DE36656C - Fadenführer-Apparat am flachen mechanischen Wirkstuhl - Google Patents
Fadenführer-Apparat am flachen mechanischen WirkstuhlInfo
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- DE36656C DE36656C DENDAT36656D DE36656DA DE36656C DE 36656 C DE36656 C DE 36656C DE NDAT36656 D DENDAT36656 D DE NDAT36656D DE 36656D A DE36656D A DE 36656DA DE 36656 C DE36656 C DE 36656C
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Links
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D04—BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
- D04B—KNITTING
- D04B11/00—Straight-bar knitting machines with fixed needles
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Knitting Machines (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Vorrichtung hat den Zweck, drei oder mehrere Fadenführersysteme so zu bewegen,
dafs:
ι. die Weglängen jedes einzelnen unabhängig von den übrigen automatisch ganz beliebig geändert,
2. jedes System ebenfalls automatisch plötzlich an eine andere Stelle der Nadelfontour
versetzt werden kann.
Dadurch ist es möglich, nach Figuren gemusterte Waarenstücke, einzelne Waarentheile
(Fersen, Handschuhfinger) gleichzeitig in verschiedener Breite oder mit verschiedenen Garnen
mit demselben Apparat zu arbeiten.
Fig. ι zeigt die Vorrichtung nach Schnitt A-B,
Fig. 2 in der Vorderansicht,
Fig. 3 im Grundrifs.
Fig. 4, 5, 6 und 7 zeigen die Stellung der Fadenführer und die Legung der Fäden beim
Arbeiten der Grenzmaschen.
1 2 3 .. sind auf Schie
1 2 3 befestigt, welche in den
Trägern A seitlich parallel zur Nadelreihe verschoben werden können. Die Anzahl der
Schienen kann natürlich ebenso vermehrt als vermindert werden. Auch können statt der
Schienen auf solchen gleitende Fadenführerkästchen verwendet werden. Die seitliche Bewegung
der Schienen .B1 B2 B3 erfolgte seither
durch Mitnehmer oder Vorrichtungen mit Schleppfedern u. dergl., aber stets direct oder
indirect durch den Röfschenschlitten.
Die Fadenführer U1 a2 a3
nen B1 B2 B3 bf
nen B1 B2 B3 bf
Im vorliegenden Falle geschieht dies auf nachstehende Weise:
Die Räder n> und ν bezw. W1 V1 übertragen
im Verhältnifs von 1 zu 2 die Bewegung der Excenterwelle c auf die an ν und V1 befestigten
Hubscheiben u und U1 ; diese treffen abwechselnd
bei ihrer Bewegung die um die Bolzenj schwingenden Hebel pp} und bringen dieselben
in die in Fig. 1 gezeichnete Lage (Hebel P1). Angenommen also, HebelP1 wird von
seiner Hubscheibe in seine unterste Stellung gedrückt, so werden gleichzeitig durch ihn die
Schnüre oder Ketten Cl1 d2 d3, welche über
Rollen C1 C2 C3 laufen, angespannt und herabgezogen
und damit die Fadenführerschienen B1 B2 B3 seitlich verschoben (nach links, Fig. 2).
Der gegenseitige Hebel ρ ist von seiner Hubscheibe u in dem Momente verlassen worden,
als Hebel pt von der seinigen getroffen wurde, so dafs also die an ersterem befestigten Schnüre
S\ §1. Si l°se sind- Nachdem die Maschenreihe fertig gearbeitet ist, wiederholt sich dies
Spiel auf der entgegengesetzten Seite. Um nun aber zu ermöglichen, dafs der Weg der Schienen
B1 B2 B3 bei dem stets gleichmäfsigen Hub
der Hebel ρρΎ beliebig verkürzt oder verlängert
werden kann, sind in die Schnuren oder Ketten g1 g2 g3 und (I1 d2 d3 Federn βχ e2e3/j J\f3
oder ähnliche elastische Theile eingeschaltet, welche sich je nach Bedarf um so viel strecken,
als der Hebel nach dem Anschlag der betreffenden Schiene sich noch weiter bewegt.
Angenommen, die gröfste verlangte Bewegung soll über 50 Nadeln sein und z. B.
Schiene B1 einen Weg über 40, die Schiene B2
einen Weg über 10 und die Schiene S3 einen
solchen über zwei Nadeln zu gehen haben, so wird bei der Linksbewegung die Anspannung
der Feder fx sehr gering, die der Feder^ viermal
so viel und die der Feder f3 nahezu so viel sein, als der Hebel ^1 durch seine Hubscheibe U1
bewegt worden ist.
Es ist also jede Fadenführerschiene gezwungen, absolut sicher ihren gegebenen Weg zu
machen, gleichviel ob derselbe über eine oder beliebig viele Nadeln führt, nur müssen die
eingeschalteten elastischen Theile so straff sein, dafs sie sich erst dann strecken, wenn die betreffende
Schiene den Endpunkt ihres Weges . erreicht hat.
Es ist auch, da die Hubscheibe bis zum Ende ihrer Kulirreihe ihren Hebel in seiner
äufsersten Stellung erhält, unmöglich, dafs eine Schiene zurückprallen oder falsch einsetzen
kann. Auch sind die jetzt gebräuchlichen Federn zum Festhalten der Schienen oder Kästchen
in ihrer Endstellung ebenso überflüssig, als es unmöglich ist, mit den bis jetzt bekannten
Mitteln nur über eine Nadel zu kuliren, wenn man nicht auf eine bestimmte geringe Nadelzahl beschränkt bleiben will. Die
Begrenzung des Fadenführerweges erfolgt durch eigenthümliche, um Bolzen q schwingende
Fadenführerbuffer Z1 i2 is H1 n2 W3. Dieselben sind
der Nadeltheilung der betreffenden Maschine entsprechend auf der Seite, wo die Schienen
B1 B2 B3 anschlagen, treppenförmig oder keilförmig
gefräst, und zwar derart, dafs je eine Stufe die nächststehende um eine volle Nadeltheilung
überragt, Fig. 3.
