DE356325C - Zur Untersuchung einer elektrischen Abfeuerungsanlage bestimmte Einrichtung mit selbsttaetiger Aufzeichnung des Untersuchungsergebnisses - Google Patents

Zur Untersuchung einer elektrischen Abfeuerungsanlage bestimmte Einrichtung mit selbsttaetiger Aufzeichnung des Untersuchungsergebnisses

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DE356325C
DE356325C DEK67825D DEK0067825D DE356325C DE 356325 C DE356325 C DE 356325C DE K67825 D DEK67825 D DE K67825D DE K0067825 D DEK0067825 D DE K0067825D DE 356325 C DE356325 C DE 356325C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41GWEAPON SIGHTS; AIMING
    • F41G5/00Elevating or traversing control systems for guns
    • F41G5/26Apparatus for testing or checking

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Measurement Of Unknown Time Intervals (AREA)

Description

  • Zur Untersuchung einer elektrischen Abfeuerungsanlage bestimmte Einrichtung mit selbsttätiger Aufzeichnung des Untersuchungsergebnisses. Die Erfindung bezieht sich auf Einrichtungen, die zur Untersuchung einer elektrischen Krelselabfeuerungsanlage bestirrunt, aber auch für Übungszwecke geeignet sind, und bei denen das Untersuchungsergebnis selbsttätig aufgezeichnet wird. Bei einer älteren Einrichtung dieser Art liegt das das Untersuchungsergebnis aufzeichnende Organ in der Mündung des entsprechenden Geschützrohres. Diese Anordnung hat die Nachteile, daß die einzelnen Teile, besonders bei großer Erhöhung, schlecht zugänglich sind, daß ferner - auch bei Turmgeschützen - die Untersuchung nur bei gün- stigem Wetter vorgenommen und beim Vorhandensein zweier Geschütze in einem Turme jeweilig nur ein einziges Rohr zur Untersuchung herangezogen werden kann. Diese Nachteile werden der Erfindung gemäß dadurch vermieden, daß das oben genannte Organ am Bodenstück des Geschützrohres angeordnet ist.
  • Auf der Zeichnung - ist in schematischer Darstellungsweise ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes veranschaulicht, wie es in Anwendung kommt, falls nur ein einziges Geschützrohr für die Untersuchung herangezogen wird. Es zeigt Abb. i eine teilweise im Schnitt gehaltene Seitenansicht der Einrichtung, Abb. 2 die gleiche Ansicht wie Abb. i bei Einschaltung einer für die Untersuchung erforderlichen Hilfseinrichtung und Abb. 3 in größerem Maßstabe einen achsialen Längsschnitt des am Bodenstück des Geschützrohres angeordneten Organes.
  • An dem einen Schildzapfen et2 des Geschützrohres A ist' ein Aufsatzarm B schwingbar angeordnet. Dieser trägt das mit einer Abfeuerzunge cl versehene Kreiselgehäuse C und ist mittels einer Schnecke al, die in einen Zahnsektor bl des Aufsatzarmes B eingreift, unabhängig vom Geschützrohre auf den der Zielentfernung entsprechenden Erhöhungswinkel einstellbar. Auf der durch den - nicht dargestellten - Kreisel zu stabilisierenden Achse C2 ist (in Zielfernrohr C3 und eine zweite- Abfeuerzunge C4 angeordnet, die mit der Abfeuerzunge cl in Berührung treten kann und auf den vom Gesamtverzuge und der Schlingergeschwindigkeit abhängigen Vorzündewinkel selbsttätig einstellbar ist. Die Abfeuerzungen o' und C4 bilden Stromschlußstücke in einem von einer Gleichstromquelle gespeisten Stromkreise, in dem der Abfeuern-lagnet a3 liegt. Diesem ist ein Dämpfungsmotor D vorgeschaltet. Der Stromkreis kann durch einen Hauptschalter G unterbrochen werden. Am Bodenstück a4 des Geschützrohres A ist in