DE35550C - Regulirungsvorrichtung für die Kohlenstäbe in Bogenlampen - Google Patents

Regulirungsvorrichtung für die Kohlenstäbe in Bogenlampen

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DE35550C
DE35550C DENDAT35550D DE35550DC DE35550C DE 35550 C DE35550 C DE 35550C DE NDAT35550 D DENDAT35550 D DE NDAT35550D DE 35550D C DE35550D C DE 35550DC DE 35550 C DE35550 C DE 35550C
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DENDAT35550D
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L. ElDLITZ in New-York
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    • HELECTRICITY
    • H05ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H05BELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
    • H05B31/00Electric arc lamps
    • H05B31/0081Controlling of arc lamps
    • H05B31/0087Controlling of arc lamps with a thread or chain

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  • Auxiliary Methods And Devices For Loading And Unloading (AREA)

Description

KAISERLICHES
ENTAMT
Diese Erfindung betrifft die Aufhängung der positiven Kohle, ihres Halters und anderer weiter unten beschriebenen Vorrichtungen an Rollen, welche ein Gegengewicht von geringerer Ausschlagskraft tragen. Diese Gewichtsdifferenz wird als bewegende Kraft benutzt und diese Kraft wird durch einen Elektromagneten gehemmt und regulirt, welcher als Bremse auf den Rand eines schmiedeisernen Rades (ohne Contact) · wirkt. Die Hemmung und Regulirung erfolgt mit der wechselnden Energie des elektrischen Stromes in dem Mafse, als der Bogen seine Weite verändert. '
Der Zweck dieser Anordnung ist, ohne störende Schwankungen eine angemessene Entfernung der Kohlenspitzen und daher ein gleichförmiges Licht zu erhalten, und dieser Zweck soll durch.die directe Anwendung einer wechselnden elektromotorischen Kraft auf einen Körper erreicht werden,, der sich, der Schwerkraft folgend, ohne die Vermittelung mechanischer Hülfsmittel bewegt,: deren Thätigkeit eine gewisse. Zeit beansprucht, indem dieser fallende Körper aus kleinster Masse und diese selbst aus einer constanten Quantität besteht. Es wird dieses mittelst des in der beiliegenden Zeichnung dargestellten Mechanismus bewerkstelligt, in welchem Theil A besteht: 1. aus einem Metallwürfel c, welcher hauptsächlich als Balancirgewicht wirkt; 2. aus dem Solenoid s, welches fest mit c verbunden und vermittelst Schnüre von gleicher Länge mit beiden Rollen P und P1 im Schwerpunkt beider in zwei Punkten aufgehängt ist, indem die Schnüre schliefslich an jenen Rollen befestigt sind; 3. aus dem Hebel d, welcher in der Mitte zwischen den beiden Aufhängepunkten über c ruht; 4. aus dem Halter h der positiven Kohle, und 5. aus einem hohlen Cylinder / aus weichem Eisen. Der Ständer t ist oben und unten an dem Hauptrahmen befestigt und dient als Führung für s und I; η ist ein Frictionsrad und m eine Comperisations-Gleichgewichtskette, welche aus dünnen Platten besteht, die durch weite Drahtringe so vereinigt sind, dafs die ganze Kette sich aus einander zieht und vom Ständer t gehalten wird. Das Gewicht von m ist gleich dem der positiven Kohle, welches während eines Hubes consumirt wird.
Der Theil A bildet eine in P und P1 aufgehängte Masse, und B ist ein in Rolle ρ aufgehängtes Gegengewicht. Dieses Gegengewicht kann vermehrt oder vermindert werden durch Hinzufügen oder Hinwegnehmen dünner Metallplatten. Wenn angemessen regulirt, so istsdas Gewicht von A gröfser als das von B durch eine Quantität, die hinreicht, um jede mechanische Friction zu überwinden, und dient als bewegende Kraft, um die positive Kohle abwärts zu bewegen und die Reibung an dem Rad ο zu überwinden, die durch den Elektromagneten R verursacht wird, welcher mittelst der Schraube g dem Rad 0 genähert oder von ihm entfernt wird.
Das Gewicht B läuft lose auf zwei Führungen e, und Hebel d kann mittelst der Schraube r gehoben und gesenkt werden. In solcher Weise wird die Anziehungskraft des Solenoids s regulirt. Der Halter h der positiven Kohle wird durch den oberen Gehäusedeckel und durch den Ring g geführt; G ist die gemeinschaftliche Achse von PP1P und 0.
Der Leiter der Elektricität, welcher in den oberen Theil des Gehäuses eingeführt wird, ist um R aufgewickelt und wird schliefslich mit dem Träger der positiven Kohle ,verbunden.
