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Kerzengießvorrichtung mit gemeinsamer Einlaufrinne für das Kerzenmaterial.
Die Erfindung betrifft eine Kerzengießvorrichtung, wie sie im Patent 361878
beschrieben ist. Bei der Vorrichtung nach dem genannten Patent ist am Ende einer
Einlaufrinne eine Überlauffläche angeordnet, über welche das Kerzenmaterial überläuft,
sobald sämtliche Formen und die Einlaufrinne in gewisser Höhe gefüllt sind. Der
Erfindung gemäß wird hinter der Überlauffläche eine beim Überlaufen des Kerzenmaterials
über die überlauffläche selbsttätig wirksam werdende Vorrichtung zur Abstellung
des Kerzenmaterialzuflusses und zur Anstellung des Kühlwasserzuflusses vorgesehen.
Diese Vorrichtung kann in einem elektrischen Kontakt bestehen, der ein die weitere
Steuerung bewirkendes Relais einschaltet. Bei Anstellung des Kühlwasserzuflusses
wird vorteilhaft eine nach Zeit einstellbare Vorrichtung in Tätigkeit gesetzt, die
nach einem bestimmten regelbaren Zeitraum selbsttätig die Hebevorrichtung für die
gegossenen Kerzenreihen in Bewegung setzt. Falls eine Führung für die Dochte unmittelbar
über den Kerzenformen angeordnet ist, wird vor dem Einschalten der Hebevorrichtung
diese -Führung selbsttätig zurückbewegt. Nach dem Heben der Kerzen ungefähr um Kerzenlänge
wird durch eine von der Hebevorrichtung selbst geschaltete Vorrichtung die Hebevorrichtung
ausgeschaltet. .
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Erfindungsgemäß wird weiterhin nach Beendigung des Hebevorganges und
nach Zurückführung der Dochtführungsvorrichtung in die Arbeitslage selbsttätig der
Zufluß für das Kerzenmaterial wieder geöffnet, so daß das gesamte Verfahren im wesentlichen
ohne Bedienung vonstatten geht.
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Die Betätigung des oben erwähnten Kontaktes erfolgt vorteilhaft durch
eine hinter der überlauffläche angeordnete Klappe, die beim Übertreten des Kerzenmaterials
über die Überlauffläche zurückgedrückt wird.
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Auf der Zeichnung ist beispielsweise eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes
dargestellt.
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Abb. r zeigt eine Vorderansicht der Kerzengießvorrichtung teilweise
im Längsschnitt, Abb. z zeigt eine Seitenansicht des oberen Teiles der Vorrichtung
gemäß Schnitt A-B in Abb. r, Abb.3 eine Draufsicht auf die Antriebsvorrichtung
gemäß
Schnitt C-D in Abb. i, und Ab?@..I die Seitenansicht auf diese Vorrichtung gemäß
Schnitt E-F in Abb. i.
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Die Kerzengießvorrichtung besteht aus einem Kühlwasserbehälter a,
in den gegebenenfalls auch während des Verfahrens ein Heizmittel eingeführt werden
kann. In dem Behälter a sind die Kerzenformen b angeordnet. Diese Kerzenformen
sind an die Einlaufrinne c angeschlossen. In der Einlaufrinne c ist die Überlauffläche
d vorgesehen, Tiber welche das Kerzenmaterial übertritt, wenn sämtliche Formen gefüllt
sind und in der Einlaufrinne sich eine Leiste aus Kerzenmasse von der Höhe der Überlauffläche
angesammelt hat.
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Der untere Teil der Vorrichtung mit den Dochtrollen usw. ist der Einfachheit
halber weggebrochen.
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Der Behälter a ist mit einem Abflußstutzen f versehen; das Kühlwasser
wird ihm durch die Leitung ä zugeführt, in welche ein hier nicht eingezeichnetes
Abschlußorgan eingeschaltet ist.
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Der Rinne c wird das Kerzenmaterial aus einem geheizten Behälter la
mittels des Rz)hres i. zugeführt. In diesem Rohr ist gleichfalls ein Abschlußorgan
angeordnet, das nicht eingezeichnet ist.
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Hinter der Überlauffläche d ist schwingbar eine Klappe h angeordnet.
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Um den Apparat in Betrieb zu setzen, wird das Abschlußorgan in der
Leitung i von Hand geöffnet. Darauf tritt Kerzenmaterial aus dein Behälter h in
die Einlaufrinne c und füllt allmählich die Formen sowie die Einlaufrinne his zur
Oberkante der Überlauffläche d. Sodann fließt das Kerzenmaterial über die überlauffläche
d ab und schwingt infolgedessen die Platte k zurück.
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Die Klappe bewegt durch ihre Schwingung den Kontaktstift L gegen eine
zugehörige Kontaktfläche 1, und schließt dadurch den Stro_nkreis eines Relais. Das
Relais betätigt einen Elektromagneten oder eine andere Schaltvorrichtung, welche
das Abschlußorgan der Leitung i. schließt und das Abschlußorgan rler Leitung g für
das Kühlwasser öffnet. Gleichzeitig wird durch die Schaltvorrichtung ein Uhrwerk
in Tätigkeit gesetzt.
