DE36023C - Neuerung in der Bildung des Steppstiches und in der dazu dienenden Einrichtung an Steppstichnähmaschinen - Google Patents

Neuerung in der Bildung des Steppstiches und in der dazu dienenden Einrichtung an Steppstichnähmaschinen

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DE36023C
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT36023D
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D. JONES in Cardiff, Wales, England
Publication of DE36023C publication Critical patent/DE36023C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B57/00Loop takers, e.g. loopers
    • D05B57/08Loop takers, e.g. loopers for lock-stitch sewing machines
    • D05B57/22Loop takers, e.g. loopers for lock-stitch sewing machines with spool-size bobbin for lower thread

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
KLASSE B2: Nähmaschinen.
Die vorliegende Erfindung, welche sich auf solche Steppstichnähmaschinen bezieht, in denen für den Unterfaden sowohl wie für den Oberfaden eine gewöhnliche Fadenrolle zur Anwendung kommt, besteht in einer derartigen Anordnung und Betriebsweise der Mechanismen , dafs ein. verbesserter Steppstich resultirt.
Während jede Schleife des Oberfadens durch die Bewegung der Nadel hervorgebracht wird, wird ein Schieber, über dessen Ende sich der Unterfaden legt, dergestalt bewegt, dafs eine Unterfadenschleife durch eine Oberfadenschleife hindurchgeht. Auf der die Unterfadenrolle umschliefsenden Kapsel ist ein Greifer angebracht, der der Reihe nach in jede Unterfadenschleife einhakt, die über die rotirende Kapsel hinweggleitet.
Statt des Schiebers, mit Hülfe dessen der Unterfaden durch die Oberfadenschleifen hindurchgesteckt wird, kann ein drehbar angebrachter Arm zur Anwendung gelangen, der durch den Schieber bewegt wird. Der Unterfaden wird in beiden Fällen durch seine eigene Schleifen hindurchgeführt und verschlungen, d. h. es werden Steppstiche von besonderer Art gebildet, die, obgleich sie elastisch sind, dennoch verhindern, dafs Ober- und Unterfaden aus dem genähten Stoff herausgezogen werden können. Dabei wird die Spannung des Oberfadens wesentlich vermindert.
Die Rollenkapsel kann mit' zwei Haken versehen sein, und statt eine fortgesetzte Drehbewegung in nur einer Richtung zu erhalten, kann sie in entgegengesetzten Richtungen oscilliren. Bei dieser Modification wird einer der Haken dazu verwendet, in die Schleife einzugreifen, während der andere als »Spanner« dient, der die nöthige Fadenlänge und nicht mehr für jeden Stich der Reihe nach liefert.
Fig. ι ist theilweise Schnitt, theilweise An-, sieht einer nach dieser Erfindung ausgeführten Maschine.
Fig. 2 ist theilweiser Grundrifs und Fig. 3 Endansicht einer Kapsel a, die mit nur einem Haken ausgestattet ist. Unter der die Rolle b des Unterfadens umschliefsenden Trommel m ist der Arm η1 drehbar befestigt, der durch den Schieber k auf seinem Drehzapfen bewegt werden kann; dieser Schieber k ist unter der Stoffplätte h gelagert und ist mit dem Hebel Γ-verbunden, der an P drehbar befestigt ist und durch den auf Welle e sitzenden Daumen / seine Bewegung erhält. Die zwischen Hebel I1 und Stoffplatte h eingehängte Feder Z3 zieht den Schieber k stets wieder in seine auswärtige Arbeitsstellung. Arm η x greift mit seinem obersten Ende in eine Aussparung im Schieber k. Ueber die Nase η2 des Armes n1 geht der Unterfaden, und sobald eine Oberfadenschleife an der Nadel N gebildet ist, wird der Arm nl durch den Daumen Z in kurzer Bewegung vorgeschoben, um den Unterfaden vorzuschieben, wodurch eine Unterfadenschleife durch die Oberfadenschleife hindurchgeht. Hierbei greift der Kapselhaken in die Unterfadenschleife , welche durch Drehung der Kapsel α erweitert wird. Der Unterfaden wird
von seiner eigenen Schleife umfafst, welche durch Eingriff des Kapselhakens in die nächstgebildete Schleife in dem Stoff festgezogen wird. Die Fäden verschlingen sich in der in Fig. 4 diagrammatisch dargestellten Weise; c1 ist der Oberfaden, c der Unterfaden.
Die Kapsel α wird von dem gegabelten Hebel d gedreht, welcher auf der Triebwelle e befestigt ist. Die Vorderenden des Hebels d werden durch die Einwirkung der Daumenscheibe g gehoben, damit der Faden vorüberschlüpfen kann.
In Fig. 5 und 6 ist die Anbringung des Verschlingungsmechanismus an einer Maschine mit hin- und herschwingender Kapsel α dargestellt.
Die Hin- und Herschwingung der Kapsel kann durch bekannte Einrichtung von Mechanismen erfolgen. Der Haken .A1, welcher ein Antifrictionsröllchen x1 trägt und wie im Grundrifsj Fig. 6, zu ersehen gestaltet ist, tritt, wenn die Kapsel nach linker Hand zu sich bewegt, Fig. 5, in eine vom Oberfaden c1 gebildete Schleife ein. Der Schieber k wird durch einen entsprechenden Mechanismus nun zurückgezogen und veranlafst, dafs der Unterfaden c um den Haken A1 gelangt. Die Kapsel geht dann nach rechter Hand zurück und nimmt die Unterfadenschleife mit sich; in der äufsersten Stellung ihres Rückganges wird die letzterwähnte Schlinge frei und wird durch Anziehen derselben der specielle, oben erwähnte Stich gebildet. Der Unterfaden geht beim Ablaufen von der Rolle b durch eine geeignet angebrachte Spannung ρ hindurch; dann wird er um die Antifrictionsrolle χ am Haken A herumgenommen, der als Aufnehmer oder Spanner dient, der für jeden Stich der Reihe nach die nöthige Fadenlänge liefert.
Der Unterfaden wird auf die dargestellte Weise an die Nadel zurückgeführt. Der Antriebsmechanismus ist derart eingerichtet, dafs die Nadel einmal auf- und niedergeht, während die Kapsel von einem Ausschwingungsende bis zum anderen und zurück sich bewegt.
Anstatt die Kapsel α so anzuordnen, dafs sie sich um eine horizontale Achse bewegt, kann sie sich auch um eine verticale Achse oder um eine in beliebigem Winkel zur Nadelbewegungsebene geneigte Achse drehen.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Das Verfahren, einen Steppstich in der Weise zu bilden, dafs in die neben der Nadel gebildete Schleife des Oberfadens eine Schleife des Unterfadens eingeführt wird, welche Unterfadenschleife über die die Rolle des Unterfadens tragende Kapsel gleitet.
  2. 2. Zur Ausführung dieses Verfahrens die Anordnung eines Schiebers (k) zur Bewegung des den Unterfaden erfassenden Hebels (nS) mit Nase (n2), in Verbindung mit einem Haken an der die Unterfadenrolle tragenden Kapsel.
  3. 3. Die modificirte Anordnung von zwei Haken (A A1J an der oscillirenden, die Unterfadenrolle tragenden Kapsel zu der unter 1. genannten Stichbildung.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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