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Vorrichtung zur Prüfung der Genauigkeit der Zähne von Zahntrieben,
Zahnrädern oder von Fräsern zum Schneiden derselben. Die Erfindung bezieht sichauf
eine vervollkommnete Vorrichtung zum Prüfen der Genauigkeit der Zähne von Zahntrieben,
Zahnrädern oder von Fräsern zum Schneiden derselben, insbesondere für Getriebe usw.,
mit schraubenförmig verlaufenden Zähnen.
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Bei einer Vorrichtung dieser Art, welche nicht den Gegenstand des
vorliegenden Patents bildet, wird ein Fühler, der mit ausgewählten Punkten der Zähne
in Berührung Crebracht wird, in vorher bestimmte Stellungen 23 parallel zur Achse
des Fräsers oder Triebes mittels einer Reihe von Abstandslehren verschiedener Länge
eingestellt, wobei ein fester Anschlag vorgesehen ist, gegen welchen die Zähne des
Fräsers oder Zahntriebes in Anlage gebracht werden, um die vorher bestimmte Winkeldrehung
des Fräsers oder Zahntriebes zwischen zwei Einzelmessungen oder zwischen zwei Messungsgruppen
zu erhalten.
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Die Anwendung eines feststehenden Anschlages für die Winkeldrehung
gestattet aber nur dann genaue Messungen, wenn die Zahn-:Rächen selbst genau sind.
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Gemäß der vorliegenden Erfindung ist die Vorrichtung zum Prüfen gleicher
Art so ausgebildet, daß die Genauigkeit der Zähne eines Zahntriebes, Zahnrades oder
eines Fräsers, von welcher die genaue Drehung des Triebes um einen Winkel gleich
oder ein Mehrfaches des Kreisteilungswinkels abhängt, nachprüfbar ist. Die neue
Vorrichtung eignet sich besonders für die Messung der Zähne von Getrieben oder Fräsern
mit schraubenförmig verlaufenden Zähnen, d. h. Zähne, die eine verhältnismäßig
große Längssteigung haben.
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Die neue Vorrichtung gestattet die Messung der Zähne nach Linien parallel
mit der Achse des Triebes und ferner die Drehung desselben durch bestimmte Winkel,
so daß in Verbindung mit der Vorrichtung für die erste Messungsart der Umfangsabstand
zwischen den einzelnen Zähnen des Triebes oder eines anderen zu messenden Gegenstandes
ebenfalls mitgernessen wird.
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Die Messung nach Linien parallel mit der Triebachse wird in der -folgenden
Beschreibung kurz mit »Längssteigungsrnessung« bezeichnet und die des Umfangsabstandes
zwischen den einzelnen Zähnen in Ebenen senkrecht zur Achse des Triebes mit »Kreisteilungsmessung«.
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Bei einer vorteilhaften Ausführungsform der Vorrichtung erfoligen
diese Messungen rasch und genau mittels zwei Sätzen von Ab-
standslehren,
welche entsprechend mit»Längsstei,-ungslehren« und »Kreisteilungslehren« bezeichnet
werden.
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Die Längssteigungslehren dienen dazu, die verschiedenen Stellungen
zu bestimmen, welche das Meßinstrument oder der Zeiger der Vorrichtung einnehmen
müssen, um eine Reihe von Ablesungen in einer Ebene parallel mit der Achse des Triebes
zu bewirken. Die Kreisteilungslehren dienen dazu, um die Größe der W)inkeldrehung
zu bestimmen, welche dem Trieb bzw. dem Fräser zwischen' diesen Ablesungen.,gegeben
wird.
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Die Zeichnung zeigt eine beispielsweise Ausführungsform der neuen
Meßvorrichtung zum Prüfen der Genauigkeit von Zähnen eines Schraubentriebes, wie
solches beispielsweise für Dampfturbinen Anwendung findet.
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Abb. i ist die Draufsicht auf die Vorrichtung teilweise im Schnitt;
Abb. 2 ist eine Endansicht unter,Weglassung
einzelner Teile der
Deutlichkeit halber, und zwar ' #in der Richtung von links in Abb. i gesehen;
Abb. 3 ist ein Querschnitt nach der Linie III-III in Abb. i von links gesehen;
Abb. 4 ist eine teilweise Draufsicht in vergrößertem Maßstabe; Abb. 5 ist
ebenfalls eine Teilansicht teilweise im Schnitt in vergrößertem Maßstabe, während
Abb. 6 schematisch die _\#Virkungsweise des Fühlers des Meßinstrumentes in
Berührung mit einem Zahn eines Schraubentriebes zeigt.