einem auf einer Grundplatte a5 befestigten zylinderförmigen Führungsstück a6 ein Bolzen H entgegen der Wirkung einer Feder 1, deren Druck durch eine Überwurfinutter a7 in engeren Grenzen geregelt werden kann, verschiebbar gelagert (Abb - 3). In -einer zylindrischen Bohrung des Bolzens H, der als Schleuderbolzen bezeichnet werden soll, liegt ein mit einer Spitze versehener Bolzen K, der entgegen dem Drucke einer schwachen Feder L verschiebbar ist. Der Schleuderbolzen H besitzt einen durcb die Grundplatte a5 hindurchtretenden Schaft kl-, auf dem ein den Hub des Schleuderbolzens begrenzender Anschlag h2 befestigt ist. Der Schaft kl- steht durch Vermittlung eines ausgewuchteten Hebels a8 und einer Gelenkverbindung a9, a10, all in kraftschlüssiger Verbindung mit dem vom Abfeuermagneten a3 verstellbaren Abzugshebel ctl-. Der Hebelas steht unter der Wirkung einer ZugfederE, deren eines Ende an einem an der Grundplatte a5 sitzenden Halter a13 und deren anderes Ende an einer Spindel F angreift. Die Spindel F ist an einem am Hebel a8 angeordneten Lagerbocke a14 gelagert und kann zwecks Veränderung der Spannung der Feder E mittels einer Schraubenmutter f 1 verschoben werden. Auf einer konzentrisch zur Schildzapfenachse gekrümmten Führungsleiste M ist ein Halter N verschiebbar angeordnet, in dem eine mit Papier bespannte auswechselbare Walze P drehbar gelagert ist (Abb. i). An deren Mantelfläche liegt ein am Halter N abnehmbar befestigter Schreibstift n' an. Die Führungsleiste IM mit der Walze P ist im Raume so angeordnet, daß bei einer der je- weiligen Stellung des Halters N entsprechenden Erhöhung des Geschützrohres der Bolzen K (Abb. 3) der Walze P gegenübersteht, und zwar so, daß die Achsen dieser beiden Teile K und P senkrecht aufeinanderstehen.
  • An Stelle der Walze P kann in den Halter N ein Unterbrecher Q eingesetzt werden (Abb. 2). Dieser besitzt zwei Stromschlußstücke ql und q?, von denen das eine, q# fcst, das andere, q2, an dem einen Ende eines doppelarmigen Hebels q3 angeordnet ist. Eine Feder q4 sucht die -beiden Stromschlußstücke qI und q2 in Berührung miteinander zu halten. Der Hebel q3 ist so angeordnet, daß seinem freien Ende q5 der Bolzen K (Abb. 3) bei entsprechender Stellung des Geschützrohrcs A genau gegenüberhegt i4nd hierbei der Abstand des Bolzens K vom Hebelende q5 gleich dem Abstande ist, den der Bolzen K im Falle der Anordnung nach Abb. i von der Mantelfläche der Walze P hat. Der Unterbrecher Q wird in Verbindung mit einem Chronographen R gebraucht. Über zwei Rollen rl, die von einem - nicht dargestellten - Uhrwerk angetrieben werden, läuft ein Papierstreifen r2, an dem ein Schreibstift r3 anliegt. Dieser ist an einem -L-förmig ausgebildeten Träger r4 befestigt, der senkrecht zur Bewegungsrichtung des Papierstreifens r2 entgegen der Wirkung einer Feder r5 verschiebbar ist. Der Querbalken r6 des Trägers besteht aus Eisen und ist einem Elektromagneten r? gegenüber angeordnet. Dieser liegt in einem von einer Gleichsäomquelle gespeisten zweitell Stromkreise, in den auch der Unterbrecher Q eingeschaltet ist. Das Schaltungsschema des früher erwähnten Stromkreises unterscheidet sich bei Verwendung der aus Chronograph und Unterbrecher bestehenden Hilfseinrichtung von dem Schaltungsschema nach Abb. i. Es führt nämlich die an den positiven Pol angeschlossene Leitung nicht mehr über die Abfeuerzungen G4 und cl-, sondern über einen Schalter T unmittelbar zum Dämpfungsmotor D. Der Schalter I' gestattet gleichzeitige Unterbrechung und Schheßung beider Stromkreise.
