DE360996C - Nivelliergeraet - Google Patents

Nivelliergeraet

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DE360996C
DE360996C DEST32209D DEST032209D DE360996C DE 360996 C DE360996 C DE 360996C DE ST32209 D DEST32209 D DE ST32209D DE ST032209 D DEST032209 D DE ST032209D DE 360996 C DE360996 C DE 360996C
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01CMEASURING DISTANCES, LEVELS OR BEARINGS; SURVEYING; NAVIGATION; GYROSCOPIC INSTRUMENTS; PHOTOGRAMMETRY OR VIDEOGRAMMETRY
    • G01C5/00Measuring height; Measuring distances transverse to line of sight; Levelling between separated points; Surveyors' levels

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Radar, Positioning & Navigation (AREA)
  • Remote Sensing (AREA)
  • Length Measuring Devices By Optical Means (AREA)

Description

  • Nivelliergerät. Die Erfindung betrifft ein Nivelliergerät mit spiegelnden und brechenden Planflächen, die so zusammengestellt sind, daß die wagercelite, Richtung beim Durchblick bestimmt werden kann. Eine Fläche des Planspiegelsyst-erns ist als FlüssIgkeitsspiegel ausgebildet, dessen Oberfläche im Ruhezustand des Geräts die wagerechte Ebene verkörpert.
  • Die bekannten Geräte dieser Art haben den NTachteil, daß die Meßergebnisse unzuverlässig sind, weil eintretende Lageänderungen der einzelnen Glieder des optischen Aufbaues das Maßergebnis fälschen, ohne daß der Messende in der Lage ist, solche. Änderungen zu er#ennen und zu berichtigen.
  • Im Gegensatz hierzu werden bei dem vorliegenden Nivelliergerät alle seine optischen Teile so zueinander angeordnet, daß der Mes-,;ende beim Durchblick jede meßbare Lageänderung dieser Teile sofort erkennen kann. Durch die Messung selbst werden stets die jeweiligen Veränderungen des Meßgeräts richtiggestellt. Während bei anderen Geräten dieser Art jedoch die wagerechte Richtung mit Hilfe der in sich zurückkehrenden Ab- bildung mehrerer Bildfeldmarken eines Fernrohrs und durch zwei Einstellungsmaßnahmen bestimmt wird, werden hier von dem Planspiegelsystern mehrere optisch verschiedene Bilder eines Gegenstandes (Zielpunktes, Meßlatte o. dgl.) entworfen. Dieser dient als seine eigene E, instellungsmarke. Durch einen einzigen Einstellungsvorgang wird die Wagerechte als Sehlinie nach den gemeinsamen Bildorten gleicher Zielteile bestimnit.' Das neue Nivelliergerät erfordert also keine besonderen Einstellungsmarken. Als Einstellziel kann erfindungsgemäß eine Meßlatte, die nach Art einesbekannten, jedoch um go' almaßstabes mit einer gedrehten Transvers größeren Anzahl senkrechter und schräger Einstellinien versehen ist, verwandt wer-den. Die Zeichnung zeigt den Gegenstand der Erfindung an Ausführungsbeispielen, und zwar: Abb, i bis 5 das Spiegelsystern zunächst für sich allein dargestellt. Hierbei sind Abb. I bis 3 und 5 Längsschnitte und Abb. 4 eine Ansicht des Systems in der Durchblicksrichtung.
  • Die Abb. 6 stellt eine Ausführungsform des Nivelliergeräts in Verbindung mit dern Spiegelsystem nach Abb. 1 Iyis 5 dar, das durch die Einteilung des Meßgeräts nach Abh. io vervollständigt wird.
  • Abb. 7 ist ein beliebiger künstlicher Zielpunkt, dessen Bildwirkung irn Gesichtsfeld des Fernrohrs durchdie Abb. 8 und 9 dar-gestellt wird, und zwar in Abb. 8 vor und in Abl). 9 nach Durchführung des Meßvorgangs.
  • Abb. i i zeigt die Bildwirkung der Nivellierlatte nach Durchführung des Meßvorgangs.
  • Das in Abb. i bis 6 dargestellte Spiegelsystern hat die ebenen Begrenztingsflächen a, b, it und c, von denen nein Flüssigkeitshorizont ist, dessen Einstellung im Ruhezustand des Nivelliergeräts die Wagerechte anzeigt, ».die optisch auf die Häuptstrahlrichtung :der übrigen Teile des Spiegelsysterns übertragen werden soll.
