DE464343C - Photographisches Geraet zur gleichzeitigen Aufnahme von verschiedenen Gegenstaenden mit zwei Objektiven - Google Patents

Photographisches Geraet zur gleichzeitigen Aufnahme von verschiedenen Gegenstaenden mit zwei Objektiven

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DE464343C
DE464343C DEE31904D DEE0031904D DE464343C DE 464343 C DE464343 C DE 464343C DE E31904 D DEE31904 D DE E31904D DE E0031904 D DEE0031904 D DE E0031904D DE 464343 C DE464343 C DE 464343C
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    • GPHYSICS
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Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM 18. AUGUST 1928
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
JVi 464343 KLASSE 57a GRUPPE
Victor Charles Ernst in Lakewood, Ohio, V. St A.
mit zwei Objektiven
Patentiert im Deutschen Reiche vom 17. Januar 1925 ab
Die Erfindung bezieht sich auf ein photographisches Gerät, das gestattet, verschiedene Gegenstände gleichzeitig aufzunehmen, und zwar mit zwei Objektiven, deren Verschlüsse durch eine gemeinsame Auslösevorrichtung miteinander verbunden sind, und das eine beide Aufnahmegegenstände beleuchtende Vorrichtung besitzt.
Photographische Apparate zur Aufnahme eines Gegenstandes mit mehreren Objektiven, die mit je einem anderen Farbfilter versehen sind, und deren Verschlüsse durch eine° gemeinsame Auslösevorrichtung ausgelöst werden, werden bereits in der Farbenphotographie verwendet. Auch ist es bei kinematographischen Aufnahmekameras bekannt, gleichzeitig mittels eines zweiten Objektives die Bildfelder des Filmes mit einem Text zu versehen. Das photographische Gerät der Erfindung dient jedoch zur gleichzeitigen Aufnahme einer Person und einer Identifizierungskarte, auf welcher die Personalien der zu photographierenden Person und wenn gewünscht auch die Unterschrift derselben ein-
ä5 getragen ist. Die Erfindung besteht darin, daß für die Beleuchtungsvorrichtung und die Auslösung der Verschlüsse der Objektive eine gemeinsame Schaltvorrichtung in Gestalt eines Druckknopfes vorgesehen ist, welche zunächst die Befeuchtung einschaltet und dann die Verschlüsse auslöst.
Die Erfindung kann sowohl an Platten oder Filmpackkameras als auch an Rollfilmkameras angebracht werden. Im letzteren Falle wird vorzugsweise eine Kamera mit selbsttätiger Vorschaltung des Rollfilms verwendet, wobei gemäß der Erfindung durch ein von dem Druckknopf gesteuertes Gestänge der Federantrieb der Rollkamera ausgelöst wird.
Die Zeichnung stellt Ausführungsbeispiele der Erfindung dar.
Abb. ι ist ein Längsschnitt durch das photographische Gerät;
Abb. 2 ist ein Längsschnitt nach Linie 2-2 der Abb. 1;
Abb. 3 ist ein Schnitt durch die Druckknopfsteuerung nach Linie 3-3 der Abb. 2;
Abb. 4 ist ein Schnitt durch eine Kugelgelenkverbindung des Gestänges zur Auslösung der Verschlüsse nach Linie 4-4 der Abb. 2;
Abb. 5 ist eine Draufsicht des Gerätes, wobei in gestrichelten Linien die Kamera in ausgeschwungener Stellung angedeutet ist.
Abb. 6 und 7 sind Querschnitte durch das Gerät nach Linie 6-6 bzw. J-J der Abb. 1;
Abb. 8 zeigt schaubildlich, wie das photographische Gerät benutzt wird;
Abb. 9 zeigt eine doppelte Photographic, die mit Hilfe des vorliegenden Gerätes hergestellt wird;
Abb. 10 ist ein senkrechter Längsschnitt durch eine abgeänderte Ausführungsform, in
welcher ein Rollfilm mit automatischer Vorschaltung benutzt wird;
Abb. Ii ist ein Querschnitt nach Linie 12-12 der Abb. io, und
Abb. 12 ist ein Schnitt durch eine Einzelheit nach Linie 13-13 der Abb. 10.
Die Kamera 16 ist auf einem Untergestell S mittels eines Bolzens 13, der von der Grundplatte r des Untergestelles 5 sich senkrecht ίο durch dasselbe und- durch den Boden der Kamera hindurch erstreckt, in \vaagerechter Richtung drehbar befestigt, wie in Abb. 5 durch die strichpunktierten Linien angedeutet ist.
