DE36670C - Neuerung an Koch-, Brät- und Backapparaten - Google Patents
Neuerung an Koch-, Brät- und BackapparatenInfo
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F24—HEATING; RANGES; VENTILATING
- F24C—DOMESTIC STOVES OR RANGES ; DETAILS OF DOMESTIC STOVES OR RANGES, OF GENERAL APPLICATION
- F24C9/00—Stoves or ranges heated by a single type of energy supply not covered by groups F24C3/00 - F24C7/00 or subclass F24B
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 36: Heizungsanlagen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom l. Mai 1885 ab.
Die in nachstehendem beschriebene Erfindung betrifft einen leicht transportablen und
handlichen Apparat, in welchem die Speisen durch die Einwirkung von Wasserdampf gargekocht werden und neben dem auch ein Raum
vorgesehen ist, welcher direct zu beheizen ist und auf eine beliebige höhere Temperatur gebracht
und auf derselben erhalten werden kann zum Zwecke des Röstens, Bratens, Backens u. s. w. von Nahrungs- bezw. Genufsmitteln.
Die Heizung erfolgt durch eine Petroleum-, Benzin-, Spiritus- oder Gasflamme, und eine
besondere Einrichtung bewirkt eine automatische Regulirung der Flamme, so dafs nur
diejenige Wärmemenge zugeführt wird, welche erforderlich ist, einen bestimmten Dampfdruck
in dem Dampferzeuger constant zu erhalten. Die Abfuhr des Condensationswassers erfolgt
in dem gehörigen Mafse und ohne Dampfverlust durch sogen. Wasserverschlufsvorrichtungen.
Die zum Dampfdurchlafs verwendeten Ventile sind solcher Art und liegen so geschützt,
dafs ein Undichtwerden nie zu befürchten ist. Der Koch- bezw. Dampfraum, der Wasserbehälter,
der Dampferzeuger und der Back- bezw. Bratraum, sowie die Ventile, Schieber, Wasserverschlüsse
etc. sind innerhalb eines würfelförmigen Kastens, gegen Wärmeausstrahlung geschützt,
angeordnet. · Fig. 1 der beiliegenden Zeichnung zeigt den Apparat im Durchschnitt; Fig. 2 ist
ein Schnitt durch die Linie a-ä'^ Fig. 1.
A ist der Wasserbehälter bezw. der Dampferzeuger, D der Back- oder Bratraum. A' B
und C sind Dampf- oder Kochräume. Im Boden des Kastens K sind Oeffnungen 00'
angebracht, durch welche die Heizgase eintreten,-während dieselben durch die Kanäle E' E" E'"
austreten. Vor den letzteren befinden sich Schieber, welche die Heizgase entweder vorwiegend
um den Wasserbehälter oder um den Back- bezw. Bratkasten oder um beide zugleich,
oder aber auch nur um den einen oder anderen Theil des Brat- bezw. Backkastens
zu treten zwingen. Will man vorwiegend den Kasten D beheizen, so läfst man
die Heizgase durch Oeffnung o' eintreten, während bei beabsichtigter gleichzeitiger Beheizung
des Kastens A und D der Schieber s so weit nach rechts zu schieben ist, dafs die
Oeffnung ο frei, die Oeffnung 0' dagegen geschlossen wird, und man läfst die Heizgase
durch 0 eintreten, wobei diese Gase theilweise nach rechts um den Kasten D, theilweise nach
links um den Kasten A streichen. Wird der Wasserbehälter (Dampferzeuger) A zu viel beheizt,
so nimmt der Dampfdruck in demselben zu und das in dem Gehäuse G (s. auch Fig. 4)
befindliche Ventil ν wird gehoben. Der Dampf tritt sodann durch das Rohr Uw und n>' und
gelangt bei w" ins Freie, trifft indessen die Luftzutrittsöffnungen der Lampe L und vermindert
die Verbrennung und somit die Wärmeentwickelung, indem die Luft durch
den Dampf verdrängt wird. In der Wand ΑΆ,
welche den Deckel des Kastens A und den Boden des Behälters A' bildet, ist eine Oeffnung
α angebracht, die durch eine gut schliefsende Platte verschlossen wird. Jene
Oeffnung α dient zur Reinigung der inneren Wände des Kastens A.
