DE357283C - Zum Ausblasen der Roehren von Heizroehrenkesseln dienende Vorrichtung - Google Patents

Zum Ausblasen der Roehren von Heizroehrenkesseln dienende Vorrichtung

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DE357283C
DE357283C DEW51722D DEW0051722D DE357283C DE 357283 C DE357283 C DE 357283C DE W51722 D DEW51722 D DE W51722D DE W0051722 D DEW0051722 D DE W0051722D DE 357283 C DE357283 C DE 357283C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F22STEAM GENERATION
    • F22BMETHODS OF STEAM GENERATION; STEAM BOILERS
    • F22B37/00Component parts or details of steam boilers
    • F22B37/02Component parts or details of steam boilers applicable to more than one kind or type of steam boiler
    • F22B37/48Devices or arrangements for removing water, minerals or sludge from boilers ; Arrangement of cleaning apparatus in boilers; Combinations thereof with boilers

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  • Incineration Of Waste (AREA)

Description

  • Zum Ausblasen der Röhren von Heizröhrenkesseln dienende Vorrichtung. Die Erfindung betrifft eine zum Ausblasen der Röhren von Lokomotivkesseln und anderen Heizröhrenkesseln dienende Vorrichtung mit einem durch ein weiteres Rohr in den Feuerraum hinein verschiebbaren und drehbaren Dampfzuleitungsrohr und einer damit verbundenen Düse mit seitlicher Dampfausströmung. Bei Lokomotivkesseln, wo für gewöhnlich eine nach oben hin geneigte Feuerbrücke gegenüber einem Teile des Röhrenbündels angeordnet ist, wird die Verwendung einer solchen bekannten Vorrichtung dadurch erschwert, daß sie infolge der starken Hitze nicht so weit in die Feuerung eingeführt werden kann, daß der Dampfstrahl nicht von der Feuerbrücke beeinträchtigt würde. Da es bei einer in Bewegung befindlichen Lokomotive nicht leicht durchzuführen ist, daß eine Person vor dem Kessel arbeitet, kann der Reiniger nicht von der Vorderseite der Lokomotive durch die Rauchkammer eingeführt werden. Auch bei Lokomotivkesseln ohne Feuerbrücke begegnet die Anbringung einer in der Richtung des Zuges wirkenden, d. h. durch die Hinterwand des Feuerraums eingeführten Reinigungsvorrichtung erheblichen Schwierigkeiten, weil einerseits der Weg, den der freie Dampfstrahl zurückzulegen hat, so groß wird, daß die Kraft des Dampfstrahls allzusehr herabgesetzt wird, anderseits ist bei den meisten Lokomotiven jeder Teil der genannten Hinterwand mit Apparaten, Instrumenten, Leitungen o. dgl. derart besetzt, daß es nicht gut möglich ist, noch Raum für eine Reinigungsvorrichtung zu beschaffen. Man war deshalb nach wie vor dazu genötigt, das Reinigen nur bei stittstehender Lokomotive .durchzuführen, was einen bedeutenden Zeitverlust zur Folge hatte, außer der Verminderung der Zugkraft der Lokomotive infolge des in den Röhren sich ansammelnden Rußes.
  • Mittels der neuen Vorrichtung soll den genannten Schwierigkeiten abgeholfen werden, so daß das Reinigen der Heizröhren auch im Betriebe zu beliebiger Zeit ausgeführt werden kann.
  • Die Erfindung kennzeichnet sich in der Hauptsache @dedürch, @daß das mit der :Düse verbundene Dampfzuleitungsrohr in den Feuerraum des Kessels winklig zur Längsrichtung der Kesselheizröhren einmündet. Auf der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Erfindung veranschaulicht. Abb. i ist ein senkrechter Längsschnitt des Feuerbüchsenteils eines Lokomotivkessels, und Abb. 2 bis q zeigen diesen Teil in einem senkrechten Querschnitt, in einem wagerechten Schnitt und in einer Seitenansicht, in Verbindung mit der neuen Vorrichtung. Ferner zeigen Abb. 5 und 6 die seitlich mit dem Kessel verbundene neue Vorrichtung in größerem Maßstabe, zum Teil im wagerechten Schnitt, zum Teil in Oberansicht in zwei verschiedenen Stellungen, während Abb. 7 die Vorrichtung in Seitenansicht, zum Teil im Längsschnitt zeigt.