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In den Abb. i und 2 hat das Trieb oder Ritzel i Zahnsätze 2 und anschließende
Wellenstücke 3. Diese sind drehbar in zwei Halter 4 und 5 eingesetzt,
die mit Längsgleitung in einer Längsnut 6 von genauer Bearbeitun
g in dem Hauptteil 7 des Vorrichtungsbettes gelagert sind. Der Abstand
zwischen den Haltern 4 und 5 wird so eingestellt, daß das zu messende Trieb
genau dazwischen paßt. Schrauben 8 und nicht dargestellte Muttern dienen
zum sicheren Festklemmen der genannten Halter auf der Bettplatte 7,
wenn sie
in der richtigen Lage eingestellt sind. Die Köpfe der Hafter 4 und 5 sind
mit Rollenlagern io versehen, die mittels Stifte ii in Stellung gehalten werden.
Diese- Rollenlager stützen das Trieb i mit einem Mindestmaß von Reibung ab und sind
sehr genau bearbeitet, damit das Trieb sich genau zentrisch im Apparat dreht.
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Das Trieb i wird an einer Längsbewegung mittels Stützen 12, und 13
gehindert, die an den Enden vorgesehen sind und gleitbar an der Bettplatte
7 angebracht sind. Diese Stützen greifen in eine Nut 6, während .Schrauben
14 und Muttern 15 dazu dienen, sie in der eingestellten Lage festzuklemmen. Um die
Reibung des Triebes i auf ein Mindestmaß zu bringen und die genaue Längseinstellung
während der Drehung zu sichern, ist eine Stahlkugel 16 beiderseits zwischen mit
entsprechender Ausnehmung versehenen Büchsen 17 und 18 und den Stützen
12, und 13 an den Enden der Wellenstücke 3
des Triebes eingeschaltet.
Die Büchse 18 der rechteckigen Stütze 13 hat die Form einer Schraube, die in ein
Gewinde ig in der Stütze eingreift, und die Anordnung ist so, daß durch. Drehung
der Büchse die Kugel 16 achsial - ge gen das Ende der Trieb-welle gepreßt
wird.
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Eine Gegenmutter 2o sichert die Büchse 18 in der eingestellten Lage.
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Zusätzliche Stützen 2-2 und 2-3 mit V-fÖrmigen Ausschnitten
im oberen Ende sind ebenfalls auf der Bettplatte 7 gelagert und stehen mit
Quernuten 24 derselben in Eingriff. Diese Stützen 2.2, 23 tragen eine Welle
25, und sie sind so eingestellt, daß diese Welle parallel zur Achse des Triebes
i und von dieser in einem Abstand liegt, der sich nach dem Durchmesser des zu prüfenden
Triebes richtet. Die Welle 2,5 ist vorteilhaft mehr als zweimal so lang wie
der gesamte verzahnte Teil des Triebes i, damit, wie dies später auseinandergesetzt
wird, die gesamte Länge des Triebes ohne achsiale Verschiebung desselben gegen die
Bettplatte geprüft werden kann.
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Die Längsstellungen der Welle:25 bestimmen sich nach den Längssteigungslehren
26 in derselben Weise wie bei der eingangs erwähnten Prüfvorrichtung, welche
nicht den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet.
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In Abb. i der Zeichnung ist eine solche Längssteigungslehre
2,6 eingesetzt dargestellt. Sie liegt auf zwei V-förmigen Blöcken:27 auf,
die in einer Nut28 an der Oberseite einer Stange:29 gleiten, die auf Ständern
30 einer Grundplatte 31 gelagert ist, welche ihrerseits an der Bettplatte
7 mittels nicht dargestellter Muttern und Bolzen einstellbar ist, die in
Quernuten 32 eingreifen. Die Höhe der \f-förmigen Blöcke:27 über der Grundplatte
und die Ouereinstellung der Grundplatte 3 1 sind so, daß, wenn eine Längssteigungslehre
26 in den Blöcken eingesetzt ist, sie gleichachsig mit der Welle
2,5 liegt. Die Lehre:26 legt sich am linken Ende gegen einen gehärteten Vorsprung
33 eines feststehenden Anschlages 34, der -auf der Stange 29 sitzt. Mit dem
rechten Ende der Lehre 26 kann die Welle 25 in Aniage gebracht werden.
