DE35550C - Regulirungsvorrichtung für die Kohlenstäbe in Bogenlampen - Google Patents
Regulirungsvorrichtung für die Kohlenstäbe in BogenlampenInfo
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Classifications
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- H—ELECTRICITY
- H05—ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- H05B—ELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
- H05B31/00—Electric arc lamps
- H05B31/0081—Controlling of arc lamps
- H05B31/0087—Controlling of arc lamps with a thread or chain
Landscapes
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Description
KAISERLICHES
ENTAMT
Diese Erfindung betrifft die Aufhängung der positiven Kohle, ihres Halters und anderer
weiter unten beschriebenen Vorrichtungen an Rollen, welche ein Gegengewicht von geringerer
Ausschlagskraft tragen. Diese Gewichtsdifferenz wird als bewegende Kraft benutzt
und diese Kraft wird durch einen Elektromagneten gehemmt und regulirt, welcher als
Bremse auf den Rand eines schmiedeisernen Rades (ohne Contact) · wirkt. Die Hemmung
und Regulirung erfolgt mit der wechselnden Energie des elektrischen Stromes in dem Mafse,
als der Bogen seine Weite verändert. '
Der Zweck dieser Anordnung ist, ohne störende Schwankungen eine angemessene Entfernung
der Kohlenspitzen und daher ein gleichförmiges Licht zu erhalten, und dieser Zweck
soll durch.die directe Anwendung einer wechselnden elektromotorischen Kraft auf einen Körper
erreicht werden,, der sich, der Schwerkraft folgend, ohne die Vermittelung mechanischer
Hülfsmittel bewegt,: deren Thätigkeit eine gewisse. Zeit beansprucht, indem dieser fallende
Körper aus kleinster Masse und diese selbst aus einer constanten Quantität besteht. Es
wird dieses mittelst des in der beiliegenden Zeichnung dargestellten Mechanismus bewerkstelligt,
in welchem Theil A besteht: 1. aus einem Metallwürfel c, welcher hauptsächlich als
Balancirgewicht wirkt; 2. aus dem Solenoid s, welches fest mit c verbunden und vermittelst
Schnüre von gleicher Länge mit beiden Rollen P und P1 im Schwerpunkt beider in zwei Punkten
aufgehängt ist, indem die Schnüre schliefslich an jenen Rollen befestigt sind; 3. aus dem
Hebel d, welcher in der Mitte zwischen den beiden Aufhängepunkten über c ruht; 4. aus
dem Halter h der positiven Kohle, und 5. aus einem hohlen Cylinder / aus weichem Eisen.
Der Ständer t ist oben und unten an dem Hauptrahmen befestigt und dient als Führung
für s und I; η ist ein Frictionsrad und m eine
Comperisations-Gleichgewichtskette, welche aus dünnen Platten besteht, die durch weite Drahtringe
so vereinigt sind, dafs die ganze Kette sich aus einander zieht und vom Ständer t gehalten
wird. Das Gewicht von m ist gleich dem der positiven Kohle, welches während
eines Hubes consumirt wird.
Der Theil A bildet eine in P und P1 aufgehängte
Masse, und B ist ein in Rolle ρ aufgehängtes Gegengewicht. Dieses Gegengewicht
kann vermehrt oder vermindert werden durch Hinzufügen oder Hinwegnehmen dünner Metallplatten. Wenn angemessen regulirt, so istsdas
Gewicht von A gröfser als das von B durch eine Quantität, die hinreicht, um jede mechanische
Friction zu überwinden, und dient als bewegende Kraft, um die positive Kohle abwärts
zu bewegen und die Reibung an dem Rad ο zu überwinden, die durch den Elektromagneten
R verursacht wird, welcher mittelst der Schraube g dem Rad 0 genähert oder von
ihm entfernt wird.
Das Gewicht B läuft lose auf zwei Führungen e, und Hebel d kann mittelst der Schraube r
gehoben und gesenkt werden. In solcher Weise wird die Anziehungskraft des Solenoids s
regulirt. Der Halter h der positiven Kohle wird durch den oberen Gehäusedeckel und
durch den Ring g geführt; G ist die gemeinschaftliche
Achse von PP1P und 0.
Der Leiter der Elektricität, welcher in den oberen Theil des Gehäuses eingeführt wird, ist
um R aufgewickelt und wird schliefslich mit dem Träger der positiven Kohle ,verbunden.
Die Wirkung dieser Lampe ist folgende: Das Solenoid s kann eine begrenzte Windung
haben und wirkt dann nur zu oder nahe zu der Zeit, wenn der Maximalstrom hindurchgeht.
