DE367174C - Vorrichtung zur phonographischen bzw. telephonographischen Aufnahme und Wiedergabe von Lauten in Verbindung mit einem kinematographischen Aufnahme- bzw. Vorfuehrungsapparat - Google Patents

Vorrichtung zur phonographischen bzw. telephonographischen Aufnahme und Wiedergabe von Lauten in Verbindung mit einem kinematographischen Aufnahme- bzw. Vorfuehrungsapparat

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DE367174C DEC30143D DEC0030143D DE367174C DE 367174 C DE367174 C DE 367174C DE C30143 D DEC30143 D DE C30143D DE C0030143 D DEC0030143 D DE C0030143D DE 367174 C DE367174 C DE 367174C
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Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur phonographischen bzw. telephonographischen Aufnahme und Wiedergabe von Lauten in Verbindung mit einem kinematographischen Aufnahme- bzw. Vorführungsapparat derjenigen Art," bei der die das Malteserkreuz der kinematographischen Maschine tragende bzw. antreibende Welle mechanisch abwechselnd mit den Antriebsvorrichtungen von zwei Phonogrammenträgern gekuppelt wird, wobei die Kupplung und Entkupplung des jeweiligen Phonogrammträgers derart bewirkt wird, daß sich das Spiel des abzuspielenden Phonogramms unmittelbar an das Spiel des abgespielten Phonogramms anschließt.
Das Wesen der Erfindung liegt in der besonderen Ausbildung einer derartigen Vorrichtung, die sich durch ihre Einfachheit und. Funktionssicherheit auszeichnet, und bei der zur Einkupplung des in Wirksamkeit tretenden Schallplattenträgers ein von der Antriebswelle des kinematographischen Apparates aus angetriebenes Schneckenrad benutzt wird, das auf seiner einen Stirnfläche mit einer Aussparung versehen ist, in die nach jeder vollständigen Umdrehung des Schneckenrades ein Hebel einfällt, dessen Bewegung die Kupplung des in Betrieb zu setzenden Schallplattenträgers bewirkt. Wesentlich für eine Vorrichtung nach der Erfindung ist weiterhin, daß durch die Bewegung des in die seitliche Aussparung der Schneckenradstirnfläche einfallenden Hebels gleichzeitig der Stromkreis für die zugehörige Schalldose geschlossen wird. Durch die Benutzung des Schnekkenrades zur Ein- und Auskupplung der Schallplattenträger ist es auch in einfacher Weise möglich, die Einrichtung so zu treffen, daß stets beim Ablaufen der einen Schallplatte die andere Platte an Tätigkeit gesetzt wird.
j Hierzu ist es nämlich erfindungsgemäß nur ' notwendig, daß die Anzahl der Zähne des sich bei jeder Umdrehung der Antriebsschnecke bzw. der Schallplatte um einen Zahn weiter drehenden Schneckenrades geringer ist, als die Anzahl der Schallrillen auf der Schallplatte, so daß sicher erreicht wird, daß das Schneckenrad eine ganze Umdrehung ausgeführt hat, bevor sämtliche Schallrillen der Schallplatte durchlaufen sind. Die Ausschaltung des Schallplattenträgers mit der abgelaufenen Schallplatte erfolgt von Hand; wobei gleichzeitig der Stromkreis der zu der von dem Antrieb loszukuppelnden Schallplatte gehörenden Schalldose unterbrochen wird.
Der Erfindungsgegenstand ist in den Zeichnungen beispielsweise dargestellt, und zwar zeigen
Abb. ι eine Vorderansicht desselben und Abb. 2 eine Seitenansicht mit einer Einrichtung zur Einstellung der Schalldose in Übereinstimmung mit der Vorwärtsbewegung des kinematographischen Films bei Benutzung von Schallwalzen oder -zylindern.
Abb. 3 ist ein Längsschnitt der neuen Vorrichtung mit zwei abwechselnd in Tätigkeit tretenden Schallplattenträgern. Abb. 4 ist ein Querschnitt und Abb. 5 eine Rückansicht der Vorrichtung nach Abb. 3.
Abb. 6 zeigt eine Einrichtung zum Einschalten der Schalldosen in den Stromkreis. Abb. 6bis ist eine Seitenansicht der Einrichtung nach Abb. 6.