  • Wird bei der Anordnung nach Abb. i: der Stromkreis geschlossen, so wird der Abfeuermagnet a3 erregt und der Abzugshebel a12 im Sinne des Pfeiles x (Abb. 3) gedreht. Hierbei wird infolge der kraftschlüssigen--Verbindung zwischen dem Abzugshebel al 2 und dem Schleuderbolzen H dieser entgegen der Wirkung der Feder 1 verschoben, bis der Anschlag k2 zur Anlage an die Grundplatte al gelangt und somit die Bewegung plötzlich unterbrochen wird. In diesem Augenblick schnellt der Bolzen K infolge seiner Trägheit vor. Steht während dieses Vorganges die Walze P dem Bolzen K gegenüber, so wird auf ihr durch den Bolzen K ein Punkt eingeschlagen. Vom Augenblick des Stromschlusses bis zum Einschlagen des Punktes vergeht nun eine gewisse Zeit, die im folgenden als der Verzug der Anlage bezeichnet werden soll. Dieser Verzug muß, um bei der Untersuchung die gleichen Verhältnisse zu erhalten wie beim Scharfschießen, in genaue Übereinstimmuug mit dem beim Schießen auftretenden und anderweitig bereits ermittelten Gesamtverzuge gebracht werden. Zu diesem Zwecke wird zunächst der Verzug der Anlage gemessen. Zum, Messen dieses i Verzuges wird an Stelle der Walze P der Unterbrecher Q eingesetzt und in den Stromkreis des Elektromagneten r7 des Chronographen R eingeschaltet. Abb. --. Das Geschützrohr A wird danach so eingestellt, daß die Spitze des i Bolzens K dem freien Ende q5 des Hebels q3 gegenübersteht, und der Hauptschalter G wird eingeräckt. Hierauf wird das Uhrwerk des Chronoaraphen in Gang gesetzt, so daß der Stift r3 auf dem Papierstreifen r2 eine zunächst i gerade Linie y8 aufzeichnet. Nunmehr werden durch den Schalter T beide Stromkreise gleichzeitig geschlossen. Im Augenblick des,Stromschlusses wird unter der Wirkung des Elektromagneten r7 der Stift r3 senkrecht zur i Bewegungsrichtung des Papierstreifens verschoben, so daß in der Linie r8 ein doppelter Knick entsteht. Da durch den SchälterT, wie schon erwähnt. auch der Stromkreis des Abfeuermagneten a3 geschlossen ist, so wird i eine bestimmte Zeit nach Stromschluß der Bolzen K vorgeschleudert# seine Spitze trifft auf das freie Ende q5 des Hebels q3, und der Stromkreis des Chronographenmagneten wird unterbrochen. Die Unterbrechung wird durch eine nicht dargestellte Vorrichtung äufrechterhalten. Im Augenblick der Unterbrechung wird durch die Feder r5 der Träger 74 mit dem Stifte r3 wieder in seine ursprüngliche Lage verschoben, so daß wiederum ein doppelter Knick in der Linie r" entsteht. Der während des Stromschlusses entstandene, senkrecht zur Bewegungsrichtung des Papierstreifens r2 dem Hube des Trägers 74 entsprechend verlegte Teil r9 der Linie y11 bildet ein Maß für den Verzug der Anlage. Ergibt sich hiernach, daß dieser Verzug dem beim Scharfschießen auftretenden Gesamtverzuge nicht gleich ist, so wird durch Drehen der Schraubenmutter f 1 die Spannung der am Hebel as angreifenden Feder E so lange verändert, bis eine neue Messung die angenäherte Übereinstimmung zwischen dem Verzuge der Anlage und dem Gesamtverzuge erkennen läßt. Der noch vorhandene kleinere Unterschied wird durch Verstellung der Überwurfmutter a7 und dadurch bedingte Vergrößerung bzw. Verkleinerung der Spannung der Feder J ausgeglichen. Nach endgültiger Regelung des Verzuges der Anlage wird der Unterbrecher Q wieder durch die Walze P mit Schreibstift n' ersetzt und die Schaltung nach Abb. i vorgenommen.