  • In seiner Gesamtheit stelltdieses optische System eineageradsichtigen Körper dar, der mehrere optisch verschiedene Bilder seiner Umgebung entwirft, deren Hauptstrählrichtung nur dann bei c parallel austretende Strahlenbündel ergibt, wenn die Eintrittsfläche a in einer senkrechten Ebene liegt, Dieser Zustand des Spiegelsystems wird durch die Stellung nach Abb. i veranschaulicht. Unter Hauptsuahlen werden diejenitr n "e Strahlecbündel verstanden, die senkrecht zurEintrittsflächeaeintreten. IndenAbb.i ,I)is6silild solche I-Iauptsti-ahleiimitx-x" 1 und Il. bezeichnet.
  • Ohne den Körper auf die gezeichnete Ausführungsform beschränken zu wollen, wird er am einfachsten aus zwei Glaskeilen mit den optisch wirksamen Flächen a und b einerseits und; b und c anderseits hergestellt. Beide Glaskeile werden mitden noch zu erläuternden Versilberungen s, bis s, versehen und mit ihren Flächen b so aufeinandergelegt-,oder verkittet, daß die Eintrittsfläche a möglichst parallel zur Austrittsfläche c des Systems liegt.
  • Die in der Mitte der Aibb. 4 nicht schraffierten hellen Flächenteile des Systems bleiben von Versilberungen frei. Die hier senk---echt zu a eintretenden Strahlenhündel z---, treten ohne Richtungsänderungen durch das System, -wenn a parallel zu c liegt und die Lauft- oder Kittschicht bei b parallel ist.
  • Für dieseBildwirkuhng ist das System dann m behandeln wie eine planparallele Platte. Doch ist damit, daß a und c oder die Kittschicht b nicht parallel ist, stets zu rechnen. Es er-geben sich dann Keilwirkungen des Systems, die als, Richtungsänderungen der Strahil#effbün-delx---, hinter b wirksam, werden. Hier haben solche Abweichungen lechglich die Bedeutung, daß (die Brechungen praktisch nicht Beträge erreichen dürfen, bei denen ihre fatbenzerstreuenden Wirkungen augenfällig werden. Die entstehenden Richtungsänderungen, sind belanglos, da sie durch gleiche der optisch verschiedenen Vergleichsbilder des Systems wieder aufgehoben wer-.den, was später gezeigt wird.
  • Diese Vergleichsbilder entstehen nach Abb,- 3, die einen Schnitt 3-3 durch, Abb- 4 darstellt, auf folgende Weise: Ein Hauptstrahl 1 trifft nach seinem Eintritt bei a den Spiegel s, wird zur Fläche a zurückgeworfen, wo er eine Totalreflexion erfährt und die Oberfläche desFlüssigkeitsspiegelset trifft, der sich in dem Trog d, e (Abb. i) befindet und, Aurch die Schraube f eingefüllt ist. Diese Flüssigkeit bat möglichst gleiche optische Dichte wie der Körper tt" b des Spiegelsvstems. Es wird hierzu zweckmäßig. eine glasklare Flüssigkeit (Zedernholzöl, Monobromnaphthalin, Glyzerin, Wasser o. idgl.) verwandt. - An dem Flüssigkeits:gpiegel n wird, der Strahl I total reflektiert und trifft nun die Fläche b ztun zweiten Male am Spiegels-Von hier wird der Strahl I in Richtung auf ,die Fläche a reflektiert, trifft den Spiegel s"-. ,der' ihn über s, und c in der Eintrittsrichtung,- (Pfeilrichtung) wieder austreten läßt. Hierzu ist der Spiegel s. nur halb. versilbert, d. h. mit einer Versilberungsschicht versehen,-die ebensoviel Strahlen durchläßt als reflektiert.
  • Symmetrisch zur Anordnung der Spiegel s, bis s" der Abb. 3 fiegen die Spiegel s, bis s, der Abb. 5, die einen. Schnitt 5-5 durch Abb. 4 darstellt. Die Symmetrieachse ist die Mitte des Körpers nach, Abb. 4.
  • Der Strahl II nach Abb. 5 verläuft durch. (las System wie der Strahl I nach Abb. 3 je- doch mit dem für die Biläwirkung wichtigen Unterschied, daß der Strahl II nach seinem Eintritt bei a und Reflexion am Spiegel s, der Fläche b unmittelbar zum Plüssigkeitsspiegel n reflektiert wird. Erst von hier aus trifft er wieder die F läche a, dann den, Spiegel s" zuletzt s, und tritt durch s, an der Fläche c wieder aus.