Abb. 7 ist ein Schema der elektrischen Stromkreise.
Abb. 8 veranschaulicht in perspektivischer Ansicht eine abgeänderte Ausführungsform der Vorrichtung zur Kupplung eines Schallplattenträgers mit der Triebwelle.
Abb. 9 veranschaulicht in größerem Maß-
stäbe die Schalldose mit der Einrichtung zu ihrer Einstellung.
Bei der in Abb. i, 2 und 9 dargestellten Einrichtung zur Einstellung der Schalldose in Übereinstimmung mit der Vorwärtsbewegung des kinematographischen Films verschiebt sich die Schalldose 1 beim Drehen der die Schallrillen tragenden Walze 2 mit ihrer Nadel auf einer parallel zur Walze 2 angeordneten Führungsstange 3. Die Walze 2 sitzt auf einer drehbar gelagerten Trommel und ist an diese mittels der beiden Stifte 6 und 6' befestigt, von denen der Stift 6 fest an der Trommel sitzt, während der Stift 6' ausrückbar am Ende einer Blattfeder 6" sitzt. An der Schalldose 1 ist hinten ein Zeiger 4 angebracht, der auf einer parallel zur Führungsstange 3 angeordneten und zum Einstellen in wagerechter Richtung verschiebbaren Ziffernstange 5 die Anzahl der jeweils von der Schalldose durchlaufenen Rillen des Schallzylinders 2 angibt. Diese in Übereinstimmung mit dem kinematographischßn Film eingeteilte und numerierte Ziffernstange 5 ermöglicht es, die Schalldose 1 der phonographischen Vorrichtung auch nach Unterbrechungen sofort wieder der Stellung des Films entsprechend einzustellen, und die in den Abb. 1
• und 2 dargestellte Anordnung wird sowohl beim Gebrauch von Schallzylindern als auch beim Gebrauch von Schallplatten zur phonographischen Wiedergabe und Aufnahme verwendet.
Bei der in den Abb. 3 bis 6 dargestellten Vorrichtung zum aufeinanderfolgenden Ein- und Ausschalten zweier Schallplattenträger 7, 7' ist die in den Abb. 1 und 2 dargestellte Einrichtung oberhalb der Schallplatten 8, 8' angeordnet (s. Abb. 5). Die Schallplatten 8, 8', von denen angenommen sei, daß sie die ersten Schallplatten eines längeren Tonstückes sind, das gleichzeitig mit der Vorführung eines längeren Films wiedergegeben werden soll, sind auf den beiden Schallplattenträgern 7, 7' aufgelegt (Abb. 3, 4, 5), und zu jeder Schallplatte gehört eine ihre Rillen mit ihrer Nadel durchlaufende, längs der Führungsstange verschiebbare Schalldose (s. Abb. 5). Der Antrieb der Schallplattenträger 7, 7' erfolgt von" der Treibwelle 9 aus, deren einzelne Teile durch Kegelrädergetriebe 30, 29 bzw. 30', 29' gleichmäßig angetrieben werden. Der Antrieb der Welle 9 erfolgt auf der einen Seite der Vorrichtung mittels eines Riementriebes, während am anderen Ende der Welle 9 ein Geschwindigkeitsregler 37 sitzt. Auf dem einen Ende der Welle 9 -sitzt außerdem noch ein Kegelrad 35, von dem aus das Malteserkreuz des demgemäß synchron zu den Sprechmaschinenplatten laufenden Kinematographen angetrieben wird.
Die Stillsetzung der Schallplatten 8, 8' kann nach Belieben in weiter unten näher erläuterter Art und Weise mittels Handgriffe bewirkt werden. In der Mitte der Welle 9 ist an dieser eine Schnecke 12 mittels Feder und Nut derart in der Längsrichtung verschiebbar befestigt, daß sie mittels einer Schraube 13 an der gewünschten Stelle festgelegt werden kann.