Die Lehren 26 haben verschiedene Längen entsprech#end der Längssteigung der
Zähne des Triebes i.
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Auf der Welle 25 ist ein Sattel 36 angebracht, der an
der Welle mittels einer Stellschraube 37 festgeklemmt werden kann. Der Sattel
36 hat einen aufwärts ragenden Arm 38 mit gegabeltern Ende, in dem
um eine wagerechte Achse ein zweiarmiger Übersetzungshebel 4o drehbar ist. Dieser
bewegt sich sonach in einer senkrechten Ebene im rechten Winkel zur Achse des Triebes
i. Der kurze Arm 41 des Hebels 4o endigt in eine abgerundete Spitze, die in Punktberühruli"o.,
mit den Zahnflächen des Triebes gebracht werden kann. Diese Punktberührung findet
vorteilhafterweise, wenn auch nicht notwendigerweise, im Teilkreisdurchmesser der
Triebzähne statt. Der lange Arm 4:2 des Hebels 4o legt sich gegen einen K-ofben
43, der in einem Scheibenmikrorneter oder anderen Mikroineter 44 gleitet, -welches
an einem Seitenansatz 45 des Sattels 36 sitzt. Der Sattel 36
ist ferner
mit einem abwärts gerichteten Arm 47 versehen, der mit einem feststehenden Anschlag
in Berührung kommt, welcher durch eine Leiste 48 gebildet wird, die sich längs der
Bettplatte erstreckt und mittels Abstandsstücken 49 an den Wellenstützen 22 und
23
befestigt ist. Diese Anordnung der Leiste _t8 und des
Armes 47 gestattet, daß der Fühler 41 in irgendeiner Stellung der Welle
25 stets in demselben gleichen Abstand und in derselben wagerechten Ebene
mit der Achse des zu messenden Triebes steht.
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Die Vorrichtungen zur Drehung des Triebes um einen vorbestimmten Winkel
sind folgende: Am rechten Ende 3 des Triebes i ist eine Schnurscheibe So
befestigt, die an einer Nabe5i (Abb. i) angebolzt ist, welche auf eine verjüngte
Büchse 5:2 gedrückt werden kann. Diese Büchse 5:2 hat drei radiale
Schlitze in einem Abstand von i:2o' voneinander. Zwei dieser Schlitze gehen ganz
durch die Büchse, während der dritte Schlitz nur teilweise durch die Büchse geht.
Dies gestattet, daß die Büchse 5:2 auf den Wellenteil 3 des Triebes
i aufgedrückt werden kann. Dann wird die Nabe 51 mit der Schnurscheibe So
auf den verjüngten Teil der Büchse 52 aufgeschoben und mittels einer Mutter
53
befestigt. Auf diese Weise ist die Schnurscheibe So genau und sicher mit
dem Trieb verbunden.
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Der Umfang der Scheibe So hat eine Rille 54 und neben dieser eine
genau bearbeitete zylindrische Umfangsfläche 55. Eine Schnur 56 ist
in nicht dargestellter Weise an der Scheibe So befestigt, läuft in der Rille 54
herum und verläßt die Scheibe von unten, wie aus Abb. 2 ersichtlich. Dann läuft
sie über eine Rolle 57 und unter einer Rolle 58 an der Unterseite
eines wagerechten Tisches 59, der mittels Pfostens 6o an einer Bettplatte
61 befestigt ist, die ihrerseits an der Bettplatte 7
rechtwinklig zur letzteren
befestigt ist, wie deutlich aus den Abb. i und 2 ersichtlich. Die Schnur
56 läuft dann über eine dritte Rolle 62, an einer senkrechten Stütze
63, die von dem Ende des Tisches 59 ausgeht. Am Ende der Schnur ist
ein Gewicht 64 befestigt, das die Schnur aus einem später angegebenen Grunde gespannt
hält. An der zylindrischen Umfangsfläche 55 der Scheibe So ist außerdem mittels
etiner geeigneten Klemme (in Abb. 2 punktiert) ein biegsames Stahlband
65
befestigt, welches rundum den Scheibenumfang läuft. Das Band läuft wagerecht
von der Oberseite der Scheibe 50 über den Tisch 59, geht unter einer
Rolle 66 hindurch, die an der aufrechten Stütze 63 gelagert ist und
darauf aufwärts über eine Scheibe 66a am oberen Ende der Stütze, die neben der Scheibe
62 sitzt, und trägt ebenfalls ein Belastungsgewicht 67.
