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Einrichtung zum Messen der Fadenspannung an Schiffchen von Stickmaschinen.
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Messen der Fadenspannung an Schiffchen
von Stickmaschinen mittels zweier frei fallender Gewichte, von denen eines mit dem
Faden des Schiffchens in Verbindung steht nach Patent 345732. Es ist bekannt, bei
derartigen Vorrichtungen die beiden Fallgewichte, von denen das eine infolge der
Verbindung des Fadens mit ihm verzögert fällt, gleichzeitig selbsttätig stillzusetzen
und aus dem Unterschied in der Fallgeschwindigkeit die Größe der Spannung
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abzulesen.
Bei derartigen Vorrichtungen wurde auch eine in die Bahn eines der Fallgewichte
reichende schiefe Ebene benutzt. Der Erfindung gemäß sind die beiden Fallgewiohte
auf derart im Winkel zueinander angeordneten Führungen frei verschiebbar angeordnet,
daß sie beim Fall in der der Fadenspannung entsprechenden Lage sich gegenseitig
festklemmen. Vorteilhaft wirkt die an dem Fallgewicht angeordnete Fadenklemme derart
mit einer Anschlagfläche des Gestells zusammen, daß sie beim Heben des Fallgewichts
über die Ausgangslage hinaus geöffnet und beim Zurückbewegen in die Ausgangslage
federnd geschlossen wind.
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Die Erfindung bezweckt die Schaffung einer einfachen Bauweise, sicheren
Wirkung und leichten Bedienbarkeit der Vorrichtung.
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Auf der Zeichnung sind einige Ausführungsformendes Erfindungsgegenstandesdargestellt.
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Abb. I zeigt ein erstes Ausführuagsbeispiel in Vorderansicht, Abb.
Ia einen Querschnitt durch den Auslöser für das Fallgewicht mit Draufsicht auf den
mit dem Auslöser zusammenwinkenden Ansatz des Fallgewichts, Abb. 2 eine Seitenansicht
der in Abb. I dargestellten Ausführungsform, Abb.3 ein zweites Ausführungsbeispiel
in Vorderansicht, Abb. 3a eine abgeänderte Ausführungsform von Einzelheiten der
Ausführungsform nach Abb. 3.
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Im ersten Ausführungsbeispiel bedeutet I den Schiffchenbehälter. Derselbe
ist auf einer Platte 2 befestigt. Diese Platte ist an zwei Stellen etwas nach unten
abgebogen. Ferner besitzt sie hinten einen abgebogenen Lappen 2'. An der Platte
sind zwei schräg nach unten verlaufende Stangen 3 und 4 angeschnaubt. Dieselben
besitzen unten j e ein Auge und sind dort mittels eines gemeinsamen Schraubenholzens
5 mit der Grundplatte 6 vereinigt. Auf jeder Stange ist ein Gewicht angeordnet.
Das eine mit dem Fadenende in Verbindung kommende Gewicht ist mit 7 bezeichnet,
wogegen das andere Gewicht mit 8 numeriert ist. Beide Gewichte weisen in ihrer Höchststellung
sowie mit Bezug auf die gegeneinanderliegenden Flächen einen bestimmten wagerechten
Abstand auf, der sich beim Herunterfallen der Gewichte auf Null verkleinert. Am
Gewicht 7 ist oben eine über die Stange 4 greifende Gabel, 9 befestigt. Am Gewicht
8 ist unten eine über die Stange 3 greifende Gabel Io angebracht. Beide Gabeln haben
den Zweckseine Verdrehung der Gewichte auf den Stangen zu verhüten. Die Gabel Io
hat außerdem den Zweck, das Gewicht 7 zu unterstützen, so daß beide Gewichte, wenn
sie unten sind, mit einer einzigen Handbewegung wieder nach oben befördert werden
können. Am Gewicht 7 ist ein Zeiger II angeordnet, und das analere Gewicht 8 ist
entsprechend mit einer Skala versehen. An dem Gewicht 7 ist eine sich selbsttätig
öffnende Fadenklemmeinrichtung vorgesehen, welche folgendermaßen eingerichtet ist.
Es bezeichnet I2 ein Rohr, welches an seinem Ende ein Gewinde aufweist. Das Rohr
besitzt eine Verstärkung, gegen welche eine von zwei auf das Rohr aufgeschobene
blecherne Klemmbacken I3, I4 anliegt. Die Klemmbaclken sind tellerförmig ausgebildet
und werden durch eine kleine Feder I5 voneinander gehalten. Das Rohr I2 besitzt
einen sich von der Verstärkung bis zum Ende des Rohres und des Gewindes erstreckenden
Doppelschlitz. Im Innern des Rohres ist ein Stift I6 geführt, der an seinem Ende
einen Kopf besitzt. Über das Rohrende ist eine Mutter I7 geschraubt. Das Rohr wird
von einer Feder I8 umgeben. Der Stift I6 trägt einen Splint I9, der in dem Doppelschlitz
des Rohres geführt ist und durch die Feder I8 gegen die Platte I4 der Fadenklemme
gedrückt wird. Da die Feder I8 stärker ist als die Feder I5, so werden die Fadenklemmbacken
von der Feder I8 zusammengedrückt. Nun ragt aber der Stift I6 auf der Hinterseite
des Gewichts 7 vor und wird bei Aufwärtsbewvegung dieses Gewichts in die oberste
Stellung gegen den mit abgeschrägter Fläche versehenen Anschlag 2' gedrückt. Infolgedessen
macht der Stift I6 eine wagerechte Bewegung, wobei der Splint I9 nach rechts und
die Feder I8 zusammengedrückt wird. Zufolge dieser Bewegung tritt nun die zwischen
den Fadenklemnmbacken angeordnete Feder in Funktion und preßt die letzteren auseinander.