  • Aus dein gezeichneten Strahlenverlauf ist zu, erkennen, dia3 idas optische System beim Durchblick drei Bilder seiner Umgebung entwirft; von diesen entsteht das mittlerex-x. ohne Reflexionen und, ist daher von dem mit unbewaffnetem Auge beobachteten Abbild eines. Gegenstandes nicht verschieden. Die beiden anderen Bilder -entstehen durch je fünf Spiegelungen bei je zweimaliger Umkehrungder Strahlenrichtungen I und, II. Beide geben optisch gleichartige Bilder eines Gegenstandes, die von dem mittleren Bild in--sofern verschieden sind, als. das System in bezug auf die wagerechte Ebene alle Vorzeichen vertauscht. Während also durch das Spiegelsystem das inittlere Bild x-x, aufrecht und seitenrichtig erscheint, werden d#ie Bilder, die durch die Strahlenb#ünidelI und II entstehen, auf dem Kopfe stehend, im übrigen seitenrichtig wahrgenommen.
  • Zur Veranschaulichung der Umkehrung aller Höhenvorzeichen der im System reflektierten, Strahilen I und II ist in Abb. i der Verlauf eines um den, Winkel + 2 zum Hauptstrahl geneigten Strahles gezeichnet. Der Strahl tritt unter dem gleichen Winkel aber mit entgegengesetztem Vorzeichen, also - E bei c wieder aus.
  • "'#us dem. Strahlenverlauf r-x, und I und II der Abb-. i ist zu erkennen, #daß alle senkrecht zur Fläche a eintretenden Strahlen parallel aus dem System wieder austreten, wenn, wie im gezeichneten Falle, der Winkel a = go' ist, den die Splegelflächen a und ii, miteinander bilden. Dieser Doppelspiggel hat dann die Gesamtaiblenkung von. 18o0 (sie ist immer doppelt so groß als der Winkel, den beide Spiegel einschließen). Deshall> erfahren alle Curch a eintreten-den und anden Spiegeln der Pläche b reflektierten Strahlen beliebiger Richtung eine Umkehrung ihres Richtungssinnes rlurch den Doppelspie"gel a und n, treffen die'Fläche b unter dern gleichen Winkel zum zweiten Male und werden von hier entgegengesetzt zur ursprünglichen Eintrittsrichtung zur Fläche a reflektiert, wo sie wie-.c12ruin eine Umkehrung ihres Richtungssinnes erhalten. Innerhalb, --des Spiegelsystems zwischen den Flächen a und b #rfah.ren die Strahlen I und II gegenüber ihrer ursprünglichen Eintrittsrichtung keine Richtungsäniderung, sofern sie senkrecht zu a eingetreten sind. Für j ede andere Eintrittsrichtung tritt schließlich durch die fünfte Reflexion an der Flächea der Wechsel ihres Vorzeichens gegenüber der Senkrechten von a der (Horizontalen) ein, d.h. sie verlaufen stets symmetrisch zur Horizontalebene, ,die durch n-n gegeben ist, denn der vorsteilend beschriebene Strahlenverlauf setzte voraus,daß die Spiegelflächen a und n den Winkel von go' einschließen. Man erkennt ferner aus dieser Überlegung, daß die Neigung der Fläche b gegen die Eintrittsrichtung gleichgültig ist, denn alle Strahlen I und II erfahren an den Spiegeln der Fläche b zwei gleichgerichtete Reflexionen, wobei sich- alle Lageänderungen der Fläche b gegenseitig aufheben.
  • Berücksichtigt man ferner den Einfluß der Richtungsänderungen infolge unheabsichtigter Veränderung der Luft- oder Kittschicht zwischen den beiden Glaskeilen des Systems, ferner auch die entsprechenden Veränderungen der Fläche c, -dann ergibt sich, daß alle .drei Strahlenbündel des Systems durch diese Abweichungen irn gleichen, Sinne beeinflußt werden; die beschriebenen Veränderungen beeinflussen die gegenseitige Lage der Vergleichsbilder nicht.
  • Hieraus ist zu ersehen, daß die einzigen empfindlichen Teile des hier verwandten Spiegelsystezins die Eintrittsfläche a, und der Flüssigkeitshorizont it sind. Ihre gegenseitige Lage zu bestimmen ist die Aufgalbe des Messenden, die identisch mit der Bestimmung der wagerechten Richtung ist unddurchden Meßvorgang dieses Nivelliergeräts erledigt wird.
