DE362906C - Verfahren zum ersten Einhaengen der Seile (Ober- und Unterseil) und erstmaligen Einbringen der Foerderkoerbe bei der Schachtfoerderung - Google Patents

Verfahren zum ersten Einhaengen der Seile (Ober- und Unterseil) und erstmaligen Einbringen der Foerderkoerbe bei der Schachtfoerderung

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DE362906C
DE362906C DEW58356D DEW0058356D DE362906C DE 362906 C DE362906 C DE 362906C DE W58356 D DEW58356 D DE W58356D DE W0058356 D DEW0058356 D DE W0058356D DE 362906 C DE362906 C DE 362906C
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ropes
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rope
cage
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DEW58356D
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Wilhelmshuette A G
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Wilhelmshuette A G
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B66HOISTING; LIFTING; HAULING
    • B66BELEVATORS; ESCALATORS OR MOVING WALKWAYS
    • B66B19/00Mining-hoist operation
    • B66B19/02Installing or exchanging ropes or cables

Landscapes

  • Lift-Guide Devices, And Elevator Ropes And Cables (AREA)

Description

  • Verfahren zum ersten Einhängen der Seile (Ober- und Unterseil) und erstmaligen Einbringen der Förderkörbe bei der Schachtförderung. Bei Fördermaschinen besteht ein Mißstand darin, daß der Motor für eine Leistung bemessen werden muß, die die zum Bewegen der Seile und Förderkörbe im normalen Betrieb erforderliche Leistung wesentlich übersteigt, und zwar, weil beim Aus- und Einhängen der Seile und Förderschalen zwecks Einziehens neuer Seile eine erhebliche einseitige Belastung durch das Gewicht eines Seiles und eines Förderkorbes entsteht, die einen entsprechend starken Motor erfordert. Man hat, um die Überbemessung des Motors, die nur für diesen Fall erforderlich ist und demgemäß den wirtschaftlichen Wirkungsgrad der Anlage schädigt, zu vermeiden, auch bereits gesonderte KabclS,vinden zum Einziehen der Seile vorgesehen. Abgesehen von der erhöhten Umständlichkeit dieses Vorgehens müssen auch die Motoren dieser Kabelwinden dann so stark sein, um die übermäßig hohe, Belastung durch ein Seil und einen Förderkorb tragen zu können.
  • Das Wesen der Erfindung besteht darin, daß die Verwendung eines Triebmotors für die Treibscheibe oder für die Kabelwinde von besonders geringer Kraftleistung dadurch ermöglicht ist, daß zum Einhängen der Seile und Förderkörbe die Seile einzeln in den Schacht hinabgelassen werden, dann zwischen die über Tage befindlichen Enden der Seile eine Förderschale eingefügt wird und die im Schacht befindlichen Enden der Seile vorübergehend miteinander verbunden werden. Dann wird durch Senken des in die Seile schon eingeschalteten Förderkorbes die Verbindungsstelle der beiden Seilenden an die Hängebank gehoben, getrennt und in die Trennstelle der zweite Förderkorb eingeschaltet. Zum Aushängen der vorhandenen Seile, beispielsweise zwecks Erneuerung, haben' die Vorgänge in umgekehrter Reihenfolge zu erfolgen. Hierdurch ist erreicht, daß die vom Motor hochzuwindende oder durch Bremsung zu senkende größte Last nur dem Gewicht eires Seiles oder nach Ausgleich der Gewichte der beiden eingehängten Seile untereinander dem Gewicht eines Förderkorbes entspricht. Diese geringe Mehrleistung kann der normale Fördermotor ohne weiteres hergeben, so daß die sonst zum Tragen eines Seiles mit angehängtem Förderkorb erforderliche Überbemessung des Motors fortfällt; dadurch ist der Wirkungsgrad der Maschine verbessert, weil sie immer mit annähernder Vollbelastung läuft, und außerdem ist der wirtschaftliche Wirkungsgrad noch verbessert, indem der Motor kleiner und wohlfeiler wird.
  • Zur näheren Erläuterung sei an Hand der Zeichnung als Beispiel das Einhängen und Aushängen der Seile an einer Fördermaschine für einen Schacht von zooo m Tiefe beschrieben.. Die Maschine besitzt wie üblich eine Treibscbeibe Z, über die das Oberseil 2 zwecks Mitnahme durch Reibung läuft; a n beiden Enden des Oberseils hängen die Förderkörbe 3 und ¢, und unten an diesen ist das zum Gewichtsausgleich dienende Unterseil 5 angeschlossen. Der Motor besitzt die Stärke, die erforderlich ist, um das Fördergewicht mit der Geschwindigkeit von beispielsweise 2o m sekundlich hoch zu fördern.