  • Nunmehr kann die Untersuchung der Anlage erfolgen, und zwar unter Annahme einer bestimmten Zielentfernung. Zunächst wird die Walze P gedreht, so daß auf ihrer Mantelfläche der an ihr anliegende Schreibstift ni eine Kreislinie aufzeichnet, die als Nullinie bezeichnet werden soll. Sodann wird der Halter N so auf der Führungsleiste M eingestellt, daß die Nullinie der Spitze des Bolzens K genau gegenüberliegt, wenn das Geschützrohr die der Zielentfernung entsprechende Erhöhung hat. Bei der Untersuchung wird die Abfeuerungsanlage in gleicher Weise bedient wie beim Scharfschießen. Es wird also zunächst dem Aufsatzarme B und damit der am Gehäuse sitzenden Abfeuerzunge cl die der Zielentfernung entsprechende Erhöhung gegeben. Die Abfeuerzunge cl möge hierbei in die mit II bezeichnete Lage kommen. Durch entsprechenden seitlichen Druck auf den einen Kardanring wird dafür gesorgt, daß die Ziellinie des Fernrohres cl dauernd auf das Ziel gerichtet ist und die Abfeuerzunge c4 ihre Lage unverändert beibehält. Hierauf wird der HauptIschalter G eingerückt und die Höhen-.richtmaschine in Tätigkeit gesetzt. Das Erhölien erfolgt mit konstanter Geschwindigkeit. Hierbei wandert die Abfeuerzunge cl im Sinne des Pfeiles y. In dem Augenblick, in dem sich die beiden Abfeuerzungen c" und e4 berühren, wird der Stromkreis geschlossen, nachdem zuvor durch eine nicht dargestellte Vorrichtung die Abfeuerzunge G4 selbsttätig auf den von der Schlingergeschwindigkeit und dem Gesamtverzuge abhängigen Vorzündewinkel eingestellt worden ist. Das Vorschleudern des Bolzens K Erfolgt jedoch nicht in diesem Augenblick, sondern erst nach Ablauf des vorher eingestellten Verzuges der Anlage. Währenddessen wird das Geschützrohr mit gleicher Geschwindigkeit weiter erhöht. Ist also die Anlage fehlerfrei, so schlägt der Bolzen K in dem Augenblick einen Punkt auf der Walze P ein, in dem das Rohr genau die der Zielentfernung entsprechende Erhöhung hat. Der Punkt muß somit nach dem Vorstehenden auf der Nulllinie liegen. In der geschilderten Weise werden nach jedesmaliger geringer Drehung der Walze P auf dieser mehrere Punkte eingeschlagen. Das hierdurch -gewonnene Bild läßt eine genaue Beurteiluug der Abfeuerungsanlage zu. Liegen die eingeschlagenen Punkte auf der Nullinie oder nur wenig innerhalb zulässiger Grenzen von dieser entfernt, so ist die Anlage in Ordnung. Gehen die Abweichungen dagegen über das zulässige Maß hinaus, so sind Fehler in der Anlage.
  • Es ist ohne weiteres klax, daß die erläuterte Einrichtung auch für die Vornahme von Übungen geeignet ist.

Claims (1)

  1. PATF,NT-ANSPRÜCHE: i. Zur Untersuchung einer elektrischen Abfeuerungsanlage bestimmte, auch für Übungszwecke geeignete Einrichtung mit selbsttätiger Aufzeichnung des Untersuchungsergebnisses, dadurch gekennzeichnet, daß das das Untersuchungsergebnis aufzeichnende Organ (H, K) am Bodenstück (a4) des Geschützrohres (A) angeordnet ist. ?,. Einrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Organ (H, K) durch den vom Abfeuennagneten (a3) verstellbaren Abzugshebel (a12) angetrieben wird.
DEK67825D 1919-01-02 1919-01-03 Zur Untersuchung einer elektrischen Abfeuerungsanlage bestimmte Einrichtung mit selbsttaetiger Aufzeichnung des Untersuchungsergebnisses Expired DE356325C (de)

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