An der Rückwand der Kamera 16 ist in bekannter Weise eine Filmpackkassette 19 angebracht. Die Kamera 16 ist durch eine waagerechte Wand 30 in zwei Abteilungen geteilt, und jede Abteilung ist mit einem Objektiv 21 oder 25 versehen, deren Verschlüsse 23 bzw. 28 durch Hebel 24 bzw. 29 mit einer gemeinsamen Auslösevorrichtung verbunden sind (Abb. 2). Das untere Objektiv 25 ist mit einem abwärts gerichteten Rohrknie versehen, das ein Lichtfilter 27 trägt. Zwischen dem Filter 27 und dem Objektiv 25 ist ein Prisma 26 angeordnet, welches eine doppelte Umkehrung bewirkt (Abb. 1). Nach Abb. 1 und 2 wird ein doppeladriges elektrisches Kabel 33 in den unteren Teil des Untergestelles 5. eingeführt. Ein hülsenförmiges Gehäuse 35 ragt in eine öffnung 6 des Untergestelles 5 hinein und ist mittels Schrauben, die einen Flansch 36 desselben durchsetzen, an dem Untergestell s befestigt. Beide Enden des Gehäuses 35 weisen eine Bohrung auf, die kleiner ist als der innere Durchmesser des Gehäuses. Durch die äußere Bohrung erstreckt sich ein aus Isolationsmaterial bestehender zylindrischer Körper 43, der auf einen zylindrischen metallischen Körper 40, der sich durch die innere Bohrung des Gehäuses 35 erstreckt, fest aufgeschraubt ist. Im Innern des Gehäuses 35 trägt der Körper 40 einen Flansch 41, gegen den sich eine Feder 42 derart legt, daß der so gebildete Druckknopf auswärts (Abb. 3) gedrückt wird. Das Gehäuse 35 ist ferner mit einer Schraubenkappe 45 versehen, welche den Druckknopf 43 abdeckt. In der Kappe 45 ist eine Aussparung 46 vorgesehen, in welche ein Riegel 47 hineinragt, der erst durch Einführen eines Schlüssels 49 in ein Schloß 48 zurückgezogen werden kann, so daß eine Abnahme der Kappe durch Unbefugte verhindert werden kann.
.Das in das Untergestell 5 hineinragende
Ende des Körpers 40 ist mit einer Gabel 50 aus Isolationsmaterial versehen. An gegen-
- überliegenden Seiten des inneren Endes des Körpers 40. und isoliert an dem Gehäuse 35 sind ein Paar nachgiebige Kontakte 51 und 52 angebracht. In diese Kontakte kann der Körper 40 eingreifen und sie miteinander verbinden, wenn der Knopf 43 einwärts gedrückt wird. Ein Draht des Kabels 33 ist mit dem Kontakt 52 verbunden, während der andere Draht des Kabels 33 zusammen mit einem anderen Draht 53, der mit dem Kontakt 51 verbunden ist, ein zweiadriges Kabel 54 bildet. Dieses Kabel 54 erstreckt sich durch einen kreisförmigen Schlitzi2, der die Drehung der Kamera gestattet, in der Deckwand 10 des Untergestelles 5 hindurch und führt durch den Boden und der Deckwand der Kamera 16 zu einer Beleuchtungsvorrichtung 57, die von der Kamera getragen wird.
Die Gabel 50 reitet auf dem einen Ende eines Winkelnebels 59, der bei 60 an dem Bolzen 13 angelenkt ist. Das andere Ende des Winkelhebels 59 ist gelenkig an eine Stange
61 angeschlossen, welche sich aufwärts erstreckt und mittels eines Schraubenschlosses
62 mit einer Stange 63 verbunden ist, die sich durch den kreisförmigen Schlitz 12 und eine Öffnung im Boden der Kamera in das Innere desselben hinein erstreckt. Die letztgenannte Stange 63 ist mittels einer Kugelgelenkverbindung 65 (Abb. 4) an dem Verschlußhebel 29 befestigt. Eine L-förmig abgebogene Stange 66 ist ebenfalls kugelgelenkig mit dem Hebel 29 verbunden.. Das obere Ende der Stange 66 ist mittels eines Schraubenschlosses 68 einstellbar mit einer Stange 69 verbunden, die ihrerseits kugelgelenkig mit dem Verschlußhebel 24 verbunden ist.
