DE2217C - Krempel für Kammwolle - Google Patents
Krempel für KammwolleInfo
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Classifications
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- D—TEXTILES; PAPER
- D01—NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
- D01G—PRELIMINARY TREATMENT OF FIBRES, e.g. FOR SPINNING
- D01G15/00—Carding machines or accessories; Card clothing; Burr-crushing or removing arrangements associated with carding or other preliminary-treatment machines
- D01G15/02—Carding machines
- D01G15/04—Carding machines with worker and stripper or like rollers operating in association with a main cylinder
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Description
1877.
Skt
nlciMi
sse 76.
t&
J. B. VERKEN in AACHEN. Krempel für Kammwolle.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 15. December 1877 ab.
Durch die an dieser Kammwollkrempel angebrachte, neue und eigenthümliche Eingabevorrichtung
wird die Kammwolle, sowohl kurze als lange, namentlich auch der bei der Kämm-Maschine
entstandene Abfall, der Trommel in einem bereits vorgearbeiteten, gut gereinigten und gestreckten
Zustande übergeben und ein Bruch der Wollhaare gänzlich vermieden. Dadurch, dafs
der erste Tambour die ihm überlieferte Wolle unversehrt aufnimmt, wird die fernere Bearbeitung
derselben sich auch viel günstiger gestalten und dadurch, dafs die bisher gebräuchliche, zwischen
den beiden Tambours angebrachte Steich- und Abnahmewalze wegfällt, fällt auch der damit
unvermeidliche Wollverlust und der durch das öftere Abschlagen der diese Walzen treibenden
Riemen entstehende Zeit- und Arbeits-Verlust weg.
Durch diese vorläufige Bearbeitung geht die Wolle in noch mehr gestrecktem Zustande auf
den Haupttambour über und wird den zwei Abnahmewalzen in vollständig gestrecktem Zustande
übergeben.
Auf beiliegenden Zeichnungen ist diese Krempel dargestellt und zwar ist
Fig. ι Seitenansicht der Maschine,
Fig. 2 Oberansicht der Maschine,
Fig. 3 Durchschnitt der Plüswalze, Eingangswalzen und Flügelwalze,
Fig. 4 Oberansicht der Eingangswalzen,
Fig. 5 Durchschnitt des Kammbetriebes,
Fig. 6 Verticaldurchschnitt der Maschine,
Fig. 7 ist Fig. 3 in vergröfsertem Maafsstabe, Fig. 8 ist Fig. 4 in vergröfsertem Maafsstabe,
Fig. 9 ist Fig. 5 in vergröfsertem Maafsstabe.
Die einzelnen Theile der Maschine sind:
A fahrbares Gestell zum Aus- und Einfahren des Vordertheiles, wenn die Maschine geputzt
werden mufs;
Ai Rollen unter dem Gestell A;
A"- Laufbahnen für die Rollen^1;
E neun Zuführungswalzen mit Zahnrädern,
als Tisch dienend, um die Wolle bis zu den Einführungswalzen F zu tragen;
E1 Transporträder zum Trieb der Walzen E;
F untere Einführungswalze mit ringförmig eingelegten
Zähnen von flachem, fagonirtem Draht,
E1 zwei glatte eiserne Deckwalzen;
E2 obere Einführungswalze mit eben solchen,
aber in entgegengesetzter Richtung eingelegten Zähnen wie in Walze E;
E3 grofses Zahnrad auf der unteren Einführungswalze
E;
Εί gezahnte Zunge, um die Einführungswalze E
frei von Wolle zu halten;
G verstellbarer Stuhl der unteren Einführungswalze E, Fig. ι;
G1 Stuhl zu den drei oberen Einführungswalzen,
im Kreisbogen verstellbar;
G2 Schraube zum Stellen der Einführungswalzen;
G3 gezahnte Zunge, um die Einführungswalze
E1 frei von Wolle zu halten;
H Plüswalze mit spiralförmig eingelegten, flachen, faconirten Drahtzähnen;
Zf1 Stuhl zur Plüswalze H und Abschlagflügel IP;
H2 Abschlagflügel;
H3 Verbindungsräder;
ZT4 Riemscheibe mit Wechselrad zum Treiben
der Einführungswalzen E, E1 und F-)
ZP Riemen, ausgehend von der Scheibe TV"1
auf der Tambouraxe JV, geht über die verstellbare Spannrolle N% zu der die Abzugsvorrichtung
treibenden Scheibe JV3, dann über die Riemen-Leitrolle M\ Wender M%, Scheibe H"
zu Scheibe NA zurück, Fig. 1;
/Schmutzfänger für den Abschlagflügel H2; B feststehendes Gestell;
Bx verstellbarer Stuhl für den Tambour K
mit Stellschrauben;
K Tambour mit Kratzenbeschlag;
X1 Riemscheibe der Axe des Tambours K,
getrieben durch Riemscheibe S auf der Axe des Haupttambours JV;
K'1 Riemscheibe mit verstellbarem, gabelförmigem
Gestell und Stellschraube zum Spannen des Riemens K3;
K3 Riemen, von der Scheibe S des Tambours JV
ausgehend, zum Treiben der zwei Streichwalzen Q, der drei Wender O' und der Trommel K,
Fig. ι und 6;
L Zahnrad auf Trommel K zum Treiben der
Verbindungsräder Z1 und Z2 zur Plüswalze H.