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Dieses Uhrwerk schließt nach bestimmter Zeit die Kühlwasserleitung
g. Gegebenenfalls kann diese Kühlwasserleitung ä jedoch auch durch einen Schwimmer
geschlossen werden und durch das Uhrwerk nach bestimmter Zeit ein in dem Ablaufstutzen
f vorgesehenes Abschlußorgan geöffnet werden. Das Uhrwerk schaltet ferner nach bestimmter
einstellbarer Zeit einen Motor ein, der die Welle in antreibt. Diese Welle überträgt
ihre Bewegung durch die Zahnräder n auf die Welle o. Auf der Welle o ist frei drehbar
ein Kegelrad angeordnet. Ferner ist auf ihr längs verschiebbar aber undrehbar der
Schaltteil einer doppelseitigen Klauenkupplung q gelagert. Schließlich trägt die
Welle o eine mit einer Führungsnut r versehene Buchse r,. Die Führungsnut besteht
aus zwei Ästen, die je die Hälfte des Umfanges der Buchse r, einnehmen und gegeneinander
versetzt sind. Die beiden Äste sind durch quer verlaufende Nutenteile miteinander
verbunden. Auf der Buchse r, verschiebt sich eine Buchse r, die einen Stift trägt,
der in die Nut r eingreift.
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Beim Abstellen des Kerzenmaterialzuflusses befindet sich die Buchse
r., in der in Abb. 3 dargestellten Lage, infolgedessen auch der mit der Buchse r.
durch die Stange s verbundene Klauenkupplungsteil q.
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Beim Einschalten des Motors treibt also die Welle in über die Räder
n die Welle o an. Die Bewegung dieser Welle o wird durch die Klauenkupplung q auf
die Welle o, übertragen. Auf der Welle o, befindet sich eine Scheibe t mit
einer Nut t,. In diese Nut greift ein mit dem Balken u verbundenes Gleitstück ein,
so daß der Balken u, der die Führungsschlitze für die Dochte trägt, in wagerechter
Richtung infolge der Drehung der Scheibe t von den Dochten zurückgezogen wird. Der
Balken zi gleitet dabei auf seitlich angeordneten Stützflächen u1.
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Nachdem die Welle o und damit die Scheibe t und die Buchse r, eine
halbe Umdrehung gemacht haben, wird durch die Nut r der Buchse r, die Buchse r2
und mit ihr der Klauenkupplungsteil q auf der Zeichnung nach links bewegt, so daß
die Verbindung der Welle o mit der Welle o, aufgehoben wird, dafür aber die Verbindung
der Welle o mit dem Kegelrad p hergestellt wird.
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Dieses Kegelrad greift in ein weiteres Kegelrad p, ein, welches die
mit ihm durch eine Welle starr verbundene Seilscheibe v in Umdrehung versetzt. Die
Durchmesser der Räder p und p, verhalten sich wie a : i, so daß die Seilscheibe,
deren Umfang gleich der bei jedem Arbeitsgang erforderlichen Förderhöhe für die
Kerzenreihen ist, sich einmal um ihre Achse dreht, wenn die Welle o .eine halbe
Umdrehung macht.
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Auf die Seilscheibe v wickeln sich die Seile w auf, die oben über
Leitrollen u!, geführt sind und mit ihren Enden an dem Tragbalken x für die Dochte
und die daran hängenden fertigen Kerzenreihen verbunden sind.
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Der Balken x ist in seitlichen Führungen x,, geführt.
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Infolge der Umdrehung der Seilscheibe v werden die Kerzen aus der
Form herausgehojen und so weit nach oben gezogen, daß vor
den Führungsbalken
u wieder freie Dochtteile treten.
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Nach Beendigung einer vollen Umdrehung der Seilscheibe v bzw. einer
halben Umdrehung der Welle o wird durch die Nut r der Kupplungsteil q wieder nach
rechts bewegt, so daß bei der weiteren Drehung der Welle o die Nut t:, der Scheibe
t den Führungsbalken u
in seine Arbeitslage zurückführt.
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An der Scheibe t ist außen eine schräg zum Umfang verlaufende Fläche
y angeordnet. Diese Fläche y verschiebt kurz vor Beendigung der Umdrehung der Scheibe
t den Kontaktstift 1, der zu diesem Zweck mit einem seitlichen Ansatz z versehen
ist, und hebt dadurch den Kontakt auf; infolgedessen kommt das von den Kontakten
1, 1r gesteuerte Relais wieder in seine ursprüngliche Lage, in welcher gegebenenfalls
durch Federkraft oder aber durch eine zweite Triebvorrichtung, z. B. durch einen
zweiten Elektromagneten, das Absperrorgan für die Leitung i, d. h. also für die
Kerzenmaterialzuleitung wieder geöffnet wird.
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Der Arbeitsgang beginnt darauf von neuem. Beim Einschalten des Motors
im nächsten Arbeitsgang wird zunächst ein Widerstand in den Weg des Kupplungsteiles
q geführt, so daß der Kupplungsteil q in der Leerlaufstellung verbleiben muß. Um
dieses Zurückhalten des Kupplungsteiles q zu ermöglichen, ist die Verbindungsstange
s federnd ausgebildet. Sobald der durch die Nut r auf den Kupplungsteil q ausgeübte,.nach
links gerichtete Druck aufhört, fällt der Widerstand, d. h. also der Anschlag, der
den Kupplungsteil q in der Mittellage gehalten hat, aus seinem Wege, so daß im weiteren
Verlaufe des Arbeitsganges er die Bewegung des Kupplungsteiles nicht mehr stört.
In dem Augenblick, wo der nach links gerichtete Druck aufhört, wird aber der Kupplungsteil
q wieder durch die Nut r nach rechts geführt, so daß, wie es erforderlich ist, zunächst
wieder der Führungsbalken u von den Dochten zurückgeführt wird.
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Die Stillsetzung des Motors bzw. seine Ausschaltung erfolgt gleichfalls
mittels der Fläche y.