DE35707C - Fadenheftmaschine - Google Patents

Fadenheftmaschine

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Publication number
DE35707C
DE35707C DENDAT35707D DE35707DC DE35707C DE 35707 C DE35707 C DE 35707C DE NDAT35707 D DENDAT35707 D DE NDAT35707D DE 35707D C DE35707D C DE 35707DC DE 35707 C DE35707 C DE 35707C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
hook
needles
sheet
needle
thread
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT35707D
Other languages
English (en)
Original Assignee
J. W. VON PITTLER in Leipzig, Marien-Platz
Publication of DE35707C publication Critical patent/DE35707C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B42BOOKBINDING; ALBUMS; FILES; SPECIAL PRINTED MATTER
    • B42BPERMANENTLY ATTACHING TOGETHER SHEETS, QUIRES OR SIGNATURES OR PERMANENTLY ATTACHING OBJECTS THERETO
    • B42B2/00Permanently attaching together sheets, quires or signatures by stitching with filamentary material, e.g. textile threads
    • B42B2/02Machines for stitching with thread

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 11: Büchbinderei.
J. W. von PITTLER in LEIPZIG. Fadenheftmaschine.
Patentirt im Deutschen Reiche vom so. September 1885 ab.
Diese Maschine dient zum Heften von Büchern mittelst Fadens auf Bindfaden, Band oder Gaze in derselben Art und Weise wie bei Handarbeit.
Dieselbe besteht aus folgenden Haupttheilen: der Stuhlung A, dem Nadeltisch B in Verbindung mit dem Bogenauflegetisch C, dem Anschlagetisch D und der Antriebswelle E mit den Curvenscheiben FF.
Der Nadeltisch B trägt eine beliebige Anzahl gewöhnlicher Heft- oder Nähnadeln α und Hakennadeln b, welche auf der beweglichen Schiene c befestigt sind. Unter der Platte des Nadeltisches B sind die Fadenspulen d für die Nähnadeln a, die Fadenführungsrollen e und die Spannschaukel f angebracht. Mit dem Nadeltisch B ist der Bogenauflegetisch C derart verbunden, dafs derselbe in den Schlitzen g, Fig. ι und 2, gleitet; durch Anschlagen an den Anschlagetisch D, beim Aufwärtsgehen des Nadeltisches B, wird der Bogenauflegetisch C jedesmal um die zu heftende Bogenstärke herabgedrückt, um eine stets gleichmäfsige Höhe des neu anzuheftenden Bogens mit den Nadeln α zu behalten. In dieser Stellung wird der Tisch durch die Einrichtung, welche aus Spiralfeder h, Rädchen i und der auf dem Nadeltisch aufgegossenen Zahnstange k besteht, in der Weise arretirt, dafs die Spiralfeder h, welche entsprechend um die Welle, welche das Rädchen i trägt, gewunden ist, das Bestreben hat, das Rädchen i in' der Richtung zu drehen, welche ein Aufwärtsbewegen des Bogenauflegetisches C bedingt. Im Anschlagetisch D befinden sich Schlitze /, in welchen die Näh- und Hakennadeln α bezw. b während der Arbeit gleiten. Die auf der durch eine entsprechende Vorrichtung seitlich hin- und hergleitenden Schiene m befestigten Haken η dienen zum Uebertragen des Heftfadens von den Nähnadeln a auf die Hakennadeln b, von welchen derselbe erfafst und durch den zu heftenden Bogen gezogen wird. Der Nadeltisch B mit dem Bogenauflegetisch C erhält eine auf- und abwärts gehende Bewegung durch die Curve 0 in den Curvenscheiben FF in Verbindung durch den Zapfen ρ und Hebel q, welch letzterer mit dem in die Hebelarme r auslaufenden Nadeltisch B verbunden ist. Die Nadeln α und b erhalten ihre Bewegung durch die in den Curven s gleitenden Hebel t, welche mit dem Gelenkstück t1 versehen sind (s. Fig. 3). Dieses Gelenkstück t1 wird, bevor der Nadeltisch B nach abwärts geht, mittelst Hebels v, der mittelst Stange n>1 von der Nase W an der Curvenscheibe F bewegt wird, aus dem Zapfen u gehoben.
