Die mit den Tretkurbeln 8 und 9 fest verbundene Kurbelwelle io ist in einer im Balken
i vorgesehenen Lagerbuchse drehbar, aber unverschieblich. angeordnet. Ein oder mehrere
Schmierlöcher sind vorgesehen und durch bekannte Schieber 12 verdeckt. Die Kurbelwelle
ragt auf der rechten Seite des Fahrrades um ein gewisses Stück heraus und trägt
auf dieser Strecke eine Nut ii, in welche eine Feder der treibenden Riemenscheibe
5 eingreift. Die Welle trägt an einer passenden Stelle eine Gewindebohrung für eine
Sicherungsschraube 13. Die Scheibe 5 ist mit dem Triebrad 6 des Hinterrades
durch einen Riemen 7 verbunden. Zwischen Hinterrad und Kurbelwelle ist in bekannter
Weise eine den verstellbaren Sattel tragende Säule q. ange-°bracht. Außer den beschriebenen
Teilen gehört zu diesem Fahrrade noch eine längere Hinterradachse iqa und ein drittes
Laufrad 311 (Abb.3).
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Soll das Kinderfahrrad als Zweirad benutzt werden, so nimmt die treibende
Riemenscheibe5 auf der Kurbelwelle io die aus der Abb. 2 ersichtliche Stellung ein.
Sie ist gegen Verschieben nach rechts gesichert durch die Schraube 13 oder
ein gleichwertiges Mittel. Das Laufrad 3 ist beim Zweirad in der Gabel ja so auf
die Achse 1q. gesetzt, daß die Riemenscheibe 6 sich auf der rechten Seite befindet.
Die Abmessungen sind so gewählt, daß ein gerader Riemenzug gesichert ist. Soll das
Zweirad in ein Dreirad verwandelt werden, so wird die Sicherungssehraube 13 entfernt,
die treibende Riemenscheibe 5 in die aus Abb. 3 ersichtliche Stellung verschoben
und wiederum. durch die Schraube 13 'gesichert. Das Laufrad 3 wird nach Entfernung
der Achse 1q. aus der Gabel ja genommen und auf die in die Gabel eingeführte Ersatzachse
iqa so aufgesetzt, wie Abb. 3 zeigt. Dadurch ist wieder ein gerader Riemenzug gewährleistet.
Das Hilfsrad 3a wird in bekannter Weise auf dem linken freien Ende der Achse iq.a
befestigt.
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Diese Achse kann auch als Welle ausgebildet sein. In dem Falle tragen
die Gabelenden Lagerbuchsen, und die Räder 3 und 3a sind auf die Welle i4.a gekeilt.
Auf kese Weise würden die beiden hinteren Laufräder angetrieben werden.