Von dem auf der Axe des Verbindungsrades Z2
angebrachten Kettenrade aus werden vermittelst einer Kette die eine Ketten-Leitrolle MA unter
Tambour K, die drei Arbeitswalzen M, die zwei
Arbeitswalzen M' und M2 und die obere, doppelte Ketten-Leitrolle MA getrieben. Von dieser
doppelten Leitrolle M* geht eine zweite Kette
aus, welche über die untere Leitrolle M4 und
die obere Spannrolle M5 zu den drei Arbeitswalzen O führt und diese in Bewegung setzt,
Fig. ι;
Z1 und Z2 Zahnräder zur Verbindung des
Zahnrades Z mit der Plüswalze H;
M drei Arbeitswalzen;
M1 Arbeitswalze, in Verbindung stehend mit der Plüswalze und Tambour K;
M2 Arbeitswalze, in Verbindung stehend mit dem Tambour K, Tambour JV und dem Wender
O1;
B2 Platten zur Verbindung der Gestelle B und des Halbmonds C;
AP Wender;
J/4 Leitrollen zu Ketten und Riemen;
JV Haupt-Tambour;
C Gestell;
C" Halbmond;
O drei Arbeitswalzen mit Kratzenbeschlag und Kettenrädern;
O' drei Wender;
Oz Stelllager für die Arbeitswalzen und
Wender;
M'' Ketten-Spannrolle mit Coulisse;
JV' Scheibe auf der Tambouraxe, welche die Speise- und Abzugvorrichtung durch den Riemen
Η'ύ treibt;
JV2 auch während des Betriebes verstellbare Scheibe mit Coulisse und Stellschraube zur
Spannung des Riemens ZT5;
JV2 Scheibe mit Wechselrad zum Treiben
der Abnahmewalzen P;
JV1 Coulisse oder Träger zu Scheibe JV3;
P zwei Abnahmewalzen mit Kratzenbeschlag und Rädern;
Q zwei Streichwalzen mit Kratzenbeschlag und Scheiben;
P1 Verbindungsrad zwischen den zwei Abnahmewalzen
P\
R zwei Hacker nebst Stühlen;
Ji1 Verbmdimgsstange der zwei Hacker;
Ji2 Verbindungsstange des unteren Hackers und der Scheibe S mit Kurbel S*;
S Scheibe auf der Axe des Haupttambours JV zum Treiben der Streich walzen, der Wender,
der Kammbewegung und der Trommel K;
S1 verstellbare Scheibe aus geprefstem Leder,
getrieben durch S;
S'2 unverstellbare Scheibe aus geprefstem Leder, getrieben durch S1 mit Kurbel;
S3 Stange mit Hebel und Gewicht zum Anpressen der Scheibe S1 auf Scheibe S und S2; S* Kurbel an Scheibe S2;
P Gestell für die Abzugsvorrichtung;
Z?1 zwei Trichter mit Putzholz zum Reinhalten der Abzugwalzen D;
P Gestell für die Abzugsvorrichtung;
Z?1 zwei Trichter mit Putzholz zum Reinhalten der Abzugwalzen D;
J)2 vier Abzugwalzen mit Rädern;
Z?4 Klinke zum Festhalten der Abzugsvorrichtung;
Z?4 Klinke zum Festhalten der Abzugsvorrichtung;
D3 Verbindungsräder;
Z?5 Rollen unter dem Gestell D; T Aufwicklungswalze;
T' Spule;
T- Bandführer;
U Axe mit konischen Rädern und deren Lager zum Treiben der vorn am Spulenwagen V
befestigten und mit diesem quer hin- und hergehenden Zahnstange U1;
U' bewegliche Zahnstange; U'1 Bahn des Spulenwagens;
V Wagen mit Rollen und Stühlen zum Aufwickeln der Spule T1;
W Traverse;
1. Losscheibe auf der Haupt-Tambouraxe JV;
2. Festscheibe an der Haupt-Tambouraxe JV.
Durchgang der Wolle. Die zu bearbeitende Wolle wird auf die Zuführwalzen E aufgelegt, welche sie der Einführungswalze F übergeben.