  • Mit i ist die Mantelplatte des Lokomotivkessels bezeichnet, innerhalb welcher die Feuerung 2 in bekannter Weise angeordnet ist, die mittels eines oberen Bündels weiterer Röhren 3 und eines unteren Bündels engerer Röhren q. mit dem Rauchauslaß verbunden ist. Eine geneigt liegende Feuerbrücke 5 verhindert in bekannter Weise das Feuer vom unmittelbaren Eindringen in die Röhren 3 und 4.. An der einen Seite der Feuerung 2 ist gemäß der Erfindung ein Dampfzuleitungsrohr 6 durch; ein Rohr 7 eingeführt, welches den zwischen den Wänden i und 2 befindlichen Wasserraum unter wasserdichter Abdichtung durchsetzt. Das Dampfzuleitungsrohr 6 ist in einem an der Platte i befestigten Gehäuse 16 drehbar und verschiebbar gelagert; in dem Gehäuse ist ein Raum 25 vorgesehen, nach welchem Kesseldampf durch ein Rohr 9 geleitet wird. Dieser Raum 25 steht mittels in dem Rohr 6 vorgesehener Öffnungen 26 mit dem Innern des Rohres in Verbindung, wenn es die in Abb. 6 gezeigte Stellung einnimmt. Das Rohr 6 ist an seinem der Feuerung zugekehrten Ende mit einer Düse i i versehen, die mit einem Durchströmungskanal 12 versehen ist, welcher in bekannter Weise so geformt ist, daß der herausströmendeDampf eine zusammengedrückte, fächerförmige Verbreiterung erfährt. Das Rohr 6 ist ferner mit einer Bewegungsvorrichtung 8 versehen, welche durch die Wand io des Führerhauses hindurchführt und teils aus einem Hebel 13 besteht, welcher mit seinem gabelförmigen Ende 14 einen Zapfen 15 umschließt, der den außerhalb des Gehäuses 16 befindlichen Teil des Rohres 6 durchsetzt. Das freie Ende 2i des Zapfens 15 ist mit einem Schlitz versehen, in welchen ein auf einem Arm 2o angebrachter Zapfen 27 eingreift. Der Arm 2o ist an einer Stange i9 befestigt, welche mittels Schrauben 23 an der Stange 13 befestigt ist, so daß die Stange i9 mit der Stange 13 zusammen einen Teil der Bewegungsvorrichtung 8 bildet. Die Schrauben 23 gehen durch in der Stange i9 vorgesehene Schlitze 2q., so daß die Stange i9 im Verhältnis zur Stange 13 verschoben werden kann. Die Stange i9 ist durch die Wand io des Führerhauses geführt und innerhalb desselben zu einem Handgriff 22 umgebogen.
  • Die Vorrichtung wirkt in folgender Weise: Wenn das Reinigen der Röhren ausgeführt werden soll, wird das Zuleitungsrohr 6 mittels der Stange 13 eingeschoben, indem diese im Führerhaus wie ein Hebel mit dem Stützpunkt in der Wand io geschwungen wird. Hierbei wird die Durchgangsöffnung 26 des Rohres in den mit dem Rohr 9 in Verbindung stehenden Raum 25 des Gehäuses 16 eingeführt, so daß Dampf durch. den Kanal 12 der Düse ii herausströmen und gegen die Heizröhren gerichtet werden kann. Mit Hilfe des Handgriffs 22 kann der Zapfen 15, 21 mit dem Rohr 6 von dem Führerhaus aus durch Hin- und Herverschieben der Stange 19, 20 so gedreht werden, daß der Dampfstrahl sämtliche Heizröhren 3 und q. oder einen Teil davon von oben nach unten der Reihe nach bestreicht. Nach dem Reinigen wird durch Schwenken der Stange 13 das Rohr 6 so weit in das Rohr 7 eingeschoben, daß eine die