In die Räume A' B und C kann nach Belieben
Dampf aus dem Dampferzeuger (Be-
hälter) A geleitet werden. Ein Rohr U führt
von dem Innern des Behälters A aus nach den Ventilen V und F', die in Fig. 5 und 5 a
im besonderen dargestellt sind. Der durch Rohr U tretende Dampf kann durch Ventil V
und Rohr U' nach dem Behälter C und durch Ventil V und Rohr U" nach dem Behälter
B gelangen. Die Ventile entbehren der Stopfbüchsen oder sonstiger Abdichtungen, was
von grofser Wichtigkeit ist bei der gegen Wärmeabgabe geschützten Lage der Ventile in
dem Kasten K, in welcher Lage dieselben sehr schwer zugänglich sind. Die Bewegung des
Ventilverschlufskörpers y' erfolgt auf einen Druck auf die elastische Platte p, deren Rand
dicht auf dem Ventilgehäuse y befestigt ist. Das Ventil V ist mit der Platte fest verbunden.
Der durch U .zugeführte Dampf tritt durch Kanal e zwischen Gehäuse y und
elastische Platte ρ und durch die Oeffnung e' und Kanal e", sowie durch Rohr U' bezw. U"
nach dem Behälter B bezw. C. Die zwei Ventile V und V sind, wie ersichtlich, zusammenhängend
gemacht.
Das Oeffnen und Schliefseil der Ventile bezw. das Andrücken der Ventilkörper auf
ihren Sitz und das Entfernen derselben von ihrem Sitz erfolgt durch Drehung der Wellen Z,
welche ein Gewinde /' besitzen und in dem Bügel I" vor- und rückwärts geschraubt werden
können. Das sich durch die Condensation des Dampfes in dem Behälter A' B und C bildende Condensationswasser läuft
durch Rohre /, die im Boden der Behälter angebracht sind, nach den Wasserverschlüssen F,
deren Construction aus Fig. 3 ersichtlich ist. Bei der Construction der Wasserverschlüsse
wurde auf bequeme Reinigung Rücksicht genommen. Das Rohr F mündet in Rohr i.
Letzteres ist oben abgeschlossen und unten mittelst einer Mutter h' verschraubt. In der
Mutter h' ist ein Rohr h befestigt und dieses von einem Rohr g umgeben.
Das Condensationswasser, welches durch Rohr f in Rohr i tritt, nimmt seinen Weg
abwärts zwischen i und g her durch Oeffhungen (Aussparungen) am unteren Ende des
Rohres g und aufwärts zwischen g und h her und über das obere Ende des Rohres h, durch
dieses letztere wieder abwärts ins Freie. Indem man die Mutter h' aus dem Rohr i herausschraubt,
entfernt man gleichzeitig aus letzterem die Rohre h und g. Das Rohr h kann
wieder aus dem Rohr g entfernt werden, und alle Rohre (also fig und h) sind mittelst
Rohrbürste leicht zu reinigen.
E bezeichnet ein Blechgehäuse, welches die Behälter A und D unter Belassen eines Zwischenraumes
für den Durchgang der Heizgase umgiebt und zwischen welchen, sowie dem
Kasten K Schlackenwolle, Infusorienerde oder ein sonstiges geeignetes schlecht leitendes Material
gebracht ist.
Claims (2)
1. die selbsttätige Regulirung der Wärmezufuhr
auf den Dampferzeuger A auf das nothwendige Mafs durch Zuleiten von
Dampf zu der Heizflamme, sobald ein bestimmter Druck in dem Dampferzeuger überschritten wird;
2. die Combination des Wasserbehälters A, der Kochräume A' B und C, des Bratbezw.
Backraumes D, der Abzugskanäle E1E11E1", der ZulafsöfFnungen 00' für
die Heizgase und der die gesammten Theile einschliefsenden isolirenden Hülle.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE36670C true DE36670C (de) |
Family
ID=312472
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT36670D Active DE36670C (de) | Neuerung an Koch-, Brät- und Backapparaten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE36670C (de) |
-
0
- DE DENDAT36670D patent/DE36670C/de active Active
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