DE35907C - Mischhahn - Google Patents

Mischhahn

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Publication number
DE35907C
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Authority
DE
Germany
Prior art keywords
tube
holes
vessel
tap
milk
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT35907D
Other languages
English (en)
Original Assignee
R. PABST in Hannover, Escherstr. 9
Publication of DE35907C publication Critical patent/DE35907C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01JMANUFACTURE OF DAIRY PRODUCTS
    • A01J11/00Apparatus for treating milk

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Husbandry (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Tubes (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Steht ein Gefäfs mit Milch längere Zeit ruhig, so sammeln sich infolge des geringeren specifischen Gewichtes des Fettes gegenüber den anderen Bestandteilen ' der Milch die Fettkügelchen in den oberen Schichten. Ein am Boden des Gefäfses angebrachter Hahn wird also zuerst ganz magere, zuletzt ganz fette Milch fördern.
Diesem Uebelstande soll folgende Construction abhelfen (s. Fig. 1 und 2).
Der Hahn H mündet nicht direct in das Milchgefäfs, sondern trägt eine röhrenartige Verlängerung von cylinder- oder kegelförmiger Gestalt, welche bis an den oberen Rand des Gefäfses reicht. Fig. 1 stellt dies schematisch dar. Diese Röhre ist in gleichen Abständen ihrer ganzen Länge nach mit Löchern versehen (in der Figur z. B. sechs), deren Querschnitt gleich oder verschieden sein kann, je nach der beabsichtigten Wirkung. Man nehme an, er sei gleich. Ist das Gefäfs gefüllt, so steht in ihm und in der Röhre die Flüssigkeit gleich hoch; es herrscht also an den Löchern sowohl innerhalb als aufserhalb der Hahnröhre der gleiche Druck, welcher ja bei jedem Loche nur von der Entfernung desselben von der Oberfläche abhängig ist. Wird nun Hahn H geöffnet, so kann aus dem Gefäfs keine Flüssigkeit ausfliefsen, sondern nur aus der Röhre, in welcher die Flüssigkeit etwa bis zu der punktirten Linie sinkt. Jetzt ist das Gleichgewicht des Druckes innerhalb und aufserhalb der Röhre gestört, sämmtliche Löcher fangen an zu spielen, und zwar sämmtlich unter dem Drucke, welcher der Differenz d der Druckhöhe aufserhalb und innerhalb der Röhre entspricht.
Nun suchen sich, dem Gesetz der communicirenden Röhren folgend, die Oberflächen innerhalb und aufserhalb der Röhre wieder auf gleiche Höhe zu stellen. Das ist aber nicht möglich, so lange Hahn H geöffnet ist, wie eben auseinandergesetzt. Es wird also, so lange Hahn H geöffnet ist, die Oberfläche in der Röhre immer etwas tiefer stehen als diejenige aufserhalb im Gefäfse und infolge dessen Milch aus allen Horizontalschichten des Gefäfses durch die Löcher gleichmäfsig in die Röhre und durch den Hahn H laufen.
Bemifst man nun den Inhalt der Röhre, die Anzahl und Gröfse der eingebohrten Löcher im . Verhältnifs zur Fördermenge des Hahnes H derart, dafs d nicht gröfser werden kann als die Entfernung je zweier Löcher von einander, so findet eine selbstthätige Regulirung statt, derart, dafs durch die Löcher aus dem Gefäfs in die Röhre unter allen Umständen genau so viel fliefst, wie Hahn H fördert. Fliefst nämlich mehr in die Röhre, so steigt sofort die Oberfläche in derselben, d. h. d wird kleiner, also auch der an den Löchern wirkende Druck, und es fliefst weniger in die Röhre; fliefst andererseits weniger in die Röhre, als Hahn H fördert, so sinkt die Oberfläche in ihr, d wird gröfser und damit der an den Löchern wirkende Druck; es fliefst mehr in die Röhre.
Für den in der Figur angenommenen Fall fördern also alle sechs Löcher zusammen genau
so viel, als Hahn H fördert, und zwar arbeiten sie alle unter demselben Drucke d; eines fördert also genau so viel wie das andere, d. h. jedes Y8 der Menge., welche Hahn H nach aufsen fördert. Sind also sechs Löcher in der Röhre, so wird eine aus sechs verschiedenen Horizontalschichten entnommene Milch aus Hahn H abfliefsen.
In der Praxis ist zu Zwecken der Reinigung die Hahnverlängerung aus einander zu nehmen, wie Fig. 2 bei ausgezogener Röhre schematisch darstellt. Die Dichtung wird erreicht durch einen Gummiring ν (in Fig. 2), durch wasserdichtes Ineinanderschleifen der Röhren oder dergleichen.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    An einem Zapfhahne eine oder mehrere Verlängerungen des Gehäuses, welche bis an den höchsten Oberflächenstand der Flüssigkeit im Gefäfse reichen und in verschiedener Höhe mit Oeffnungen versehen sind, um ein gleichmäfsiges Abzapfen aus verschiedenen Horizontalschichten einer Flüssigkeit zu ermöglichen.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT35907D Mischhahn Expired - Lifetime DE35907C (de)

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