DE358976C - Einrichtung zur Herstellung roestfertiger Buendel von Flachs - Google Patents

Einrichtung zur Herstellung roestfertiger Buendel von Flachs

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DE358976C
DE358976C DEB100043D DEB0100043D DE358976C DE 358976 C DE358976 C DE 358976C DE B100043 D DEB100043 D DE B100043D DE B0100043 D DEB0100043 D DE B0100043D DE 358976 C DE358976 C DE 358976C
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machine according
certain
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corrugated
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DEB100043D
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KURT BRAUER
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KURT BRAUER
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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01BMECHANICAL TREATMENT OF NATURAL FIBROUS OR FILAMENTARY MATERIAL TO OBTAIN FIBRES OF FILAMENTS, e.g. FOR SPINNING
    • D01B1/00Mechanical separation of fibres from plant material, e.g. seeds, leaves, stalks
    • D01B1/10Separating vegetable fibres from stalks or leaves
    • D01B1/48Drying retted fibres

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

  • Einrichtung zur Herstellung röstfertiger Bündel von dachs. Die bisher in allen Röstanstalten übliche Herstellung röstfertiger Bündel von Flachs und anderen Bastfaserpflanzen durch Handarbeit ist ziemlich zeitraubend und erfordert eine unverhältnismäßig große Zahl von Arbeitskräften, wodurch die Kosten der Röste sehr verteuert werden. Dazu kommt noch die bei diesem Verfahren, für welches, meist ungeübte oder wenig geübte Arbeitskräfte verwendet werden, häufig festzustellende hohe Anteilziffer an verwirrtem Fasergut, das die doch in erster Linie erstrebte Gewinnung von Langfaser beträchtlich einschränkt.
  • Es ist daher mit Rücksicht auf die Knappheit und die hohen Preise des erzeugten Faserg U utes von größter volkswirtschaftlicher Bedeutung, alle Mittel anzuwenden, um einerseits die Rohstoffe möglichst restlos und auf schnellstem Wege veredelt und verarbeitet den Verbraucherkreisen zuzuführen und: anderseits die Kosten dieser Arbeitsvorgänge und damit auch die Preise für die Fertigwaren auf das denkbar geringste Maß herabzudrücken.
  • Der Durchführung dieser Bestrebungen soll auch das vorliegende Verfahren dienen, das bezweckt, röstfertige Bündel unabhängig von dem Grade der Geschicktheit der Arbeitskräfte und in bedeutend kürzerer Zeit, als es bisher möglich war, auf mechanischem Wege so gleichartig wie nur irgendmöglich herzustellen.
  • Auf der Zeichnung ist die Maschine in Abb. i im Längsschnitt, in Abb. 2 im Grundriß dargestellt. Das Verfahren ist folgendes: Das angelieferte angeröstete Gut wird zunächst auf einem Anlegetisch A einer Verteilungsvorrichtung B zugeführt, die das Gut gleichschichtet und sodann an eine Riffelvorrichtung C übergibt, von der aus das Gut gleichgerichtet und von verwirrtem oder allzu kurzem Fasergut befreit an eine- Gleichstoßvorrichtung D abgegeben wird, welche das Gut an den Wurzelenden gleichlegt. Das .nunmehr nach allen drei Hauptrichtungen ausgerichtete, bandartige Gut wird dann einer Raffvorrichtung E zugeführt, die dieses Band in gleiche Teile von bestimmter je nach Beschaffenheit des Fasergutes wählbaren Länge zerlegt und jeden Teil für sich zu einem Bündel zusammenrafft, das sodann nach Durchgang durch eine mit Fächern versehene Trommel Ir entweder mit der Hand oder auch durch eine selbsttätige Bindevorrichtung bekannter Art gebunden wird und damit zum Einsetzen in den Röstbehälter fertig ist.
