DE364540C - Verfahren zur Herstellung eines Dichtungsmittels fuer Luftradreifen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Dichtungsmittels fuer Luftradreifen

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DE364540C
DE364540C DEP41385D DEP0041385D DE364540C DE 364540 C DE364540 C DE 364540C DE P41385 D DEP41385 D DE P41385D DE P0041385 D DEP0041385 D DE P0041385D DE 364540 C DE364540 C DE 364540C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29CSHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
    • B29C73/00Repairing of articles made from plastics or substances in a plastic state, e.g. of articles shaped or produced by using techniques covered by this subclass or subclass B29D
    • B29C73/16Auto-repairing or self-sealing arrangements or agents
    • B29C73/163Sealing compositions or agents, e.g. combined with propellant agents
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B29WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
    • B29LINDEXING SCHEME ASSOCIATED WITH SUBCLASS B29C, RELATING TO PARTICULAR ARTICLES
    • B29L2030/00Pneumatic or solid tyres or parts thereof

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Adhesives Or Adhesive Processes (AREA)

Description

  • .Verfahren zur Herstellung eines Dichtungsmittels für Luftradreifen. Die Erfindung bezweckt die selbsttätige Abdichtung der durch die Verletzung der Luftreifen von Fahrrädern, Kraftfahrzeugen u. dgl. entstehenden Öffnungen durch eine in den Luftschlauch eingefüllte Masse, die bei Beschädigung des Schlauches austritt und erstarrt und dadurch den Riß oder das Loch verschließt. Zu diesem Zweck sind bereits Massen der verschiedensten Zusammensetzung vorgeschlagen worden. Alle diese Gemische enthalten einen Klebstoff pflanzlicher Herkunft (wie Dextrin, Gummiarten, Pflanzenschleim o. dgl.) oder tierischen Ursprungs (wie Leim, Casein o. dgl.) oder eine rasch erhärtende anorganische Kittgrundmasse, wie Wasserglas. Den pflanzlichen oder tierischen Klebstoffen -wird häufig zur Verdickung auch ein mineralischer Füllstoff; wie z. B. Kieselsäure, Talkum -oder ein anderes Silikat, in feiner Verteilung zugemischt. Zusätze von hygroskopischen Substanzen, wie insbesondere von Magnesiumchlorid, sollen das Spröde- und Brüchigwerden des erstarrten Pfropfens verhindern; dem gleichen Zweck dient die Beigabe von Glyzerin. Dazu kommen nach einzelnen Vorschlägen noch besondere Zusätze, wie Schwefel oder Antimonpentasulfid, und schließlich konservierend wirkende Mittel, wie Tannin, Salicylsäure, Borsäure.
  • Diese bekannten Dichtungsmittel sind zum Teil schon deswegen unbrauchbar, weil sie Gummi angreifen. Auch alle anderen Mischungen dieser Art erfüllen aber den angestrebten Zweck mehr oder minder ,unvollkommen. Ein zuverlässiges Mittel zur selbsttätigen Instandsetzung von Pneumatikdefekten, und zwar selbst sehr geringfügiger Defekte, hat sich auf diesem Wege bisher nicht gewinnen lassen.
  • Das vorliegende Verfahren geht von einer der bekannten Mischungen mit konservierenden Zusätzen aus, wobei Erfordernis ist, daß ein gärfähiges Abbauprodukt der Stärke, beispielsweise Dextrin, sei es als Klebstoffkomponente, sei es als Zusatz zu anderen Klebstoffen, in der Mischung vorhanden sein muß. Im Sinne der Erfindung läßt man den gärfähigen Bestandteil des Dichtungsmittels entweder freiwillig in Gärung geraten, oder man leitet die Gärung durch Impfung mit geeigneten Kleinlebewesen ein, z. B. im Falle des Dextrins. durch Zugabe von Heferassen, die Dextrin zu vergären vermögen. Im Vergleich mit den bekannten Dichtungsmitteln dieser Art hat eine solche