DE366325C - Vorrichtung zum Regeln der Verschiebungsgeschwindigkeit von Projektionsbildern - Google Patents

Vorrichtung zum Regeln der Verschiebungsgeschwindigkeit von Projektionsbildern

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DE366325C
DE366325C DEO12418D DEO0012418D DE366325C DE 366325 C DE366325 C DE 366325C DE O12418 D DEO12418 D DE O12418D DE O0012418 D DEO0012418 D DE O0012418D DE 366325 C DE366325 C DE 366325C
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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03BAPPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
    • G03B19/00Cameras
    • G03B19/18Motion-picture cameras

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Projection Apparatus (AREA)

Description

Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung, welche gestattet, Bildbänder oder Einzelbilder mit im voraus einstellbarer Geschwindigkeit vorzuführen. Die Zeitdauer, während welcher das einzelne Projektionsbild erscheint, soll dabei in weiten Grenzen regelbar sein; es soll z. B. möglich sein, einen Teil der Bilder in beliebig rascher Folge vorzuführen und andere wieder längere Zeit stehen zu lassen, wie dieses z. 'B. zum Zwecke der Belehrung bei Vorträgen oder der Reklame nötig ist. Auch die Titel bei Kinofilmen können mittels der Erfindung als Stehbilder von regelbarer Dauer vorgeführt werden. Die Vorrichtung ist im wesentlichen dadurch gekennzeichnet, daß der Film oder das Einzelbild mit einem kleinen Einschnitt oder einer Kerbe von geeignetem Profil ausgestattet ist, in den oder die ein beweglicher Teil einfällt, der die Bewegungsvorrichtung für das Bild bzw. für das Bildband steuert, so daß also sowohl die Betätigung dieser Vorrichtung wie auch die Geschwindigkeit der Bewegung des Bildes oder Bildbandes eine Funktion der Ausschnitte oder Kerben ist.
Auf der beiliegenden Zeichnung sind verschiedene Ausführungsformen der Erfindung zu deren Erläuterung dargestellt:
Abb. ι ist eine Aufsicht auf einen nach vorliegender Erfindung ausgebildeten Film.
Abb. 2 ist eine Darstellung der Einrichtung zur Regelung der Abwicklungsgeschwindigkeit des Films.
Abb. 3 veranschaulicht in Ansicht eine abgeänderte Form dieser Vorrichtung.
Abb. 4 zeigt in Aufsicht ein Einzelbild, das an der einen Seite mit einem Einschnitt ausgestattet ist, entsprechend der ersten Vorrichtung nach Abb. 2.
Abb. 5 zeigt ein Einzelbild mit einem seitliehen Ausschnitt zur Benutzung bei der zweiten Ausführungsform der Vorrichtung.
Ein Film 1 (Abb. 1) trägt an der einen Seite zwischen zwei Löchern einen Einschnitt oder eine Kerbe 2, die mehr oder weniger tief ausgebildet ist; in diese Kerbe tritt bei der Vorführung des betreffenden Bildes ein kleines, entsprechend profiliertes Metallstück 5 o. dgl. ein, welches die Zeit der Vorführung des Bildes bestimmt.
Wenn an dem Film kein Einschnitt oder keine Kerbe vorhanden ist, so läuft der Film
366825
mit seiner größten Geschwindigkeit; wenn jedoch in dem Film an der Seite eines Bildes eine Kerbe oder ein Einschnitt von einer gewissen Tiefe angeordnet ist, so wird die Zeitdayer seines Stillstandes eine Funktion der Tiefe des Einschnitts sein. Jedes Bild des Films ist hier mit einem Einschnitt oder einer Kerbe 2 oder 3 oder 4 usw. von verschiedener Tiefe ausgestattet, entsprechend der Dauer während der das betreffende Bild projiziert werden soll.
Wenn die Ausbildung oder die Stärke des
Films es nicht ermöglichen, Einschnitte von genügender Tiefe vorzusehen, so würde das gleiche Resultat erreicht werden können, mit Hilfe mehrerer Einschnitte, welche entweder abwechselnd auf der einen oder der anderen Seite des Films angeordnet sind, oder aber sich gleichzeitig auf beiden Seiten des Films befinden.
Das den Film beeinflussende Glied kann z.B. in der Weise wirken wie ein Hebel, der bei einer Uhr ein Schlagwerk einrückt, oder z.B. wie ein Hebel, der das Auslaßventil bei einem zur Regelung dienenden Druckkolben beeinflußt, oder der einen elektrischen Widerstand in die Speiseleitung eines Motors einschaltet, oder irgendeine mechanische oder elektrische, hierfür besonders geschaffene Einrichtung beherrscht, die das Stillsetzen des Bildes bewirken kann.