Die beiden
Gewichte 64 an der Schnur 56 und 67 an' Stahlband 65 halten
die Scheibe 50 im Gleichgewicht, indem die Spannung der Schnur einerseits
und des Bandes. anderseits die Scheibe So im entgegengesetzten Sinne zu drehen sucht.
Auf dem Tisch 59 ist ein Querschieber 67' (Abb. 5) gelagert,'
der ail seiner Oberfläche eine genau bearbeitete Nut 68 trägt, in welcher
ein Schuh 70 gleitet. Dieser Schuh 7o ist mit einem Hakenteil 71
versehen,
welcher um eine Lippe 72 faßt, die an der Seite des Schiebers 67a ausgebildet
ist. In dem Hakenteil 71 ist eine Stellschraube 71a vorgesehen, die den Schuh
70 in der Nut 67a festklemmt. Auf der Oberfläche des Schuhes 70 ist
mittels Schrauben 74 an der linken Seite eine Platte 73 befestigt (Abb. 4
und 5).
Die Platte 73 ist rechts mit einer Stellschraube
75 versehen, die mit Gewinde in den Schuh 7o eingreift. Das Stahlband
65 läuft zwischen der Platte 73 und dem Schuh 7o hindurch und kann
an letzterem mittels einer Stellschraube 75 festgeldenunt werden, indem die
Oberfläche des Schuhes 70 in derselben wagerechten Tangentialebene wie der
oberste Punkt der Scheibe 50 und der unterste Punkt der Rolle 66 liegt.
Zur Drehung des Triebes i durch den vorbestimmten Winkel entsprechend der Kreisteilung,
welche die Zähne haben sollen, wird das Band 65 vorn Umfang der Scheibe So
um ein bestimmtes Maß abgewunden, das folgendermaßen festgestellt wird: i In V-förmigen
Blöcken 77, die dauernd an dem wagerechtenTisch55befestigtsind, isteine zweite
Welle 76 gelagert, deren Längsstellung sich durch Kreisteilungslehren
78 in ähnlicher Weise bestimmt, wie dies für die Längsstellungen der Welle.25
geschieht. Eine solche Lehre 78 ist in der Stellung aus den Abb. i und 2
ersichtlich. Sie liegt in den V-förmigen Blöcken 79 und legt sich an einem
Ende gegen einen festen Anschlag 8o an, der an dem Block 81 angebracht ist, welcher
seinerseits an dem Tisch 59 befestigt ist. Die V-förmigen Blöcke
79 gleiten in einer Nut in der Oberfläche des Blockes 81.
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Auf der Welle 76 ist ein Sattel 83 gelagert (Abb. 2,
4 und 5), der mit einer Klemmschraube 184 versehen ist, durch die er in der
gewünschten Lage auf der Welle76 festgestellt werden kann. Ein zweiarmiger Hebel
84 ist an einer senkrechten Achse 85 am Sattel 1 83 drehbar. Der kurze
Arm 86 dieses Hebels hat eine abgerundete Spitze für die Punktberührung mit
dem Ende 87 des Schuhes 70.
Der lange Arm 88 des Hebels 84 liegt
gegen einen Kolben 89 an, der in einem Scheibenmikroineter oder anderen Mikrometer
go gleitet, das am Sattel 83 sitzt. Die Winkeleinstellung des Triebes i geschieht
folgendermaßen: Auf der konischen Nabe 5 1 für die Scheibe 50 (Abb.
i und 3) ist ein Hebel gi angeordnet, welcher eine bei 93 geschlitzte
Nabe 92 hat und mittels Schraube 94 und Klemmutter 95 festgeklei-nint werden
kann. Gegebenenialls,
könnteauch die Nabe§2 auf demWellenteil
3 des Triebes festgeklemmt werden. An der geschlitzten Büchse 52,
ist eine Gegenmutter 96 vorgesehen, welche die Nabe 93 in ihrer Stellung
sichert. Der Hebel gi liegt, wie dargestellt, wagerecht -und ist -an seinem freien
Ende mit einem Feingewindestift 97
versehen, welcher sich auf eine Stütze
98 an der Bettplatte 61 auflegt. Sobald die Mutter 95 angezogen ist,
um den Hebel gi in bezug auf das Trieb festzulegen, wird der Gewindestift
97 zur Feineinstellung des Triebes niedergeschraubt.
