DE355866C - Verfahren zur Herstellung von Wasserstoffsuperoxyd - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Wasserstoffsuperoxyd

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DE355866C
DE355866C DED32850D DED0032850D DE355866C DE 355866 C DE355866 C DE 355866C DE D32850 D DED32850 D DE D32850D DE D0032850 D DED0032850 D DE D0032850D DE 355866 C DE355866 C DE 355866C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B15/00Peroxides; Peroxyhydrates; Peroxyacids or salts thereof; Superoxides; Ozonides
    • C01B15/01Hydrogen peroxide
    • C01B15/03Preparation from inorganic peroxy compounds, e.g. from peroxysulfates

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Wasserstoffsuperoxyd. Die Erfindung bezweckt die direkte Gewinnung von konzentrierteren, mehr als ioprozentigen Wasserstoffsuperoxydlösungen und erreicht dieses Ziel dadurch, daß Schwefelsäure, deren Gehalt nicht wesentlich weniger als i80 g im Liter beträgt, mit 'Natriumperborai= zur Umsetzung gebracht wird.
  • Bei der bekannten Herstellung von Wasserstoffsuperoxyd durch Umsetzen von Superoxyden der Leichtmetalle, insbesondere von Bariumsuperoxyden und N atriurrisuperoxyden mit Mineralsäuren, vorzugsweise Schwefelsäure, gelingt es nicht, direkt zu konzentrierteren Lösungen von Wasserstoffsuperoxyd zu gelangen, da entweder, wie z. B. bei Bariumsuperoxyd, die Umsetzung mit konzentrierterer Schwefelsäure Schwierigkeiten bot oder weil die Masse der sich ausscheidenden Salze, z. B. von Glaubersalz, bei derUmsetzung von Natriumsuperoxyd mit Schwefelsäure das erforderliche mechanische Durchrühren bei starleer Konzentration erschwerte oder ganz unmöglich machte. Man gelangte so in einer Operation nur zu, einem etwa ioprozentigen Wasserstoffsuperoxyd. Um handelsübliche 2o- bis 30prozentige Ware herzustellen. war man daher gezwungen, entweder durch stufenweises Eintragen von Superoxyd in Säure und Abnutschen der erhaltenen Niederschläge in mehreren Operationen zu arbeiten oder das in einer Operation erhaltene verdünnte Wasserstoffsuperoxyd durch Destillation zu konzentrieren.
  • Bei der an sich bekannten Umsetzung von Perboraten mit Mineralsäure war zu erwarten, daß bei Verwendung von konzentrierteren Säuren die gleichen Übelstände in Erscheinung treten würden, während weiterhin zu befürchten war, daß bei dem Umsetzungsprozeß sich erhebliche Mengen von leichtlöslicher Überborsäure bilden würden, welche in Lösung bleiben und somit verlorengehen würden.
  • Es wurde nun die überraschende Beobachtung gemacht, daß es unerwarteterweise gelingt, N atriumperborat mit konzentrierter Schwefelsäure in einer Operation glatt und mit sehr hoher Ausbeute zu einem 2o- und höherprozentigen Wasserstoffsuperoxyd umzusetzen. Die für die Durchführung der Reaktion unerläßliche mechanische Bearbeitung der Masse bietet hierbei, trotz der Ausscheidung großer Mengen von Glaubersalz und Borsäure, keine Schwierigkeiten. Anscheinend hat die Borsäure die Eigenschaft, die Reibung unter den Glaubersalzkristallen zu vermeiden und so eine leichtere Durcharbeitung der Masse zu bewirken. Die Ausbeute an Wasserstoffsuperoxyd ist nahe der theoretischen. Es finden mithin trotz Anwendung von konzentrierterer Schwefelsäure störende Zersetzungen und Nebenreaktionen nicht statt. Es zeigte sich ferner, daß von der angewandten Menge Borsäure nur etwa io bis 15 Prozent in Lösung gehen.
