DE35820C - Neuerung an Nähmaschinen mit spiralförmiger Nadel zur Herstellung einer überwendlichen Naht - Google Patents
Neuerung an Nähmaschinen mit spiralförmiger Nadel zur Herstellung einer überwendlichen NahtInfo
- Publication number
- DE35820C DE35820C DENDAT35820D DE35820DA DE35820C DE 35820 C DE35820 C DE 35820C DE NDAT35820 D DENDAT35820 D DE NDAT35820D DE 35820D A DE35820D A DE 35820DA DE 35820 C DE35820 C DE 35820C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- needle
- rollers
- spiral
- teeth
- groove
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Lifetime
Links
- 238000009958 sewing Methods 0.000 title claims description 6
- 239000000463 material Substances 0.000 claims description 7
- 238000004804 winding Methods 0.000 claims description 4
- 238000001816 cooling Methods 0.000 claims 1
- 238000010438 heat treatment Methods 0.000 claims 1
- 239000004744 fabric Substances 0.000 description 3
- 230000008602 contraction Effects 0.000 description 2
- 230000015572 biosynthetic process Effects 0.000 description 1
- 230000006835 compression Effects 0.000 description 1
- 238000007906 compression Methods 0.000 description 1
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 1
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 1
- 239000013013 elastic material Substances 0.000 description 1
- 239000010985 leather Substances 0.000 description 1
- 239000002184 metal Substances 0.000 description 1
- 238000000034 method Methods 0.000 description 1
- 230000001105 regulatory effect Effects 0.000 description 1
Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D05—SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
- D05B—SEWING
- D05B55/00—Needle holders; Needle bars
- D05B55/08—Driving arrangements for curved needles
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Sewing Machines And Sewing (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 52: Nähmaschinen.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf diejenige Klasse von Nähmaschinen für überwendliehe
Näht, bei denen eine spiralförmige Nadel zur Anwendung kommt, durch welche beim
Betriebe der Maschine das zu bearbeitende Material oder die Arbeit continuirlich zugeführt
wird.
Die spiralförmige Nadel ist äufserlich nahezu cylindrisch, d. h. nicht von sich in ihrer ganzen
Länge verjüngender Form; sie ist an der Peripherie der Spiralwindungen behufs Aufnahme
eines doppelten Fadens mit Vertiefung versehen und von solcher Länge, dafs sie genügend
viel Faden enthält, um eine Seitenlänge eines Sackes oder eines ähnlichen Gegenstandes
nähen zu können.
Die spiralförmige Nadel wird zwischen drei Waken eingelegt, welche auf ihren Peripherien
mit spiralförmigen Nuthen versehen sein können, um Schraubengänge von einer der spiralförmigen
Nadel gleicher Ganghöhe zu bilden. In manchen Fällen können diese Walzen oder Schrauben aus Metall bestehen, während in
anderen Fällen die eine, beide oder die drei Walzen aus Leder, Papier oder einem anderen
elastischen Material bestehen können. Die Walzen können auch glatt sein, oder es können
alle oder ein Theil von ihnen mit spiralförmigen Nuthen versehen sein. :
Die Walzen oder Schrauben werden in geeigneten Ständern gelagert, von denen der
über der Nadel liegende, .mit beweglichen Lagerschalen und eingelegten Federn ausgestattet ist, um der während des Nähens leicht
eintretenden Zusammenziehung oder Ausdehnung der spiralförmigen Nadel zu genügen.
Auf einer der oben genannten Walzen, und zwar an einem oder beiden Enden derselben
wird eine oder mehrere Nadeleinrichtungen von geeigneter Construction angebracht, welche
sich nach der Art des in Behandlung befindlichen Materials richten. Bei sehr leichter Waare
kommt eine einfache spiralförmig gestaltete Nadel zur Verwendung und wird das eine oder
werden beide Enden der Walzen verstärkt, oder es wird das Schraubengewinde an dem-
oder denjenigen Theilen, wo die Walzen auf die vorderen und hinteren Spiralwindungen
genannter Nadel wirken, weniger tief ausgeschnitten, so däfs bei geringer Zusammenpressung
der Nadel die Walzen genügend stark anfassen, um die Nadel durch das Zeug zu treiben.