Die Wirkung dieser Lampe ist folgende: Das Solenoid s kann eine begrenzte Windung haben und wirkt dann nur zu oder nahe zu der Zeit, wenn der Maximalstrom hindurchgeht. Dies ist der Fall, wenn bei Entzündung des Lichtes die Kohlenspitzen sich berühren, oder wenn sie dieses zu irgend einer anderen Zeit thun oder übermäfsig sich nähern infolge eines Bruches oder grofser Unreinheit der Kohle. In einem jeden dieser Fälle zieht das Solenoid s den Cylinder / an und der Hebel d hebt den Halter h. Das ganze Gewicht des Theiles A wirkt dann auf die Rollen P und P1 und wird sich abwärts bewegen, sobald der Bogen sich um ebenso viel vergröfsert hat. in welchem Falle die elektromotorische Kraft des Stromes hinreichend abnimmt, um die Reibung an dem Rad o, erzeugt durch den Elektromagneten R, durch das Differemialgewicht A B zu überwinden. Dadurch aber wird die Kohle abwärts geführt, nach Mafsgabe des Verbrauches sowohl des positiven als des negativen Kohlenstabes. Das Verhältnifs des Gewichtsunterschiedes A B zur Reibung bei ο mufs von jda an constant bleiben, d. h. der Bogen wird von permanenter Gröfse verbleiben, wenn das Gewicht AB constant bleibt, in welchem Falle der Verbrauch der Kohle absolut gleich bleibt. Das Gewicht von A B wird constant erhalten wie. folgt:
Die Kette m, welche auf / ruht, wird an Gewicht reducirt in dem Mafse, als die positive Kohle sich verzehrt; folglich wird der Theil A am Ende des Hubes weniger wiegen, als es beim Beginn geschah, und zwar um das Doppelte des Gewichtes der verbrauchten positiven Kohle.
Bei jedem beliebigen Punkte der Abwärtsbewegung von A wird der Gewichtsverlust proportional sein. Der Radius der Rolle γ wird verhältnifsmäfsig reducirt, zum Zwecke, die Verminderung des Gewichtes A auszugleichen durch die verminderte Hebelkraft des Gewichtes B, folglich bleibt A B constant. Allein die Kohlen sind hinsichtlich ihres Materials und ihrer Dichtigkeit nicht homogen, infolge dessen sie sich nicht gleichmäfsig vermindern. Sobald sie rascher verbrennen als in normaler Weise, so verlängert sich für einen Augenblick der Bogen, die elektromotorische Kraft nimmt ab, die Reibung bei ο vermindert sich und das Sinken von A wird beschleunigt. Wenn die Kohle infolge zu grofser Dichtigkeit weniger rasch innerhalb einer gegebenen Zeit verbrennt als in normaler Weise, so wird aus dem gleichen Grunde das Herabsteigen von A während dieser Zeit verhältnifsmäfsig verzögert. Das Niedergehen von A ist also jederzeit direct proportional dem Verbrauch der Kohlen und die Gröfse des Bogens ist daher sowohl die Ursache als die Wirkung der mechanischen Action des Regulators und mufs daher constant bleiben. - Thatsache ist, dafs die Thätigkeit des Solenoids nicht von gleicher Präcision ist. Hier tritt zwischen der elektromotorischen Kraft und der Bewegung von h ein Hebel ins Mittel. Die mechanische Bewegung des Hebels ist langsam, während die elektrischen Aenderungen schnell sind, und in dieser Hinsicht hat auch der vorliegende Apparat die hauptsächlichste Unvollkommenheit, welche sich bei den bisherigen Lampen vorfindet; da aber das Solenoid nur bei Beginn des Verfahrens normalmäfsig nur einmal während der Dauer eines Kohlensatzes oder des Gebrauches der Lampe im Laufe eines Abends in Thätigkeit tritt, so ist dieser Mangel praktisch unbedeutend.
Das Solenoid s wird von hinreichender Anziehungskraft sein, um beständig auf den Halter h zu wirken und ihn so in einer gehobenen Lage zu erhalten. In diesem Falle wird mittelst einer Hemmung gegen den Hebel d seine Bewegung so eingeschränkt, dafs die Trennung der Kohlenspitzen innerhalb der Grenzen des normalen Bogens erhalten bleibt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Bei elektrischen Lampen die Combination des am Ständer t sich führenden Metallwürfels c, welcher an der Rolle P hängt und das Solenoid s trägt, mit dem auf demselben drehbar angebrachten Doppelhebel d, auf welchem einerseits der Solenoidkern / und andererseits der obere Kohlenhalter h aufgehängt ist, welche Theile sich bei normaler Gröfse des Lichtbogens das Gleichgewicht halten, und mit der aus gelochten Platten bestehenden Compensationskette m, die sich beim Herabgleiten des gesammten Mechanismus durch Schrägstellen ihrer Glieder am Ständer t festklemmt, wodurch eine dem Verbrauch der oberen Kohle entsprechende Entlastung des Solenoidkernes bewirkt wird.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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