Die Wirkungsweise ist folgende:
Der Nadeltisch B mit dem Bogenauflegetisch C steht beim Beginn der Arbeit in der Stellung, wie sie in Fig. 2 dargestellt ist; der Bindfaden oder das Band, auf welches die Bogen geheftet werden sollen, wird in die Vertiefungen X der Stichplatten X1 eingezogen und unter der Platte des Bogenauflegetisches C befestigt, das andere Ende des Bindfadens oder Bandes kann auf irgend eine Weise auf dem Nadeltisch B angebracht sein. Ist dieses geschehen, so wird der zu heftende Bogen auf den Bogenauflegetisch C aufgelegt und die Maschine in Bewegung gesetzt; der Nadeltisch B geht in die Höhe, bis er die Stellung in Fig. ι
erreicht hat, der Bogen ist dann zur Hälfte zwischen dem Anschlagetisch D und Bogenauflegetisch C festgeprefst und nimmt eine solche Stellung ein, welche ein richtiges Heften des Bogens bedingt. Hat der Nadeltisch B diese Stellung erreicht, so fällt auch das Gelenkstück i1 in den Zapfen u der Nadelschiene c und zieht dieselbe mit den Näh- und Hakennadeln α bezw. b mittelst Stange t und Curve s in den Curvenscheiben F so weit, bis dieselben durch den zu heftenden Bogen hindurchgegangen sind und die in Fig. 4 und 5 dargestellte Stellung erreicht haben. In diesem Augenblick werden die Fäden der Nähnadeln a von den Haken η erfafst, diese machen eine schnelle seitliche Bewegung, bis sie von der in Fig. 4 und 5 dargestellten punktirten Stellung die ausgezogen dargestellte Stellung erreicht haben. In dieser Stellung halten sie den Heftfaden über die Hakennadeln b; 'der Nadeltisch B geht nun zurück, und im Zurückgehen fassen die Hakennadeln b den von den Haken η gehaltenen Faden, die Haken η gehen nach der punktirten Stellung zurück und die Hakennadeln b ziehen im weiteren Zurückgehen den erfafsten Faden doppelt durch den Bogen, und der Nadeltisch B geht wieder bis in die in Fig. 2 gezeichnete Stellung zurück, um einen neuen Bogen aufzunehmen. Gleichzeitig während des Zurückgehens des Nadeltisches B werden die Heftfäden von der Spannschaukeiy angezogen. Ist ein neuer Bogen aufgelegt, so wiederholt sich der vorbeschriebene Vorgang, nur mit dem Unterschiede, dafs, nachdem die Hakennadeln b den neuen Faden gefafst haben, während des Zurückgehens der elastische Haken bl der Hakennadeln b von dem Blättchen oder der Schiene Z1 niedergedrückt wird, um den neuen Faden nicht nur durch den Bogen, sondern auch durch den vorher gefafsten Faden bezw. die Schleife zu ziehen, auf welche Weise die Fäden gekettelt und die Bogen fest verbunden werden. Der eingeklemmte Bindfaden bezw. das Band wird auf eine beliebige Weise so bewegt, dafs derselbe von dem Heftfaden umnäht wird. Nach dem Fertigstellen des Buches wird dasselbe herausgenommen und kann mit dem Bindfaden zusammengezogen und eingebunden werden. Statt des elastischen Hakens bl und der Hakennadel b können auch solche mit nicht elastischen Haken, wie in Fig. 7 gezeichnet, angewendet werden, dieselben müssen aber, nachdem sie den Faden gefafst haben, eine halbe Wendung machen, um den Faden durch den vorhergehenden, auf der Hakennadel b liegenden Faden hindurchziehen zu können. In der Darstellung Fig. 4 ist die Anordnung so getroffen, dafs bei sonst gleicher Wirkungsweise zwei Heftfäden von einer Hakennadel b gefafst werden. In der in Blatt II dargestellten Anordnung ist die Einrichtung der Heftmaschine so getroffen, dafs nicht der Nadeltisch B auf- und abwärts bewegt wird·, sondern der Theil G, welcher hier die Haken; η η trägt,, welche die Fäden von den Nähnadeln α auf die Hakennadel b übertragen. Dieser Theil G wird in gleicher Weise, wie in- vorbeschriebener Anordnung der Nadeltisch B, entsprechend bewegt. Derselbe dient auch gleichzeitig zur Aufnahme des zu heftenden Bogens, welcher, wie in Fig. 8 dargestellt ist, aufgelegt wird.