  • Aus diesen Ausführungen gehtbereits hervor, idaß die Hauptstrahlenbündel I und II durch das System, istets parallel verlaufen, solange die Eintrittsfläche a einen Winkel a == goo einschließt. Den gleichen Verlauf nehmen dann auch alle beliebig geneigt zur Eintrittsfläche a eintretenden Strahlenbündel. In #diesem Falle liegt die Eintrittsfläche a in der senkrechten Ebene, und alle durch die Strahleiil tuil II erzeugten Bilder eines Gegenstan les fallen zusammen. ' Man sieht in dem Falle, (laß a == go-' ist, nur zwei Bilder l#eiiii Durchblick durch das Systein, ein aufrecht-es, scitenrichtiges und ein umgekehrtes, ',eitenrichtiges, g das aus zwei sich deckenden Bildern hesteht, die von den Strahlen')imdeln I und Il herrühren. - Es ist ferner zu übersehen, daß von diesen irlrzi Bildern nur diejeniggen Teile des angezielten Gegenstandes sich berühren, nach denen die Sehlinie durch (las Spiegelsystein -n1,recht zur Eintiittsflächea verläuft, denn nur in diesein Falle treten Strahlenbündel x--r, sowie 1 und 11 parallel wieder aus dem System. Diese Sehlinie nach dem gemeinsainen- Bildort gleicher Zielteife verläuft wagerecht, denn wenn a senkrecht zum Flüssigkeitsspiegel ii, steht, dann liegt die Senkrechte zu a in der wagerechten Ebene.
  • An Hand,der #soll jetzt erklärt werden, daß die Bilder, die durch die Strahlenbündel 1 und II entstehen, nicht zusammenfallen können, wenn die E intrittsfläche a nicht senkrecht steht. Die Eintrittsfläche a ist in Abb. 2- -um den Winkel A a gegen die Senkrechte geneigt dargestellt, sie -bildet also mit Älein l-#l#issiCYk-eitssl)iegel n den Winkel a - Für die folgende Untersuchung soll voraus-CY dein gesetzt werden, daß der Winkel Aa so 1, ist, daß die Brechung wagerecht in die P-läche a eintretender Strahlen I und II vernachlässigt werden kaiiii. 1-ts wird also angenommen, (laß ein in a wagerecht eintretendes Strahlenbündel 1 (Abb. 2,) weiter wagerecht verläuft, - bis es den Spie-U -n es nach "els, der Fläche b trifft, von del den Reflexionen aiin Doppelspiegel a und n wieder zur Fläche 1) mit einem Richtungsunterschied gelangt, der i 8o#:' - :z Aa 1 Cträg gt, Mit dein gleichen Richtungsunterschied trifft dasStrahlenbündel I schließlich flie um Aa geneigte Eintrittsfläche a wiederuin, von wo es parallel zur Eintrittsrichtung gegen die Flächen b und c zurückgespiegelt wird, denn die Richtungsänderung 2Au, die das Strahlenbündel I durch den Doppelspiegel a-, ib erfährt, wird (durch die letzte Reflexion an a wieder aufgehoben.
  • Pür den Strahlenverlauf I der Abb. -9 gilt also folgendes: Solange die Abweichung A a ler Eintrittsfläche a gegen die Senkrechte klein ist, erfährt ein wagerecht eintretender Strahl keine Richtungsänderung durch das System. Allgemein gilt, daß alle Strahlen 1, die nach ihrem Eintritt parallel zum Flüssigkeitshorizont ii-it verlaufen, schließlich von der Eintrittsfläche a auch wieder parallel zu it-ii. zurückgespiegelt werden.
  • Einen an-deren Verlauf nimmt -das Stra-hlenbündel II der Abb. 2 infol-e der Winkelzz abweichung A a der Eintrittsfläche a von der Senkrechten. Es trifft auf seinem Wege,durch las Svstein die beiden Spiegel a und n in der ,iiiigefzehrten Reihenfolge wie das Strahlen-)ün"lel I. Die Richtungsänderungen, welche lie Strahlen 11 durch den Doppelspiegel er-,ahren, sind in ihrem absoluten Betrage die leichen wie die von 1, nämlich 2 A a, sie veraufen aber entgegen,gesetzt wie vorhin, so laß der gegenseitige Richtungsunterschied ler beiden StrahlenbündelI und 11 nach fünf Reflektionen 4 Aa beträgt, ats Folge der Nei-Tung A a der Eintrittsfläche agegen die Senk--echte.