Durch dieses selbsttätige Öffnen der Fadenklemme wird ein Handgriff erspart. Läßt
man nun beide Gewichte etwas, weiter herunterfallen in diejenige Stellung, in der
sie von der Auslösevorrichtung gehalten werden, indem man mit der einen Hand während
der Abwärtsbewegung den Faden straff anzieht, so kann sich der Stift I6 wieder nach
links bewegen, und die Klemmbacken werden wieder geschlossen. Die Fadenspannung
kann nun dadurch ermittelt werden, daß man die Auslösevorrichtung, d. h. den 'im
Blech gelagerten Schlüssel 2o, an welchem die Gewichte vor dem Herunterfallen hängen,
dreht, so daß er durch die Öffnung 2I (Abt. Ia) am Gewicht 8 hindurchtreten, kann.
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An der Vorrichtung ;ist nun, schließlich noch eine Ei:nstallvorrichtung
angebracht zum Ein-.stellender Blattfeder im Schiffchen nach Ablesung des Meßengebnisses.
In einem parallel zur Längsrichrtung -dies Schiffchenbettes
verlaufenden
.Schlitz im ,Blech 2 isst ein Lager 22 verstellbar angeordnet. Dasselbe weist ein
unter Wirkung einer Feder 23 stehendes, vorn federkielartig zugeschärftes, drehbares
Rohr 24 auf. Das Rohr 24 wird beim Richten der Schiffchen gegen den Schiffchendeckel
gepreßt, und es wird alsdann damit die Blattfeder auf dem Deckel entsprechend dem
auf der Skala abgelesenen Ergebnis vors Hand so verstellt, daß das nächste Meßergebnis
der erforderlichen Fadenspannung mutmaßlich entspricht.
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In Abb. 3 bedeutet I eine Grundplatte, auf welcher eine Säule 2 senkrecht
angeordnet ist, welche oben links den Schiffchenbehälter 3 aufweist. Auf der Säule
2 ist das fadenausziehende, aus Blech bestehende Gewicht 4 gelagert. Damit dieses
Gewicht sich auf der Säule nicht drehen kann, ist es außerdem nach oben mittels
einer durch den Schiffchenbehältersupport gehenden Stange 5 geführt. In dem Gewicht
4 ist ein zweites Gewicht 6 gelabert, und zwar so, daß es beim Fallen eine gegen
die Säule gerichtete Fallbewegung ausführen muß. In der Säule 2 sind unten in gleichen
Abständen mehrere Rinnen eingedreht, welche die Skala markieren. Die Auslösevorrichtu
ng besteht aus einer an der Grundplatte I gelagerten Klappe 7. Letztere wird in
ihrer Höchststellung durch einen unter Wirkung einer Feder 8 stehenden Hebel 8 unterstützt.
Drückt man -diesen Hebel herunter, so fällt die Klappe 7 mit der Fallgeschwindigkeit
herunter. Ferner kann dann auch das Gewicht 6 und ebenso auch das Gewicht 4 herunterfallen.
Da das Gewicht 6 in der Regel eine größere Fallgoschwindigkeit bat als das Gewicht
4, so fällt es mit seiner zugespitzten Anschlagfläche in eine der in der Säule vorgesehenen
Rinnen, deren Form und Tiefe durch Ausprobieren festgestellt wird. Es kommen nunmehr
beide Gewichte zum Stehen, und das Meßergebnis kann sowohl aus der Stellung des
Gewichts 4 als auch- aus der Sellung des Gewichts 6 gegenüber der Skala ermittelt
werden. Das Gewicht 6 könnte selbstverständlich unten auch anders ausgebildet sein,
z. B. mit einem federnden Greifer o.dgl. Mittgels eines im Gewicht 6 angeordneten
Stiftes Io können beide Gewichte 6 und 4 wieder nach oben bewegt werden. Das Gewicht
6 rhat eine vierkantige Querschnittsform, damit es sich nicht in den Führungslöchern
des Gewichts 4 drehen kann. Ebenso kann das Gewicht 6 gegen das obere Ende zu im
Querschnitt einwenig stärker gehalten sein, damit es sich beim Herunterfallen in
dien Führungen des 'Gewichts 4 leicht verklemmt.
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Blei der abgeänderten Ausführungsform nach Abb. 3a besteht das Gewicht
6 aus zwei Stängelchen 6 und 6', die durch Querbalken miteinander verbunden sind.
Die Führung dieses Gewichts erfolgt ganz wie bei Abb. 3 im Genwicht 4. Nur sind
statt der beiden Vierkantlöcher vier runde Löcher im Gewicht 4 anzuordnen derart,
daß das Gewicht 6 schräg herunterfallen kann. Das Gewicht 6, 6' fällt alsdann nicht
direkt gegen die Säule 2, sondern gegen eine aus Winkeleisen fiergestellte, schräg
abgebogene Skala II, die auf der Grundplatte befestigt ist. Die Schräge der Skala
kann durch Versuche ermittelt werden. Ferner kann der Fuß der Stange 6 mit einem
Adhäsionsstoff, z.B. Leder, versehen sein, um unerwünschte Rutschungen zu vorhüten.
Das Gewicht 6, 6' wird ebenso wie das Gewicht 6 in Abb. 3 mittels eines Stiftes
wieder nach oben bewegt.