Mit der Schnecke 12 steht ein Schneckenrad 11 in Eingriff, und die Übertragung zwischen Schnecke und Schneckenrad ist derart gewählt, daß sich das Schneckenrad υ bei jeder Umdrehung der Schnecke 12 um einen Zahn 12 dreht. Auf der einen Stirnfläche ist das Schneckenrad 11 mit einem flanschenartigen Ring 15 versehen, in dem eine auf der einen Seite steil abfallende und auf der anderen Seite allmählich ansteigende Aussparung 14 vorgesehen ist (Abb. 3 und 4).-Gegen den ringförmigen Wulst kommt der Arm 16 eines bei 17 drehbar gelagerten Hebels zu liegen, der, sobald die Aussparung 14 bei der Drehung des Rades 11 an ihm vorbeigeht, in die Aussparung einfällt, und der dann beim Fortgang der Drehbewegung des Rades sich entlang der Schrägfläche der Aussparung wiederum allmählich aus dieser Aussparung 14 herausbewegt. Mit dem Hebelarm 16 ist rechtwinklig ein zweiter Hebelarm 18 verbunden (Abb. 4), der unter dem Einfluß einer Feder 54 den Hebelarm 16 dauernd gegen die Ringfläche 15 drückt und somit auch beim Vorbeigang der Aussparung 14 in diese eindrückt.
Der Hebelarm 16 ist an seinem oberen Ende mit einer Gabel 19 ausgerüstet, deren Zinken durch Aussparungen in Hebelarmen 21, 21" hindurchtreten und in diesen Aussparungen durch Muttern 20 festgelegt sind. Die Hebel 21, 21' sind bei 22s 22' auf Ständern drehbar gelagert und besitzen Verlängerungen 23, 23', die mit Muffen 24, 24' zusammenarbeiten. Die Hebel 21, 23 bzw. 21', 23' dienen dazu, die Verbindung zwischen der dauernd umlaufenden Welle 9 und dem jeweils anzutreibenden Schallplattenträger 7 bzw. 7' herzustellen. Bei der Stellung der Teile nach Abb. 3 ist der rechtsseitige Schallplattenträger 7' mit der Antriebswelle9 in der weiter unten näher erläuterten Art und Weise verbunden, während der Schallplattenträger 7 auf der linken Seite der Zeichnung von der Welle 9 aus nicht angetrieben wird. Wenn nun die Schallplatte 7' fast abgespielt ist, gelangt bei der Drehung des Rades 11 in Richtung des in Abb. 3 eingezeichneten Pfeiles die Aussparung 14 unter den Hebelarm 16, und der Arm 16 fällt in die Aussparung 14 ein. Hierdurch wird der zu iso dem Schallplattenträger 7 gehörende Hebel 21, 23 durch die Gabel 19 derart verdreht, daß
hierdurch die Verbindung zwischen der Welle 9 und dem Schallplattenträger 7 hergestellt wird. Der Arm 23 gibt nämlich bei seiner Drehung um die Achse 22 aus seiner in Abb. 3 gezeichneten Stellung eine Muffe 24 frei, die mit ihrem Flansch auf einer an dem Hebelarm 23 angebrachten Schnappklinke 23" aufruht, welche Schnappklinke 23" aus Abb. 8 ersichtlich ist. Die Muffe 24 ist auf dem Hohlständer 31 für den Schallplattenträger 7 verschiebbar angeordnet und wird durch den Hebelarm 23 in ihrer oberen Lage gehalten. Sobald aber nun der Hebel 23 ausschwenkt, drückt eine in dem Hohlständer angeordnete Spiralfeder 25 die Muffe 24 abwärts, so daß sie in die Lage gelangt, die in der Abb. 3 die Muffe 24' einnimmt. Die Muffe 24 wird bei ihren Verschiebungsbewegungen längs des Ständers 31 durch einen Stift 26 geführt, der in im Ständer angeordneten Schlitzen gleitet. An der Muffe 24 ist ein Hebel 27 drehbar befestigt, der bei der Abwärtsverschiebung der Muffe 24 einen Zahn 28 in den Weg eines an dem Kegelrad 29 vorgesehenen Vorsprunges 28" dringt (siehe die ähnliche Anordnung in Abb. 8). Infolgedessen nimmt nunmehr das lose auf dem Ständer 31 sitzende Kegelrad 29, das mit einem Kegelrad 30 auf der Antriebswelle 9 kämmt und daher dauernd angetrieben wird, die Muffe 24 und somit den Hohlständer 31 und den