in Gärung hefindliche Mischung den Vorteil, daß sie sehr lange Zeit hindurch dünnflüssig bleibt, so daß die Flüssigkeit bei einer Verletzung des Schlauches rasch austritt; dadurch, daß die in der Flüssigkeit gelöste Gärungskohlensäure entweicht, wird ferner die für die Verdichtung maßgebende Oberfläche vergrößert, so daß die austretende Flüssigkeit rasch erstarrt. Im Gegensatz hierzu werden die bekannten Mischungen nach einiger Zeit so zäh, daß sie an der verletzten Stelle nur langsam austreten, so daß inzwischen viel Luft entweichen kann, und daß schließlich eine Abdichtung gar nicht mehr erreicht wird, da sich der an der Oberfläche nur langsam erhärtende Pfropfen infolge des raschen Nachströmens der Luft nicht mehr vollkommen in die verletzte Stelle einfügen kann. Weiter ergibt sich durch die Gärung der Vorteil, daß für den Fall, als bei der Verletzung des Schlauches doch ein geringer Druckabfall eintritt, dies durch die bei der Gärung nachgebildete Kohlensäure wettgemacht wird. Tatsache ist, daß Defekte, wenn sie nicht einen allzu großen Umfang haben, regelmäßig und sicher behoben werden und daß der Luftschlauch nach dieser selbsttätigen Abdichtung selbst zahlreicher Löcher oder Risse von seiner vollen Gebrauchsfähigkeit nichts eingebüßt hat.
  • Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird die Gärung eingeleitet, ehe die Mischung in den Luftschlauch eingefüllt oder eingepumpt wird, wobei es durch die Anwesenheit des konservierenden, die Gärung hemmenden Stoffes verhütet wird, daß der Verbrauch des gärfähigen Bestand- .' teiles bei dieser Vorbehandlung zu weit fortschreitet. Es hat sich hierbei als vorteilhaft gezeigt, die angegorene Flüssigkeit nach einiger Zeit in geschlossene Gefäße einzubringen und dort w@eitergären zu lassen, wobei der Druck allmäh.lig zunimmt.
  • Als Ausführungsbeispiel sei das Folgende erwähnt: 25o Gewichtsteile Dextrin, 5o Gewichtsteile Tripelerde und 17o Gewichtsteile Kaolin werden :in trockenem Zustand verrieben und nach Zugabe von 6oo Gewichtsteilen Wasser sorgfältig verrührt, worauf man io Gewichtsteile Pflanzengummi und eine kleine Menge einer Lösung von Benzoeharz hinzufügt. Das Gemisch wird, zweckmäßig nach Impfung mit einer Dextrin vergärenden Heferasse, bei Zimmertemperatur stehengelassen, bis es in Gärung übergeht, und sodann in Druckflaschen eingefüllt und unter Luftabschluß weitergegoren. Man erhält in .dieser Weise ein gebrauchsfertig zubereitetes Gemisch, das aus den Druckflaschen unmittelbar in den Luftschlauch eingefüllt werden kann. Es werden zweckmäßig 211 -der gärenden Mischung vor dem Aufpumpen des Luftschlauches in diesen eingebracht.

Claims (3)

  1. PATENT-ANSpRÜcHE: i. Verfahren zur Herstellung eines Dichtungsmittels für Luftradreifen, bestehend aus einer klebstoffhaltigen, mit konservierend wirkenden Zusätzen versehenen Mischung, die einen gärfähigen Bestandteil, wie Dextrin, enthält, .dadurch gekennzeichnet, daß man die Mischung, zweckmäßig durch Impfung mit einem zur Vergärung des gärfähigen Bestandteils geeigneten Mikroorganismus, in Gärung geraten läßt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Gärung in Gegenwart eines gärungshemmenden Zusatzes einleitet, bevor die Mischung in den Luftschlauch eingebracht wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man die in Gärung geratene Mischung in geschlossenen Gefäßen weitergären läßt, bevor sie in den Schlauch eingefüllt wird.
DEP41385D 1921-01-24 1921-02-01 Verfahren zur Herstellung eines Dichtungsmittels fuer Luftradreifen Expired DE364540C (de)

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