  • Das Einhängen der Seile geschieht nun unter der Voraussetzung, daß beide Förderkörbe auf der Hängebank stehen und daß die Treibscheibe für die Aufnahme eines Seiles durch Aufwicklung geeignet ist, so daß zunächst das Unterseil 5 auf die Treibscheibe i aufgewickelt und dann in den Schacht hineingelassen wird. Das obere Ende des Unterseiles 5 wird darauf an dem einen auf der Hängebank stehenden Förderkorb, z. B. 4, befestigt. Dann wird das Oberseil :z in entgegengesetztem Sinne auf die Treibscheibe i aufgewickelt und bei der Abwicklung in das zweite Schachttrum hinabgelassen. Das obere Ende des Oberseiles 2 wird dann mit dem Förderkorb 4 verbunden, an dem schon das obere Ende des Unterseils 5 befestigt war, und läuft von diesem über die Treibscheibe i hinweg in den Schacht. Darauf werden die unten im Schacht hängenden Enden beider Seile miteinander verbunden. Nunmehr wird der in die Seile eingeschaltete Förderkorb 4 an der Hängebank freigegeben und durch die Maschine in den Schacht abwärtsgefahren, wobei die Verbindungsstelle der beiden freien Seilenden an die Hängebank des anderen Schachttrums gehoben wird. Dort werden nunmehr die beiden Seilenden voneinander getrennt und mit dem zweiten Förderkorb 3 verbunden. Damit ist dann die Anlage betriebsfertig.
  • Hierbei ist zunächst beim Herabsenken der Seile von der Fördermaschine jeweils das Gewicht eines Seiles von etwa io ooo kg einseitig .zu tragen, und beim Herabfahren des ersten Förderkorbes ist dessen Gewicht von 75oo kg einseitig zutragen, während sich die Seilgewichte bereits ausgleichen. Diese Leistung kann die normale Fördermaschine ohne weiteres übernehmen, während bei dem sonst üblichen Verfahren des Herablassens eines Förderkorbes an seinem Seile das Gewicht von Seil und Förderkorb zusammen, also im vorliegenden Falle 17 50o kg, getragen werden mußte und dazu ein fast doppelt so starker Fördermotor erforderlich war.
  • Zum Aushängen der Seile zwecks Erneuerung wird umgekehrt ein Förderkorb, z. B. 3, an die Hängebank gehoben und dort festgelegt. Danach wird sowohl das Oberseil 2 wie das Unterseil s von ihm abgenommen, und beide Seilenden werden miteinander verbunder!. Dann wird der zweite Förderkorb 4 hochgefahren und auf der Hängebank festgelegt, wobei die Verbindungsstelle der Enden des Ober- und Unterseiles in den Schacht gesenkt wird. Danach wird das Oberseil e, nachdem es v6m Förderkorb - 4 gelöst ist und nachdem die Verbindungsstelle der Seilenden im Schacht getrennt ist, unter Aufwickelung auf die Treibscheibe i aus dem Schacht gezogen und wieder von der Treibscheibe abgewickelt. Alsdann wird das Unterseil 5 von dem zweiten Förderkorb 4 gelöst und unter Aufwicklung auf die Treibscheibe aus dem Schacht herausgezogen und danach von der Treibscheibe wieder abgewickelt. Auch hierbei braucht also die Fördermaschine nur je ein Seilgewicht aufwinden zu können, d. h. sie wird nur innerhalb der Grenzen des normalen Betriebes beansprucht und braucht nicht eigens zum Zweck des Aushängens der Seile überbemessen zu sein.
  • Falls die Treibscheibe i nicht mit Verbreiterung zum Aufwickeln des Seiles ausgeführt ist, ist in an sich bekannter Weise entweder eine Kabelwinde 7 mit besonderem Motor vorgesehen, der dann in gleicher Weise nur die Kraftleistung zum Aufwinden eines Seiles aufzuweisen braucht, oder die Kabelwinde kann mittels einfacher Kupplung an den Fördermotor angeschlossen werden. Die Vorgänge sind dann dieselben, nur mit dem Unterschiede, daß die Seile von der Kabelwinde nicht aufgewickelt zu werden brauchen, sondern nach Art einer Spillwinde durch Reibung mitgenommen werden können.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum ersten Einhängen der Seile (Ober- und Unterseil) und erstmaligen Einbringen der Förderkörbe bei der Schachtförderung, dadurch gekennzeichnet, daß Ober- (2) und Unterseil (5) in den Schacht einzeln heruntergelassen, die beiden oberen Seilenden unter Zwischenschaltung von einem der beiden Förderkörbe und die unteren Seilenden unmittelbar miteinander verbunden werden, und danach der eingeschaltete Förderkorb nach unten und die untere Seilverbindung nach oben gefahren und der zweite Förderkorb nunmehr in die jetzt oben befindlicheSeilverbindung eingeschaltetwird.
  2. 2. Verfahren gemäß Anspruch i, zum Auswechseln vorhandener Seile, dadurch gekennzeichnet, daß erst der obere Förderkorb aus dem Seiltrieb herausgelöst wird, dann nach dem Verfahren gemäß Anspruch i, das aber in umgekehrter Reihenfolge ausgeführt wird, auch der zweite Förderkorb von den Seilen gelöst wird und darauf die neuen Seile nach dem Verfahren gemäß Anspruch i eingezogen werden.
DEW58356D 1921-05-12 1921-05-12 Verfahren zum ersten Einhaengen der Seile (Ober- und Unterseil) und erstmaligen Einbringen der Foerderkoerbe bei der Schachtfoerderung Expired DE362906C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1153141B (de) * 1959-01-30 1963-08-22 Gutehoffnungshuette Sterkrade Verfahren zum Einhaengen der Seile einer Bergbau-Schachtfoerderanlage mit Treibscheibe und Unterseilausgleich

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1153141B (de) * 1959-01-30 1963-08-22 Gutehoffnungshuette Sterkrade Verfahren zum Einhaengen der Seile einer Bergbau-Schachtfoerderanlage mit Treibscheibe und Unterseilausgleich

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