Die Haken η sind in gleicher Weise auf einer Schiene m befestigt, welche eine seitlich gleitende Bewegung durch den Winkelhebel I in Verbindung mit der Stange II von dem auf der Antriebswelle E befindlichen Daumen III erhält; zurück wird die Schiene m von der Feder IV gedrückt. Die Nähnadeln α und Hakennadeln b sind auf Gleitstücken V befestigt, welche auf der Schiene VI entsprechend hin- und hergleitende Bewegung erhalten, um ein Umnähen des Bindfadens bezw. des Bandes zu bewirken. Dabei wird' die Bewegung so getroffen, dafs je eine Nähnadel α und eine Hakennadel b zusammen nach einer Richtung bewegt werden, während das folgende■ Paar Nähnadeln α und Hakennadeln b sich entgegengesetzt bewegt. Die auf- und abwärts gehende Bewegung der Näh- und Hakennadeln a bezw. b zum Heften des Bogens geschieht in gleicher Weise, wie in erstbeschriebener Anordnung, durch die Curve s der Gurvenscheibe F, nur dafs statt der Gelenkstange ί if^ eine flache Schiene t angewendet wird, welche in der Führung VII gleitet und fest1 mit der Schiene VI, welche die Gleitstücke V trägt, verbunden ist. Der· zu heftende Bogen wird im Moment des Heftens zwischen den Hakentisch G und das Prefsstück VIII geprefst. Das Prefsstück VIII ist gleichfalls mit einem ■■ Rädchen i versehen, welches in der Zahnstange k' läuft, die mit der Tischplatte IX fest verbunden ist; statt der Feder h in vorbeschriebener Anordnung bewirkt hier das Gewicht X- ein Andrücken des Prefsstückes VIII gegen die zu heftenden Bogen. Die Nähnadeln α werden von den Fadenspulen XI gespeist, während der Bindfaden oder das Band von der Rolle XII geholt wird. Die Spannschaukel f spannt den Heftfaden in derselben Weise, wie in erstbeschriebener Anordnung.
Die Wirkungsweise ist hier folgende:
Der Hakentisch oder Theil G bewegt sich in gleicher Weise abwärts, wie in vorbeschriebener Anordnung der Nadeltisch B, der Bogen wird aufgelegt, nachdem der Bindfaden oder das Band am PrefsstUck VIII befestigt ist; nach diesem geht der Theil G aufwärts bis in die in Fig. 8 gezeichnete Stellung, d. h. bis der zu heftende Bogen leicht zwischen Theil G und Stichplatte X1 festgeklemmt ist; die Heft-
fäden werden in gleicher Weise als in vorbeschriebener Anordnung von den Haken η auf die Hakennadeln b übertragen, und das Heften des Bogens geschieht genau wie vorher beschrieben, nur dafs in dieser Anordnung je eine Näh- und Hakennadel α und b und die Breite des zu umheftenden Bindfadens oder Bandes sich seitlich nach einer Richtung bewegen, während das folgende gleiche Paar Nadeln sich entgegengesetzt bewegt. Um mehr als ein Buch auf einmal zu heften, wird, wenn ein solches fertig geheftet, eine Blechplatte zwischen das fertige Buch und den neu zu heftenden Bogen eingeschaltet.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Nadelanordnung für Buchheftmaschinen, bestehend aus Nähnadeln a, festen und drehbaren Hakennadeln b und elastischen Haken b1, in Verbindung mit Fadenüberführungshaken n, in welcher Anordnung die Hakennadeln b die durch die Ueberführungshaken η von den Heftoder Nähnadeln α erhaltenen Heftfaden auf dem Rücken des zu heftenden Bogens ketteln und Bindfaden oder Band derartig eingeheftet wird, dafs nach Fertigheften eines Buches dasselbe damit zusammengezogen und eingebunden werden kann.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT35707D Fadenheftmaschine Expired - Lifetime DE35707C (de)

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