Dies ist der Fall, wenn bei Entzündung des Lichtes die Kohlenspitzen sich berühren,
oder wenn sie dieses zu irgend einer anderen Zeit thun oder übermäfsig sich nähern infolge
eines Bruches oder grofser Unreinheit der Kohle. In einem jeden dieser Fälle zieht das
Solenoid s den Cylinder / an und der Hebel d hebt den Halter h. Das ganze Gewicht des
Theiles A wirkt dann auf die Rollen P und P1 und wird sich abwärts bewegen, sobald der
Bogen sich um ebenso viel vergröfsert hat. in welchem Falle die elektromotorische Kraft des
Stromes hinreichend abnimmt, um die Reibung an dem Rad o, erzeugt durch den Elektromagneten
R, durch das Differemialgewicht A B zu überwinden. Dadurch aber wird die Kohle
abwärts geführt, nach Mafsgabe des Verbrauches sowohl des positiven als des negativen Kohlenstabes.
Das Verhältnifs des Gewichtsunterschiedes A B zur Reibung bei ο mufs von jda
an constant bleiben, d. h. der Bogen wird von permanenter Gröfse verbleiben, wenn das Gewicht
AB constant bleibt, in welchem Falle der Verbrauch der Kohle absolut gleich bleibt.
Das Gewicht von A B wird constant erhalten wie. folgt:
Die Kette m, welche auf / ruht, wird an Gewicht reducirt in dem Mafse, als die positive
Kohle sich verzehrt; folglich wird der Theil A am Ende des Hubes weniger wiegen,
als es beim Beginn geschah, und zwar um das Doppelte des Gewichtes der verbrauchten positiven
Kohle.
Bei jedem beliebigen Punkte der Abwärtsbewegung von A wird der Gewichtsverlust
proportional sein. Der Radius der Rolle γ wird verhältnifsmäfsig reducirt, zum Zwecke,
die Verminderung des Gewichtes A auszugleichen durch die verminderte Hebelkraft des
Gewichtes B, folglich bleibt A B constant. Allein die Kohlen sind hinsichtlich ihres Materials
und ihrer Dichtigkeit nicht homogen, infolge dessen sie sich nicht gleichmäfsig vermindern.
Sobald sie rascher verbrennen als in normaler Weise, so verlängert sich für einen Augenblick
der Bogen, die elektromotorische Kraft nimmt ab, die Reibung bei ο vermindert sich und das
Sinken von A wird beschleunigt. Wenn die Kohle infolge zu grofser Dichtigkeit weniger
rasch innerhalb einer gegebenen Zeit verbrennt als in normaler Weise, so wird aus dem
gleichen Grunde das Herabsteigen von A während dieser Zeit verhältnifsmäfsig verzögert.
Das Niedergehen von A ist also jederzeit direct proportional dem Verbrauch der Kohlen
und die Gröfse des Bogens ist daher sowohl die Ursache als die Wirkung der mechanischen
Action des Regulators und mufs daher constant bleiben. - Thatsache ist, dafs die Thätigkeit
des Solenoids nicht von gleicher Präcision ist. Hier tritt zwischen der elektromotorischen Kraft
und der Bewegung von h ein Hebel ins Mittel. Die mechanische Bewegung des Hebels ist langsam,
während die elektrischen Aenderungen schnell sind, und in dieser Hinsicht hat auch
der vorliegende Apparat die hauptsächlichste Unvollkommenheit, welche sich bei den bisherigen
Lampen vorfindet; da aber das Solenoid nur bei Beginn des Verfahrens normalmäfsig
nur einmal während der Dauer eines Kohlensatzes oder des Gebrauches der Lampe im
Laufe eines Abends in Thätigkeit tritt, so ist dieser Mangel praktisch unbedeutend.
Das Solenoid s wird von hinreichender Anziehungskraft sein, um beständig auf den
Halter h zu wirken und ihn so in einer gehobenen Lage zu erhalten. In diesem Falle
wird mittelst einer Hemmung gegen den Hebel d seine Bewegung so eingeschränkt, dafs die
Trennung der Kohlenspitzen innerhalb der Grenzen des normalen Bogens erhalten bleibt.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Bei elektrischen Lampen die Combination des am Ständer t sich führenden Metallwürfels c, welcher an der Rolle P hängt und das Solenoid s trägt, mit dem auf demselben drehbar angebrachten Doppelhebel d, auf welchem einerseits der Solenoidkern / und andererseits der obere Kohlenhalter h aufgehängt ist, welche Theile sich bei normaler Gröfse des Lichtbogens das Gleichgewicht halten, und mit der aus gelochten Platten bestehenden Compensationskette m, die sich beim Herabgleiten des gesammten Mechanismus durch Schrägstellen ihrer Glieder am Ständer t festklemmt, wodurch eine dem Verbrauch der oberen Kohle entsprechende Entlastung des Solenoidkernes bewirkt wird.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE35550C true DE35550C (de) |
Family
ID=311401
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT35550D Expired - Lifetime DE35550C (de) | Regulirungsvorrichtung für die Kohlenstäbe in Bogenlampen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE35550C (de) |
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