Düse i i umgebende Hülse mit ihrer Kante 17 zum Anliegen gegen einen von dem Gehäuse 16 in das' Rohr 7 hineinragenden Hals 18 kommt, indem das Rohr 6 mit der Ausströmungsdüse i i in dieser Weise eingezogen wird, werden .die genannten Teile gegen Beschädigungen durch das Feuer und die heißen Gase in der Feuerung geschützt. Dürch das Einziehen des Rohres 6 in das Rohr 7 gelangen die Dampfzuströmungsöffnungen 26 außer Bereich des Raumes 25 (Abb.5), wodurch das Zuströmen des Dampfes unterbrochen wird, ohne daß dabei irgendein Dampfventil benutzt zu werden braucht.
  • Mittels des Gestänges 13, 19 kann die Vorrichtung im ganzen leicht bewegt und es können sämtliche Heizröhren oder nur ein Teil von ihnen mit dem Dampfstrahl bestrichen werden, indem die Vorrichtung um einen Winkel gedreht wird, der kleiner als 18o° ist. Dies wird gemäß der Erfindung dadurch erreicht, daß das Dampfeinlaßrohr senkrecht oder annähernd senkrecht zur Längsachse des Kessels in den Feuerraum einmündet, während bei den eingangs erwähnten bekannten Reinigungsvorrichtungen, bei denen der herausströmende Dampf die Heizröhren in oder entgegen der Zugrichtung bestrahlt, das Dampfzuleitungsrohr um 36o° gedreht werden muß, um die sämtlichen Heizröhren reinigen zu können.
  • Die neue Vorrichtung könnte auch senkrecht oder schräg durch das Dach anstatt durch die Seitenwand der Feuerung eingeführt werden.
  • Es geht aus dem Obenstehenden hervor, daß die Rußabblasevorrichtung ohne das für die Bewegung von dem Führerhaus aus vorgesehene Gestänge gebraucht werden kann, und zwar werden hierbei die folgenden Vorteile den bisher bekannten Vorrichtungen gegenüber erreicht, obwohl man in solchem Fall auf den Vorteil der Bedienbarkeit vom Führerhaus aus verzichtet: i. Das Reinigen kann ohne Öffnen sowohl der Rußschranktür als auch der Feuerraumtür ausgeführt werden, infolgedessen das Heizen des Kessels nicht gestört wird. Materialspannungen, die dem Temperaturwechsel folgen. werden vermieden.
  • 2. Das Rußabblasen geschieht in derselben Richtung wie der Zug, wodurch erreicht wird, daß .der Ruß gleich durch den Schornstein weggeführt wird.
  • 3. Dadurch, daß das Rußreinigen ohne Beschwerde und beliebig häufig ausgeführt werden kann, wird die Möglichkeit, daß die Kesselröhren stets sauber gehalten werden, sehr verbessert.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Zum Ausblasen der Röhren von Lokomotivkesseln und anderen Heizröhrenkesseln dienende Vorrichtung mit einem durch ein weiteres Rohr in den Feuerraum hinein verschiebbaren und drehbaren Dampfzuleitungsrohr und einer damit verbundenen Düse, dadurch gekennzeichnet, daß das mit der eine seitliche Dampfausströmung besitzende Düse (i1) verbundene Dampfzuleitungsrohr (6) in den Feuerraum des Kessels winklig zur Längsrichtung der Kesselheizröhren einmündet.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Dampfzuleitungsrohr vom Führerhaus der Lokomotive aus bewegbar ist.
DEW51722D Zum Ausblasen der Roehren von Heizroehrenkesseln dienende Vorrichtung Expired DE357283C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE4206969A1 (de) * 1992-03-05 1993-09-16 Schoppe Fritz Flammrohrkessel

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE4206969A1 (de) * 1992-03-05 1993-09-16 Schoppe Fritz Flammrohrkessel
US5558046A (en) * 1992-03-05 1996-09-24 Dr.-Ing. Fritz Schoppe Fire-tube boiler

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