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Oberflächenmeßmaschine, besonders für Leder. Die Erfindung betrifft
solche Oberfl ächennießmaschinen, bei welchen die zu messenden Flächen (besonders
Lederscheiben) durch in gleichen Abständen voneinander angeordnete Meßräder oder
-fühler in gleich breite Streifen zerlegt und die Längen der letzteren gemessen,
summiert und auf ein Zeigerwerk übertragen werden. Hierbei ergibt sich infolge der
Meßräderbreite ein Fehler, der stets ein zu großes Meßresultat erzeugt und um so
größer ist, je breiter die Meßräder sind und je mehr die Lederkanten,
an denen die Meßräder auf und ab laufen, in der Bewegungsrichtung der zu messenden
Häute liegen.
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Die Erfindung besteht darin, daß die Meßräder oder -fühler überall
doppelt vorhanden sind, daß also je zwei dicht nebeneinanderliegende Meßräder
auf ein einziges Meßelement einwirken, und zwar so, daß jeder Teil für sich die
Meßbewegung ausschalten kann, aber beide Teile -nur gemeinsam die Meßbewegung einschalten
können, daß diese also nur dann stattfindet, wenn beide Meßräder oder -fühler gleichzeitig
vom Leder abgehoben sind. Liegen die beiden Meßräder tatsächlich ohne Zwischenraum
aneinander, so hat dies die Wirkung, als ob ein einziges Meßrad von der Breite Null
an der Stelle tätig sei, in der die Radpaare sich berühren.
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Die Erfindung ist auf der Zeichnung dargestellt, und zwar zeigen:
Abb. i und 2 die Anwendung der Erfindung auf Meßmaschinen, bei denen dauernd auf
der Meßwalze laufende Meßräder mittels gleichachsig auf ihnen sitzender Ritzel ihre
Bewegung auf Segmente und somit auf die einzelnen Meßbänder übertragen.
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Die Abb. i und:2 zeigen ein solches Meßelement im Aufriß und Grundriß.
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Abb. 3 und 4 zeigen im Aufriß und Grundriß die Anwendung der
Erfindung auf eine Meßmaschine, bei welcher dauernd auf der Meßwalze laufende Fühler
die zum Aufwickeln der Meßbänder dienenden Rollen durch das Anheben des Leders mit
einer von der Meßwalze angetriebenen Welle kuppeln.
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Abb. 5 zeigt schematisch das Entstehen des Breitenfehlers beim
einfachen Meßrade bzw. -fühler.
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Abb. 6'zeigt schematisdi, die Vermeidung des Breitenfehlers durch
doppelte Meßräder nach der Erfindung.
Es soll zunächst die in Abb.
i und:2 dargestellte Maschine beschrieben werden. Auf der Meßwalzeg laufen dauernd
die Meßräder io, welche an den auf der Achse 12 ge-
lagerten Hebeln ii drehbar
angebracht sind. Beim Anheben durch das Leder gestatten sie den auf der Achse
13 gelagerten Segmenthebeln 14, vermöge des Gewichtes 16 sich nach links
zu drehen und die Segmente 15 mit den Ritzeln 17, die mit den Meßrädern io dauernd
mitlaufen, in Eingriff zu bringen, wodurch sich die Segmente rechts herumdrehen
und die mit ihnen verbundenen Rollen 18 die Meßbänder ig in bekannter Weise aufwickeln
und diese Bewegung dem Additionswerke übertragen. Die Hebelverhältnisse sind nun
so gewählt, daß die Segmente schon bei sehr dünnem Leder mit den Ritzeln in Eingriff
kommen. Die Meßräder io sind nun doppelt vorhanden, ebenso die Hebel ii mit den
auf die Segmenthebel 14 wirkenden Stellschrauben i i', so daß je zwei Meßräder
i o mit Hebeln i i und Schrauben i i' für ein Segment 15 und ein Ritzel 17, das
mit dem einen der beiden Meßräder io starr verbunden ist, vorhanden sind. Erst wenn
beide Meßräder io und damit beide Hebel ii angehoben sind, kommt das Segment 15
mit dem entsprechenden Ritzel 17 in Eingriff.
