DE36120C - Verfahren und Apparat zum Geschmeidigmachen von Geweben - Google Patents

Verfahren und Apparat zum Geschmeidigmachen von Geweben

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DE36120C
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Germany
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Expired - Lifetime
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DENDAT36120D
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English (en)
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F. SCHMALBEIN in Köln a. Rh
Publication of DE36120C publication Critical patent/DE36120C/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06CFINISHING, DRESSING, TENTERING OR STRETCHING TEXTILE FABRICS
    • D06C19/00Breaking or softening of fabrics

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
Patentirt im Deutschen Reiche vom 27. November 1885 ab.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und die zugehörige Einrichtung, um Gewebe, welche nach erfolgter Herstellung auf dem Webstuhl und nach dem Verlassen des. letzteren der genügenden Geschmeidigkeit entbehren, bis auf den gewünschten und erforderlichen Grad weich und geschmeidig zu machen. Diese Operation ist namentlich bei denjenigen Geweben nothwendig, bei welchen' der Einschlag aus ungesponnenen Pflanzenstengeln besteht.
Dieses Geschmeidigmachen wird am besten dadurch erreicht, dafs man den Einschlag in diagonaler Richtung einem Reibprocefs unterwirft, um so diesen Einschlag bezw. das Stroh der Stengel auf jeder einzelnen Stelle mit Sicherheit zu zerquetschen und weich zu machen. Die hierfür geeignete Einrichtung ist • in nachstehendem beschrieben und in Fig. 1 in der Seitenansicht, in Fig. 2 in der Vorderansicht und in Fig. 3 in der Ansicht von oben dargestellt, während die Fig. 4 und 5 rechtwinklige Schnitte durch die das Reiben bezw. Weichmachen bewirkenden Metallschienen für zwei Stellungen derselben und die Fig. 6 und 7 zwei diagonal gerichtete und nach senkrecht auf einander stehenden Linien I - II und HI - IV in Fig. 3 genommene Schnitte des oberen Theiles des Apparates zeigen.
In diesen Figuren ist das Gewebe durch doppelte, zwischen sich eine Schraffur tragende Linien dargestellt.
Das Gewebe tritt zwischen den beiden Führungswalzen A und A1, Fig. 1, in die Maschine ein, wird über die diagonal liegende Führungswalze B geleitet und gelangt von dieser zwischen die ebenfalls diagonal liegenden Metallschienen KK1 und MM1, deren rechtwinklige Schnitte in den Fig. 4 und 5 in ihren Endstellungen gezeigt sind. Hierauf gleitet das Gewebe über die feststehenden, ebenfalls, diagonal angeordneten Führungsbarren C und von dort auf die Rolle D, auf welche das Gewebe sich aufwickelt.
Der Antrieb der Maschine erfolgt durch die Riemscheibe E, Fig. 3, durch welche weiterhin das Zahnrad F und das Zahnrad G in Bewegung gesetzt wird. Letzteres ist mit der Achse H fest verbunden. An dieser Achse sind die beiden Excenterstangen J befestigt, welche durch Scharniere mit den Metallbarren K und K1 verbunden sind. Die Metallbarren K und K1 sind durch die mit der 'Spannfeder L versehenen Bolzen N mit einander verbunden und werden durch die Excenterstangen J in horizontaler Richtung gleichzeitig hin und her bewegt. Unter diesen Metallbarren K und K1 liegen die unbeweglichen Metallbarren M und M1, die ebenfalls durch mit Spannfedern versehene Bolzen verbunden sind.
Das Gewebe O, Fig. 4 und 5, tritt zwischen die Metallbarren M und M1 ein. Diese beiden Metallbarren sind unbeweglich und können ihre Stellung nur insoweit zu einander verändern, als es nöthig ist, um das Gewebe beim Beginn der Operation in die Maschine einzuführen. Aus diesen Metallbarren tritt das Gewebe zwischen die Metallbarren K und K\ welche sich in horizontaler Richtung gleichmäfsig und gleichzeitig hin und her bewegen. Die beiden Endstellungen dieser Bewegung
sind in den Fig. 4 und 5 dargestellt. Der Stoff ist zwischen den Metallbarren lose eingeklemmt, und werden die Flachsstengel des Gewebes, also der Einschlag, dadurch, dafs diese Metallbarren diagonal zur Maschine und gleichzeitig diagonal zu dem hindurchgehenden Gewebe stehen, in allen Theilen durch das Hin- und Herbewegen der Metallbarren K und K1 bei P und Q. gebrochen bezw. geschmeidig gemacht.
Die beschriebene Weichmachungsmaschine kann dadurch vereinfacht werden, dafs die beiden in diagonaler Richtung wirkenden reibenden Metallbarrenpaare unterhalb des Stuhles selber, auf welchem das betreffende Gewebe hergestellt wird, angebracht werden. Bei einer solchen Einrichtung erfolgt das Geschmeidigmachen des Gewebes gleichzeitig mit dem Weben des Stuhles, so dafs das Gewebe sofort weich und geschmeidig von dem Stuhle kommt. In diesem Falle wird der vorbeschriebene Apparat so mit dem Stuhle verbunden, dafs derselbe nur dann arbeitet, wenn der Stuhl webt, jedoch auch vollständig ausgelöst werden kann, wenn der Stuhl arretirt ist. Selbstverständlich werden dann die Metallbarren KK1 und MM1, anstatt wie jetzt dargestellt (diagonal in der horizontalen Ebene), an dem Stuhl diagonal in einer verticalen Ebene angebracht sein müssen.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zum Geschmeidigmachen von Geweben, indem dieselben zwischen Metallbarren einem Reibeprocefs nach einer zum Einschlag diagonalen Richtung unterworfen werden.
2. Zur Ausführung dieses Verfahrens ein Apparat, welcher gekennzeichnet ist durch die Anordnung von zwei Paar diagonal zu der Richtung des Einschlags stehenden Metallbarren AiAi1 und KK', zwischen welchen das Gewebe vermittelst Walzen hindurchgeführt wird und von denen das eine Paar MM1 feststeht, während das zweite Paar KK1 mit dem Gewebe eine hin und her gleitende Bewegung macht.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
DENDAT36120D Verfahren und Apparat zum Geschmeidigmachen von Geweben Expired - Lifetime DE36120C (de)

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