Eine solche Vorrichtung ist beispielsweise in Abb. 2 dargestellt und ist für den Fall gedacht, in welchem der Antrieb oder die Bewegung des Films mit Hilfe eines Elektromotors erfolgt. Die Vorrichtung setzt sich der Hauptsache nach zusammen aus einem zweiarmigen Hebel 6, der auf einer Welle 7 befestigt ist, die von dem Elektromotor durch Vermittlung einer hier nicht besonders dargestellten mechanischen Kraftübertragung angetrieben wird. Der Hebel 6 ist in den Stromkreis des Elektromotors 8 eingeschaltet, der an den beiden Klemmen 9 und 10 abgezweigt ist. Der eine Arm des Hebels 6 ist dauernd in den Stromkreis eingeschaltet und der andere Arm trägt ein Stromschluß stück, welches in Verbindung mit dem Stromschlußstück 12 den elektrischen Stromkreis öffnen oder schließen kann. Eine Rückzugfeder 13 ist bestrebt, dauernd die beiden Stromschlußstücke 11 und 12 in Berührung miteinander zu bringen. Der eine Arm des Hebels 6 bewegt eine Kolbenstange 14, deren Kolben sich in einem Zylinder 15 verschiebt, dessen eines Ende sich frei nach der äußeren Luft öffnet, .während das andere Ende mit der Außenluft durch einen Kanal 16 in Verbindung steht.
Ein bewegliches Metallstück 5, welches sich : um die Achse 18 drehen kann und an dem anderen Ende mit einer Rückzugfeder 19 verbunden ist, tritt mit der einen entsprechend profilierten Seite in den Einschnitt 2 des Films ein und beherrscht mit seinem anderen Ende 17 die Austrittsöffnung der Luft aus dem Kanal 16.
Die Vorrichtung wirkt in folgender Weise: Der Elektromotor, der die Bewegung des Films durch geeignete, hier nicht dargestellte, mechanische Übertragungsvorrichtungen be- 7" wirkt, hat das Klischee oder das Bild 20 mit dem Einschnitt 2 vor die Projektionslinse gebracht; das Ende des Stückes 5 ist unter dem Einfluß der Feder 19 in den Einschnitt 2 eingetreten, während das andere Ende 17 desselben Stückes die Ausflußöffnung der Luft aus dem Kanal 16 vollkommen geöffnet hat. Der Elektromotor wirkt gleichzeitig auf den Hebel 6 ein und dreht ihn um seine Achse 7 derart, daß einerseits der Kolben 14 bis zum Ende seiner Bahn in den Zylinder 15 getrieben wird, anderseits das Stromschlußstück 11 von dem Stromschlußstück 12 abgehoben wird, wodurch der Stromkreis des Elektromotors geöffnet ist, so daß also die Bewegung des Elektromotors unterbrochen ist.
Am Ende dieser ersten Bewegungsphase nehmen die verschiedenen Teile die in Abb. 2 veranschaulichten Stellungen ein; der Elektromotor ist stillgesetzt, das Bild steht fest und wird durch den Projektionsapparat auf die Pro j ektionsfläche geworfen.
Da der Elektromotor stillgesetzt ist, wirkt er nicht mehr auf den Hebel 6, und dieser Hebel untersteht dann nur noch der Wirkung der Rückzugfeder 13, welche wieder die beiden Stromschlußstücke 11 und 12 zusammenführt. Hierbei wird der Kolben ebenfalls unter der Einwirkung 13 in seine Anfangsstellung zurückgeführt, und es wird infolge- dessen Luft von dem Kolben durch die Öffnung 16 angesaugt.
Die Geschwindigkeit, mit der die gesamte Vorrichtung arbeitet, hängt also von der Schnelligkeit ab, mit welcher die Luft durch 10s die Öffnung 16 in den Zylinder 15 eintritt, und demzufolge von der Stellung des Stückes 17 und der Tiefe der Kerbe oder des Einschnittes 2. Je tiefer diese Kerbe 2 ist, desto weiter wird die Lufteintrittsöffnung geöffnet werden und desto schneller ist die rückwärtige Bewegung der einzelnen Teile in ihrer Anfangsstellung.
Wenn das Stromschlußstück 11 mit dem Stromschlußstück 12 in Berührung tritt, so ist dann der Stromkreis des Elektromotors wieder geschlossen, das Bildband wird weiter verschoben, und dieselbe Reihenfolge der Vorgänge wiederholt sich bei dem nächsten Bild, das an der Seite einen Einschnitt oder eine Kerbe zeigt.
Eine abweichende Ausführungsform der
Erfindung ist in der Abb. 3 veranschaulicht. Bei dieser Ausführungsform hat der Film 1 seitlich an jedem Bilde einen längeren Ausschnitt 30 bis 31, der je nach der Dauer, für welche das einzelne Bild festgehalten werden soll, mehr oder weniger lang ist. Ein Hilfsorgan 32 ist an dem einen Ende dauernd mit dem Stromkreis des Elektromotors 8 verbunden und kann mit seinem anderen Ende in den Ausschnitt 30 bis 31 eintreten. Wenn dieses Hilfsorgan mit seinem freien Ende in den Ausschnitt 30 bis 31 eintritt, so ist der Stromkreis des Elektromotors geöffnet, während im Gegensatz der Stromkreis sich schließt, sobald das Hilfsorgan 32 sich anhebt und aus dem Ausschnitt 30 bis 31 heraustritt, wobei es in Berührung mit dem elektrischen Stromschlußstück 33 tritt. Das Hilfsorgan 32 wird gradlinig parallel zur Seitenkante des stillgesetzten Films verschoben.