  • Diese nicht vorauszusehende Tatsache ist aber für die Wirtschaftlichkeit des Verfahrens von ausschlaggebender Bedeutung, da die ausgeschiedene Borsäure wieder glatt zu Borat verarbeitet werden kann, welches dann seinerseits wieder in Perborat übergeführt und zur Herstellung neuer :Mengen von Wasserstoffsuperoxyd nutzbar gemacht werden kann. Da die Reaktion auf ein kIolekül Wasserstoffsuperoxyd nur die Hälfte der Säure verbraucht wie Superoxyd, und da bei der Umsetzung nur geringe Wärmemengen frei werden, so bietet auch in dieser Beziehung die direkte Herstellung von konzentriertem Wasserstoffsuperoxyd aus Perborat technische und wirtschaftliche Vorteile. Die erhaltenen Lösungen lassen sich ohne weiteres für alle gewerblichen Zwecke verwenden.
  • Zur Durchführung des Verfahrens verfährt man beispielsweise derart, daß man in 230 kg Schwefelsäure mit 380 g Hz S04 im Liter Zoo kg Natriumperborat unter Umrühren einträgt.. Die Menge der Schwefelsäure wird zweckmäßig so bemessen, daß am Ende eine schwach saure Reaktion sich einstellt. Nach erfolgter Urnsetzung und Abkühlung wird das Wasserstoffsuperoxyd durch Abnutschen von den ausgeschiedenen Salzen getrennt und ausgewaschen; man erhält ein Wasserstoffsuperoxyd von etwa 23,5 Prozent. Die verdünnteren Waschwasser werden zu einem neuen Ansatz verwendet.
  • An Stelle von Schwefelsäure kann man auch andere Säuren, z. B. Salzsäure oder Phosphorsäure in entsprechender Konzentration verwenden.
  • Man kann, wie gefunden wurde, auch derart verfahren, claß man die konzentrierte Säure auf eine Suspension von Natriumperborat in Wasser einwirken läßt, wobei der unerwartete Erfolg erzielt wird, daß keinerlei Zersetzung der alkalischen Wasserstoffsuperowdlösungen eintritt. Die Ausbeute ist hierbei die gleiche wie bei der vorstehend beschriebenen Arbeitsweise. Würde man versuchen, mit Superox5#den in dieser Weise zu arbeiten, so würden lebhafte Zersetzungserscheinungen eintreten. Das letztgenannte Arbeitsverfahren bietet den Vorteil, daß das unerwünschte Arbeiten mit starker, die Gefäße leicht angreifender Säure vermieden wird.
  • Von den bekannten Verfahren der Wasserstoffsuperoxydgewinnung durch Zersetzung der Persulfate mit starker Schwefelsäure unterscheidet sich das angemeldete Verfahren grundsätzlich dadurch, daß nach ersteren nicht sofort Wasserstoffsuperoxyd entsteht, sondern erst durch Destillation in Freiheit gesetzt werden muß, während nach dem angemeldeten Verfahren sofort ohne Erwärmung oder Destillation eine Wasserstoffsuperoxydlösung von gewünschtem Sättigungsgrad erhalten wird.

Claims (2)

  1. PATENT-ANSPRÜCRE: i. Verfahren zur Herstellung von Wasserstoffsuperoxyd durch Umsetzen von Alkaliperboraten mit Mineralsäure, dadurch gekennzeichnet, daß man die Menge des Perborats und die Stärke der anzuwendenden Säure, vorzugsweise Schwefelsäure, so bemißt, daß unmittelbar eine hochprozentige, z. B. 2oprozentige Wasserstoffsuperoxydlösung, mindestens aber eine mehr als i o prozentige Wasserstoffsuperoxydlösung entstehen kann.
  2. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Patentanspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man in eine Aufschw emrnung von Alkaliperborat in Wasser konzentrierte Schwefelsäure einfließen läßt.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US7337612B2 (en) 2002-04-24 2008-03-04 Geba As Method for the utilization of energy from cyclic thermochemical processes to produce mechanical energy and plant for this purpose

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