  • Aus der Abb. 2 ist ferner noch zu erseheil laß infolge ider Brechungen, die die Strahlen 1 und; II beim Ein- und Austritt erfahren, die Richtungsunterschiede der beiden Strahlenbüridel schließlich noch größere werden. Der Wert 4Aa gilt nur für sehr kleine Richtungsinderungen Aa. Das System wird -durch jede Abweichung- der Eintrittsfläche von der Vertikalen ein iiiisyi-limetrisches Spiegelsystein, denn seine beiden Ein- und, Austrittslächen liegen nur dann symmetrisch zur wirksamen Spiegelachse des Systeins, wenn Ier Winkel ri. = go0 beträgt.
  • Der Ver-leich der beiden Strahlenbündel I und II an Hand der Abb. :2 ergibt also allge-' in#ein folgendeis: jede Abweichung der Eintrittsfläche a von der Senkrechten erkennt inan durch eine mindestens vierinal so große Winkelabweichung der beiden optisch gleichen Bilder, die durch die Strahlenbündel 1 und II entstehen. Damitergibt sich auch die Genauigkeit des Meßvorgangs. Sie ist hier mindestens viernial so groß als die der gebräuchlichen Nivelliergeräte und doppelt so groß wie die ähnlicher Nivelliergeräte mit Flüssigkeitsliorizont und, Strichtnarken.
  • Der Gebrauch,des Nivelliergerätes in Verhindung mit einem Fernrohr wird an Hand der Abb. 6 bis i i beschrieben. Das Spiegel-#system a, b, c und m ist nach Albb. 6 in dem Gehäuse w gelagert. Das System ist hier wie das Gehäuse selbst von zylindrischem. Querschniti und wird seitlich voll einer Flüs,sigkeit mit gleicher optischer Dichte - z. B. Zedernholzöl - umgeben, deren Oberfläche n-n eine horizontale Spiegelfläche verkörpert. Die Verschraubung g dient zum Abschluß des Flüssigkeitsbehälters d und zur Fassung des Systems. Das Objektiv z ist lediglich zur EinschränkungderGrenzflächen zwischenLuft und Glas in unmittelbarer Verbindung mit der Flächec des Spie-gelsysterns. Das Okular k vervollständigt::das, Fernrohrsystem. Das Fernrohrgehäuse w ist auf dem Träger t um die Achse o drehbar gelagert. Mit Hilfe der Dreifußschrauben i, i, wird die Achse it des Unterteils p annähernd senkrecht -gestellt. Nach dieser Vorbereitung wird die Meßlatte durch dasFernrohrsystem angezielt. Zur Erläuterung der Bildwirkung, die durch die Strahlenbündiel einerseits und I und II (Abb. 6) anderseits entsteht, soll zunächst das einfache Markenbild r nach Albb. 7 beobachtet werden. Im Gesichtsfeld desFernrohrs entstehen dann drei Bilder der Marke r (s. Abb. 8); hier werden die drei Bilder mit ro, j-, und i-11,1),ezeichnet. Bei idieser Bildwirkung kann dem Spiegelsystem etwa der Strahlenverlauf nach Abb. 2 zugrunde gelegt werden. Das durch das System. unmittelbar hindurchtretende Bild, r, entspricht dann dem Strahlenverlauf i7-,vl, während r, und rjj durch die entsprechenden StrahlenI und-, II entstehen, wenn die Eintrittsfläche a um den Winkel A a gegen -die Vertikalebene geneigt ist. Hierdurch entsteht die im Gesichtsfeld erkennbare Winkel-aibweichung der beiden, Bilderr, und r11 (Abb.8), die dem Winkelwert4Aa entspricht. Die Aufgabe des Messenden besteht nun darin, diese Winkelabweichung dieser beiden Markenbilder r, und r,1 (Abb. 8) zu beseitigen, indem er das gesamte optische System mittels ider Stellschrauben 1 und m um die Achse o dreht. Die Nase li sichert dabei die Schraube 1 gegen Drehung. Diese Einstellbewegung -wird so lange durchgeführt, bis die beiden Bilder r, und rj, zusammenfallen und das Bild nach Abb. 9 im. Gesichtsfel,il entsteht. In diesem Augenblick gibt die Sehlinie nach den Berührungspunkten gleicher Zielteile die Richtung, der Wagerechten an. Sie ist für alle schräg verlaufenden Zielpunktlinien der Schnittpunkt ihrer Spiegelbilderrl, r11 und r, In Ahb. 9 sind diejenigen Zie-lteile, durch welche nach vollendetem Meßvorgang,die #Vagerechte, geht,durch die Linie v-v veranschaulicht. Es istganz gleichgültig, an welcher Stelle des Gesichtsfeldes diese Bildorte gleicher Zielteile lieg-en.