Manchmal werden solche verstärkte Theile der schraubenförmigen Walzen in kurzen Abtheilungen
ausgeführt, welche, wenn nöthig, schnell ausgewechselt werden können.
Eine solche Walze kann auch an einem oder an beiden Enden in Abtheilungen ausgeführt
sein, welche auf der einen oder auf beiden Seiten der Gänge mit Vorsprüngen versehen
sind, die in wellenförmige Theile an den Seiten der Nadelwindungen oder in wellenförmige
Theile auf kurze Längen der Nadel eingreifen oder -gegen Vorsprünge an der Nadel (beispielsweise
auf zwei Gänge) anliegen, wodurch bei Drehung der Walzen eine Drehbewegung
der Nadel oder ihrer Abtheilungen bewirkt wird.
Solche positive Nadeltrieb - Vorrichtungen machen sich beim Nähen von starken Stoffen
nöthig. Kommen . Nadeln, die aus Theilen
bestehen, zur Verwendung, so durchsticht
der vordere oder führende Theil das Material , während der nächste, den Faden
tragende Theil der Nadel leichter in die Durchstiche eintritt, als wenn die Nadel ihre
eigenen Löcher zu bilden hätte. Es kann auch eine Nadeltrieb-Vorrichtung zur Benutzung
kommen, welche in einer schraubenförmigen Spirale von rechtwinkligem Querschnitt besteht
und von welcher ebenfalls eine nur an dem einen oder an beiden Enden der Antriebwalzen
vorhanden sein kann. Diese Art Spiralen können in der Längsrichtung der Walzenachse zusammengedrückt
werden, um die Nadel oder Nadelabtheilungen seitlich zwischen ihren Windungen zu erfassen und so zu treiben.
In manchen Fällen, in denen nur eine einfache Nadel zur Verwendung kommt, wird
diese durch Walzen oder Schrauben getrieben, welche von geeigneter Form sind, um die
Nadel an demjenigen Rande der Nuth zu erfassen , welcher auf der von der Nadelspitze
am entferntesten liegenden Nuthseite angebracht ist. Dieser Nuthenrand steht (wegen der näheren
Lage der Nuth nach der Führungsseite der Nadel zu) höher vor, oder ist etwas gröfser
als der gegenüberliegende Rand, so dafs die Nadel allein durch den höheren Rand getrieben
wird.
Zur Erreichung eines kräftigeren Erfassens der Nadel, sowie zur Vermeidung einer Hin-
und Herbewegung werden die Walzen- oder Schraubenachsen so angeordnet, dafs sie gegen
das eine oder andere Ende convergiren und dadurch ihre Berührungslinien mit der Nadel
schwach konisch stehen. Zu gleichen Zwecken werden einige Windungen der Nadel oder die
Windungen ihrer Endabtheilungen im Durchmesser etwas gröfser als der mit Nuth versehene
Theil angeordnet, wobei dann die Nadel durch die vergröfserten Theile bewegt wird,
die an ihrer Peripherie rund oder etwas abgeflacht sind. Dabei greift der Rand auf dem
mittleren Theil der Nadel in die Nuthen der Walzen, welche ein Oscilliren der Nadel, d. h.
eine Hin- und Herbewegung derselben vermeiden. Eine andere Nadeltrieb-Vorrichtung
besteht in der Anordnung von Zähnen oder Einschnitten auf der Peripherie einer Walze
oder eines Theiles derselben, welche Zähne in entsprechende Zähne oder Einschnitte auf der
Nadel oder auf einem Theil derselben eingreifen.
