DE359350C - Einrichtung fuer Webstuehle zum gleichzeitigen Verweben von Draht und Textilstoffen - Google Patents

Einrichtung fuer Webstuehle zum gleichzeitigen Verweben von Draht und Textilstoffen

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DE359350C
DE359350C DEH86613D DEH0086613D DE359350C DE 359350 C DE359350 C DE 359350C DE H86613 D DEH86613 D DE H86613D DE H0086613 D DEH0086613 D DE H0086613D DE 359350 C DE359350 C DE 359350C
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Carl Heinze & Co
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D41/00Looms not otherwise provided for, e.g. for weaving chenille yarn; Details peculiar to these looms

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)

Description

  • Einrichtung für Webstühle zum gleichzeitigen Verweben von Draht und Textilstoffen. Mittels gewöhnlicher Textilwebstühle Gewebe aus Textilstoff und Draht herzustellen, ist nicht neu, doch konnte bisher ganz dünner, in der Elastizität fast dem Textilmaterial gleicher Draht verwebt werden, der aber zur Herstellung von formgebenden, also besonders gut, zu versteifenden und stärkere Drähte besitzenden Geweben, nicht geeignet ist. Die Schwierigkeit liegt dabei in der großen Verschiedenartigkeit des Webmaterials sowohl in bezug auf dessen Dehnungsvermögen als auch Haltbarkeit und in der Erreichung eines gleichmäßigen Zuges in der Kette.
  • Die Erfindung betrifft nun eine Einrichtung an Webstühlen, die es ermöglicht, neben dem Textilmaterial, wie z. B. Jute, gleichzeitig in der Kette, wie im Schuß stärkeren Draht zu verweben, und zwar wird dies dadurch erreicht, daß der Draht in der Kette vom stark gebremsten Kettenbaum ablaufend vor dem Passieren und Zusammenlaufen mit der von einem zweiten Kettenbaum ablaufenden Jutekette über eine darüber gelagerte Welle läuft, die mit dem nachgiebig gelagerten und eine Wippbewegung ausführenden Streichbaum fest verbunden ist, wobei die Wippbewegung durch ein Kurbelgetriebe herbeigeführt wird, das seinen Antrieb abhängig von der Ladenbewegung von einer gemeinsamen \Velle aus erhält.
  • Die Zeichnung veranschaulicht eine derartige Einrichtung an Webstühlen zum gleichzeitigen Verweben von Draht und Textilstoffen in einem Ausführungsbeispiel, und zwar zeigt Abb. x die hauptsächlichsten Teile in Verbindung mit dem Kettenbaum für die Jute und demjenigen für Draht in schematischer Darstellung, während Abb.2 eine vergrößerte Darstellung der Streichbaumlagerung in Verbindung mit der Führungswelle für die Drahtkette zeigt.
  • In bekannter Weise läuft die aus Jutefäden bestehende Kette a von dem gebremsten Kettenbaum b über den schwingbaren Streichbaum c nach dem Geschirr. Gemäß der Erfindung läuft nun ein Drahtfaden d von einem stärker gebremsten Kettenbaum e, der zweckmäßig über dem Webstuhl gelagert ist, über die Welle f gemeinsam mit der Jute nach dem Geschirr, um nach Passieren desselben einen abwechselnden Schuß von Draht und Jute aufzunehmen.
  • Natürlicherweise muß infolge der Verschiedenartigkeit der Materialien ein Ausgleich des Zuges stattfinden, da der starre Draht einen weit größeren Zug beansprucht als die nachgiebige Jute. Zu diesem Zweck findet eine nachgiebige Zuführung der Jute und des Drahtes dadurch statt, daß der Streichbaum c nachgiebig gelagert ist und entsprechend dem Ladenantrieb durch den Arm g eine Wippbewegung durch den Arm h erhält, der an den Zapfen i des Kurbelgetriebes k angreift, wobei letztere beiderseitig den Antrieb durch eine Welle erhalten. Dadurch wird das Lager 1, an welches der Arm lt angreift, entsprechend der Ladenbewegung in der Pfeilrichtung abgedrückt und gleichzeitig damit der Streichbaum c.
  • Fest mit dem Lager 1 ist die Führungswelle f vorgesehen, die die Wippbewegung des Streichbaumes gleichzeitig mit ausführt und dadurch den Draht mehr oder weniger spannt. Diese Anordnung hat den Zweck, beim Anziehen der Kette, die wegen der Verschiedenheit des Kettenmaterials straffer gespannt sein muß als die Jutekette, ein Mitspannen der Jutekette zu vermeiden, da diese den stärkeren Zug nicht aushalten und zerreißen würde. Im Gegenteil gleicht sich der bei der Drahtkette entstehende höhere Zug bei der Jutekette etwas aus, da bei dieser der schwingbare Streichbaum c um ein geringes zurück- bzw. der Jutekette entgegengeht. Die Wippbewegung des Streichbaumes c kann dabei durch eine Schraube m nach Belieben reguliert werden.
  • Zweckmäßig ist es, bei einer derartigen Materialverwebung den Drahtschützen zu erschweren, um diesem beim Durchschleudern einen größeren Schwung zu geben und ein Steckenbleiben zu vermeiden. Von Vorteil ist es dabei gleichzeitig den Draht innen im Schützen zu bremsen und ihn durch einen Längsschlitz an der Seite des Schützen auslaufen zu lassen. Der Schützenwechsel und Schützenauslauf durch Bremsung erfolgt in an sich bekannter Weise.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUcH: Einrichtung für Webstühle zum gleichzeitigen Verweben von Draht und Textilstoffen, dadurch gekennzeichnet, daß der gleichzeitig mit dem Jutematerial in Kette und Schuß verwebte stärkere Draht nach dem Ablaufen von einem stark gebremsten Kettenbaum (e) über eine mit dem schwingbaren Streichbaum (c) fest verbundene und dadurch mitschwingende Führungswelle (f) und dann zusammen mit der Jute nach dem Geschirr läuft.
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