Schallplattenträger 7 bei seiner Umdrehung mit, so daß nunmehr der Schallplattenträger 7 mit der Schallplatte 8 angetrieben wird. Der Zahn 28 bildet das Ende eines an dem Hebel 27 angelenkten Hebels 32, der um eine Achse 33 drehbar ist, die von zwei Vorsprüngen einer Muffe 34 getragen wird, welche den Hohlständer 31 umgibt. In der Muffe 34 und dem Hohlständer 31 sind zum Hindurchführen des Hebels 32 derart lange Schlitze vorgesehen, daß der Hebel 32 sich in diesen Schlitzen je entsprechend der Stellung der Muffe 24 auf- und abwärts bewegen kann. Die Übertragung des Antriebes auf den Schallplattenträger 7 erfolgt also von der Antriebswelle 9 durch das Kegelrädergetriebe 30, 29, den Zahn 28, den Hebel 27, der Muffe 24 und den Hohlständer 31. Da, wie oben ausgeführt, von der Antriebswelle 9 aus gleichzeitig das Malteserkreuz des Kinematographen angetrieben wird, so läuft nunmehr die Schallplatte 8 synchron zu dem Kinematographen. Zur Abstellung der Drehbewegung der Schallplattenträger 7 oder 7' dienen die beiden Handgriffe 10, 10^ die an Enden von Hebelarmen 38, 38' vorgesehen sind, die bei 39 bzw. 39' auf Ständern 40 bzw. 40' drehbar gelagert sind (siehe insbesondere Abb. 5). Die Hebelarme 38, 38' tragen an ihren, den Handgriffen 10, 10' gegenüberliegenden Enden je eine Rolle 41, 41', die, wie insbesondere die Abb. 5 und 8 erkennen lassen, unterhalb der Flansche der Muffen 24, 24' zu liegen kommen. Soll nunmehr beispielsweise der in den Abb. 3 und 5 eingerückte Schallplattenträger 7' wieder stillgesetzt werden, was nach vollständigem Ablauf der Schallplatte 8' notwendig ist, so wird der Handgriff 10' abwärts gedruckt, was zur Folge hat, daß die Rolle 41' die Muffe 24' längs des Ständers 31' hochhebt. Hierdurch gelangt der Zahn 28' außerhalb des Weges des Vorsprunges 28ß' des Kegelrades 29', und die ι Kupplung zwischen Antriebswelle 9 und Schallplattenträger 7' ist wieder gelöst, was gleichbedeutend mit der Stillsetzung des Schallplattenträgers 7' ist. Die Aufwärtsbewegung der Muffe 24' wird durch den Hebel 23' nicht gehindert, da die Muffe 24' bei ihrer Aufwärtsbewegung die Schnappklinke 23" in den Hebelarm 23' hineindrückt (Abb. S)1 so daß die Aufwärtsbewegung der Muffe 24' nicht dadurch gehindert wird, daß nach dem Heraustreten des Hebels 16 aus der Aussparung 14 die Schnappklinke 23" wieder in dem Bereich des Weges der Muffe 24' liegt. Nach dem Vorbeigang der Muffe 24' an der Schnappklinke 23" .tritt diese Schnappklinke jedoch sofort wieder aus dem Hebelarm 23' heraus und untergreift den Flansch der Muffe 24', die somit von der Schnappklinke bzw. dem Hebelarm 23' in der hochgehobenen Stellung festgehalten wird, bis der Hebel 16 von neuem in die Aussparung 14 einfällt.
Bei der Auf- und Abwärtsbewegung der Handgriffe 10 bzw. 10' werden seitliche Verdrehungen der Handgriffe dadurch unmöglich gemacht, daß die Hebelarme 38, 38' in der Nähe der Handgriffe in in den Ständern 43, 43' vorgesehenen Führungen ruhen. Neben den Ständern 43, 43' sind Stangen 45, 45' in ihrer Längsrichtung verschiebbar angeordnet, die durch Federn 44 bzw. 44' dauernd aufwärts gedruckt werden und mit Ansätzen 42 bzw. 42' die Hebelarme 38, 38' umgreifen. Hierdurch wird erzielt, daß nach dem Loslassen der Handgriffe 10, 10' diese durch die Federn 44 bzw. 44' so weit nach oben um die Drehpunkte 39 bzw. 39' gedreht werden, daß die Rollen 41 bzw. 41' so weit abwärts zu liegen kommen (siehe insbesondere Abb. 5, linke Seite), daß sie einer Abwärtsbewegung der Muffen 24 bzw. 24' nicht hindernd im Wege stehen.