Die Einführung an dieser Maschine besteht nun aus zwei glatten Deckwalzen F\ einer unteren
Hauptwalze F und einer oberen Walze F'1, beide mit kreisförmig gebogenen Zähnen aus
faconirtem, flachem Draht, ringförmig in die Walzen eingesetzt.
Die durch die Einführungswalze F von den Zuführwalzen E aufgenommene Wolle wird beim
Durchgang unter die beiden Deckwalzen Fi von diesen gezwungen, den Raum zwischen den
Zähnen der Walze F auszufüllen; die Walze F1 verhindert in Gemeinschaft mit der Walze F,
dafs die Plüswalze H die von Walze F aufgenommene Wolle anders als haarweise herausnimmt.
Die feststehenden Zungen F4 und G3 halten mittelst ihrer bis auf den Grund der
Walzen F und F'2 reichenden und die Zwischenräume zwischen den einzelnen Walzenzähnen
ausfüllenden Zähne die betreffenden Walzen von ihrem Berührungspunkte an bis zum Aufnahmepunkte
frei von Wolle und jeder Unreinigkeit.
Die Plüswalze (Vorreifswalze) H mit spiralförmig eingelegten Zähnen kämmt die von den
Einführungswalzen F und Z^2 festgehaltene, gestreckte
Wolle haarweise ab. Mx ist eine Arbeitswalze für die Plüswalze H.
Der Tambour K ist Wender dieser beiden Walzen und liefert die von denselben aufgenommene
Wolle den drei Arbeitern M, welche zugleich Wender sind, und dem Wender M3 ab.
Die Trommel ZiTübergiebt dann die Wolle der
Trommel JV. Die noch etwa auf Trommel K zurückgebliebene, sowie die von der Arbeitswalze O entnommene, durch den Wender O1
in die Arbeitswalze JIf2 eingeschlagene Wolle wird von Trommel N abgenommen, um von den
Arbeitswalzen O und den Wendern O' verarbeitet
zu werden.
Die zwei Streichwalzen streichen die Wolle bis auf die Spitzen der Trommel-Beschläge heraus,
um den Abnahmewalzen P das Abnehmen derselben von der Trommel JV zu erleichtern.
Die zwei Hacker i? schlagen die Wolle als Flor von den beiden Abnahmewalzen P ab,
Der Flor der unteren Abnahmewalze geht durch den Trichter D' und die beiden Zugwalzen
D 2 und vereinigt sich dann mit dem oberen
Flor beim Eintritt in den andern Trichter D1; die beiden so zu einem Band vereinigten Flore
werden dann von den beiden Abzugswalzen D'1
aufgenommen, über den Bandführer T2 zur Aufwicklungwalze T gebracht und durch diese auf
die Spule aufgewickelt.
Sollen die Kratzenbeschläge der Maschine ausgeputzt oder geschliffen werden, so wird zur
Erleichterung dieses das Gestell A sowohl als die Abzug- und Spulvorrichtung D, welche beide
auf Rollen und darunter liegenden Schienen ruhen, zurückgefahren.
Die vervollkommnete Bearbeitung der Wolle auf dieser Krempel wird hauptsächlich erzielt
durch die doppelte Wirkung der Arbeitswalze M1 mit Wender O und Tambour K. Durch diese
doppelte Wirkung und dadurch, dafs der Zufuhr-Apparat für den Tambour K die Wolle in einem
bereits weit vorgearbeiteten Zustande übergiebt, ist es möglich, der Maschine ein ganz bedeutend
gröfseres Quantum Wolle zur weiteren Verarbeitung zu übergeben, als es bei den bisher bekannten
Krempeln möglich ist.
