DE356486C - Verfahren zur Vorbereitung von samt- und plueschartigen Stoffen zu kunstgewerblichenArbeiten - Google Patents

Verfahren zur Vorbereitung von samt- und plueschartigen Stoffen zu kunstgewerblichenArbeiten

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DE356486C
DE356486C DEB99774D DEB0099774D DE356486C DE 356486 C DE356486 C DE 356486C DE B99774 D DEB99774 D DE B99774D DE B0099774 D DEB0099774 D DE B0099774D DE 356486 C DE356486 C DE 356486C
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velvet
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06MTREATMENT, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE IN CLASS D06, OF FIBRES, THREADS, YARNS, FABRICS, FEATHERS OR FIBROUS GOODS MADE FROM SUCH MATERIALS
    • D06M17/00Producing multi-layer textile fabrics
    • D06M17/02Producing multi-layer textile fabrics by applying cellulose derivatives as adhesives

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)
  • Coloring (AREA)
  • Treatments For Attaching Organic Compounds To Fibrous Goods (AREA)

Description

  • Verfahren zur Vorbereitung von sannt- und pliischartigen Stoffen zu kunstgewerblichen Arbeiten. Samt- und plüschartige Stoffe sind sowohl als Bekleidungs- und Möbelstoffe wie auch als Stoffe für kunstgewerbliche Gegenstände gebräuchlich. Die Eigenart ihres Gewebes erschwert jedoch eine vielseitige Verarbeitung. So stößt z. B. die Bemalung von Samt auf große Schwierigkeiten. Es ist bereits vorgeschlagen, Samt mit Ölfarbe zu bemalen. Hierbei verfilzen jedoch die Farben die feinen Samt- oder Plüschfasern und verderben daher die eigenartige samtne Oberfläche. Die Bemalung mit nichtölhaltigen Farben gestattet nicht die Innehaltung scharfer Konturen, weil die Farbflüssigkeit an den Fasern nach unten in das Deckgewebe eindringt, sich in diesem saugend weiterbewegt und dadurch auch die angrenzenden Samtfasern mit einfärbt. Auch der Farbdruck von samt- oder plüschartigen Stoffen gibt keine .reinen Umrisse der eingefärbten Flächen.
  • Es ist ferner bekannt, samtartige Stoffe als Auflagen auf anderen Stoffen zu verwenden. Dies geschieht entweder in der Weise, daß die Samtmuster in die anderen Stoffe, beispielsweise Voile, Seide usw., eingewebt werden oder das ausgeschnittene Samtstü ckchen auf den Stoff aufgesteppt werden. Das erste Verfahren bedingt sehr teure Maschinen und bei einem Musterwechsel sehr umständliche Neueinrichtungen der Webmaschinen. Die Aufsteppung kleiner Samtstückchen ist nur bis zu einer gewissen Größe der Samtstücke möglich, weil die ausgeschnittenen Samtstückchen bekanntlich um so stärker fasern, j e kleiner sie-- sind. Die Erfindung bezweckt samt- oder plüschartige Stoffe für die kunstgewerbliche Verarbeitung derart vorzubereiten, daß der Samt in einwandfreier Weise und mühelos bemalt werden kann und daß es auch möglich wird, den Samt in beliebigen, selbst ganz kleinen Stückchen auszuschneiden oder auszustanzen, ohne daß der Übelstand des seitlichen Ausfa5erns eintritt. Diese Vorbereitung des samt-oder plüschartigen Stoffes geschieht erfindungsgemäß in der Weise, daß die Gewebeseite des Samtes oder Plüsches mit einem die Farbe nicht annehmenden Lack, beispielsweise Cellonlack, getränkt wird. Auf die besondere Art des Lackes kommt es nicht an. Es können alle bekannten alkoholischen oder ätherischen Lacke oder sonstige Lösungen von Harzen oder ähnlichen organischen Stoffen benutzt werden. Für die Vorbereitung des Samtes für die Bemalung hat sich besonders die Verwendung von Cellonlack bewährt, der auf die Rückseite des Gewebes aufgetragen, in dem Grundgewebe sich gut einsaugt, die Samtfasern selbst aber ungetränkt läßt.
  • Nachdem der Lack aufgetragen und der Stoff getrocknet ist, kann der Samt finit Wasserfarbe oder anderen nicht fetthaltigen Farben bemalt werden.- Die Farbe fließt niemals nach der Seite fort, weil der imprägnierte Gewebeboden eine Weiterleitung zu den benachbarten Samtfasern verhindert.
  • Aus einem derartig imprägnierten Stoff lassen sich nun alle beliebig geformten Teilchen ausschneiden oder ausstanzen. Da der Gewebeboden durch die Imprägnierung gefestigt ist, so können selbst die kleinsten ausgeschnittenen Teilchen nicht nach außen fasern. Sie werden also vollständig sauber ausgeschnitten und können in dieser Form als Auflage für beliebige Stoffe Verwendung finden. Da das Grundgewebe imprägniert ist, so ist die Bindung mit dein untergelegten Stoff außerordentlich leicht zu erzielen. Man kann z. B. die mit Cellonlack vorbereiteten Sanitstückohen mittels Cellonlack ohne weiteres auf Tüll, Voile, Seide und ähnlichen Stoffen aufkleben. Diese Verbindung ist absolut zuverlässig und wird auch nicht durch Feuchtigkeit oder Waschen beeinträchtigt.
  • Durch das neue Verfahren werden somit alle samt- und plüschartigen Stoffe sowohl für die Bemalung wie auch für die mechanische Verarbeitung der Samtstückchen in einwandfreier Weise vorbereitet, und es wirddadurch die Möglichkeit gegeben, den Samt für alle beliebigen Zwecke zu verwenden, beispielsweise: Bemalung als Gobelinersatz, Bemalung für Kissen oder Möbelbezüge, Auflagen auf andere Stoffe für Lampenschirme, Bluseneinsätze, Schals, wie überhaupt insbesondere für Damenkleiderstoffe.

Claims (2)

  1. PATENT-ANsPRÜCIir: r. Verfahren zur Vorbereitung von samt- oder plüschartigen Stoffen für die kunstgewerbliche Weiterverwendung, dadurch gekennzeichnet, daß der Boden des Gewebes mit einem das Gewebe festigendem Farbe nicht annehmenden Lack, beispielsweise Cellonlack, Zaponlack o. dgl. getränkt wird. __
  2. 2. Anwendung des nach Anspruch z vorbereiteten samt- oder plüschartigen Stoffes für die Herstellung von Auflegestoffen, dadurch gekennzeichnet, daß aus dem getränkten Samt ausgeschnittene oder ausgestanzte Stücke auf einem beliebigen Unterlegestoff mit Hilfe desselben Lackes befestigt werden, der zur Tränkung des samt- oder plüschartigen Stoffes benutzt wurde.
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