  • Von der Anlieferung abgesehen, sind zur Bedienung dieser Maschine im Höchstfalle drei Arbeitskräfte erforderlich, eine davon am Anlegetisch A zur Zuführung des Gutes in die Verteilungsvorrichtung B und die beiden übrigen zum Binden der röstfertigen Bündel, falls die Maschine ohne den oben erwähnten selbsttätigen Bindeapparat ausgeführt ist. Alle dazwischen liegenden Arbeitsvorgänge erfolgen selbsttätig und in einem Zuge. Diese letztgenannte Art der Ausführung der Maschine ist auf der beiliegenden Zeichnung beispielsweise veranschaulicht.
  • Die Verteilungsvorrichtung B besteht aus zwei endlosen übereinander angeordneten Transporttüchern F und G, deren einander zugekehrte Teile in gleicher Richtung, aber mit je nach der Beschaffenheit des Fasergutes voneinander verschiedener Geschwindigkeit laufen und dadurch das zwischen beiden Transporttüchern liegende Gut vorwärts bewegen und dabei gleichzeitig in der Fortbewegungsrichtung auseinanderziehen.
  • Auf der Innenseite des oberen Transporttuches F sind eine Anzahl Walzen H usw. angeordnet, welche nach ohen nachgeben können und auf das Fasergut einen elastischen Drucks ausüben und damit die Verteilung und Gleichschichtung des Gutes unterstützen. Der Hauptzweck dieser Gleichschichtung ist der, die anschließenden Arbeitsvorgänge des Riffelns und Gleichlegens zu erleichtern und vor allem den bei dem Riff e1 naturgemäß entstehenden Abgang an Wirrgut auf das denkbar geringste Maß zu beschränken. Nach dem Austritt aus der Verteilungsvorrichtung gelangt das Fasergut zwischen zwei endlose gleichfalls übereinander angeordnete elastische und durch Federdruck verstellbare Ketten K und L, deren einander zugekehrte Teile in gleicher Richtung und mit gleicher Geschwindigkeit laufen und dabei das Fasergut im mittleren Teile festhaltend vorwärtsbewegen, während gleichzeitig die auf beiden Seiten der Ketten überstehenden Teile des Fasergutes durch die beiden auf in entgegengesetzten Richtungen sich drehenden Wellen spiralförmig angeordneten Riffelkämme 1V1 und N, deren Nadeln von bestimmter Länge und in bestimmten voneinander verschiedenen Abständen angebracht sind und in zur Richtung der Fortbewegung des Fasergutes senkrechten Ebenen schwingen, geriffelt und gleichgerichtet werden. Die Abstände der Nadeln werden in Richtung der Fortbewegung des Fasergutes allmählich geringer (Abb. 2).
  • Die Kämme sind spiralförmig angeordnet, damit das Fasergut während der Fortbewegung erst nach und nach von den Nadeln durchgriffen wird, um ein Knicken oder Stauchen zu verhüten. Unter- Riffeln soll die Beseitigung des kurzen Fasergutes und des Unkrautes, welches an den Stengeln haftet, und zum anderen die °Parallellegung der Stengel verstanden werden.
  • Nach Verlassen der Riff elvorrichtung wird das Gut von der Gleichstoßvorrichtung aufgenommen, die wiederum aus zwei endlosen und übereinander angeordneten Transportbändern 0 und P besteht, deren einander zugekehrte Teile in gleicher Richtung und mit gleicher Geschwindigkeit laufen und zwischen denen das Fasergut vorwärtsbewegt wird, während gleichzeitig vermittels einer seitlich angeordneten mit einer Kniehebelbewegung ausgebildeten Vorrichtung O die Wurzelenden durch Klopfen, Stoßen oder Stauchen in zur Fortbewegungsrichtung des Fasergutes senkrechter oder schräger Richtung gleichgelegt werden, wobei auch die auf der Innenseite des oberen Transportbandes 0 angeordneten Belastungswalzen R usw. unterstützend mitwirken.