In allen den Fällen, in denen die Nadel aus Abtheilungen besteht, wird die Gontinuität der
Spiralnadel durch Zuspitzen des Endes des einen Theiles und durch Ausbohren des Endes
des anderen Theiles gesichert, wobei die Spitze des einen Theiles in das ausgebohrte Loch
des anderen Theiles tritt. Die Nadel ist aufser mit einer Rinne auf der Peripherie zur Aufnahme
eines doppelten Fadens noch mit einem Oehr zum Einfädeln des Fadens versehen; der
eingefädelte Faden wird fest verschlungen.
An einer geeigneten Stelle der Nadel wird ein Theil des niedrigen Nuthenrandes weggenommen;
dieser Ausschnitt befindet sich da, wo der Faden aus der Rinne gezogen werden soll und wo das Zusammenziehen der
Stiche beginnt, von denen je einer bei einer Nadelumdrehungzusammengezogen wird u. s. w.,
bis der Faden erschöpft ist.
Vor der Nadel ist ein Tisch angebracht, auf welchem das Arbeitsstück oder Material durch
die Drehwirkung der Nadel continuirlich weiterbewegt wird. Damit dieses Arbeitsstück gegen
die Wirkung der Nadel beim Durchstechen Stand hält, ist im Tisch eine endlose Kette
angebracht, deren flach liegende Gelenke mit Zähnen besetzt sind; letztere treten zwischen
die Spirale der Nadel und unterstützen das Material während der Stich bildung. An der
Eintrittsstelle des Arbeitsstückes in die Maschine ist ein verstellbarer Anschlag oder eine
Führung vorgesehen, um die Länge des Stiches von der Zeugkante zu reguliren.
Am hinteren Nadelende ist ebenfalls eine Führung angebracht, welche das Arbeitsstück
von der Maschine wegführt, wenn die spiralförmige Nadel durch den in Arbeit befindlichen
Stoff gegangen ist. Letztere Führung ist in der Nadel ebenfalls verstellbar, um eine
federnde Wirkung derselben zu verhindern. Alle Walzen werden durch ein central zu
diesen liegendes Zahnrad, welches von ersteren umgeben ist, bewegt.
Fig. ι zeigt die Hauptansicht mit theilweisem Schnitt, Fig. 2 die Endansicht der Maschine
mit weggenommenem Handrad, äufserem Lager für die Triebwelle und Riemscheibe. Fig. 3
ist ein Grundrifs, theilweise im Schnitt, wobei die obere Walze oder Schraube nicht ersichtlich
ist. Fig. 4 zeigt einen Transversalschnitt nach Linie 1-2 einer nach vorliegender Erfindung
gebauten Maschine und die Fig. 5 bis 11 zeigen mehrere Details in gröfserem Mafsstabe.
A ist das Grundbett der Maschine. B B sind die Ständer für die Walzen oder Schrauben
CDE, welche die spiralförmige Nadel oder Abtheilungen solcher Nadeln zwischen sich
halten. F1 ist der Tisch, G die Antriebsscheibe
auf Welle G1, G2 ein Handrad, durch welches der Arbeiter die Nadel behufs Einfädeins vor dem Inbetriebsetzen der Maschine
stellen kann. H ist ein auf Welle G1 sitzendes Zahnrad für den Antrieb, im Eingriff mit
den entsprechend auf den Walzen CDE sitzenden Zahnrädern H1 H'2 H3. Die obere
Walze· oder Schraube C ist durch Schrauben C1 C2 regulirbar, von denen jede mit einer
Spiralfeder oder einem elastischen Gummikissen C3 und C4 ausgestattet ist, um die
Claims (4)
1. In Nähmaschinen für überwendliche Naht, in welchen eine spiralförmige Nadel zur
Verwendung kommt, die Anordnung dieser Nadel zwischen drei mit oder ohne Vertiefungen
versehenen Walzen (C D E), durch welche die Nadel Antrieb erhält.
