DE366667C - Kamera zur Herstellung stereoskopischer Aufnahmen - Google Patents
Kamera zur Herstellung stereoskopischer AufnahmenInfo
- Publication number
- DE366667C DE366667C DEJ20369D DEJ0020369D DE366667C DE 366667 C DE366667 C DE 366667C DE J20369 D DEJ20369 D DE J20369D DE J0020369 D DEJ0020369 D DE J0020369D DE 366667 C DE366667 C DE 366667C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- camera
- cassette
- plate
- carriage
- way
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
Classifications
-
- G—PHYSICS
- G03—PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
- G03B—APPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
- G03B35/00—Stereoscopic photography
- G03B35/08—Stereoscopic photography by simultaneous recording
- G03B35/10—Stereoscopic photography by simultaneous recording having single camera with stereoscopic-base-defining system
Landscapes
- Physics & Mathematics (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Stereoscopic And Panoramic Photography (AREA)
Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM 9. JANUAR 1923
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
Vi $.66667 KLASSE 57a GRUPPE 4
(J 2036g
. Emil Jourdan in. Berlin. Kamera zur Herstellung stereoskopischer Aufnahmen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 21. Mai 1920 ab.
Es ist bekannt, stereoskopische Negative in der Weise herzustellen, daß man mit einer einfachen
Kamera zunächst eine Aufnahme macht und dann nach einer Parallelverschiebung um etwa 65 mm eine zweite Aufnahme folgen läßt.
Zur Durchführung dieses Verfahrens dienen die sogenannten Stereostativköpfe, welche aus
einer auf das Stativ aufzuschraubenden Unterplatte und einer mit der Kamera zu verbindenden,
um den Augenabstand verschiebbaren
866667
Platte bestehen. Beide Platten sind gewöhnlich durch Parallellenker verbunden.
Bei der bekannten Einrichtung ist ein Wechsel der Kassette von Hand erforderlich,
hierbei kann eine, wenn auch manchmal unmerkliche Verschiebung des Stativs erfolgen.
Dies zu verhindern bezweckt die Erfindung, und zwar geschieht es in der Weise, daß an der
Kamera die Kassette nicht unmittelbar eingesetzt wird, sondern in einen vor der Bildöffnung
verschiebbaren Schlitten, wie dies an sich bei den sogenannten Multiplikatorkassetten für Farbenphotographie
bekannt ist. Diese haben bekanntlich den Vorteil, daß vor der Belichtung der ersten Platte sämtliche Kassetten geöffnet
werden können, daß also der Plattenwechsel sich verhältnismäßig erschütterungsfrei vollzieht.
Ein derartiger Kassettenrahmen wird auch für die neue Vorrichtung benutzt, aber in
ao besonderer Weise mit dem Parallellenkersystem des umsetzbaren Stativkopfes verbunden, und
zwar derart, daß einer der Lenker nach oben hin verlängert ist und mit dieser Verlängerung in
Anschläge des Kassettenrahmens oder der Kassette eingreift und infolgedessen bei der
Umsetzung des Lenkersystems gleichzeitig den Kassettenrahmen verschiebt. Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt.
Es zeigt
Abb. ι die neue Vorrichtung von der Rückseite gesehen,
Abb. 2 den offenen Kassettenrahmen, Abb. 3 einen senkrechten Mittelschnitt nach
der Linie B-B der Abb. 1.
An den Stativkopf 1 ist mit Hilfe einer Stativschraube
2 die Grundplatte 3 der Vorrichtung aufgeschraubt. Auf dieser liegt eine bewegliche
Platte 5, die in bekannter Weise mit der Grundplatte 3 durch Parallellenker 4 verbunden ist.
Vor der Büdöffnung der Kamera ist ein Rahmen 8 mit den Kassetten entsprechenden Falzen
befestigt. In diesem ist ein Schlitten 19 verschiebbar, in den eine Stereokassette 22 eingeschoben
ist, und zwar derart, daß die Platte vor der öffnung 20 des Schlittens liegt. Der
Rahmen 8 ist derart ausgebildet, daß er in der Mitte nur die Büdöffnung freigibt, an den beiden
Seiten aber die Kassette nach vorn lichtdicht abdeckt, so daß diese vor der Belichtung der
ersten Platte geöffnet werden kann. Der eine Lenker 4 ist nach oben verlängert und greift
mit seinem verlängerten Ende 23 zwischen zwei am Kassettenschlitten 19 befestigte Anschläge 24
ein. Wird die Platte 5 timgelegt, so legt sich auch der Hebel 23 um. Es erfolgt eine Relativverschiebung
zwischen Grundplatte 5 und der darauf befestigten Kamera einerseits und dem Schlitten 19 und der darin eingesetzten Stereokassette
22 anderseits.
Diese zwangläufige Verbindung der Umsetzplatte 5 mit dem verschiebbaren Schlitten hat
einen besonderen Vorteil, da das erzeugte Stereonegativ unmittelbar kopierfähig ist,
während die mit der doppellinsigen stereoskopischen Kamera hergestellten Negative
seitenvertauscht sind, also entweder zum Kopieren eines besonderen Stereokopierrabmens
bedürfen oder auseinandergeschnitten werden müssen. Man kann zweifellos diese Nachteile
auch vermeiden, wenn der Kassettenschlitten nicht zwangläufig mit der Umsetzung erfolgt.