Das Abnehmen dieses gröfseren Quantums von der Maschine als Flor wird bewerkstelligt
durch die doppelte Abnahme-Vorrichtung. Ein Wollverlust findet auch bei dieser letzten Bearbeitung
auf Trommel N nicht statt. Dadurch, dafs die Wolle von ihrer ersten Bearbeitung ab
bis zur Bildung des Bandes sehr geschont wird, entsteht natürlich ein gröfserer Procentsatz Zug.
Der Riemen IP treibt Speise- und Abzugvorrichtung der Maschine, sowie den einen
Wender ΛΡ; sobald er also herunterfällt oder
reifst, stehen die drei erwähnten Theile still und kann weder ein Wickeln der Wolle noch eine
Ueberfüllung der Arbeitswalzen oder Bruch des Bandes entstehen.
Die an Riemscheibe N2 angebrachte Stellschraube
. ermöglicht es, den Riemen ohne Zeitverlust und ohne die Maschine in Stillstand zu
setzen, die nöthige Spannung zu geben.
Der Betrieb der am Ausgange der Maschine befindlichen Hacker R wird bewerkstelligt durch
die geprefste, lederne Frictionsscheibe S1 in Verbindung
mit der auf dem Haupttambour N befindlichen grofsen Scheibe .S und der sich mit
ihrer eigenen Axe drehenden Scheibe S2; ferner durch die an S2 angebrachte Kurbel Si und
die, die letztere mit dem Arme des unteren Hackers R verbindende Stange R*; der obere
Hacker macht durch die Verbindungsstange R' mit dem über seine Axe hinaus verlängerten
Arm des unteren Hackers R genau dieselbe Bewegung, nur mit dem Unterschiede, dafs ersterer
sich nach oben hin bewegt, während der letztere nach unten geht.
So lange die Maschine arbeitet, können die Hacker nicht stillstehen und infolge dessen kein
Florbruch und ebensowenig eine Ueberfüllung der Maschine mit Wolle stattfinden.
Die Hacker sind bei Bewegung der Maschine nur dadurch in Ruhe zu setzen, dafs man das
Gewicht S3 aufhebt und in den am Gestelle angebrachten Haken befestigt, wodurch die Berührung
der beiden Scheiben S1 und S aufhört. Es ist dies z. B. beim Ausputzen und Stellen
der Maschine nöthig.
Sollte der Riemen K3, welcher die Abstreichwalzen,
die Wender und die vordere Trommel treibt, reifsen oder herunterfallen von der Scheibe,
was sehr selten vorkommt, weil er beinahe den ganzen Umfang der Scheiben S und K~x umfafst
und durch die an Leitrolle K' angebrachte Stellschraube,
ohne den Gang der Maschine zu unterbrechen, fortwährend in der gehörigen Spannung
gehalten werden kann, so bleibt die Trommel K still stehen und durch den infolge dessen
entstehenden schnelleren Lauf der Haupttrommel N und den Widerstand der Wollzufuhr
schlägt der Riemen H*, welcher die Speise- und Abzugvorrichtung treibt, sofort ab.
Die Vortheile der Maschine bestehen also darin, dafs sie ein vollkommen gearbeitetes,
reines, glattes und gestrecktes Band liefert und einen gröfseren Procentsatz Zug, sowie ein
gröfseres Quantum mit geringerem Wollverlust und weniger Abfall abliefert und weniger Triebkraft
erfordert als die bisher gebrauchten Krempel; ferner, dafs der Kratzen- und Riemenverschleifs
ein viel geringerer ist und die sonst häufigen und kostspieligen Reparaturen bedeutend
verringert werden.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2217C true DE2217C (de) |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT2217D Active DE2217C (de) | Krempel für Kammwolle |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2217C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3308511A (en) * | 1964-03-16 | 1967-03-14 | Wellman Ind | Carding machine |
| DE102014118296A1 (de) | 2013-12-13 | 2015-06-18 | GM Global Technology Operations LLC (n. d. Ges. d. Staates Delaware) | Automatisches überwachen der ausrichtung und des verschleisses eines vibrationsschweissgeräts |
-
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- DE DENDAT2217D patent/DE2217C/de active Active
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| US3308511A (en) * | 1964-03-16 | 1967-03-14 | Wellman Ind | Carding machine |
| DE102014118296A1 (de) | 2013-12-13 | 2015-06-18 | GM Global Technology Operations LLC (n. d. Ges. d. Staates Delaware) | Automatisches überwachen der ausrichtung und des verschleisses eines vibrationsschweissgeräts |
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