Aus dem Vorhergehenden ist ersichtlich, daß bei Umdrehung des Schneckenrades 11 die beiden Schallplattenträger 7, 7' abwechselnd mit der Antriebswelle 9 gekuppelt werden und nacheinander in Tätigkeit treten, wenn bei Beginn der Bewegung die Aussparung 14 beispielsweise die in Abb. 3 gezeichnete Stellung einnimmt, und beispielsweise der Schallplattenträger 7' eingerückt ist, während der
Schallplattenträger 7 ausgerückt ist, der jedoch selbsttätig eingerückt wird, wenn die Aussparung 14 an dem Hebel 16 vorbeigeht. Die zweite Schallplatte wird also in Tätigkeit gesetzt, bevor die erste vollständig abgelaufen ist und mittels des Handgriffes 10 oder 10' ausgerückt wird, so daß während eines gewissen Zeitraumes die beiden Schallplatten gleichzeitig arbeiten. Damit beim Übergang
to von einer Schallplatte zur anderen keine Unterbrechung der Tonwiedergate stattfindet, ist die Anzahl der Zähne des Schneckenrades 11 geringer als die Anzahl der von der Schalldose zu durchlaufenden Rillen auf der Schallplatte.
Während der Zeit, während der die zweite Schallplatte allein angetrieben wird, kann die erste abgespielte Schallplatte durch eine neue ersetzt werden, und das abwechselnde Ein- und Ausrücken der Schallplattenträger 7, 7' erfolgt in der obenbeschriebenen Art und Weise so lange, bis auch der Film abgelaufen ist und die Antriebswelle 9 stillgesetzt wird.
Es ist selbstverständlich, daß eine gleichartige Vorrichtung zum abwechselnden Ein- und Ausrücken der beiden Schallplattenträger auch für die Aufnahme der Tonstücke in Synchronismus mit der Filmaufnahme benutzt werden kann.
Die Einrichtung zur Unterbrechung des zu einer Schalldose gehörenden elektrischen Stromkreises beim Stillsetzen des Schallplattenträgers und dem dadurch erfolgenden Außertätigkeitsetzen der betreffenden Schalldose ist in den Abb. 6 und 7 dargestellt und wie folgt ausgebildet:
Die bei der" Abwärtsbewegung des Handgriffes 10 bzw. 10' zum Ausschalten oder Anheben der Muffe 24 bzw. 24' abwärts gedruckte Stange 45 bzw. 45' ist mit zwei Ansätzen 46, 47 bzw. 46', 47' versehen. Der Ansatz 46 bzw. 46' ist derart angeordnet, daß er bei der Abwärtsbewegung der Stange 45 bzw. 45' einen an dem Ständer 43 bzw. 43' angeordneten Stromunterbrecher 46" bzw. 46"' dreht, wodurch der Stromkreis der Schalldose, die oberhalb der stillzusetzenden Schallplatte angeordnet ist, unterbrochen wird. Diese Unterbrechung des Stromkreises erfolgt, bevor die Muffe 24 bzw. 24' in ihre entkuppelte obere Endstellung gelangt ist, also vor Auslösung der Kupplung zwischen der Antriebswelle und des betreffenden Schallplattenträgers.