Dies setzt aber voraus, daß der Schlitten immer in die richtige Stellung gebracht wird, was aber
ebenso wie das Verschieben des Kassettenschlittens nach der Umsetzbewegung versäumt
werden kann.
Die Verbindung von Kassettenschlitten und Umsetzplatte derart, daß der Kassettenschlitten
mitgeführt wird, bringt also mehrere Vorteile mit sich, nämlich Ersparung von Handgriffen,
erschütterungsfreie Umsetzung, Sicherung der Kassette in der richtigen Aufnahmestellung
derart, daß stets gleich seitenrichtige Negative erzeugt werden.
Der Kassettenschlitten kann auch in der Weise ausgebildet sein, daß statt der Stereokassetten
zwei gewöhnliche Kassetten Verwendung finden. Es geht dann allerdings der bei Verwendung
einer Stereokassette erzielte Vorteil des seitenrichtigen Doppelnegativs verloren, immerhin
bleibt aber noch die bequeme Handhabung und die erschütterungsfreie Umlegung als vorteilhaft
vorhanden, wozu noch die Möglichkeit kommt, mit den für die Kamera gewöhnlich benutzten Kassetten auszukommen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Kamera zur Herstellung stereoskopischer Aufnahmen, welche mittels eines Gelenk-Parallelogramms auf dem Stativ von der einen in die andere Aufnahmestellung befördert wird, dadurch gekennzeichnet, daß beim Umsetzen der Kamera einer der Lenker des Gelenkparanelogramms mittels einer Verlängerung einen die Kassette oder Kassetten tragenden Schlitten vor der Lichtöffnung der Kamera verschiebt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEJ20369D DE366667C (de) | 1920-05-21 | 1920-05-21 | Kamera zur Herstellung stereoskopischer Aufnahmen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEJ20369D DE366667C (de) | 1920-05-21 | 1920-05-21 | Kamera zur Herstellung stereoskopischer Aufnahmen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE366667C true DE366667C (de) | 1923-01-09 |
Family
ID=7200240
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEJ20369D Expired DE366667C (de) | 1920-05-21 | 1920-05-21 | Kamera zur Herstellung stereoskopischer Aufnahmen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE366667C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2457834A1 (fr) * | 1979-06-01 | 1980-12-26 | Tractel Sa | Dispositif de pression d'un cable contre la gorge d'une poulie |
-
1920
- 1920-05-21 DE DEJ20369D patent/DE366667C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2457834A1 (fr) * | 1979-06-01 | 1980-12-26 | Tractel Sa | Dispositif de pression d'un cable contre la gorge d'une poulie |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE366667C (de) | Kamera zur Herstellung stereoskopischer Aufnahmen | |
| DE2849932A1 (de) | Photographisches objektiv mit digitaler codieranordnung | |
| DE207604C (de) | ||
| DE464343C (de) | Photographisches Geraet zur gleichzeitigen Aufnahme von verschiedenen Gegenstaenden mit zwei Objektiven | |
| DE702036C (de) | Kinematographische Kamera | |
| DE607572C (de) | Verfahren zur Herstellung von nach dem Anaglyphenverfahren stereoskopisch wiedergebbaren Positivkopien | |
| DE430294C (de) | Objektiv-Lamellen-Verschluss | |
| DE1622194A1 (de) | Photographische Kamera | |
| DE233407C (de) | ||
| DE137919C (de) | ||
| DE1195596B (de) | Kopierprojektionsanordnung | |
| DE330759C (de) | Mit dem das Bildband absatzweise schaltenden Glied zusammengebauter Verschluss fuer Kinematographen | |
| DE372299C (de) | Apparat fuer Reihen- oder Einzelbilder mit einem zwischen Antriebsvorrichtung und eigentlichen Apparat geschalteten, elastischen Glied | |
| DE252104C (de) | ||
| DE536148C (de) | Vorrichtung zum Ausgleichen der Kontraste bei der photographischen Wiedergabe von Negativen | |
| DE595111C (de) | Rollfilmkamera mit einer Filmschaltvorrichtung fuer selbsttaetige Vorschubbegrenzung | |
| DE907373C (de) | Sucherlichtschacht fuer photographische Kameras | |
| DE759342C (de) | Verfahren zur Herstellung von betrachtungsgerechten Stereodoppel-bildern durch Kontaktkopieren von zusammenhaengenden Negativbildern | |
| DE682145C (de) | Verfahren und Einrichtung zum Einkopieren von Zwischentiteln oder Erklaerungstiteln (Fusstiteln) in Positivfilme von einem ungeaenderten Negativ aus | |
| DE692768C (de) | Einrichtung zur Erzeugung von Mehrfarbenkinofilmen mit Gruppen von je vier Teilfarbenbildern auf der Flaeche eines Kinonormalfilmbildes | |
| DE402375C (de) | Zusammenklappbare Reflexkamera | |
| DE238198C (de) | ||
| DE646840C (de) | Objektivverschlussausloesevorrichtung | |
| DE393305C (de) | Einrichtung zum OEffnen und Schliessen des Filmandrueckers am Bildfenster bei kinematographischen Apparaten | |
| DE595162C (de) | Photographischer Vergroesserungsapparat |