Der Reflektor 58 der Beleuchtungsvorrichtung trägt einen Spiegel 73, der einen Teil der Lichtstrahlen der Leuchtquelle abwärts auf eine wesentlich horizontale Platte 74 reflektiert, die an einer von der unteren Vorderkante der Kamera 16 herabhängenden Stütze 75 befestigt ist. Auf die Platte 74 wird eine Identifizierungskarte 76, die mit einer laufenden Nummer, einem Datum, Namen und Adresse sowie Unterschrift einer Person versehen sein kann, gelegt und durch die Glasplatte 77, die bei 78 schwingbar befestigt ist, festgehalten. Die eine Kante der Glasplatte 77 ist nach Abb. 10 mit einer Skala versehen, so daß man später, wenn gewünscht, die Größe der Originalunterschrift feststellen kann.
Die Arbeitsweise des photographischen Gerätes ist folgende:
Die Person 80, deren Personalien festgestellt werden sollen, nimmt in der Nähe der Vorrichtung Platz und füllt eine Karte 76 aus. Die letztere wird mit der beschriebenen Seite nach oben zwischen die beiden Platten und 77 gelegt. Dann dreht man die Kamera auf dem Untergestell 5 so, daß bei Einschaltung der Beleuchtungsvorrichtung 57
dieselbe die zu photographierende Person 80 beleuchtet, deren Bild durch das Objektiv 21 auf den oberen Teil der lichtempfindlichen Schicht geworfen wird.
Die Karte 76, welche ebenfalls von der Beleuchtungsvorrichtung 57 beleuchtet wird, wird durch das Objektiv 25 auf den unteren Teil der lichtempfindlichen Schicht abgebildet. Nachdem man den Riegel 47 durch Drehen des Schlüssels 69 zurückgezogen und die Kappe 45 abgeschraubt hat, kann man auf den Knopf 43 drücken, wodurch einerseits das Gestänge zum Auslösen der Verschlüsse 23 und 28 betätigt wird, deren seitliches Öffnungsverhältnis durch Verstellung der Schraubenschlösser 62 und 68 verändert werden kann, und anderseits die Beleuchtungsvorrichtung 57, kurz vor der Belichtung, eingeschaltet wird, da die Kontakte 52 und 51 geschlossen werden. Die Verschlüsse 23 und 28 können wie viele bekannte Verschlüsse mit irgendeiner Vorrichtung zur Einstellung der Öffnungsdauer versehen sein, wobei man natürlich beide Verschlüsse unabhängig voneinan-
s5 der einstellen kann.
Nach Freigabe des Druckknopfes 43 wird derselbe durch die Feder 42 nach links (Abb. 2 und 3) verschoben, wobei der Stromkreis für die Beleuchtungsvorrichtung 57 unterbrochen wird. Die mit dem Gerät nach der Erfindung hergestellten Photographien haben beispielsweise das Aussehen der Abb. 9.
In der abgeänderten Ausführungsform nach Abb. 10 bis 12 ist das Filmpaket 19 durch einen Rollfilm ersetzt. Zu diesem Zweck sind die bekannten Filmspulen vorgesehen, durch welche der Filmstreifen von der einen Spule ab- und auf die andere Spule aufgewickelt wird, und zwar wird diese Arbeit automatisch ausgeführt. An dem einen Ende der Rollfilmkammer 84 ist ein Federmotor 87 eingesetzt, der durch einen vierkantigen Schlüssel 88 aufgezogen wird. Die Vorrichtung, welche die selbsttätige und schrittweise Vorschaltung des Rollfilms bewirkt, umfaßt eine bei 91 eingekerbte Scheibe 90 und einen schwingbar unterstützten Hebel 92, der mit einem Haltezahn 93 versehen ist. Dieser Hebel wird für gewöhnlich mittels einer Feder 94 aufwärts gedrängt.