  • Die große Empfindlichkeit dieses Meßvorgangs läßt es zweckmäßig erscheinen, die Teilung der Meßlatte mit einer besonderen Einteilung zu versehen, die es ermöglicht, die kleinsten mit dem Gerät meßbaren Höhenunterschiede auch abzulesen. Diese besondere Einteilung der Meßlatte wird in Abb. io veranschaulicht. Es sind zwei Teilungen auf der Meßlatte vorhanden, von denen eine senkrecht verläuft, während -die andere zu ihr einen Winkel bildet, so daß die zweite Teilung schräg zur senkrechten Teilung verläuft. Im Gesichtsfeld des Fernrohrs entsteht nach vollendetem Meßvorgang dann das Bild der Meßlatte wie in Abb. ii, das zwei übereinanderliegende, als eins erscheinende Bilder und ferner ein umgekehrtes Bild der Teilung zeigt, die beide als Spiegelbilder zueinander erscheinen, wie bei einem Kehrbildentfernungsmesser. Mit Hilfe der hier geschilderten Einteilung der Meßlatte ist ihre beliebig feine Erinittelung der Höhe nach möglich, wie die Abb. io und ii erkennen lassen. Man sucht mit Hilfe der Bezifferung zunächst die beiden benachbarten gleichbezifferten Teilstriche des aufrechten und umgekehrten Spiegelbildes auf und liest in ihrem Schnittpunkt die Unterteilung an der senkrechten Teilung ab. Im gezeichneten Falle ergibt sich die Ablesung 5, 4 für den Schnittpunkt der Wagerechten mit der Meßlatte.

Claims (4)

  1. PATENT-AN.sPRÜCHE: i.
  2. Nivelliergerät mit spiegelndem Flüssigkeitshorizont und Einern Anzahl ebener, spiegelnder und brechender Flächen, die mehrere optisch verschiedene Bilder eines Zieles entwerfen, dadurch gekennzeichnet, daß das Gerät dadurch genau wagerecht einstellbar ist, daß nur bei vollkommen senkrechter Lage der Eintrittsfläche (a) die von dem System (a, b, c, s, bis s") entworfenen verschiedenen Bilder (r" rl, r,1, Abb. 8) des- Ziels (i-, Abb. 7) einen gemeinsamen Bildort gleicher Zielteile zeigen (Abb. 9). 2.
  3. Nivelliergerät nach Anspruch i, bei dem das Objektiv und das Okular hinter dem Spiegelsystem angeordnet sind, dadurch gekennzeichet, daß das Spiegelsystem (ab, bc, n, s, bis s,) ohne Verwendung von Bildi-narken zur Erreichung der wagerechten Lage des Geräts einstellz3 bar ist. 3. Nivelliergerät nach Anspruch i und:2 mit Verwendung einer schräg geteilten Meßlatte als Einstellziel, dadurch gekennzeichnet, daß diese Latte nach Art des bekannten, um go' gedrehten Transversalmaßstabes mit einer größeren Anzahl senkrechter und schräger Einstellinien versehen ist (Abb. io).
  4. 4. Nivelliergerät nach Anspruch i, dessen FlÜssigkeitshorizont mit den übrigen Teilen des optischen Systems gleichen oder annähernd gleichen Brechungsexponenten hat, dadurch gekennzeichnet, daß die Flüssigkeit des Horizontalspiegels (m) aus einer glasklaren Flüssigkeit (Zedernholzöl, MO*liobrornnaphthalin, Glyzerin o. dgl.) be- steht.
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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE750935C (de) * 1940-07-31 1945-02-03 Nivelliergeraet zu Landesvermessungen
US2472600A (en) * 1946-03-30 1949-06-07 Eastman Kodak Co Optical erecting prism for folding a light path
US2563780A (en) * 1950-03-07 1951-08-07 Eastman Kodak Co Optical aligning device

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