Die Vorrichtung wirkt in folgender Weise: Ein Bild, z. B. ein Diapositiv 34 mit einem seitlichen Ausschnitt 30 bis 31 ist von dem Elektromotor vor die Projektionslinse gebracht; das Hilfsorgan 32 ist bei 30 in den Ausschnitt eingetreten; der Stromkreis des Elektromotors ist unterbrochen, der Elektromotor stillgesetzt, und das Bild 34 steht vor dem Projektionsapparat still. Das Hilfsorgan, das durch irgendeinen geeigneten Mechanismus bewegt wird, verschiebt sich dann in dem Sinne des Pfeiles 35 bis zum Ende 31 des Ausschnitts an dem Diapositiv oder des Films; es gleitet an der geneigten Kante dieses Aüsschnittes aufwärts und wird dadurch angehoben, bis es sich schließlich seitlich gegen die Außenkante des Films stützt. In diesem Augenblick berühren sich die beiden elektrischen Stromschlußstücke 32 und 33, der Stromkreis des Elektromotors ist geschlossen, dieser beginnt wieder zu laufen, und die gleiche Reihenfolge der Bewegungen wiederholt sich bei dem folgenden, mit einem seitlichen Ausschnitt ausgestatteten Bilde.
Aus der vorhergehenden Erläuterung ergibt sich, 'daß die Dauer des Stillstandes eines Bildes vor dem Projektionsapparat von der Länge ides Ausschnittes 30 bis 31 abhängt. -
DieBewegung des Hilfsorgans 32 kann auch in einem anderen Sinne stattfinden, und dafür genügt es, einen einzigen Ausschnitt oder Kerbe oder eine Vertiefung 31 oder ein Loch in dem Film vorzusehen, wenn z. B. dieses Hilfsorgan sich auf der Fläche des Films bewegen soll. Der Stromschluß oder das Öffnen des Stromkreises findet dann statt, wenn das bewegliche Hilfsorgan in dieses Loch oder diesen Einschnitt eintritt.
Bei der vorstehenden Beschreibung ist davon ausgegangen, daß die Erfindung an einem Film benutzt werden soll; sie läßt sich aber auch mit gleichem Erfolge bei unabhängig voneinander folgenden Einzelbildern benutzen, die jedes für sich allein projiziert werden oder an einer Kette, auf einer Scheibe oder auf einem Bande befestigt sind.
Das Diapositiv nach Ahb. 4 ist auf der einen Seite mit einem Einschnitt entsprechend der Abb. ι ausgerüstet und wird zweckmäßig durch eine Vorrichtung beeinflußt, wie sie in Abb. 2 dargestellt ist. Das Diapositiv der Abb. 5 ist mit einem seitlichen Ausschnitt von einer gewissen Länge ausgestattet und arbeitet mit einer Vorrichtung nach Abb. 2 zusammen.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Vorrichtung zum Regeln der Verschiebungsgeschwindigkeit von Projektionsbildern, dadurch gekennzeichnet, daß das Band oder das einzelne Bild einen Einschnitt von geeignetem Profil besitzt, in welchen ein beweglicher Teil einfällt, der die Bewegungsvorrichtung für das Band oder das Einzelbild steuert.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der bewegliche Teil (5), welcher in den Einschnitt (2) des Bandes oder Bildes einfällt, den Querschnitt der Luftansaugöffnung (16) eines Zylinders (15) bestimmt, dessen Kolben (14) durch den Antriebsmechanismus (8) bewegt wird, der auch das Filmband (20) verschiebt, wobei dieser Kolben (14) den Antriebsmotor (8) ausrückt, wenn er bis an das Ende seiner Bahn von diesem Motor getrieben ist und ihn wieder von neuem einrückt, wenn durch Eintritt von Luft, geregelt durch den beweglichen Teil (5), der Kolben (14) wieder in seine Anfangsstellung zurückgegangen ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Band oder Bild (34) einen Einschnitt (30, 31) von einer gewissen Länge aufweist, in welches ein geeignet profilierter Maschinenteil (52) einfaßt, der in 'bezug auf das Band oder Bild eine hin und her gehende Bewegung erhält und dabei den Antriebsmechanismus (8) für das Band oder Bild ausrückt und einrückt, je nachdem er in diesen Einschnitt (30, 31) eintritt oder aus ihm austritt.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DEO12418D 1920-07-20 1921-07-08 Vorrichtung zum Regeln der Verschiebungsgeschwindigkeit von Projektionsbildern Expired DE366325C (de)

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