  • Von dem nunmehr nach den drei Hauptrichtungen ausgerichteten bandartigen Fasergut wird in der anschließenden Raffvorrichtung in gewissen Zeitabständen durch den mittels Nocken T angetriebenen Trennrechen U eine bestimmte Menge abgetrennt und diese durch den mittels Zahnsegment in Verbindung mit einem Exzenter angetriebenen Raffrechen X gerafft und einem Abteil der darunter angeordneten mit Fächern versehenen Trommel Y übergeben, die nach einer durch ein einstellbares Zahnsegment erfolgenden Umdrehung um einen bestimmten Teil ihres Umfanges auf eine bestimmte Zeit, deren Dauer einstellbar ist, selbsttätig angehalten wird, während welcher die beiden Rechen in ihre Ausgangslage zurückkehren und zugleich das leicht angestaute Fasergut durch eine von einer Binderin zu betätigende Fußpresse Z_ gepreßt und nach bekannter Art gebunden und zum Einsetzen in den Röstbehälter fertig abgestellt wird.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE: i. Einrichtung zur Herstellung röstfertiger Bündel von- Flachs und anderen Bastfaserpflanzen, dadurch gekennzeichnet, daß das Fasergut in einem Zuge zunächst in einer Verteilungsvorrichtung (B) gleichgeschichtet, sodann in einer Riffelvorrichtung (C) gleichgerichtet und in einer Gleichstoßvorrichtung (D) gleichgelegt und in ein Band übergeführt wird, das je nach der Beschaffenheit des Gutes in bestimmten Zeitabständen in Teile von bestimmter Länge zerlegt wird, die jeder für sich gerafft und gebunden werden. z. Maschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Fasergut zwischen zwei endlosen übereinander angeordneten und mit ungleicher Geschwindigkeit laufenden Transporttüchern (F, G) vorwärtsbewegt und dabei in der Fortbewegungsrichtung auseinandergezogen und gleichgeschichtet wird. ä. Maschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Gleichschichten durch auf das Fasergut einen elastischen Druck ausübende Walzen (H) unterstützt wird. q.. Maschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Fasergut nach erfolgter Gleichschichtung in seinen mittleren Teilen zwischen zwei endlosen übereinander angeordneten, elastischen, durch Federdruck verstellbaren und mit gleicher Geschwindigkeit laufenden Ketten (K, L) festgehalten und vorwärtsbewegt wird, während gleichzeitig die überstehenden Teile des Fasergutes durch Riffelkämme (M) geriffelt und gleichgerichtet werden. 5. Maschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, däß die Riffelkämme (M) spiralförmig auf Wellen angeordnet sind, die zu beiden Seiten der Ketten lagern und sich in entgegengesetzten Richtungen drehen. 6. Maschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstände zwischen den in bestimmten Längen gewählten Nadeln der Riffelkämme in der Richtung der Fortbewegung des Fasergutes allmählich geringer werden und die Nadeln sich in zur Fortbe`vegungsrichtung des Fasergutes senkrechten Ebenen bewegen. Maschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß- das Fasergut nach erfolgter Riffelung und Gleichrichtung zwischen zwei endlosen, übereinander angeordneten und mit gleicher Geschwindigkeit laufenden Transportbändern (0, P) vorwärtsbe-,v egt und gleichzeitig die Wurzelenden vermittels einer seitlich angeordneten und mit einer Kniehebelbewegung ausgebildeten Vorrichtung (O) durch Klopfen oder Stoßen oder Stauchen in einer zur Fortbewegungsrichtung des Fasergutes senkrechten oder schrägen Richtung gestoßen und gleichgelegt werden. B. Maschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß diese Gleichlegung durch Belastungswalzen (R) unterstützt wird. Maschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß von dem Fasergut nach erfolgter Gleichlegung durch einen Trennrechen (U) in bestimmten Zeiten bestimmte Mengen abgetrennt und, durch einen Raffrechen (X) zusammengerafft, entweder einer selbsttätigen Bindevorrichtung bekannten Art zugeführt oder einer unter den beiden Rechen angeordneten mit Fächern versehenen Trommeln (Y) übergeben werden, die nach Umdrehung um einen bestimmten Teil ihres Umfanges vermittels einer Sperrvorrichtung auf eine bestimmte in ihrer Dauer einstellbare Zeit selbsttätig angehalten wird, während der die beiden Rechen in ihre Ausgangslage zurückkehren und zugleich das leicht angestaute Fasergut durch eine Fußpresse (Z) gepreßt, nach bekannter Art gebunden und zum Einsetzen in den Röstbehälter fertiggestellt wird.
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