Eine Stange 95, deren unteres Ende mit dem Winkelhebel 59 verbunden ist, ist an ihrem oberen Ende mit einem Hebel 96 gelenkig verbunden. Dieser Hebel ist an seinem einen Ende bei 97 (Abb. 12) drehbar an einer Seitenwand der Kamera 16 befestigt, während das andere Ende bei 98 gelenkig mit einer Stange 99 verbunden ist, die in Führungen 100, 101 liegt und sich senkrecht aufwärts und abwärts bewegen kann. An der Stange 99 ist ein Ring 102 befestigt. Zwischen diesem und der Führung 100 ist die Stange von einer Schraubenfeder 103 umgeben, die für gewöhnlich den Ring 102 und damit auch die Stange 99 abwärts drückt. An dem oberen Ende der Stange 99 ist bei 104 ein Winkelhebel 105 angelenkt. Der eine Schenkel 106 desselben hängt abwärts und kann während der Aufwärtsbewegung der Stange 99 an dem freien Ende des Hebels 92 vorbeigehen, ohne denselben zu betätigen. Wenn jedoch die Stange 99 sich unter dem Druck der Feder wieder abwärts bewegt, dann drückt der Schenkel 106 von oben auf den Hebel 92, weil sich der Winkelhebel 105 infolge des schwereren Gewichts des anderen Schenkels entgegen der Uhrzeigerrichtung verdreht hat und gegen einen Anschlag 107 anliegt. Dadurch wird der Haltezahn 93 aus der Kerbe 92 herausgezogen, der Federmotor 87 wird freigegeben und dreht die obere Filmrolle, so daß ein neues unbelichtetes Filmstück in die Bereitschaftsstellung gebracht wird. Nachdem der Motor 87 eine volle Umdrehung gemacht hat, dringt der Haltezahn 93 wieder in die Kerbe hinein, wodurch der Motor stillgesetzt wird.

Claims (5)

Patentansprüche:
1. Photographisches Gerät zur gleichzeitigen Aufnahme von verschiedenen Gegenständen mit zwei Objektiven, deren Verschlüsse durch eine gemeinsame Auslösevorrichtung miteinander verbunden sind, und einer beide Aufnahmegegenstände beleuchtenden Vorrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß für die Beleuchtungsvorrichtung (57) und die Auslösung der Verschlüsse (23, 28) eine gemeinsame 10c Schaltvorrichtung (Druckknopf) (43) angebracht ist, welche zunächst die Beleuchtung einschaltet und dann die Verschlüsse auslöst.
2. Photographisches Gerät nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Druckknopf (43) mit einem Vorsprung (40) versehen ist, welcher elektrischeKontakte (51, 52) für die Lichtquelle (57) beeinflußt, während sein freies Ende eine no Gabel (50) bildet, welche mit einem Winkelhebel (59) zusammenarbeitet, der ein die Auslösungshebel (24, 29) der Verschlüsse (23, 28) steuerndes Gestänge (6i, 62, 63, 66, 68, 69) beeinflußt.
3. Photographisches Gerät nach Anspruch ι und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Änderung des zeitlichen Öffnungsverhältnisses der Verschlüsse zueinander Schraubenschlösser (62, 68) in die Ge- iao stange (61, 63 bzw. 66, 69) eingeschaltet sind.
4· Photographisches Gerät nach Anspruch ι und 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine Stange (63) des Gestänges durch einen bogenförmigen Schlitz (12) in der oberen Abdeckplatte (10) des Untergestelles (3) hindurchgeführt ist, um ein Drehen der die Verschlüsse (23, 28) enthaltenen Kamera mit Bezug auf ein den Druckknopf (43) tragendes Untergestell (3) zu ermöglichen.
5. Photographisches Gerät nach Anspruch ι und 2 für Rollfilme, dadurch gekennzeichnet, daß das Gestänge (63) mit einem den Federantrieb (87) einer Rollkamera (84) auslösenden Stange (95) verbunden ist.
Hierzu a Blatt Zeichnungen
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Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE758261C (de) * 1940-09-29 1954-02-22 Zeiss Ikon Ag Vorrichtung zur Aufbringung von Kennzeichnungsangaben auf den Film bei der Aufnahme von Roentgenleuchtschirmbildern
DE767874C (de) * 1938-07-17 1954-04-12 Siemens Reiniger Werke Ag Einrichtung zur Markierung photographischer Abbilder von Roentgenleuchtschirmbildern
DE1118594B (de) * 1955-05-13 1961-11-30 Eastman Kodak Co Photographisches Aufnahmegeraet
DE1189378B (de) * 1962-05-25 1965-03-18 Electro Photo Corp Einstellvorrichtung fuer ein Photogeraet zur Aufnahme zweier verschiedener Gegenstaende

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