Der Ansatz 47 bzw. 47' an der Stange 45 bzw. 45' wirkt dagegen bei der Abwärtsbewegung der Stange 45 bzw. 45' auf einen Doppelhebel 47° bzw. 47°', so daß durch eine an diesem Doppelhebel angeordnete Zugstange 48 bzw. 48' eine Platte 51 bzw. 51' aus ihrer Schrägstellung in eine senkrechte Stellung parallel zum Hebelarm i8a übergeführt wird (Abb. 6). Jede Platte 51, 51' ist bei 52, 52' an einem Gestell 53 drehbar gelagert, das die den Hebelarm i8a beeinflussende Spiralfeder 54 trägt (siehe auch Abb. 4 und 5). An dem Hebel i8a sind zwei nach beiden Seiten vorstehende Querstücke 49 bzw. 49" angeordnet. Das Querstück 49 umgreift bei senkrechter Stellung der Platte 51 bzw. 51' mit einem Federhaken einen Ansatz 50 bzw. 50' des Trägers oder der Platte 51 bzw. 51', so daß bei der nach dem Einrücken des Schallplattenantrietes mittels des Handgriffes 10 bzw. 10' erfolgende Aufwärtsbewegung der Stange 45 bzw. 45' die zugehörige Platte 51 bzw. 51' nicht zurückschwingen kann und so lange in der senkrechten Stellung festgehalten wird, wie sich die entsprechende Schallplatte außer Tätigkeit befindet. Sobald nämlich beim Einfall des Hebels 16 in die Aussparung 14 des Rades Ii die betreffende Schallplatte in Tätigkeit gesetzt wird, gibt bei der hierbei erfolgenden Aufwärtsbewegung des Hebels oder der Stange 18° das Querstück 49 den Ansatz 50 bzw. 50' frei, indem es in eine Stellung oberhalb des Ansatzes 50 bzw. 50' gelangt. Kurz bevor das Querstück 49 die Platte 51 bzw. 51' frei gibt, trifft das Querstück 49° der Stange i8a bei seinem Aufwärtsgang einen an der noch in senkrechter Stellung befindlichen Platte 51 bzw. 51' vorgesehenen, kreuzförmig ausgebildeten Stromunterbrecher ζΐα bzw. 51 b und dreht diesen Stromunterbrecher derart, daß der Stromkreis der in Tätigkeit tretenden Schalldose geschlossen wird. Nachdem die Schließung dieses Stromkreises erfolgt ist, dreht sich die zugehörige Platte 51, 51' in ihre Anfangsschrägstellung zurück, woran sie durch die Stange 45 bzw. 45' nicht gehindert wird, da diese Stange beim Einschalten der too Kupplung des betreffenden Schallplattenträgers, wobei die Muffe 24 das innere Ende des Handgriffes 10, 10' abwärts drückt, ebenfalls die Feder 44 bzw. 44' aufwärts verschoben wird. Nachdem nunmehr nach dem Einkuppein des bisher stillgesetzten Schallplattenträgers, wie oben beschrieben, beide Schallplatten angetrieben werden, nehmen während dieser Zeit beide Platten 51 bzw. 51' eine Schrägstellung ein und hindern somit nicht die Wiederabwärtsverschiebung der Stange i8a beim Heraustreten des Hebels τ 6 aus der Aussparung 14 des Ringes 15 des Rades 11. Die beiden Stromunterbrecher für jede Schalldose liegen naturgemäß je in demselben Stromkreis, und ein Stromunterbrecher 55 (Abb. 7) dient dazu, diese Stromkreise an dem Aufnahmestromkreis 56 oder an dem Wiedergabestromkreis 57 anzuschalten.
Bei der bisher beschriebenen und in den Abb. 3 bis 6 dargestellten Ausführungsform werden die beiden Schallplatten in entgegen-
gesetzter Richtung zueinander angetrieben, so daß auch die Schallrillen in entgegengesetzter Richtung zueinander verlaufen müssen. Sollen jedoch Schallplatten mit gleichgerichteten Schallrillen versehen bzw. derartige Schallplatten zur Wiedergabe des Tonstückes verwendet werden, so wird die Einrichtung dadurch geändert, daß das Kegelrad 29 bzw. 29' auf dem einen Hohlträger 31, 31', also beispielsweise das Kegelrad 29, abgenommen und durch eine Muffe 58 (Abb. 8) ersetzt wird, die an ihren unteren Enden ein Kegelrad 59 trägt, das somit von unten her mit den Kegelrädern 30 in Eingriff steht; was zur Folge hat, daß es sich mitsamt" seiner Muffe 58 in entgegengesetzter Richtung als das abgenommene Kegelrad 29 dreht. Die Muffe 58 besitzt an ihrem oberen Ende eine konische Erweiterung, an der der Zahn 28° sitzt, der dann wieder mit dem Zahn 28 des Hebels 32 zusammenwirkt.