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Die Benutzungsweise der Vorrichtung zur Prüfung der Genauigkeit der
Zähne2 desTriebes ist folgende: Angenommen, das Trieb ist genau zwischen den Stützen
4 und 5 eingesetzt und durch Einstellung der Gewindebüchse 18 im Lager 13
ist jede Läggsverschiebung vermieden und die Welle:25 ist gegenüber dem Trieb richtig
eingelegt, so wird die Längsstellung derWelle:25 mit demFühler41 mittels einer der
Längssteigungslehren 26 festgelegt. Hierfür wird vorteilhaft die kürzeste
Ab-
standslehre benutzt. Dann wird die Winkelstellung des Triebes mittels
des Hebels gi und des Feineinstellungsstiftes 97 festgelegt, bis das Scheibenmikrometer
44 des Sattels 38 auf Null zeigt. Der Fühler 41 des Hebels 4o ist dann in
Berührung mit einem Zahn, beispielsweise einem Teilkreisdurchinesser, während der
abwärts gehende Arm 47 des Sattels 38 mit der Leiste 48 in Anlage ist.
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Hierauf wird der Schuh 7o am Stahlband 65 eingestellt,
d. h. die Klemmverbindung mit dem Schuh 70 wird vorübergehend gelöst
und dieser gegen die Scheibe 5o hinbewegt, bis das Mikrometer go, wenn eine Kreisteilungslehre
78 eingesetzt ist, die die Längsstellung der Welle 76 bestimmt, auf
Null zeigt, sobald der kurze Arm 86 des Hebels 84 in Berührung mit dem Ende
8,7 des Schuhes 7o ist. Dann wird die Stellschraube 75 angezogen und
in dieser Stellung der Schuh 7o am Stahlband festgeklemmt.
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Hierauf können eine Reihe voll Steigungsablesungen gemacht werden,
indem nacheinander verschieden lange Längssteigungslehren 26 eingesetzt werden.
Die Fehler oder Ungenauigkeiten, die etwa an den Zähnen vorhanden sind, werden dann
am Mikrometer 44 abgelesen und vermerkt. Zum Herausnehmen und Einsetzen dieser Lehren
wird die Welle :25 mit dein Meßgerätsattel 38 in ihrem Lager 22,
23 so gedreht, um den Fühler 41 des Hebels 40 außer Anlage mit den Zähnen
2 des Triebes zu bringen und wird gleichzeitig in der Längsrichtung verschoben,
um die Lehren 26 auszuwechseln. Nach jedem Wechsel einer Längssteigungslehre
wird die Welle 25 wieder mit der neu eingesetzten Lehre in Anlage gebracht
-und zurückgedreht, bis der abwärts gerichtete Arn' 47 gegen die Leiste 48 trifft.
Der Fühler 41 kommt mit den Zahnflächen nacheinander an den aus der schematischen
Abb. 6 ersichtlichen Stellen in Berührung. Während dieser Messungen bleibt
das Trieb im Umdrehungssinne unverändert in seiner vorher mittels des Hebels gi
und des Feineinstellungsstiftes 97 eingestellten Lage.
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Soll nun eine weitere Reihe von Längssteigungsmessungen in einer anderen
I-;ängslinie der Zähne des Triebes vorgenommen werden, so# wird letzteres nach Lösung
des Stellarmes gi und Anheben des letzteren gedreht und dieser wieder an dem Trieb
f estgeklemmt. Dann wird der Arm gi nach abwärts bewegt und erfährt das Trieb
eine Teildrellung. Diese Teildrehung des Triebes verschiebt den Schuh 7o, der am
Stahlband 65
festgeklenmit ist, in der Nut 68. Hierauf wird die zugehörige,
also nächst längere Kreisteilungslehre 78 auf den V-förmigen Blöcken
79 in Stellung eingelegt, um: die Lage der Welle 76, die das Mikrometer
go trägt, zu bestimmen. Die Winkelstellung des Triebes wird dann durch Drehung des
Feingewindestiftes 97 am Ende des Stellhebels gi eingestellt, bis dieses
Mikrometer go wieder auf Null zeigt. Das Trieb hat sich dann um einen solchen Winkel
gedreht, wie er durch die betreffende Lehre vorherbestimmt ist ' gewöhnlich
also die nächst lange Lehre, welche dein, Bogenabstand der Kreisteilung zwischen
je
zwei Zähnen des Triebes -ntspricht. Nach dieser Einstellung wird nun wieder
eine Reihe von Längssteigungsmessungen in der vorbeschriebenen Weise vorgenommen,
und dies wird so lange wiederholt, als es für das zu bemessende Trieb oder Zahnrad
erwünscht ist.