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Abb. 3 und 4 zeigen die An-,vendung der Erfindung für ein anderes
Meßmaschinensystem. Auf der Meßwalze laufen anstatt der Meßräder Fühlrollen
25, welche an den auf der Achse 2,3 gelagerten Hebeln 24 drehbar angeordnet
sind. Die Fühler sollen die Meßbewegung selbst nicht übertragen, sondern dieselbe
nur ein- und ausschalten, wenn sie vom durchgehenden Leder gehoben oder gesenkt
werden. Die Meßwalze 2:z treibt. mittels der Räderpaare 26, 27 und
28, 29 die Welle 30 dauernd an. Auf dieser Welle sitzen die Segmente
3 1, welche nur mittels Reibung mit ihr verbunden sind. Die Federn
30'
drücken sie nämlich gegen die Lederscheiben 35, welche sich gegen
die auf der Welle festsitzenden Scheiben 34 legen. Die Segmente werden für gewöhnlich
von den Sperrklinken 36 an der Mitdrehung mit der Welle 30 gehindert.
Die Feder 37 will zwar die Klinke 36 aus dem Segment herausziehen,
wird aber gehindert durch die Schraube 2,4#, die an dem Fühlhebel 24 sitzt und unter
der Wirkung der kräftigen Feder 38 an der Klinke 36 anliegt. Wird
der Fühler nun vom Leder abgehoben, so löst sich die Sperrklinke, und das Segment
macht die Drehung der Welle 30 mit, indem es mittels der mit ihm
fest verbundenen Rolle 32 das Meßband 33
aufwickelt und diese
Bewegung auf das Additionswerk überträgt. Der Erfindung gemäß sind nun die Fühlrollen
25, die Fühlhebel 2,4, die Stellschrauben 24# und die Spiralfedern
38
für jedes Segment 31 doppelt vorhanden. Die Klinke 36 wird erst
gelöst bzw. die Meßbewegung eingeschaltet, wenn beide Fühlrollen 25 gleichzeitig
vom Leder angehoben sind.
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Liegen, wie in Abb. 4 gezeichnet, die beiden Rollen.25 aneinander,
so wird der Breitenfehler ganz vermieden.
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In Abb. 5 wird das Entstehen des Breitenfehlers beim gewöhnlichen
Meßrade gezeigt. Bewegt sich die Lederkante 1 in Pfellrichtung unter dem
Meßrade hinweg, so wird die Meßbewegung eingeschaltet, wenn die Rollenkante a die
Lederkante bei c trifft, und ausgeschaltet, wenn die Rollenkantea die Lederkantel
bei d ' verläßt. Eigentlich müßte die Meßbewegung aber in Punkt e beginnen
und in Punktf aufhören. Das Meßresultat dieses einen Meßelements ist also um so
viel zu groß, als die Strecke c-d größer ist als c-f. Bei einer anderen Lederkante
2 wird die Meßbewegung eingeschaltet, wenn die Rollenkante b die Lederkante
bei g trifft, und ausgeschaltet, wenn die Rollenkante b die Lederkante
2 bei h verläßt. Der Breitenfehler beträgt nun die Differenz der Strecken g-h und
i-k.
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Abb. 6 stellt die Vermeidung des Breitenfehlers nach der Erendung
dar. Es wird die Rolle 3 in Punkt 5 und Rolle 4 in Punkt
6 der Lederkante angehoben. Der Meßvorgang beginnt also in Punkt
6, weil von diesem Punkte an beide Rollen angehoben sind. Rolle
3 verläßt die Lederkante in Punkt 8, Rolle 4 in Punkt 7. Der
Meßvorgang hört aber schon in Punkt 7 auf, weil von da ab nur eine Rolle
angehoben ist. Es wird a15o nicht die Strecke 5-8, sondern 6-7 gemessen,
wie es geschehen muß, wenn ein Breitenfehler nicht entstehen soll,