Claims (5)

  1. P ATENT-Ansprüche:
    i. Vorrichtung zur phonographischen bzw. telephonographischen Aufnahme und Wiedergabe von Lauten in Verbindung mit einem kinematographischen Aufnahme- bzw. Vorführungsapparat, bei der die den kinematographischen Apparat antreibende Welle abwechselnd mit den Antriebsvorrichtungen von zwei Schallplattenträgern gekuppelt wird, gekennzeichnet durch ein- von der Antriebswelle (9) aus mittels einer Schnecke (12) angetriebenes Schneckenrad (11), das auf seiner einen Stirnfläche mit einer Aussparung (14) versehen ist, in die nach jeder vollständigen Umdrehung des Schneckenrades (11) ein Hebel (16) einfällt, der mittels eines Hebelgestänges (23 bis 28 bzw. 23' bis 28') den in Betrieb zu setzenden Schallplattenträger mit der Antriebswelle (9) kuppelt und gleichzeitig durch Vermittlung eines Hebels (i8a) den Strorn-
    4-5 kreis für die zugehörige Schalldose schließt.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzahl der Zähne des sich bei jeder Umdrehung der Schnecke (12) bzw. der Schallplatte um einen Zahn weiterdrehenden Rades (11) geringer ist als die Anzahl der Schallrillen auf der Schallplatte, so daß der Hebel (16) ste,ts vor Ablauf der einen Schallplatte die andere Schallplatte in Tätigkeit setzt.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf der hohlen Drehachse (31 bzw. 31') jedes Schallplattenträgers eine mit einem Flansch versehene, in der Längsrichtung der hohlen Drehachse bewegbare, unter der Wirkung einer Feder (25 bzw. 25') stehende Muffe (24 bzw. 24') angeordnet ist, die durch eine Schnappklinke (23") am Hebel (23 bzw. 23') in der Hochstellung gehalten wird, bis sie nach einer von dem Hebel (16) aus bewirkten Drehung des Hebels (23 bzw. 23') auf der hohlen Drehachse (31 bzw. 31') abwärts gleitet und mittels eines Kegelradgetriebes die Drehachse (31 bzw. 31') und somit den Schallplattenträger (7 bzw. 7') mit der Antriebswelle (9) kuppelt.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen an seinem einen Ende in einen Handgriff auslaufenden Hebel (38 bzw. 38'), der mit seinem anderen Ende den Flansch der Muffe (24 bzw. 24') untergreift und der bei seiner nach Ablauf der Schallplatte von Hand erfolgenden Betätigung mit seinem unter den Flansch der Muffe greifenden Ende die Muffe (24 bzw. 24') unter Zurückdrücken der Schnappklinke (23") in die Anfangslage oberhalb des Hebels (23 bzw. 23') bzw. der wieder vorgesprungenen Schnappklinke (23") hochhebt und hierdurch die Kupplung zwischen Schallplattenträger und Antriebswelle (9) löst, wobei er gleichzeitig durch Herabdrücken einer von ihm beeinflußten Stange (45 bzw. 45') den Stromkreis der zu der von dem Antrieb loszukuppelnden Schallplatte gehörenden Schalldose unterbricht.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Stange (45 bzw. 45') bei ihrer Abwärtsverschiebung einen Stromschalter (51° bzw. 51s) in den Bereich des Hebels (i8a) führt, der mit Hilfe der Platte (51 bzw. 51') von diesem Hebel (i8ß) während der Ruhestellung der Schallplatte in seiner Lage festgehalten wird und der bei Betätigung des Hebels (16) und dadurch bewirkter zeitweisen Aufwärtsbewegung des federbeeinflußten Hebels (i8ß) von diesem derart bewegt wird, daß der Stromkreis der Schalldose des von dem Hebel (16) aus in Betrieb gesetzten Schallplattenträgers geschlossen wird, worauf der Hebel (i8a) die Platte oder den Träger (51 bzw. 51') des Stromschalters (5ia bzw. 51*) frei gibt, so daß der Träger (51 bzw. 51') in die Anfangsschräglage zurückkehren kann, bei der der Stromschalter (51° bzw. 5ΐδ) außerhalb des Bereiches des Hebels (i8°) liegt.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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