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Um die Anzahl der Kreisteilungslehren 78
zu verringern, welche
an und für sich nötig sein würde, um die Ablesungen über den ganzen Triebumfang
vorzunehmen, kann der Schuh 7o, der am Stahlband 65 befestigt ist, periodisch
relativ gegen das Stahlband nach einer gewissen Anzahl von Ablesungen verschoben
werden. Die genaue Wiedereinstellung zwischen Schuh und Band kann dann mittels des
Mikrometers go. bestimmt werden, das durch den zweiarmigen Hebel 84 beeinflußt wird,
dessen kurzer Arm 86 mit dem Schuh in Anlage kommt.
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Es ist zu beachten, daß die Vorrichtung nur relative Zahlifehler anzeigt,
wogege4# es unmöglich ist, mit Genauigkeit einen Ausgangspunkt festzulegen, mit
dein alle Teile der Zähne. die von dem Fühler 41 berührt werden, verglichen werden
könnten. Die Messungsreilie kann vielmehr an einem beliebigen Punkt irgendeines
Zahnes des Triebes begonnen werden und der Vergleich mit den
anderen
Zähnen gegenüber diesem Punkt als Ausgangspunkt erfolgen. Wenn nun zufällig dieser
Ausgangspunkt selbst ungenau ist, so wird sich dies bald während der folgenden Ablesungen
herausstellen, indem die meisten derselben nahezu denselben konstanten Fehler aufweisen
werden, woraus sich dann erkennen läßt, daß der Punkt an dein ersten Zahn, der als
Ausgangspunkt gewählt wurde, selbst ungenau ist. In diesem Falle kann ein Wiederbeginnen
mit den Messungen von vornherein dadurch vermieden werden, daß dieser gleichbleibende
relative Fehlbetrag bei sämtlichen Ablesungen in Rechnung gezogen el wird. Die beschriebene
Ausführungsform der Vorrichtung ist nur eine beispielsweise und kann in einzelnen
Punkten im Rahmen der Erfindung abgeändert sein. Insbesondere gilt dies von den
Einzelteilen der Vorrichtung für die genaue Messung der Winkeleinstellung des Triebes
nach der Zahnteilung.
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Wenn es sich nicht wie bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel um
die Prüfung eines Triebes oder Zahnrades, sondern eines Schneidfräsers: für ein
solches Trieb oder Zahnrad handelt, so sind naturgemäß ge-,visse Abänderungen notwendig
mit Rücksicht auf die Zahnunterbrechungen. am Fräser. Beispielsweise müßte dann
der zweiarn-iige Hebel an dem Sattel, mit dem die Zahni-nessungen vorgenommen werden,
in wagerechter Ebene um eine senkrechte Achse drehbar sein, ähnlich -wie bei der
Anordnung nach Abb. 4. Ferner ist ein zweiter zusätzlicher Satz von sogenannten
Voreilungslehren notwendig, um die Stellung der das Meßgerät tragenden Welle in
bezug auf die gegenseitige Versetzung der Zähne z-wischen. der einen Reihe von Längssteigungsablesungen
und der nächsten zu bestimmen. Diese Voreilungslehren werden dann in Verbindung
mit den Längssteigungslehren gebraucht und bestehen aus kurzen Abstandsstücken,
die zwischen das Ende der Welle 25 und der betreffenden Längssteigungslehre
:26 eingesetzt werden. Diese Verwendung solcher Voreilungslehren, wenn es sich um
die Prüfung eines Fräsers handelt, entspricht der bei der eingangs erwähnten Vorrichtung,
die nicht den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet. Zum Unterschied von
dieser Vorrichtung aber erfolgt bei der Vorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung
die Bestimmung der richtigen Winkeleinstellung der Fräserscheibe nicht mittels der
Schneidflüchen der Fräserzähne, sondern wie bei dem Trieb nach dem Ausführungsbeispiel
oder einer dieser im Rahmen der Erfindung, gleichwertigen abgeänderten Ausführungsform.