Je nachdem also diese Buffer nach Mafsgabe der Höhe der auf den Muster- oder Kettenrädern
T1 r2 aufgeschraubten Musterknöpfe weiter
nach vorn oder hinten gestellt werden, wird der Weg der betreffenden Schiene ein gröfserer
oder kleinerer, sogar auf Null reducirter sein. Die Buffer haben eine beliebige Anzahl solcher
Stufen, jedenfalls aber mehr als zwei zu demselben System gehörenden Fadenführer Nadeln
zwischen sich zählen, damit man je nach Mafsgabe des zu arbeitenden Musters auch die
Fadenführer verwechseln kann, derart, dafs z. B. Fadenführer CL1 an Stelle von a3, a3 an
Stelle von a2 und a2 an Stelle von ax oder
an irgend eine andere Stelle der Nadelreihe tritt.
Der Weg der Fadenführer ist demnach ganz beliebig zu vergröfsern oder zu verkleinern
oder aber auch zu versetzen. Um nun die Verbindung der einzelnen Musterstreifen durch
Verschlingung der beiderseitigen Endmaschen zu erzielen, steht der untere Theil der Buffer
I1 z2 Z3 und U1 n2 K3 eine halbe Nadeltheilung
zurück, Fig. 1, und reichen die Stufen ungefähr bis auf die Hälfte der Buffer, so dafs die
Schienen B1 B2 B3 beim Abwärtsgehen der
Fadenführer während des Ausarbeitens die Stufen verlassen und auf die eine halbe Nadeltheilung
vor- oder zurücktretende glatte Hälfte zu stehen kommen, Fig. 4 und 5. Die Federn
e2 e2 es oder fx f2fB werden die Schienen
B1 B2 B3 in dem in Fig. 4 gezeichneten Falle
um eine halbe Nadeltheilung weiter nach der Richtung ziehen, nach welcher soeben kulirt
worden ist, und entsteht hieraus die bereits bekannte, in Fig. 6 gezeichnete Legung. Während
des Ausarbeitens erfolgt auch die etwa nöthige Versetzung der Fadenführer durch die
bekannte Drehung der Musterräder rx r2.
Die Schienen B1 B2 B3 stehen dabei auf den
schiefen, glatten Flächen (unterer Theil) der Buffer I1 i2 z'3 oder Ti1 n2 n3 und können leicht
verschoben werden, was nicht gut möglich wäre, wenn die Stufen über die ganze Höhe
der Buffer laufen würden, Fig. 3. Um auch jederzeit die Muster unterbrechen zu können,
ist aufser den dargestellten der gewöhnliche Fadenführer vorhanden, welcher über die ganze
Fontour in bekannter Weise arbeitet. Währenddessen sind wie beim Mindern die Räder n>
W1 seitlich verschoben, Fig. 2 a, so dafs dieselben
aufser Eingriff mit den Mitnehmernasen \ ^1
kommen und die neue Vorrichtung aufser Thätigkeit gesetzt wird.
Auch kann man die neue Vorrichtung mit dem gewöhnlichen Fadenführer gleichzeitig benutzen,
um plattirt oder hinterlegt zu arbeiten. Hierbei kann man nun die in Fig. 6 dargestellte
Legung wählen, kann aber auch die glatten Flächen mit Hülfe der Stellschrauben s
so weit herausstellen, dafs sie vor den Stufen eine halbe Nadeltheilung vorstehen, Fig. 5,
also die Schienen um eine halbe Nadeltheilung einwärts schieben, Fig. 7, und die Musterstreifen
unter einander keine Verbindung bekommen, aufser durch den über die ganze Fontour liegenden Grundfaden, demnach die
abwechselnd die Farbe des einen und des angrenzenden Musterstreifens zeigende Verbindungsreihe
in Wegfall kommt und die Streifen als direct an einander gearbeitet erscheinen. Ebenso kann man auch den Weg der Fadenführer
weiter verkürzen, so dafs zwischen jeden oder nur einzelnen Musterstreifen der Grundfaden
eine, zwei oder mehr Maschen breit sichtbar wird und der Grundfaden dann als selbstständiger
Streifen auffallen würde.
Man kann aber auch nur einzelne Fadenführer mit Musterfaden versehen und diese
dann als einzelne aufgearbeitete Muster erscheinen lassen, welche sich ebenfalls nicht zu
berühren brauchen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Eine Fadenführereinrichtung am mechanischen Wirkstuhl, bei welcher:
ι. Die Fadenführerwege durch treppenförmige oder keilförmige, rechtwinklig zur Bewegungsrichtung der Führer unabhängig von einander verstellbare Buffer I1 J2 ig und W1 n2 ns begrenzt oder versetzt werden, und zugleich zwischen die Schienen B1 B2 B3 und die Hebel ρρτ elastische Zwischenstücke f-ifzfz et e2 e3 eingeschaltet sind, welche diese Veränderungen der Schienenwege bei gleichbleibendem Weg der Hebel Pp1 gestatten.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE36656C true DE36656C (de) |
Family
ID=312459
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT36656D Expired - Lifetime DE36656C (de) | Fadenführer-Apparat am flachen mechanischen Wirkstuhl |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE36656C (de) |
-
0
- DE DENDAT36656D patent/DE36656C/de not_active Expired - Lifetime
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