2. Die Uebertragung der Drehbewegung der Walzen auf die Nadel:
a) durch Theile der Walzen, welche von gröfserem Durchmesser als die übrigen
Theile sind;
b) durch Anbringung von Zähnen, Einschnitten oder Vorsprüngen auf den
Walzen, welche in entsprechende, an den Seiten oder auf dem höchsten Theil einer oder mehrerer Nadelwindungen
sitzende Zähne, Vorsprünge oder Einschnitte eingreifen;
c) durch Anbringung von Nuthen in den. Walzen, in welche eine auf der Nadel
sitzende Fase oder ein Rand F2 eingreift;
d) durch convergirende Anordnung der Walzenachsen nach einem gemeinschaftlichen
Punkte.
3. Als Ersatz des Antriebes der Nadel durch Walzen die Anordnung einer Spirale Ni,
zwischen deren Windungen die Windungen der Spiralnadel eintreten.
4. Anordnung einer unter dem Tisch der Maschine sitzenden Bürste MM1, welche behufs
Spannens des in Vertiefungen auf der Aufsenseite der Nadelwindungen liegenden Fadens gegen diesen und die Nadel andrückt.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE35820C true DE35820C (de) |
Family
ID=311660
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT35820D Expired - Lifetime DE35820C (de) | Neuerung an Nähmaschinen mit spiralförmiger Nadel zur Herstellung einer überwendlichen Naht |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE35820C (de) |
-
0
- DE DENDAT35820D patent/DE35820C/de not_active Expired - Lifetime
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| EP1233096B1 (de) | Vielnadelkettenstichnähmaschine und Verfahren zur Ausbildung eines Nähmusters in einem Nähgut | |
| DE2411857A1 (de) | Tufting-maschine | |
| DE102015101412A1 (de) | Nähmaschine | |
| DE19610979C1 (de) | Verfahren und Vielnadelnähmaschine zum Nähen von großflächigem Nähgut | |
| DE3640486C2 (de) | ||
| DE10125108B4 (de) | Vielnadelkettenstichnähmaschine und Verfahren zur Ausbildung eines Nähmusters in einem Nähgut | |
| DE35820C (de) | Neuerung an Nähmaschinen mit spiralförmiger Nadel zur Herstellung einer überwendlichen Naht | |
| DE2627798A1 (de) | Automatischer apparat zur herstellung ringfoermiger artikel aus einem langen geflecht oder band aus textilmaterial | |
| DE258820C (de) | ||
| DE1037240B (de) | Naehmaschine | |
| DE599490C (de) | Naehmaschine zum Aufeinanderpikieren von mindestens zwei uebereinanderliegenden Stoffbahnen | |
| DE264850C (de) | ||
| DE512997C (de) | Naehmaschine zum Einnaehen eines endlosen Bandes in schlauchfoermige Werkstuecke | |
| DE398953C (de) | Handnaehvorrichtung zum Zusammennaehen von Gewebebahnen | |
| DE1485344A1 (de) | Doppelsteppstich-Naehmaschine | |
| DE1250248B (de) | Emfadige Kettenstich Blmdstich-Nah maschine | |
| DE462177C (de) | Blindstich-Doppelsteppstichnaht und Naehmaschine zu deren Herstellung, insbesondere fuer die Schuhmacherei | |
| DE240057C (de) | ||
| DE685347C (de) | Vorrichtung an Naehmaschinen zum Einnaehen elastischer Faeden in Stoffstuecke | |
| DE849647C (de) | Stoffvorschubeinrichtung fuer Naehmaschinen | |
| DE50352C (de) | ' Cigarrenwickelmaschine | |
| DE1485499C (de) | Tutingmaschine zum Herstellen von langen und kurzen aufgeschnittenen Schlaufen | |
| DE518057C (de) | Hohlsaumnaehmaschine | |
| DE1485514A1 (de) | Vorrichtung zur Querverschiebung eines Gewebes | |
| AT67091B (de) | Verfahren und Maschine zur Herstellung von gekrönten Zwirnknöpfen. |